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    Comment
    'La culture...
    ce qui a fait de l'homme autre chose qu'un accident de l'univers.'


    André Malraux


    Avec cette citation j'ai le plaisir d'ouvrir la suite de notre fil culturel :

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    Author Isabelle. (609042) 18 Sep 13, 22:38
    Comment
    Liebe Isabelle, herzlichen Dank, das neue Kulturcafé eröffnet zu haben.

    Die von oopsy angelegte und zielstrebig mit Kaffeehäusern und Kulturcafés ausgebaute Straße wird immer länger, denn nun steht schon das 29. Gebäude für Besucher bereit. Das bedeutet, dass in diesen Häusern weit über 8000 Mal entweder angeregt diskutiert oder intensiv informiert und präsentiert wurde. So darf es gerne weitergehen, und auch ich lade alle Interessierten ein: Hereinspaziert!

    Die Kultur ist ein weites Feld, doch den Musikern und den „Literaten“ wollen wir keine regelmäßige Konkurrenz machen. Einer der Schwerpunkte soll weiterhin die Bildende Kunst sein, deshalb erlaube ich mir, Isabelle, hier analog zu deinen Links an die äußerst reichhaltigen Romanikfäden zu erinnern:

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    Im Kulturcafé Nr. 28 hatten sich als Abwechslung zur Bildenden Kunst zuletzt zahlreiche berühmte Paare versammelt, solche aus der Mythologie, aus der Geschichte, aus den Medien usw. Zuletzt kam ich auch auf Paare aus dem Eiskunstlauf zu sprechen. Ich danke nun in diesem Zusammenhang Koelsch, das im Beitrag 295 abgebildete Paar identifiziert zu haben. Hallo, Koelsch, du scheinst auch auf diesem Gebiet ein großer Kenner zu sein!

    Ich dachte in der Zwischenzeit vor allem auch an das Eislaufpaar Ria Baran und Paul Falk. Sie heirateten im Laufe ihrer Karriere, starteten für die Düsseldorfer EG und hatten weder einen Trainer noch einen Choreografen oder gar Sponsoren. Sie verloren nie einen Wettbewerb. Bereits 1947 wurden sie deutsche Meister, diesen Titel verteidigten sie bis 1952. An internationalen Wettbewerben durften sie allerdings erst ab 1951 teilnehmen, da Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg vom internationalen Sport weitgehend ausgeschlossen war. Sie wurden 1951 prompt Europameister in Zürich und Weltmeister in Mailand. 1952 verteidigten sie bei der Europameisterschaft in Wien und der Weltmeisterschaft in Paris beide Titel. Außerdem gewannen sie bei den Olympischen Spielen 1952 in Oslo die Goldmedaille. Sie erfanden die Lasso-Hebung und waren das erste Paar, das parallele Doppelsprünge in seiner Kür zeigte. (Wikip.)

    http://www.ruhrnachrichten.de/storage/pic/mdh...

    #1Author mars (236327) 19 Sep 13, 18:21
    Comment
    Ein weiteres Eiskunstlaufpaar will ich auch nicht vergessen: Marika Kilius und Hansjürgen Bäumler. Sie wurden in den Jahren 1958, 1959, 1963 und 1964 deutsche Meister im Paarlauf und von 1959 bis 1964 sechsmal in Folge Europameister. Ihre erste Weltmeisterschaftsmedaille gewannen sie 1959 in Colorado Springs mit Silber hinter den Kanadiern Barbara Wagner und Robert Paul. 1960 in Vancouver errangen sie die Bronzemedaille. 1963 in Cortina d’Ampezzo und 1964 in Dortmund wurden Kilius und Bäumler Weltmeister.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Zusammen bestritten sie zwei Olympische Spiele. Sowohl 1960 in Squaw Valley wie auch 1964 in Innsbruck gewannen sie die Silbermedaille, 1964 wurde ihnen die Medaille jedoch aberkannt, nachdem bekannt wurde, dass sie noch vor den Olympischen Spielen einen Profivertrag unterzeichnet hatten. Daraufhin gaben sie die 1964er Medaillen 1966 an das IOC zurück. 1987 bekamen sie jedoch die Medaillen vom Internationalen Olympischen Komitee zurück und wurden vollständig rehabilitiert.

    #2Author mars (236327) 20 Sep 13, 09:16
    Comment
    Liebe Isabelle, allerherzlichsten Dank für den Start des 29sten Kaffeehauses, das hoffentlich wieder reich an Beiträgen aus Kunst und Kultur sein wird.

    Ein dickes Dankeschön auch für die Verlinkung von Fäden, die dem Gedankengut des Kaffeehauses nahestehen und doch jeder für sich ein eigenständiges Kapitel Kultur und vor allem Frankreich darstellt und deren Erwähnung in einem Eröffnungsbeitrag nicht fehlen darf.

    Als Inhalt für diesen Faden hatte ich unter anderem an Schlösser, an Dächer aber auch an die Präsentation bedeutender deutscher Städte und deutscher Sehenswürdigkeiten gedacht. Letzteres Thema vor allem deswegen, weil Deutschland bis jetzt nur durch seine Hauptstadt hier im QZ vertreten ist.
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    Mars, auch Dir sei für Deinen Beitrag gedankt. Es ist/war mir ein besonderes Anliegen, dass Du die Romanik in Erinnerung gerufen hast.


    Residenzschloss Ludwigsburg


    Das Residenzschloss in Ludwigsburg wurde zwischen 1704 und 1733 unter der Herrschaft von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg im Barockstil errichtet. Es ist eine der größten barocken Schlossanlagen Deutschlands.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Residenzschloss_...

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Alte Corps de Logis, Nordseite mit Garten
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Neue Corps de Logis, Nordseite am Ehrenhof
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Blick auf einen Teil der Gartenanlage
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    #3Author oopsy (491382) 20 Sep 13, 10:56
    Comment
    Ich möchte ein letztes Eislaufpaar vorstellen, das noch früher als Rita und Paul Falk bzw. Marika Kilius mit Hansjürgen Bäumler sehr erfolgreich war: Maxi Herber & Ernst Baier.

    Von 1935 bis 1939 wurden sie fünfmal hintereinander Europameister. Sein Weltmeisterschaftsdebüt hatte das Paar 1934. Dort gewannen Herber und Baier die Bronzemedaille Es war insgesamt ihre einzige Teilnahme bei einem internationalen Turnier, bei dem Herber und Baier nicht gewannen.

    http://www.fundgrube-leipzig.de/files/AK2013/...

    Von 1936 bis 1939 wurden sie viermal in Folge Weltmeister. Bei den Olympischen Spielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen gewannen sie die Goldmedaille. Die 1920 geborene Maxi Herber ist bis heute Deutschlands jüngste Goldmedaillengewinnerin bei Olympischen Winterspielen.

    In einem Interview kurz vor ihrem Tode erklärte Maxi Herber zum Verbleib dieser Olympia-Goldmedaille, sie habe sie einst verkauft und den Erlös einer israelischen Stiftung zur Unterstützung von überlebenden Opfern des Holocausts zukommen lassen. (Wikip.)

    #4Author mars (236327) 20 Sep 13, 22:13
    Comment
    Zum Abschluss unserer Paare-Serie will ich auf all die zurückblicken, die seit Mitte Juli unserem Kulturcafé einen Besuch abgestattet haben. 

    Ich habe dabei die Paare ziemlich grob nach Gebieten geordnet, bei Comics angefangen und in der realen Geschichte endend … :

    Max und Moritz
    Tim und Struppi
    Schulze und Schultze
    Obelix und Idefix
    Goscinny & Uderzo
    Minz und Maunz

    Paare aus der Hand von Walt Disney

    Ginger Rogers und Fred Astaire
    Spencer Tracy und Katharine Hepburn
    Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew
    Stan Laurel und Oliver Hardy
    Cindy & Bert
    Don Camillo und Peppone
    Bonnie et Clyde
    Mary und Gordy
    Siegfried und Roy

    Fritz Walter und Ottmar Walder
    Marie und Christine Goitschel
    Maxi Herber & Ernst Baier.
    Ria Baran und Paul Falk
    Marika Kilius und Hansjürgen Bäumler
    Jane Torvill & Christopher Dean

    Paare in der Bildhauerei
    Giovanni Arnolfini + Giovanna Cenami

    Adam und Eva
    Kain und Abel
    Jakob und Esau
    Judith und Holofernes

    Orpheus und Eurydike
    Philemon und Baucis
    Dido und Aeneas
    Castor und Pollux
    Diane et d’Actéon
    Daphnis und Chloe
    Penelope und Odysseus
    Scylla und Charybdis
    Perseus und Andromeda
    Galateia und Polyphem bzw. Galataia und Akis
    Thanatos und Eros
    Romulus und Remus
    Artus und Guinevere
    Heloisa und Abaelard
    Roméo et Juliette
    Ot(h)ello und Desdemona
    Papagena und Papageno
    Pelléas et Mélisande
    Thétis et Pelée
    Castor und Pollux
    Osiris/Seth
    Tristan et Iseut
    Artus und Guinevere
    Carmen und Don José

    die zwei Königskinder
    Hänsel et Gretel

    Faust und Margarete
    Faust und Helena
    Ein Ehepaar bei Klabund
    Pierre et Jean (Maupassant)
    Adam et Charles (Steinbeck)
    Hofmannsthal: „Die Beiden“
    Sherlock Holmes & Watson
    Kästner: Kleines Solo

    Euphrat und Tigris
    Les deux Alpes
    Castor und Pollux
    Kirchen mit zwei Türmen
    ein Strohpuppen-Paar
    Dame und König

    Nofretete und Echnaton
    Kleopatra – Cäsar – Antonius
    Asterix und Cleopatra
    Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph I.
    Marie und Pierre Curie
    Merkozy

    #5Author mars (236327) 21 Sep 13, 08:05
    Comment
    Oopsy hat als einen der möglichen Inhalte des neuen Fadens "Schlösser" vorgeschlagen und selbst auch schon le château de Saint-Fargeau und das Residenzschloss Ludwigsburg vorgestellt. Ich möchte heute, da Berlin im Zentrum des innenpolitischen Geschehens steht, das Berliner Schloss Charlottenburg präsentieren:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    Seine heutige Form erhielt das Schloss unter Friedrich Wilhelm II. mit dem Schlosstheater am Ende des westlichen Flügels und mit der Kleinen Orangerie von Carl Gotthard Langhans. Es spielte in der Geschichte des deutschen Theaterwesens eine wichtige Rolle, er machte es zu einer Pflegestätte der unter Friedrich dem Großen vernachlässigten deutschen Literatur. Ab 1795 gab es freie Theaterkarten für Bürgerliche. Im Neuen Flügel ließ sich Friedrich Wilhelm II. auf der Südseite des ersten Stockwerks eine Winterwohnung sowie im Erdgeschoss der zum Park gelegenen Nordseite eine Sommerwohnung im Stile des Frühklassizismus völlig neu einrichten. Außerdem wurde eine weitere Orangerie (Kleine Orangerie) hofseitig gegenüber der Großen Orangerie errichtet. Sie umfasste zwei Wohnungen für die Gärtner und ein Gewächshaus in der Mitte.

