Fernsehkrimis aus deutscher Produktion enthalten immer wieder dieselben Elemente, die ich für völlig unrealistisch halte:
1. Die Verdächtigen oder die Zeugen sind immer zu Hause, wenn die Ermittler an der Tür klingeln (im Falle der Verdächtigen folgt dann oft ein Abgang durch den Garten).
2. Verdächtige werden stets im Beisein ihrer Familie befragt. Nicht nur, dass die Ehefrau dabei vom Doppelleben ihres Gatten erfährt - es ist auch gleich die perfekte Gelegenheit, die Alibis abzustimmen.
3. Die Polizisten sagen die geplante Festnahme des Verdächtigen immer aus sicherem Abstand an, so dass genug Gelegenheit zur Flucht besteht.
Dass 1. unrealistisch ist, wissen wir alle, die wir arbeiten, einkaufen, Kaffee trinken, Kinder abholen gehen.
Gibt es hier Polizeikundige, die mir bestätigen können, dass 2. und 3. nicht dem Polizeialltag entsprechen? (Das hoffe ich zumindest.)
Und fallen euch andere unrealistische Elemente auf, die vorkommen "müssen"? Dass die Leichen immer sehr dekorativ sind, ist ja noch verständlich, ich sehe auch beim Essen fern ...
Inspiriert dazu, dass ich diese Fragen endlich mal stelle, wurde ich übrigens durch diesen Faden:
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