| Comment | Liebe Sprachexperten!
Ich weiß nicht, ob es schon einen Faden zu diesem Thema gibt und ich wüsste auch nicht, wonach ich suchen sollte.
Was mich schon immer sehr interessiert hat (ein paar Fäden in den letzten Tagen haben mich wieder daran erinnert), sind Ursprünge von Worten. Ich meine damit nicht Ableitungen aus alt- oder mittelhochdeutschen, alt-lateinischen oder -griechischen Worten, sondern Wortstämme.
Es gibt viele lautmalende Worte (z.B. knurren, knarren, grollen, quietschen, gackern, quaken), bei denen man den Ursprung herleiten kann. Aber ich glaube zu ahnen (ich formuliere das absichtlich so vorsichtig), dass es auch Worte/Wortstämme gibt, die man auf andere Wahrnehmungen und Gefühle zurückführen kann.
Beispiele:
"-aum": Darauf enden bzw. das haben viele Worte als "Hauptbestandteil", die man mit etwas schwer Greifbarem oder Vergänglichem verbindet: Schaum, Traum, kaum, Raum, Flaum, taumeln
"ei-", "-eim", "-eich": Da gibt es viele Worte, mit denen man etwas Weiches, Sanftes, Angenehmes verbindet: Heim, weich, streicheln, seicht, in der Sprache mit Kindern: "ei machen", Heia
Meine Oma konnte - obwohl sie keine negativen Erinnerungen damit verknüpfte - den Ortsnamen "Bad Salzufflen" nicht ausstehen: "Uh, geh mir weg damit, das klingt scheußlich!" Es kostete sie fast Überwindung, ihren Mann zu besuchen, als er einmal ausgerechnet dort zur Kur war.
Warum blitzt ein Blitz und huscht nicht beispielsweise über den Himmel? Warum mummelt oder kuschelt man sich in eine warme Decke und wickelt sich nicht einfach darin ein?
Welche Wortstämme kennt Ihr, die eine Wahrnehmung / ein Gefühl beschreiben?
Was gibt es für Worte/Wortstämme im Englischen oder in anderen Sprachen, die entweder lautmalend sind oder eine Stimmung wiedergeben?
Kann mir jemand gute Literatur zu diesem Thema empfehlen?
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