    Panoramabild des Schlossparks: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #6Author mars (236327) 22 Sep 13, 08:34
    Comment
    Nach dem Schloss Charlottenburg sollte auch das Berliner Schloss, seit dem 19. Jahrhundert auch Berliner Stadtschloss genannt, erwähnt werden. Es wurde 1442 als Residenzschloss der Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg auf der Spreeinsel (im heutigen Ortsteil Mitte) erbaut. Ab 1702 wurde das Schloss als Residenz der Könige in bzw. von Preußen und der Deutschen Kaiser genutzt.

    Das Berliner Stadtschloss um 1900 vom Kommandanturgebäude an der Straße 'Unter den Linden' aus gesehen, rechts das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Im Zweiten Weltkrieg wurde das Berliner Stadtschloss stark beschädigt und 1950 abgerissen. Ab 1973 wurde an dessen Stelle der Palast der Republik der DDR erbaut, der wiederum nach der deutschen Wiedervereinigung ab 2006 abgerissen wurde.

    Seit 2013 wird das ehemalige Stadtschloss an ursprünglicher Stelle wieder aufgebaut und soll das Humboldt-Forum beherbergen. Am 12. Juni 2013 fand dafür die Grundsteinlegung statt, die Eröffnung soll im Jahr 2019 erfolgen.
    #7Author mars (236327) 23 Sep 13, 13:02
    Comment
    Ich bleibe noch etwas in Berlin und weise auf das originelle Schloss auf der Pfaueninsel hin:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss hat es sogar bis zum Briefmarkenmotiv gebracht:

    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stamps...

    Über die ganze Pfaueninsel informiert Wikipedia recht ausführlich:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pfaueninsel

    #8Author mars (236327) 24 Sep 13, 18:56
     Beitrag #9­ wurde gelöscht.
    Comment
    Weniger bekannt ist das Berliner "Schloss Britz":

    Das prächtige Gutshaus im Berliner Bezirk Neukölln wurde 1706 an der Stelle eines mittelalterlichen Fachwerkhauses erbaut. Im 18. Jahrhundert war das Herrenhaus im Besitz hochrangiger preußischer Hofbeamter und Staatsminister. 1971 wurde Schloss Britz unter Denkmalschutz gestellt. Der Bezirk Neukölln restaurierte das Schloss von 1985 bis 1988 und rekonstruierte die dazugehörige Parkanlage. Seit 1989 wird das kulturelle Angebot durch die Kulturstiftung Schloss Britz gewährleistet.

    http://www.tonwelt.com/pos-data/page_img/Imag...

    Ein Blick in den Schlosspark: http://www.neukoelln-online.de/files/schloss-...


    #10Author mars (236327) 26 Sep 13, 09:10
    Comment
    Der Ort eines traurigen Kapitels der österreichischen Geschichte

    Schloss Mayerling

    In der Nacht zum 30. Jänner 1889 starb hier der österreichisch-ungarische Thronfolger, Kronprinz Rudolf, gemeinsam mit seiner Geliebten Mary Vetsera. Die näheren Umstände sind bis heute ungeklärt, da der Wiener Hof Schlüsseldokumente vernichtete und Zeitzeugen zum lebenslangen Schweigen verpflichtet hat.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Mayerling

    Bilder:
    http://www.finanzaonline.com/forum/attachment...

    http://www.finanzaonline.com/forum/attachment...

    Rudolfs Vater, Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn, ließ das Jagdschloss noch im selben Jahr durch Heinrich Schemfil und Josef Schmalzhofer umbauen, wobei das Schlafzimmer Rudolfs abgerissen wurde und an dessen Stelle dem Gebäude eine Kirche angefügt wurde. Deren Altar befindet sich exakt an der Stelle, an der in Rudolfs Schlafzimmer das Bett stand, auf dem Rudolf und Mary starben.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    #11Author oopsy (491382) 28 Sep 13, 08:36
    Comment
    Le château de Wernigerode (Schloss Wernigerode) est un château qui domine la ville de Wernigerode située dans la région du Harz en Saxe-Anhalt. Le château actuel est construit au xixe siècle en style néogothique, prenant exemple sur celui de Neuschwanstein. Ce château ouvert au public est l'un des châteaux les plus visités de Saxe-Anhalt.

    Le voici en été: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    en hiver … http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    et une partie des fortfications :

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #12Author mars (236327) 28 Sep 13, 13:59
    Comment
    Hier findet ihr sehr schönen Fotos vom Wiener Schloss Belvedere:
    related discussion: [fr-de] Österreich hat einiges zu bieten. - #46

    Das Schloss ist eine von Johann Lucas von Hildebrandt (1668–1745) für Prinz Eugen von Savoyen (1663–1736) erbaute Schlossanlage im Bezirk Landstraße. Das Obere Belvedere und das Untere Belvedere bilden mit der verbindenden Gartenanlage ein barockes Ensemble. Die beiden Schlossbauten beherbergen heute die Sammlungen des Belvedere (Österreichische Galerie Belvedere) und Räumlichkeiten für Wechselausstellungen. Am 15. Mai 1955 wurde im Oberen Belvedere der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet.

    #13Author mars (236327) 28 Sep 13, 17:05
    Comment
    Merci, oopsy et mars, pour vos contributions.

    J'aime beaucoup le château du Belvédère.

    Voici le
    palais des Papes à Avignon

    Palais des Papes à Avignon

    Selon Wiki, ce palais
    est la plus grande des constructions gothiques du Moyen-Age

    Le palais des Papes peint par Paul Signac

    #14Author Isabelle. (609042) 28 Sep 13, 19:10
    Comment
    Isabelle und Mars ! Vielen Dank für Eure Beiträge ! Der Papstpalast in Avignon ist beeindruckend. Was für ein Bollwerk.

    Die Hermesvilla 

    ist ein Schloss im Lainzer Tiergarten, einem eingefriedeten Jagd- und heute auch Naturschutzgebiet in Wien. Der Name der Villa verweist auf eine Hermes-Statue aus weißem Marmor, die sich im Garten vor der Villa befindet. Kaiser Franz Joseph I. schenkte sie seiner Ehefrau, Kaiserin Elisabeth, als „Schloss der Träume“. Heute wird die Hermesvilla für Ausstellungen des Wien Museums genutzt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hermesvilla

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Rückansicht: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #15Author oopsy (491382) 30 Sep 13, 09:36
    Comment
    Natürlich gehört in die nun begonnene "Schlossallee" in der "Kaffeehausallee Nr. 29" auch Neuschwanstein:

    http://www.baviere-quebec.org/imperia/md/queb...

    Allerdings besteht bei solchen Postkarten-Aufnahmen die Gefahr, dass Besucher, die nicht mit dem Flugzeug, sondern mit dem Auto kommen, enttäuscht sind, weil sie die herrliche Umgebung des Schlosses nicht so wie auf dem Foto sehen. Jedenfalls ging es mir so, und noch dazu regnete es an jenem Tag ... Deshalb tröste ich mich jetzt nachträglich mit weiteren grandiosen Fotos:

    http://blog.viatorcom.de/wp-content/uploads/N...

    http://static.panoramio.com/photos/large/3087...

    #16Author mars (236327) 30 Sep 13, 10:26
    Comment
    Magnifique, merci mars !

    related discussion: [fr-de] XIX. Kulturcafé - #256 256 (intérieur de Neuschwanstein) (voir aussi 250, 251 et 254)

    Et j'ajoute Linderhof :

    http://www.schlosslinderhof.de/bilder/titel/l...
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    et sa salle des glaces :
    http://www.schloesser.bayern.de/deutsch/aktue...

    Balade en traîneau du roi Louis II de Bavière, au clair de lune, dans les forêts enneigées environnant Linderhof :
    http://www.altertuemliches.at/files/k127.jpg
    #17Author Clélia (601872) 30 Sep 13, 10:44
    Comment
    @ Clélia vielen Dank für den Linderhof !

    Schloss Herberstein 

    liegt auf einem Felsblock in der Feistritzklamm und somit von drei Seiten hoch erhoben und nicht zugänglich. Zugleich ist das Schloss von außerhalb der Klamm kaum ersichtlich und stand auch dadurch unter natürlichem Schutz.

    Der dazugehörige Tierpark: Die Haltung von wilden Tieren hat in Herberstein eine lange Tradition und kann bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgt werden, als erstmals in Österreich Damhirsche gehalten wurden. Gegen Ende der 1960er wurde Herberstein in einen Tierpark umgewandelt, in dem den Besuchern Eindrücke von Tieren aller fünf Kontinente vermittelt werden sollten.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Herberst...

    Das Schloss in Bildern:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Eingang: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der prachtvolle Innenhof: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #18Author oopsy (491382) 01 Oct 13, 08:41
    Comment
    Ich möchte als Südbadener die Gelegenheit der Schloss-Serie nutzen, um einige weniger bekannte Schlösser aus Baden-Württemberg vorzustellen. Ganz im Süden, 20 Kilometer östlich von Basel am baden-württembergischen Ufer des Rheins, liegt Schloss Beuggen, ein ehemaliges Wasserschloss:

    Ich beginnen mit einer Luftaufnahme der ganzen Anlage:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Anlage diente 560 Jahre lang als Sitz des Deutschen Ordens in der Ballei Schwaben-Elsass-Burgund; sie ist heute die älteste noch erhaltene Kommende dieses Ritterordens überhaupt.

    Einer Theorie zufolge soll Kaspar Hauser, dessen Identität bis heute nicht geklärt ist, zwischen 1815 und 1816 anderthalb Jahre im Schloss gelebt haben.(Wikip.)

    Hier die Anlage vom Rhein aus gesehen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Heute dient Schloss Beuggen als Tagungs- und Begegnungsstätte der Evangelischen Landeskirche in Baden sowie als Ort verschiedener anderer Veranstaltungen.

    Eingang am Torhaus der ehemaligen Deutschordens-Kommende Beuggen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #19Author mars (236327) 01 Oct 13, 17:00
    Comment
    Schloss Bottmingen in der Schweiz

    Schloss Bottmingen ist ein Wasserschloss in der Gemeinde Bottmingen, südlich von Basel gelegen. Das Schloss aus dem 13. Jahrhundert gehört zu den wenigen erhaltenen Wasserschlössern in der Schweiz. Erstmalige Erwähnung fand es 1363 als Besitz der Kämmerer, eines bischöflichen Dienstadelsgeschlechts.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Bottmingen

    Bilder: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://www.stoertebekers-basel.ch/auf2008/bot...

    http://www.baselland.ch/uploads/pics/bottmi6.jpg
    #20Author oopsy (491382) 02 Oct 13, 09:13
    Comment
    oopsy...tu es bien proche!

    Le château de Bottmingen est un des restaurants favoris dans la région de Bâle et beaucoup de sociétés et de familles y viennent célébrer un anniversaire quelconque !
     
    http://www.basel.com/fr/gastronomie/schloss-b...



    #21Author emg (454352) 02 Oct 13, 10:40
    Comment
    Le Château de Binningen...est aujourdhui aussi un restaurant.
     
    http://www.swisscastles.ch/Basel/Photo/binnin...
    #22Author emg (454352) 02 Oct 13, 12:29
    Comment
    Sehr schön, dass ihr, oopsy und emg, auch weniger bekannte Schlösser vorgestellt habt, die es verdienen, in unserer Schlösser-Serie präsentiert zu werden.

    Ich komme hingegen zu einem Schloss, dass heute in Deutschland mit ein Zentrum großer Feierlichkeiten ist:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Dieses Jahr richtet nämlich Baden-Württemberg die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit aus. Neben dem Festgottesdienst und dem Festakt gibt es ein großes Bürgerfest in der Stuttgarter Innenstadt. Auf den zahlreichen Veranstaltungen werden 400.000 Besucher erwartet. Auf der Bühne am Schlossplatz präsentieren SWR3, DASDING und SWR1 an beiden Tagen des Bürgerfestes Künstler und Bands wie Max Herre, Afrob, die Prinzen und City.

    Das Neue Schloss in Stuttgart wurde zwischen 1746 und 1807 im Auftrag der württembergischen Herzöge und Könige als Residenz- und Wohnschloss erbaut. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Alten Schloss und bildet zusammen mit dem Schlossplatz den Mittelpunkt der Stadt Stuttgart.

    Der Schloßplatz mit Jubiläumssäule und Königsbau:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Und hier noch der Ehrenhof: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #23Author mars (236327) 03 Oct 13, 09:26
    Comment
    Tout près de Stuttgart, un château dont je garde un souvenir ébloui et dont le seul nom m'enchante.

    Schloss Solitude :

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/8/88...

    A vingt ans, par une belle journée automnale, je m'y suis rendue toute seule.
    #24Author Clélia (601872) 03 Oct 13, 09:44
    Comment
    Emg ! Vielen Dank für die Schlösser Bottmingen und Binnigen. Der Link zu Schloss Bottmingen hat mir besonders gut gefallen; es ist wirklich ein einzigartiges Wasserschloss.

    Clélia ! Herzlichen Dank für Schloss Solitude !

    Mars ! Dankeschön für das Neue Schloss in Stuttgart und für die Erinnerung an die Deutsche Einheit.


    Schloss Morges

    Südwestlich der Altstadt von Morges steht das mächtige Schloss, das 1286–1291 in der Form eines Carré savoyard erbaut wurde. Der regelmässige viereckige Bau mit drei kleineren runden Ecktürmen und dem grossen runden Nordturm als Donjon erhielt seine heutige Gestalt im 16. und 17. Jahrhundert. Seit der Revolution ist das Schloss im Besitz des Kantons Waadt und diente zunächst als Zeughaus. Seit 1932 beherbergt das Schloss das Waadtländer Militärmuseum.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Morges
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Château_de_Morges

    Bilder:
    Le château de Morges, qui abrite quatre musées
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://audinette.files.wordpress.com/2009/06/...

    http://images.gadmin.st.s3.amazonaws.com/n939...
    #25Author oopsy (491382) 04 Oct 13, 07:42
    Comment
    Rastatt ist eine Barock- und Residenzstadt in Baden-Württemberg, etwa 22 Kilometer südwestlich von Karlsruhe und etwa 12 Kilometer nördlich von Baden-Baden.

    Das stattliche Residenzschloss der Markgrafen von Baden-Baden ist das Wahrzeichen der Stadt. 1698 ließ Markgraf Ludwig Wilhelm I. von Baden (1655–1707), der gefeierte Türkenlouis, in Rastatt den Grundstein zum Bau eines Jagdschlosses legen. Ab 1700 wurde es zur repräsentativen Residenz ausgebaut.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das rechteckige dreistöckige Hauptgebäude ist in 23 Achsen in der Länge und fünf Achsen in der Tiefe gegliedert. Die mittleren fünf Achsen des Hauptgebäudes treten als Mittelrisalit leicht hervor und weisen außerdem ein zusätzliches Attikageschoss mit kuppligem Dach sowie einen säulengetragenen Balkon auf. Zur Stadtseite hin bilden zwei zweigeschossige Seitenflügel (Bibliotheks- und den Kongressbau) mit der Hauptfassade einen Ehrenhof. Eine balustradenbekrönte Terrasse schließt den Hof auf der vierten Seite ab.

    Das Ehrenhof-Panorama:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Jupiter auf dem Dach des Schlosses, Blitze werfend in Richtung Straßburg:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thum...

    Das im Zweiten Weltkrieg unbeschädigte Schloss beherbergt heute das Wehrgeschichtliche Museum, das Amtsgericht Rastatt sowie seit 1974 die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte. Die Erinnerungsstätte wurde auf Anregung von Gustav Heinemann eingerichtet.

    Der Prunksaal des Schlosses Rastatt: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Schloss Rastatt ist für Besichtigungen geöffnet. Es zählt zu den landeseigenen Monumenten und wird von der Einrichtung Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg betreut.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Rastatt
    #26Author mars (236327) 04 Oct 13, 10:40
    Comment
    Zu Rastatt gehört auch das Schloss Favorite. Es wurde von Johann Michael Ludwig Rohrer 1710 bis 1730 in Rastatt-Förch erbaut. Bauherrin war die Markgräfin Sibylla Augusta von Baden (1675 – 1733), Witwe des sogenannten Türkenlouis, Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden (1655-1707), die sehr klare Vorstellungen hatte, wie dieses barocke Gesamtkunstwerk mit reicher dekorativer Innenausstattung auszusehen hatte. Neben der Residenz in Rastatt sollte es als Lustschloss auf dem Land den fürstlichen Vergnügungen, Geselligkeit und Spiel, der Jagd, Maskeraden, Studien und der Kindererziehung dienen.
    Schloss Favorite ist das älteste deutsche Porzellanschloss und als einziges in der ursprünglichen Form erhalten geblieben. Bemerkenswert ist die reichhaltige Sammlung an chinesischem Porzellan und schwarzen Lackarbeiten, sowie dem Schwartz Porcelain.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Umgeben ist Schloss Favorite von einem ehemals barocken Lustgarten. Zu Zeiten der Markgräfin wurde der Garten von Alleen, symmetrischen Parterres mit Wasserspielen und Orangerien bestimmt.

    Die Gartenseite des Schlosses: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Im Fasaneriewäldchen gab es zahlreiche Brut- und Futterhäuser zur Zucht und Haltung von jagdbarem Wild. Im Jahr 1718 wurde eine Eremitage errichtet, in die sich die Markgräfin zur Besinnung zurückzog.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    In den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts wurde der Schlossgarten vom Hofgärtner Johann Michael Schweyckert modernisiert und in einen Landschaftsgarten umgestaltet, der den Charakter der Gesamtanlage im Wesentlichen bis heute bestimmt. Er bietet Durchblicke über Wiesen und Teiche, Sichtachsen und Wasserläufe.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die prächtig dekorierten Innenräume, die mit einzigartigen asiatischen und europäischen Porzellan-, Glas- und Fayencesammlungen ausgestattet sind, machen den außerordentlichen Kunstsinn der Markgräfin deutlich. Ein Besuch in Schloss Favorite macht es möglich, verschiedene Formen der Chinoiserie kennenzulernen. Die Textilien, aber auch die Lacke und Keramiken, verdeutlichen auf besondere Weise die Wirkung europäischer Asienbegeisterung im frühen 18. Jahrhundert.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Favorite...
    #27Author mars (236327) 05 Oct 13, 10:15
    Comment
    Da einer der Schwerpunkte in unserem Kultur-Kaffeehaus die Bildende Kunst ist, möchte ich nun auch im 29. Faden ein Bilder-Rätsel einstellen. 

    In früheren ging es um das Identifizieren und Betrachten von Werken folgender Künstler: Dürer, Holbein, Brueghel, C. D. Friedrich, Vermeer, Menzel, Veronese, Arcimboldo, Seurat, Tischbein, Roger van der Weyden, Watteau, Georges de la Tour, Courbet, Picasso, Grosz, Dali, Jeanne Mammen, Sisley und Jan van Eyck.

    Das jetzt zu erratende Bild kündigte der Maler seinem Bruder als sein erstes Meisterwerk an, das er ihm zum Verkauf nach Paris senden werde. Der Betrachter des Ölgemäldes sieht in eine ärmliche Bauernstube hinein. Die Bauersleute sind gerade dabei das karge Abendessen einzunehmen. Drei Generationen haben sich dazu am groben, mit einem Tuch bedeckten Tisch der Stube eingefunden. Eine Petroleumlampe hängt darüber. Sie spendet das als grelle Flamme direkt sichtbare aber dennoch spärlich wirksame Licht, das die Szenerie aus dem tonigen Dämmer des Raumes hebt.

    Es rückt die knochigen, zerfurcht und müde wirkenden Gesichter der vier Sitzenden ins Blickfeld der Betrachter. Der Bildausschnitt lässt die Beengtheit der Verhältnisse spüren. Er ist in der Breite genau ausgefüllt mit den um den Tisch gruppierten Personen. Unten sind alle Beine vom Bildrand abgeschnitten, oben hängen die wenigen Utensilien häuslichen Besitztums: Die Uhr, ein Andachtsbild mit einer Kreuzigung und ein Holzschuh, gefüllt mit Kochlöffeln. Die Hauptsache und das Zentrum der Aufmerksamkeit der linken Bildmitte ist die Kartoffelschüssel. Sie leuchtet hell im Kontrast hinter der Rückenfigur eines vor dem Tisch stehenden Kindes hervor. Das ältere Paar auf der rechten Seite ist seinerseits mit dem Malzkaffee beschäftigt, der mit andächtiger Miene in die bereit stehenden Schalen gegossen wird.

    Stilistisch gesehen, hat der Betrachter des Bildes den Anfang expressiver Bildsprache vor sich. Die Farbe wird zu diesem Zweck anstelle einer Stofflichkeitsillusion teilweise direkt als aufgetragenes Material sichtbar - grob, gefurcht und geformt. Wie er selbst sagte, wollte sich der Maler, der später sehr bekannt wurde, zu jenem Zeitpunkt dem von ihm bewunderten frz. Maler Millet anschließen. Die Echtheit, die er anstrebte, bedeutete Hineinleben in das Motiv. Dieses Hineinleben hatte er seit dem Ende seiner Kunsthändlerkarriere bis zur Selbstaufgabe betrieben.

    ►► Wer errät den Maler und den Namen des Gemäldes? Ich bitte wieder darum, die Lösung nicht einfach zu nennen, sondern nur auf sie anzuspielen, damit eventuell auch andere miträtseln können. Ich wünsche beim Erkennen bzw. Erraten viel Spaß! ◄◄

    Aber wieder geht es nicht nur ums „Rätseln“, sondern erneut vor allem um das Vorstellen eines Kunstwerks und um einem eventuellen Meinungsaustausch über das Bild.

    #28Author mars (236327) 05 Oct 13, 19:55
    Comment
    # 28 : Das erste große Werk des betreffenden Malers, an dem er monatelang gearbeitet hat. Ganz untypisch, wenn man an seine späteren und bekannteren Gemälde denkt: die vielen Braun- und Grautöne, die das Bild beherrschen.
    #29Author Dana (236421) 05 Oct 13, 20:08
    Comment
    # 28
    Les deux hommes, d'âge différent, portent des sortes de casquettes, n'est-ce-pas ?
    #30Author Isabelle. (609042) 05 Oct 13, 21:48
    Comment
    # 28
    Er hat später mehrere Bilder von Schwertlilien gemalt.
    #31Author Schmuckmeier (814719) 05 Oct 13, 22:55
     Beitrag #32­ wurde gelöscht.
    Comment
    Den, wie man heute vermutet, von Tinnitus geplagten Maler glaube ich gefunden zu haben.

    Was das Bild betrifft, bitte ich um einen Tipp.
    #33Author oopsy (491382) 06 Oct 13, 09:31
    Comment
    Coucou, oopsy !

    Je commence à avoir faim, pas toi ?

    Que manges-tu à midi ?
    ;-)
    #34Author Isabelle. (609042) 06 Oct 13, 10:29
    Comment
    Es handelt u.a. von 'Unterirdischem'!
    #35Author Schmuckmeier (814719) 06 Oct 13, 12:45
    Comment
    # 28 / mars: Il a, au début de sa carrière, signé ses tableaux de son prénom, trouvant son nom imprononçable.
    Le tableau dont tu nous parles est si sombre que je n’y reconnais même pas tous les détails dont tu fais allusion!
    #36Author emg (454352) 06 Oct 13, 16:01
    Comment
    Danke Isabelle und Emg :-))

    Wie Dana schon gesagt hat, das Bild ist wahrhaftig atypisch für den Maler.
    #37Author oopsy (491382) 06 Oct 13, 16:05
    Comment
    Le château de Schwetzingen

    est un ancien palais princier à Schwetzingen, en Allemagne, situé dans le Land de Bade-Wurtemberg, à proximité des villes de Heidelberg et Mannheim. Le château était la résidence d'été des électeurs palatins Charles III Philippe et Charles IV Théodore, et c'est d'abord son parc, vaste et aménagé avec beaucoup d'art, qui en fit la célébrité. Outre le parc, qui a conservé très fidèlement son aspect d'origine, le domaine abrite également l'un des rares théâtres du style rococo existant encore. Détruit au cours du XVIIe siècle, le château fut rebâti entre 1700 et 1717 dans le style baroque.
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Château_de_Schw...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Schwetzingen

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Parkanlage:
    http://www.omm.de/veranstaltungen/festspiele2...

    http://www.schule-bw.de/unterricht/faecherueb...

    http://www.schloss-schwetzingen.de/typo3temp/...
    #38Author oopsy (491382) 07 Oct 13, 08:38
    Comment
    Ich freue mich sehr, dass mein neues Bilder-Rätsel #28 bereits 9 Reaktionen ausgelöst hat, und über die verschiedenen originellen Anspielungen auf die Lösung. Ich habe vor, morgen den Maler und den Namen des Bildes 'offiziell' zu nennen, und dann können wir uns auch genauer über das für den Künstler tatsächlich gar nicht typische Bild unterhalten.
    #39Author mars (236327) 07 Oct 13, 09:57
     Beitrag #40­ wurde gelöscht.
    Comment
    Le château d'Ussé,

    de style Renaissance, et situé à l'ouest de Tours,
    aurait inspiré Charles Perrault pour le conte de la 'Belle au bois dormant'.

    Le château d'Ussé

    *.:。✿*゚‘゚・✿.。.:**.:。✿*

    #41Author Isabelle. (609042) 07 Oct 13, 20:17
    Comment
    Vielen Dank, Isabelle und oopsy, für die wunderschönen neuen Schlösser. Ich hoffe, dass noch viele andere in unserer Serie vorgestellt werden können.

    Nun aber die Auflösung des Bilder-Rätsels # 28. Ich gratuliere Dana, Isabelle, Schmuckmeier, perplexe, oopsy und emg dazu, den Maler bzw. das Bild identifiziert zu haben. Es sind die „Kartoffelesser“ von Vincent van Gogh:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    In # 28 lehnte ich mich an eine Bildbeschreibung an, die Klaus Behringer in den „Meisterwerken der Kunst“, Folge 52/2004 veröffentlicht hat. Dort schreibt er auch: „1884/85 möchte van Gogh Figurenmaler und Maler des bäuerlichen Lebens werden. Er möchte auch die Betrachter auf den Gedanken bringen, „dass die Leute mit denselben Händen, die in die Schüssel langen, auch selber die Erde umgegraben haben.“ Es sollte ein echtes Bauernbild sein mit Wahrhaftigkeit und Aussage als künstlerischen Zielen. Damit war für ihn sinnfällige Gefälligkeit ausgeschlossen. Es musste sozusagen nach Kartoffeldunst riechen.“

    Mich würde nun interessieren, welches Detail in dem Text # 28 den einen oder anderen auf die Lösung gebracht hat und wie ihr überhaupt das Bild einschätzt …

    #42Author mars (236327) 08 Oct 13, 09:46
    Comment
    @ Mars, mein erster Gedanke zu Deinem Rätsel war dieses Bild von Albin Egger-Lienz, die Mahlzeit:

    http://heinz.oldboys.at/images/vorlagen/diema...
    #43Author oopsy (491382) 08 Oct 13, 10:03
    Comment
    Ich kenne das Bild aus Amsterdam und fand es seinerzeit so beeindruckend anders als die späteren Bilder van Goghs, dass es mir im Gedächtnis blieb und dass ich es so sofort wiedererkannte.
    #44Author Dana (236421) 08 Oct 13, 10:15
    Comment
    Quant à moi, je remercie mars de m'avoir fait chercher et découvrir ainsi cette oeuvre de Van Gogh.
    #45Author Isabelle. (609042) 08 Oct 13, 12:13
    Comment
    Mars : je possède un livre des œuvres de Van Gogh dans lequel est représenté ce tableau : je ne l’avais jamais aussi bien regardé qu’après avoir lu ta très exacte et très minutieuse description !

    Il est daté d’April-Mai 1885, Nuenen.
    #46Author emg (454352) 08 Oct 13, 14:39
    Comment
    Komisch, oopsys Link in #43 konnte ich gestern öffnen und das Bild betrachten, aber heute gelingt es mir nicht mehr. Für den Fall, dass auch andere Probleme haben, poste ich das Bild hier noch einmal:

    http://images.reproarte.com/files/images/E/eg...

    Die Ähnlichkeit mit den Kartoffelessern bei van Gogh ist tatsächlich verblüffend: herbe, knochige Menschen bei einer kargen Mahlzeit, hier noch gebeugter als bei van Gogh, fast deprimierte Figuren. Auch die Malweise des österreichischen Künstlers ist ähnlich: tonig, Hell-Dunkel-Effekte, keine verschönernde Wiedergabe der Personen. Welch ein interessanter Fund, oopsy!
    #47Author mars (236327) 09 Oct 13, 08:42
    Comment
    Dann darf ich mir heute erlauben, Euch

    Albin Egger-Lienz

    vorzustellen ? Im Gegensatz zu Van Gogh blieb er Zeit seines Lebens bei den Brauntönen:

    Albin Egger-Lienz, né le 29 janvier 1868 à Stribach, près de Lienz, en Autriche et décédé le 4 novembre 1926 à Santa Giustina, près de Bolzano, en Italie, était un peintre autrichien.
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Albin_Egger-Lienz
    http://de.wikipedia.org/wiki/Albin_Egger-Lienz

    Seine Bilder:
    Sämann und Teufel. Der Sämann hätte die 1-Schilling-Münze in Österreich zieren sollen; man irrte sich und nahm den Teufel.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die 1-Schilling Münze: http://www.muenzen12.de/foto/oesterreich/umla...

    Die Namenlosen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Bild geht mir besonders nahe: Mütter
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #48Author oopsy (491382) 09 Oct 13, 10:08
    Comment
    Ich möchte im Rahmen unserer Schloss-Serie eines vorstellen, das weniger bekannt ist: Schloss Mosigkau, als Rokoko-Schloss in den Jahren 1752 bis 1757 im Herzen des Dorfes Mosigkau, acht Kilometer südwestlich von Dessau, als Sommersitz erbaut. Es gehört zu den letzten noch ganz erhaltenen Rokokoensembles Mitteldeutschlands.

    Die Gartenfront: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Erste Entwürfe und Denkanstöße stammen vermutlich von dem Sanssouci-Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Der eigentlich Baumeister war der Dessauer Hofbaumeister Christian Friedrich Damm. Die unverheiratete anhaltische Prinzessin Anna Wilhelmine, Lieblingstochter des Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau, war durch ihren Vater mit einer großzügigen Grundstücksschenkung und einer beachtlichen Apanage in die Lage versetzt worden, diese glanzvolle Schloss- und Gartenanlage errichten zu lassen.

    http://img.fotocommunity.com/photos/17273386.jpg

    Das Schloss im Winter: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Den kulturhistorischen Höhepunkt bildet der Galeriesaal. Er ist mit reicher Stuckatur verziert und beherbergt in originaler barocker Hängung bedeutende Gemälde überwiegend flämischer und holländischer Meister des 17. Jahrhunderts aus der „Oranischen Erbschaft“, zum Beispiel Zephyr und Flora von Peter Paul Rubens: http://www.art-prints-on-demand.com/kunst/noa...

    http://www.gartenreich.com/cmsimages/876_mosf...

    Eine Stiftsdamenwohnung: http://www.mdm-online.de/typo3temp/pics/06382...

    Und ein Blick in den Schlosspark: http://www.koethener-land.de/wp-content/galer...

    Der Park gehört zum UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Mosigkau
    #49Author mars (236327) 09 Oct 13, 20:59
    Comment
    Das Schloss Pillnitz aus dem 18. Jahrhundert liegt an der Elbe in dem ehemaligen Dorf Pillnitz, das heute als Stadtteil zu Dresden gehört. Es besteht im Wesentlichen aus drei Gebäudeteilen, dem an der Elbe liegenden Wasserpalais, dem zum Hang hin gegenüberliegenden Bergpalais und dem diese an der Ostseite verbindenden Neuen Palais.

    Das Wasserpalais – Im Vordergrund die Elbinsel zwischen Pillnitz und Kleinzschachwitz:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das neue Palais heute:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Bergpalais mit barockem Lustgarten:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Beeindruckt hat mich bei einem Besuch im Pillnitzer Park auch diese große Kamelie:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Schloss Pillnitz ist ein hervorragendes Beispiel für die Chinamode des 18. Jahrhunderts. Kurz nach Fertigstellung fand 1791 hier eine Fürstenzusammenkunft statt, deren Ergebnis als Pillnitzer Deklaration in die Weltgeschichte einging.

    Der Chinesische Pavillon in Pillnitz wurde 1804 unter Leitung von Christian Friedrich Schuricht erbaut. Seine Architektur spiegelt die damalige Chinarezeption wider. Das Innere besteht nur aus einem Raum. Seine Wandflächen sind mit acht chinesischen Landschaftsbildern bemalt, die höchstwahrscheinlich von Johann Ludwig Giesel stammen. Der Chinesische Pavillon gilt als beste europäische Nachbildung eines geschlossenen ostasiatischen Bauwerks:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Pillnitz
    #50Author mars (236327) 10 Oct 13, 10:34
    Comment
    Mars, vielen Dank für Schloss Mosigkau und Schloss Pillnitz.

    Das Schloss Zwingen 

    bildet den Kern der mittelalterlichen Stadtgründung Zwingen im Laufental im Schweizer Kanton Basel-Landschaft.

    Die ganze Anlage wurde auf Inseln im Fluss Birs errichtet. Allerdings sind die im Mittelalter noch durchflossenen Arme der Birs zwischen den Inseln trockengefallen oder trockengelegt worden. Immerhin wird der Gesamtkomplex noch von der Birs umflossen. Die Gesamtkonzeption entspricht einem Kompromiss zwischen einer Burg und einer Stadtgründung: Wohl sind einerseits charakteristische Burgmerkmale wie zum Beispiel ein Bergfried vorhanden, andererseits ist die Anlage von der Grösse des ummauerten Platzes her für die Gründung einer Siedlung angelegt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Zwingen

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://www.baselland.ch/fileadmin/baselland/p...

    Östliche Vorburg des Schlosses Zwingen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://fotos.regiobasel.ch/files/mul/gallerie...
    #51Author oopsy (491382) 11 Oct 13, 09:50
    Comment
    Das Schloss Mespelbrunn, ein Wasserschloss, steht in der bayerischen Gemeinde Mespelbrunn zwischen Frankfurt am Main und Würzburg in einem abgelegenen Seitental des Elsava-Tals im Spessart. Die Anlage ist seit dem frühen 15. Jahrhundert im Besitz der Familie Echter von Mespelbrunn. Die Besucherzahlen des Schlosses pro Jahr schwanken zwischen 90.000 und 100.000.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Dank seiner versteckten Lage überstand das Wasserschloss Mespelbrunn unversehrt alle Kriegswirren und hat sein malerisches Erscheinungsbild erhalten. Es befindet sich noch in Privatbesitz. Die gräfliche Familie bewohnt den Südflügel des Hauses, während der Nordflügel seit Anfang der 1920er Jahre teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Das Schloss ist von Karfreitag bis Allerheiligen zu besichtigen.

    Westflügel mit Hafen: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Schlossbrücke und Eingangstor:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #52Author mars (236327) 12 Oct 13, 09:26
    Comment
    Das Wasserschloss Glatt 

    liegt im Dorf Glatt, einem Stadtteil von Sulz am Neckar im Tal der Glatt, Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg.

    Das Wasserschloss Glatt ist eines der wenigen erhaltenen Wasserschlösser des Landes, wobei der Zustand als Wasserschloss wiederhergestellt wurde. Es ist eines der ältesten Renaissance-Schlösser Süddeutschlands.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserschloss_Glatt

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Besuch im Wasserschloss: http://www.youtube.com/watch?v=R8jd6EgLOJs
    #53Author oopsy (491382) 13 Oct 13, 09:07
    Comment
    Schön, oopsy, dass du ein zweites Wasserschloss beigesteuert hast. Da möchte ich gleich ein drittes vorstellen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Wasserschloss Mellenthin ist ein Herrenhaus in Mellenthin auf der Insel Usedom im Landkreis Vorpommern-Greifswald.

    Hier ein Bild des Wasserschlosses im 19.Jahrhundert

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Hauptgebäude der dreiflügeligen Anlage ist ein zweigeschossiger, siebenachsiger geputzter Backsteinbau mit Krüppelwalmdach. Auf der Hofseite hat das Gebäude einen breiten einachsigen Mittelrisaliten und zwei schmalere Seitenrisalite mit Walmdach. Das umlaufende Traufgesims ist in den dreigeschossigen Risaliten als geschosstrennendes Gesims weitergeführt. Die Eckquaderung des Putzes stammt von einer Renovierung des Gebäudes am Ende des 19. Jahrhunderts.

    Zur gegenwärtigen Jahreszeit passend, noch ein herbstlicher Blick auf das Schloss:

    http://www.adymares.de/_uploads/thumpnails/50...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserschloss_Me...
    #54Author mars (236327) 14 Oct 13, 09:12
    Comment
    Mit Schloss Ort(h) 

    wird ein auf einer Insel im Traunsee in Gmunden (Oberösterreich) gelegenes Seeschloss bezeichnet. Das Schloss ist eine unregelmäßige Anlage um einen dreieckigen Hof mit zweiseitig-doppelgeschossigen Bogengängen und einer spätgotischen Außenstiege. Unmittelbar neben dem Seeschloss befindet sich das Landschloss Ort.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Ort

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/7/7c...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Innenhof: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    #55Author oopsy (491382) 15 Oct 13, 09:01
    Comment
    Ein bemerkenswertes Schloss, oopsy! Hier noch eine auch grafisch originelle, winterliche Luftaufnahme:

    http://austria-forum.org/attach/Heimatlexikon...

    #56Author mars (236327) 15 Oct 13, 10:38
    Comment
    Ich möchte auf ein weiteres Wasserschloss aufmerksam machen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss Bodelschwingh ist neben dem Wasserschloss Haus Dellwig und dem Wasserschloss Haus Rodenberg die größte und bedeutendste Wasserburg in Dortmund. Die gesamte Schlossanlage ruht auf Eichenholzpfählen.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    In der Nähe der Burg entwickelte sich schon früh eine Ansiedlung, die Burgfreiheit Bodelschwingh, die bis 1928 ihre Selbstständigkeit bewahrte. Heute gehört der Stadtteil Bodelschwingh zum Stadtbezirk Mengede.
    #57Author mars (236327) 15 Oct 13, 16:49
    Comment
    http://www.google.de/imgres?hl=de&biw=960&bih...

    http://www.schlosspark-luetetsburg.de/

    http://de.wikipedia.org/wiki/Innhausen_und_Kn...

    Im Wasserschloss Lütetsburg war der Vater meiner Großmutter beschäftigt.

    Das Schloss Bodelschwingh dient heute als Wohnsitz der Familie zu Inn- und Knyphausen.

    Diesen Zusammenhang finde ich erwähnenswert.
    #58Author Schmuckmeier (814719) 15 Oct 13, 18:32
    Comment
    Schmuckmeier, dein Beitrag hat mich interessiert, deshalb füge ich ihm noch den folgenden Link hinzu. Man kann sich über ihn eine Reihe schöner Bilder aus dem Schlosspark Lütetsburg ansehen und die Schönheiten dieses Parks genießen, sobald man die Fotos durch einen weiteren Klick vergrößert hat.

    http://www.reiseland-niedersachsen.de/schloss...
    #59Author mars (236327) 15 Oct 13, 21:42
    Comment
    @ Servus Schmuckmeier ! Ich freue mich, Dich in diesem Faden begrüßen zu dürfen. Vielen Dank für Deinen Beitrag !



    OT zum Thema (Wasser-)Schlösser: Die einzigartigen Kirchen von Lalibela

    Elle fut appelée Roha (Ge'ez : ሮሃ) lors de sa fondation par la dynastie Zagoué qui avait choisi de faire de cette ville sa résidence et la capitale de l'Empire. Le nom de la ville vient du roi Gebra Maskal Lalibela (1172-1212), canonisé par l'Église éthiopienne, qui fit construire de nombreux couvents et églises, après s'être converti au christianisme.
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Lalibela
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lalibela

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://blog.legadodigital.de/wp-content/uploa...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://2.bp.blogspot.com/-Q2dZ3qAFRGI/Ti7exkM...

    http://1.bp.blogspot.com/-mpDNss7tQCU/UG1VwWz...

    http://img.xcitefun.net/users/2008/11/18047,x...

    Nach einer Dokumentation zu diesen Kirchen weiß die Wissenschaft bis heute nicht, wie man diese Bauwerke ohne moderne technische Hilfsmittel errichten konnte.
    #60Author oopsy (491382) 16 Oct 13, 09:36
    Comment
    Nach oopsys Abstecher zu den Reichtümern Äthiopiens lenke ich die Aufmerksamkeit wieder auf das Thema der Schlösser, speziell der Wasserschlösser:

    Sehr sehenswert finde ich auch das Wasserschloss Irmelshausen, in der Region Main-Rhön.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    „Es handelt sich um eine geschlossene Anlage um unregelmäßig fünfeckigen Binnenhof, um 1500 und nach Mitte 16. Jahrhundert, Nordwestflügel und Nordflügel mit Haupteingang zwischen zwei Turmbauten (der westliche der Dicke Turm), dreigeschossiger Bau, untere Geschosse massiv, Obergeschoss in Fachwerk, spätes 15. Jahrhundert bis 1514, Veränderungen 1699, Fachwerkobergeschosse 1854 erneuert …“

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Vor der Hofeinfahrt zweibogige Sandsteinquaderbrücke, um 1700; Bering, Schloss und Graben umschließend, niedrige Natursteinmauer.

    http://www.rhoenbilder.de/data/media/20/wasse...

    Drei (von urspr. fünf) erhaltenen Rundtürmen; Nordwestturm, Sandsteinquaderbau mit polygonalem Glockendach; Südwestturm, zweigeschossig, massives Erdgeschoss, polygonales verputztes Fachwerkobergeschoss, Kegeldach; Südostturm, zweigeschossig, massives Erdgeschoss, polygonales Fachwerkobergeschoss, Kegeldach.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bauden... sowie http://www.rhoenline.de/917.html
    #61Author mars (236327) 16 Oct 13, 15:10
    Comment
    # 59 und # 60
    Danke Euch Beiden!
    #62Author Schmuckmeier (814719) 16 Oct 13, 16:47
    Comment
    Eines der allerschönsten französischen Wasserschlösser habe ich im April 2011 in Isabelles Faden „Châteaux de la Loire“ vorgestellt, Azay-le- Rideau: une merveille!

    related discussion: [fr-de] Châteaux de la Loire - #15 , in den Beiträgen 15 – 18.
    #63Author mars (236327) 17 Oct 13, 09:52
    Comment
    Das Schloss Glücksburg (dänisch: Lyksborg Slot) zählt zu den bedeutendsten Renaissanceschlössern Nordeuropas. Es diente den herzoglichen Linien des Hauses Glücksburg als Stammsitz und war zeitweilige Residenz des dänischen Königshauses. Der Bau liegt in Glücksburg an der Flensburger Förde.

    Luftbild von Schloss Glücksburg, Wasserschloss mit Wirtschaftsgebäuden und Schlosspark:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Familienmitglieder des nach dem Schloss benannten Hauses Glücksburg sind mit nahezu allen europäischen Dynastien verwandt.

    http://www.schleswig-holstein.de/STK/DE/Bilde...

    Blick von Südwesten auf das Schloss und die Gebäude der Vorburg:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Schleswig-Holsteins. Es beherbergt heute ein Museum und ist für Besucher zugänglich.

    Die Schlosskapelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #64Author mars (236327) 17 Oct 13, 15:55
    Comment
    Wow !
    #65Author oopsy (491382) 17 Oct 13, 16:00
    Comment
    Ein kleineres Wasserschloss steht in Podelwitz, direkt an der Freiberger Mulde.

    http://img.fotocommunity.com/Bearbeitungs-Tec...

    Von hier aus können in Tagestouren bequem die drei sächsischen Metropolen Leipzig, Dresden und Chemnitz erreicht werden.

    http://www.burgen-und-schloesser.net/sachsen/...

    http://www.schloss-podelwitz.de/images/schlos...

    http://www.burgen-und-schloesser.net/sachsen/...

    (http://www.google.de/imgres?sa=X&rlz=1C2FDUM_... )

    #66Author mars (236327) 18 Oct 13, 08:56
    Comment
    @ Mars, vielen Dank für Deine einzigartigen Wasserschlösser !

    Nochmals OT: Die Darmstädter Künstlerkolonie 

    war einerseits eine größtenteils mäzenatisch finanzierte Gruppe von Künstlern, die zwischen 1899 und 1914 – idealerweise bei übereinstimmenden künstlerischen Anschauungen – gemeinsam tätig waren. Andererseits bezeichnet der Begriff auch die Wirkungsstätte und die von den Künstlern errichteten Bauten auf der Mathildenhöhe in Darmstadt, in denen diese lebten und arbeiteten.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Darmstädter_Kü...

    Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe in Darmstadt
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Ernst-Ludwig-Haus, das Portal
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Haus Deiters
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Großes Glückerthaus
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Haus Behrens
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Ausstellungsgebäude
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Ein Link aus meiner Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/magazin/reise/343...
    #67Author oopsy (491382) 18 Oct 13, 09:27
    Comment
    https://www.google.de/search?hl=de&site=imghp....

    In Krakau gibt es eine wunderbare Jugendstil-Kirche. Es ist ein Erlebnis, in dieser Kirche zu verweilen.

    http://www.stadtfuehrung-krakau.de/krakau/kra...
    #68Author Schmuckmeier (814719) 18 Oct 13, 20:51
    Comment
    Eine wertvolle Ergänzung, Schmuckmeier, zu oopsys Jugendstil-Beitrag! Vielleicht können wir in unserem Kulturcafé mit seinem Schwerpunkt Bildende Kunst und Architektur einmal ausführlicher auf den "Jugendstil" zurückkommen?

    Ich bleibe zunächst beim Thema Wasserschlösser:

    Das Schloss Lembeck ist ein Wasserschloss bei Dorsten an der Grenze von nördlichem Ruhrgebiet und südlichem Münsterland. Es steht im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland umgeben von den Wäldern „Der Hagen“ und „Kippheide“ südlich des Dorstener Stadtteils Lembeck im Nordwesten des Kreises Recklinghausen.


    Zunächst ein Panoramabild: Das Schloss von der Südwestseite aus gesehen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Schlossname „Lembeck“, der mich als Hobby-Etymologen auch interessiert, leitet sich aus dem Niederdeutschen her. Das Grundwort „beke“ bedeutet „fließendes Wasser“ beziehungsweise „Bach“. Das Bestimmungswort, welches mit „Lehm“ und „Leim“ sprachverwandt ist, steht für „schleimig“. Somit kann man Lembeck als Lehmbach übersetzen, was auf den einstigen Standort des Schlosses inmitten eines Sumpf- und Moorgebietes hindeutet.

    Nun das Schloss aus der Nähe:

    http://img.fotocommunity.com/images/Schloesse...

    Der Lembecker Wiesenbach wird auf dem Schlossareal zu einem rechteckigen, 190×160 Meter messenden und die Anlage umgebenden Teich gestaut. Die einzelnen Teile des Schlosses liegen so auf Inseln, die durch Brücken miteinander verbunden sind.
    Die barocke Schlossanlage wird durch eine 500 Meter lange, geradlinige Ost-West-Achse symmetrisch gegliedert. Sie beginnt mit einer 200 Meter langen Allee, die von Osten her auf die ehemals dreiflügelige Vorburg zuläuft.

    Portal und Torhaus der Vorburg: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Haupthaus:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Lembecker Innenräume besitzen nicht die bei anderen barocken Schlössern übliche hierarchische Anordnung der Zimmer um einen zentralen Raum oder Saal, was wahrscheinlich darin begründet liegt, dass dies die alte Bausubstanz während der Bauarbeiten im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts nicht zuließ. Die Zimmeranordnung im Kabinettsystem in Enfilade folgt französischen Vorbildern, obwohl dies zur Zeit des Baus in Frankreich bereits wieder aus der Mode gekommen war. Die Durchgänge der Räume liegen jedoch nicht exakt in einer Reihe.

    Grundriss des Hochparterres: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Lembeck

    #69Author mars (236327) 19 Oct 13, 08:41
    Comment
    ✲´*。.❄ Schmuckmeier, der Jugendstil war schon öfters Thema hier im QZ. Er findet sich u.a. in "Paris", in "Wien" und "Berlin", aber auch hier im Kaffeehaus.
    Du hast ja auch vor kurzem detailliertes und umfangreiches Wissen über die Kirche am Steinhof präsentiert.

    Ich kann von dieser Kunstrichtung nicht genug bekommen und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Franzsikanerkirche in Krakau noch nicht gezeigt wurde. Was für ein Juwel !

    ✲´*。.❄ Mars, Schloss Lembeck ist ein weiteres Schmuckstück an Wasserschloss !

    Ich danke Euch beiden sehr herzlich für Eure Beiträge.

    #70Author oopsy (491382) 19 Oct 13, 10:42
    Comment
    Schloss Hünegg

    Erbaut wurde das Schloss 1861 bis 1863 durch den Baron Albert von Parpart im Stil des Historismus mit Formen der Renaissanceschlösser an der Loire. Das Haus wurde 1900 durch Gustav Lemke-Schuckert leicht erweitert und großteils im Jugendstil neu eingerichtet. Die Inneneinrichtung ist geprägt durch ausgesuchte, kostbare Materialien und eine reichhaltige Ausstattung.

    In dem Schloss befindet sich das Museum für Wohnkultur des Historismus und des Jugendstils.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Hünegg

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://www.liberty-belle.ch/dlb_eng/L0135_11-...

    Das Schloss von innen:
    http://www.burgenseite.ch/Bern/Schloss%20Hün...

    http://www.schlosshuenegg.ch/bilder_huenegg/s...

    http://museen.be/bilder/museen/000100-4.jpg

    http://www.schoenbrunn.at/fileadmin/content/s...

    Schönen Sonntag allerseits !
    #71Author oopsy (491382) 20 Oct 13, 11:03
    Comment
    Merci pour ces châteaux, tous plus beaux les uns que les autres !

    Voici une vidéo présentant les châteaux de

    Blois, Chenonceaux, Azay-le-Rideau, Cheverny, Saumur et Amboise

    *.:。✿*゚‘゚・✿.。.:**.:。✿*

    #72Author Isabelle. (609042) 20 Oct 13, 19:42
    Comment
    Sehr schön, oopsy, wie du die Themen Jugendstil und Schloss kombiniert hast!

    Isabelle, dein Video-Beitrag ist ja so etwas von reichhaltig: er vereint nicht weniger als sechs der berühmtesten Schlösser Frankreichs! Merci!

    Ich stelle ein weniger bekanntes Wasserschloss aus der Heimat einiger meiner Verwandten vor:

    Das Wasserschloß Klaffenbach befindet sich im Stadtteil Klaffenbach der Stadt Chemnitz im Freistaat Sachsen. Das Schloss, unweit der Würschnitz gelegen, war früher auch unter der Bezeichnung Schloss Neukirchen bekannt. Es stellt ein für Sachsen nahezu einzigartiges Beispiel eines Wasserschlosses der Renaissance dar.

    Zunächst eine kleine Luftaufnahme: http://www.chemnitz.de/chemnitz/media/kultur_...

    Idyllisch am Stadtrand von Chemnitz gelegen, vereint das Wasserschloß Klaffenbach mehrere Einrichtungen unter einem Dach. Kultur, Kunst, Sport und Gastlichkeit finden Raum in den historischen Mauern, und die Angebote für Touristen, Ausflügler, Kulturinteressierte und Sportler sind vielfältig.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das viergeschossige Schlossgebäude ist von einem Wassergraben umsäumt. Besonders auffällig ist der geschwungene Giebel und das kielbogenförmige Dach sowie die quadratische Form des Gebäudes.

    http://www.schloesserland-sachsen.de/typo3tem...

    Im Konferenz- und Ausstellungssaal im ersten Obergeschoss gibt es klassizistische Wandmalereien zu entdecken, welche teilweise restauriert wurden. Dietrich von Taube ließ im 17. Jahrhundert das zweite Obergeschoss ausbauen. Beeindruckend sind dort die Fachwerkwände sowie die Decke, welche ornamental gestaltet wurde. Auch dieses Geschoss wird bei Ausstellungen einbezogen. Das letzte Geschoss war zunächst lediglich der Speicher; heute hat der mit einer Holzbalkenkonstruktion versehene Raum die Funktion eines Bürgersaals, der mit einer Kleinkunstbühne ausgestattet ist.

    http://img.fotocommunity.com/Schloesser-Burge...


    #73Author mars (236327) 21 Oct 13, 21:02
    Comment
    Mars, Schloss Klaffenbach gefällt mir sehr gut !


    Das Schloss Kammer

    ist ein Wasserschloss in Schörfling am Attersee (Hauptstraße 28) in Oberösterreich.

    Das heute auf einer Halbinsel, ursprünglich auf einer Insel im nördlichen Attersee gelegene Schloss ist ein massiver, rechteckiger, dreigeschossiger Bau mit zwei niedrigen Seitenflügeln, die einen Hof umschließen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Kammer

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://www.attersee-attergau-salzkammergut.at...

    http://www.atterwiki.at/images/c/ca/SchKammer...
    #74Author oopsy (491382) 22 Oct 13, 08:54
    Comment
    un peu OT:

    En France un château d'eau n'est pas un Wasserschloss, mais un Wasserturm. Voici le château d'eau de Créteil:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #75Author mars (236327) 22 Oct 13, 12:47
    Comment
    Die Burg Vischering bei Lüdinghausen in Nordrhein-Westfalen ist eine in wesentlichen Teilen erhaltene Wasserburg des Münsterlandes. Trotz diverser Umbauten der Burg, um sie für die Benutzer wohnlicher zu gestalten, gilt sie unter den Burgen und Schlössern des Münsterlandes als die Anlage, die am ehesten den Charakter einer wehrhaften Burg besitzt.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Gegliedert ist die Burg in eine Vorburg für die Wirtschaftsgebäude und eine Hauptburg als dem eigentlichen Kern der gesamten Anlage. Zwischen den Teilen der Burg und um die Burg herum erstrecken sich wassergefüllte Gräften, die von der Stever gespeist werden. Die Hauptburg ist von einer Ringmauer umgeben, die auch die Gebäude in ihrem Inneren integriert.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #76Author mars (236327) 23 Oct 13, 09:04
    Comment
    @ Mars, Deine Wasserschlösser sind einzigartige Kostbarkeiten !


    Bodiam Castle 

    ist eine gut erhaltene Burgruine in East Sussex, England.

    Aus der Geschichte der Wasserburg: Im Jahr 1383 erhielt Sir Edward Dalyngrigge die königliche Genehmigung zum Abhalten eines Wochenmarktes auf seinem Besitz in Bodiam. 1385 erfolgte die königliche Lizenz zur Befestigung seines Landsitzes durch Richard II.
    Doch er ließ eine komplett neue Wasserburg nahe seinem aus Holz gefertigten Herrenhaus nicht fern dem Fluss Rother errichten. Hinzu kam zur gleichen Zeit eine weitere Lizenz, einen Wasserlauf von Dalyngreggesbay nördlich in Saleshurst nach Bodiam zu leiten, um dort eine Wassermühle zu betreiben. Dalyngrigge hat die ersten Bauarbeiten wohl nicht selbst beaufsichtigen können, da er zwischen 1386 und 1387 Hafenkaptain der französischen Stadt Brest war. Etwa um 1392 waren die Arbeiten an der Burg beendet, Sir Edward Dalyngrigge starb allerdings bereits wenige Jahre später im Jahr 1395.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bodiam_Castle

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Innere der Burg
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #77Author oopsy (491382) 24 Oct 13, 09:32
    Comment
    Oopsy, auch die englische Wasserburg ist sehenswert!

    Ich stelle ein weiteres Wasserschloss aus Deutschland vor, das in Anholt:

    Die Burg Anholt war namensgebend für die ehemalige Stadt Anholt, heute ein Stadtteil von Isselburg in Nordrhein-Westfalen. Die Anlage ist eines der größten Wasserschlösser des Münsterlandes und befindet sich an der Grenze zum Niederrhein. Ihre Ursprünge liegen in einem Wehrbau aus dem 12. Jahrhundert zur Sicherung des Besitzes der Diözese Utrecht.
    Auch wenn der Name nahelegt, Anholt sei eine Burg, handelt es sich eigentlich um ein Schloss.

    Zuerst eine etwas dunkle Luftaufnahme: http://www.muensterland-tourismus.de/17674/an...

    Sehr schön finde ich die Ostfassade:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Zur ersten nachweisbaren, vor 1169 errichteten Burganlage gehören der nahezu elf Meter breite, runde Bergfried (der sogenannte Dicke Turm), ein kleines Wohnhaus in der Nordostecke der heutigen Anlage und ein Mauerring, der einst ein ovales Areal umschloss.

    Der Eingang des Bergfrieds war ein Hocheingang und lag zu jener Zeit knapp sieben Meter über dem heutigen Pflaster des Innenhofs und war nur über Strickleitern zugänglich. Unterhalb dieses Zugangs befand sich das Verlies. Erbaut in einem sumpfigen Gebiet, stand die gesamte Anlage aus Tuffstein auf einem Fundament aus Holzpfählen, die in den morastigen Untergrund getrieben worden waren.

    Und hier die Westfassade:
     
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Im 14. Jahrhundert wurde die Kernburg erheblich erweitert und erhielt damit Ausmaße, die nur unwesentlich geringer waren als die heutigen. Auch die Erweiterungsbauten erhielten Pfahlroste aus Eichenholz als Fundament. Das ursprüngliche Wohnhaus wurde aufgestockt und wehrhaft ausgebaut. An seiner Ost- und Südseite errichtete man zweigeschossige Wohnflügel. Die West- und Nordfront der Burganlage bestanden nach dieser Erweiterung nur aus zwei Meter breiten, begehbaren Wehrmauern, die sechseckige Wachtürmchen besaßen.

    Während des 16. Jahrhunderts erfolgte der Ausbau der West- und Nordseite zu Wohnzwecken. Ebenfalls in diese Zeit ist die Errichtung zweier Treppentürme in der Nordwest- und der Nordost-Ecke der Kernburg zu datieren.

    Das Schlosstor: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Inspiriert durch die Eindrücke seiner Hochzeitsreise ließ Leopold zu Salm-Salm von 1892 bis 1900 für seine Frau im südwestlichen Teil der Außenanlagen einen Park nach dem Vorbild des Vierwaldstättersees anlegen. Er wurde mit einem Miniatur-See, umrahmt von einer künstlichen Felsenlandschaft, sowie einem originalen Schweizer Haus ausgestattet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der im Volksmund genannte „Leopoldspark“ in ein Wildgehege umgewandelt. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs durch Nikolaus Leopold Fürst zu Salm-Salm wiederaufgebaut, wurde er 1966 unter dem Namen Anholter Schweiz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

    In der Anholter Schweiz:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #78Author mars (236327) 24 Oct 13, 16:21
    Comment
    Anlässlich eines Urlaubes in den Dresdener Weinbergen besuchten wir am 9.11.2001(!!) das Jagd- und Wasserschloss 'Moritzburg'. Im 18. Jahrhundert hatte August der Starke dieses Schloss nach seinem Gusto umgebaut und eingerichtet. Diese Pracht kann ich nicht beschreiben! Das Porzellan, die Ledertapeten, die Räume...!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Moritzbu...

    Unsere letzte Radtour führte uns am 'Schloss Westerwinkel' vorbei.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Westerwinkel

    Bemerkenswert ist, dass die Familie von Merfeld seit dem 15. Jahrhundert und immer noch auf dem Schloss wohnt, das seit dem 17. Jahrhundert keinen Umbau mehr erfahren hat. Leider sind keine Innenaufnahmen zur Verfügung.
    #79Author Schmuckmeier (814719) 24 Oct 13, 21:08
    Comment
    Schmuckmeier, auch ich habe gestern, fast zeitgleich mit dir, einen Beitrag zum Schloss Moritzburg vorbereitet, konnte es aber nicht mehr posten, weil ich außer Haus musste. Ich erlaube mir, ihn heute in Ergänzung des deinen einzustellen, denn ich habe das Schloss schon mehrfach besichtigt und bin von dem Anblick immer wieder hingerissen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das auf ein Jagdhaus des 16. Jahrhunderts zurückgehende Jagdschloss erhielt seine heutige Gestalt im 18. Jahrhundert unter August dem Starken. Es erhebt sich auf einer künstlichen Insel. Der barocke Vierflügelbau mit seinen vier direkt mit dem Hauptbau verbundenen Türmen ruht auf einem podestartigen Sockelgeschoss. Acht ehemalige Wachhäuschen sind auf der Insel rings um das Schloss gruppiert.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Es lohnt sich auf jeden Fall, am Ufer die ganze Runde um den See herum zurückzulegen, denn es ist sehr reizvoll, das Schloss immer wieder aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten:

    http://www.fwtamme.de/FW/moritzburg.jpg

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Sogar der Winter hat hier seinen Reiz:

    https://encrypted-tbn2.gstatic.com/images?q=t...

    http://www.sachsen-traeume.de/images/stories/...

    Der Schlossbau ist mit barocker Wohnkultur aus der Zeit Augusts des Starken ausgestattet. Hier befinden sich, wie ja schon Schmuckmeier hervorhob, Prunkräume mit Lack- und Prunkmöbeln, Augsburger Silbermöbeln und Jagdwaffen. Zu den Kostbarkeiten gehören unter anderem vergoldete Ledertapeten aus dem 17. Jahrhundert, die in elf Räumen noch erhalten sind. Im Billardsaal, nach dem ehemals darin befindlichen Billiardtisch benannt, sind Monumentalmalereien auf Leder von Louis de Silvestre ausgestellt.

    Nun ein Blick in den Speisesaal mit seiner Geweihsammlung:

    http://my-entdecker.de/sites/default/files/st...

    Sie ist eine der größten Trophäensammlungen Europas und erinnert an die Jagdlust der wettinischen Herrscher und ihrer Gäste.

    #80Author mars (236327) 25 Oct 13, 08:49
    Comment
    Ich möchte meinen Beitrag über die Moritzburg noch ergänzen:

    Eine direkt nach Osten verlaufende Schneise verbindet das Schloss visuell mit dem 2,5 Kilometer entfernten Fasanenschlösschen. Es befindet sich in der 1728 angelegten Fasanerie des Schlossparks von Moritzburg:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Fasanenschlösschen wurde im Stile des Rokoko mit barocken Architekturelementen zwischen 1769 und 1782 erbaut. Ein eingeschossiger Pavillon, der an gleicher Stelle bereits 1738-1739 errichtet worden war, wurde dazu aufgestockt und im chinoisen Stil umgebaut.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Auf der Dachlaterne sitzt ein Mandarin, der bei einem Windstoß nicken kann:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Heute findet eine museale Nutzung durch Führungen in den Räumlichkeiten statt. Gezeigt werden Möbel, Tapeten und zeitgenössische Accessoires aus verschiedenen Epochen. Man darf die Räume nur betreten, wenn man sowohl die üblichen Pantoffeln als auch weiße Handschuhe angezogen hat, die einem am Eingang überreicht werden. So trug ich solche zum ersten Mal in meinem Leben. Sie sollen verhindern, dass jemand, der sich an einer der kostbaren Tapetenwände abstützen muss, an ihr Flecken oder Kratzer hervorruft ...

    Unweit des Fasanenschlösschens befindet sich der 1772 entstandene Venusbrunnen, eine der größten barocken Brunnenanlagen in Sachsen. Venus ist hier mit Amor und Schwänen auf einem künstlichen Felsmassiv dargestellt, das sich in einem ohrmuschelförmigen Becken erhebt. Der Brunnen symbolisiert das östliche Ende eines teilweise parallel zur Schneise verlaufenden Kanals.

    Venusbrunnen mit Sichtachse zum Schloss Moritzburg:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Am östlich vom Fasanenschlösschen angrenzenden Niederen Großteich Bärnsdorf liegen ein Miniaturhafen mit Mole und Leuchtturm.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #81Author mars (236327) 25 Oct 13, 17:07
    Comment
    Mars, Dein Beitrag ist ganz wunderbar. Am liebsten möchte man ins Auto steigen und gleich wieder dort hin fahren. Mir sind damals die Augen übergegangen vor all der Pracht.
    #82Author Schmuckmeier (814719) 25 Oct 13, 19:15
    Comment
    Vielen Dank Schmuckmeier und Mars für Eure Beiträge zum Schloss Moritzburg, es ist wahrlich außergewöhnlich schön.

    @ Schmuckmeier, wann fahren wir ?

    #83Author oopsy (491382) 26 Oct 13, 08:55
    Comment
    Schmuckmeier, ich habe Verwandte in Radebeul, ganz in der Nähe der Moritzburg. Deshalb komme ich immer wieder einmal in diese herrliche Gegend.

    Heute stelle ich kein Wasserschloss vor, sondern im Anschluss an das Moritzburger Fasanenschlösschen das Schloss Fasanerie bei Fulda:

    Das ursprünglich als Schloss Adolphseck bezeichnete Gebäude aus dem 18. Jahrhundert wird von der Museumsverwaltung als Hessens schönstes Barockschloss bezeichnet und ist für Besucher zugänglich.

    Das Schloss ist ein Komplex von mehreren Gebäudeflügeln um eine Abfolge von Höfen.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    Den Ursprungsbau bildet das alte Schloss (sog. Schlösschen, erbaut durch den Fuldaer Dombaumeister Johann Dientzenhofer), das in der Mitte der Anlage gelegen nördlich und südlich von zwei Türmen flankiert wird. Östlich schließen sich dort zwei Wirtschaftshöfe mit einem bis in die Gegenwart betriebenen Gestüt an, westlich folgen der nahezu quadratische Innenhof, sowie der mittig vom Festsaalbau begrenzte Ehrenhof, der auf die Erweiterungen unter Gallasini zurückgeht.

    Der Festsaal des Schlosses: http://tagung-fulda.vps105.fulda1.de/fileadmi...

    Ein anderer Saal: http://s3.germany.travel/media/content/erholu...

    Das Schloss war einst von einem Barocken Garten umgeben, der heute nur noch in seiner Grundstruktur zu erkennen ist. Allerdings zeugen z.B. das Japanische Teehaus noch von der glanzvollen Pracht des ausgehenden Barockzeitalters.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Zum Anwesen gehört ein großer Park mit einer Vielzahl verschiedener Baumarten, an der Gestaltung wirkte der Naturforscher Carl von Linné mit. Umgeben ist dieser Park mit einer bis zu sechs Meter hohen Natursteinmauer.

    Das Schloss gehört heute der Hessischen Hausstiftung, die dort einen großen Teil der Kunstsammlung des Hauses Hessen ausstellt. Darunter befinden sich eine bedeutende Antikensammlung und eine umfangreiche Porzellan-Sammlung:

    http://www.fuldaer-nachrichten.de/wp-content/...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Fasaneri...
    #84Author mars (236327) 26 Oct 13, 17:35
    Comment
    Ich bin mir ganz sicher, Don Giovanni hatte eines von den gezeigten Schlössern im Sinn, wenn er Zerlina auffordert, ihm die Hand zu reichen und auf sein Schloss mit ihm zu kommen:
    http://www.youtube.com/watch?v=-iZHwbxLBO0

    #85Author oopsy (491382) 27 Oct 13, 09:13
    Comment
    Ich komme wieder zu den Wasserburgen bzw. Wasserschlössern zurück.

    Die Burg Westerburg befindet sich im Ortsteil Westerburg der Gemeinde Huy in Sachsen-Anhalt. Die Anlage liegt an der Straße der Romanik. Sie gilt als älteste noch erhaltene Wasserburg Deutschlands, kann aber m. E. auch schon als „Wasserschloss“ gelten.

    http://media05.myheimat.de/2013/01/07/2461576...

    http://www.salsa-exclusive.de/_images/locatio...

    Der Bergfried ist bereits mehr als 1000 Jahre alt und hat eine Höhe von 32 Metern bis zur Mauerkrone. Seine Spitze stammt aus jüngerer Zeit. Ursprünglich wurde er von einer 18 Meter hohen Spitze gekrönt, welche auf alten Bildern auch noch zu sehen ist. Wegen Baufälligkeit musste diese aber im Jahre 1957 abgerissen werden.

    http://www.harzlife.net/jpg2/_westerburg_park...

    Der Innenhof der Westerburg wird von einem Ring aus Wohn- und Wirtschaftsgebäuden umgeben. Die herrliche Anlage diente der ostdeutschen Filmgesellschaft DEFA in den 70er/80er Jahren als mittelalterliche Filmkulisse. Doch auch heute noch fühlt man sich beim Betreten des Hofes in eine andere Zeit versetzt. Mit bemerkenswerter Liebe zum Detail werden täglich historische Waffen und Gerätschaften zu einem anschaulichen Emsemble hergerichtet.

    http://www.harzlife.net/jpg2/_westerburg_inne...

    Romantik bei Nacht: http://www.harzlife.net/jpg2/_westerburg_nacht.jpg

    Der älteste erhaltene Raum auf der Westerburg ist der sogenannte "Ritterkeller". Er entstand vermutlich in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Ursprünglich hatte dieser 19,50 Meter lange, 4,50 Meter breite und 3,50 hohe Kellerraum eine zumindest teilweise militärische Bedeutung. Später wurde der Raum geteilt und einerseits als Kapelle, andererseits als Brauerei und Gaststube genutzt.

    http://www.harzlife.net/jpg2/_westerburg_ritt...

    #86Author mars (236327) 27 Oct 13, 14:45
    Comment
    Darf es zur Abwechslung einmal ein literarisches Schloss sein ?

    Franz Kafka: Das Schloss

    Das Schloss ist neben Der Verschollene (auch bekannt unter Amerika) und Der Process einer der drei unvollendeten Romane von Franz Kafka. Das 1922 entstandene Werk wurde 1926 von Max Brod postum veröffentlicht. Es schildert den vergeblichen Kampf des Landvermessers K. um Anerkennung seiner beruflichen und privaten Existenz durch ein geheimnisvolles Schloss und dessen Vertreter.

    Aus dem Inhalt: 
    Das Schloss mit seiner Verwaltung scheint durch einen gewaltigen, undurchschaubaren bürokratischen Apparat jeden Einzelnen der Einwohner zu kontrollieren und dabei unnahbar und unerreichbar zu bleiben. Einer nicht greifbaren bedrohlichen Hierarchie ausgesetzt, an deren Spitze sich die Beamten des Schlosses befinden, gestaltet sich das Leben der Dorfbewohner bedrückend. Bei Überschreitung der Vorschriften droht vermeintlich Schlimmes. Vom Schloss werden aber tatsächlich niemals erkennbare Sanktionen erhoben. K.s ganzes Streben ist darauf gerichtet, sich dem Schloss zu nähern. Doch sämtliche Anstrengungen scheitern. Die Vorgänge zwischen Dorf und Schloss und das untertänige Verhalten der Dorfbewohner bleiben ihm unverständlich.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schloss

    Der Volltext:
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/159/1

    Andere Bearbeitungen:
    als Drama:
    Max Brod: Das Schloß. Schauspiel in zwei Akten (9 Bildern) nach Franz Kafkas gleichnamigem Roman in freier Bearbeitung. Uraufführung 12. Mai 1953 im Schloßpark-Theater Berlin

    als Hörspiel:
    Franz Kafka: Das Schloß. Sprecher u.a.: Gert Westphal, Friedrich von Bülow. Regie: Karlheinz Schilling. Musik: Bernd Scholz. Produktion: SWF, RB. Entstehung: 1954. Laufzeit: 83 Minuten. Der Audio Verlag, Dav. 2003. ISBN 3-89813-285-4.

    als Oper:
    Das Schloss. Oper von Aribert Reimann nach dem Roman von Franz Kafka und der Dramatisierung von Max Brod. Textfassung vom Komponisten. Dauer 165 min. Textbuch BN 3685-40. Uraufführung 2. September 1992 an der Deutschen Oper Berlin

    als Tanztheater:
    Das Schloss. Tanztheater nach dem Roman von Franz Kafka von Hans Henning Paar; Musik von Krzysztof Penderecki, Alfred Schnittke und Dmitri Schostakowitsch. Uraufführung am 26. Mai 2011 am Staatstheater am Gärtnerplatz

    Ein für meine Ohren gewöhnungsbedürtiger Ausschnitt aus dem Gärtnerplatztheater: http://www.youtube.com/watch?v=br9G6iRTurk
    #87Author oopsy (491382) 27 Oct 13, 21:05
    Comment
    Sehr sinnvoll, oopsy, im „Kulturcafé“ beim Thema „Schloss“ auch auf den Roman Kafkas einzugehen. Gut finde ich auch, dass du dabei die verschiedenen Bearbeitungen als Drama, Hörspiel, Oper und Tanztheater erwähnst.

    Ich halte „Das Schloss“ für eines der schwierigsten Werke der deutschen Literatur. Es erinnert mich auch an Kafkas „Prozess“, in denen K. ebenfalls mit rätselhaften Hierarchien zu tun hat und am Ende scheitert. Max Brod hat nach einem mit Kafka geführten Gespräch das Ende des „Schlosses“ so skizziert: Dem Landvermesser sollte vom Schloss herab verkündet werden, dass zwar „ein Rechtsanspruch K.s im Dorf zu wohnen, nicht bestand, dass man ihn aber doch mit Rücksicht auf gewisse Nebenumstände gestatte, hier zu leben und zu arbeiten“, dabei stirbt der Landvermesser gerade an völliger Entkräftung !

    #88Author mars (236327) 28 Oct 13, 10:52
    Comment
    Von Kafkas schwierigem „Schloss“ kehre ich zu unkomplizierteren Wasserschlössern zurück, und zwar zu einem, das mancher im Ruhrgebiet nicht vermutet hätte:

    Das Haus Dellwig ist ein Wasserschloss und wurde im 13. Jahrhundert von der Familie von Dellwig in Dortmund erbaut.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Es liegt auf dem Gebiet der Stadt Dortmund, im Stadtteil Lütgendortmund, in der hügeligen Moränenlandschaft im Dellwiger Bachtal, umgeben vom Naturschutzgebiet Dellwiger Bach, in unmittelbarer Nähe zum Westfälischen Industrie Museum Zeche Zollern II/IV

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Haupthaus ist der älteste Teil des gesamten Gebäudekomplexes. Über dem Haupteingang steht eine lateinische Inschrift, die übersetzt bedeutete: „Die Witwe des Arnold Georg von und zu Dellwig hat das Haus im Jahre 1696 für sich und ihre Nachkommen erbauen lassen.“

    Innenhofansicht: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #89Author mars (236327) 28 Oct 13, 21:56
    Comment
    Das Wasserschloss Darfeld ist ein Gutshaus, ehem. Rittersitz, ehem. Amtssitz und Baudenkmal bei dem Dorf Darfeld in der Gemeinde Rosendahl, Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen. Es wurde nach einem Brand im Jahr 1899 schwer beschädigt und in den Jahren 1902-1904 in der heutigen Form wieder aufgebaut. Aus der Bauzeit 1612-1618 ist vor allem die manieristische Fassade zum Innenhof erhalten.

    http://static.panoramio.com/photos/large/2852...

    Die Schlossanlage besteht aus der Hauptburg und der Vorburg, die auf Inseln in einer Gräfte liegen, die durch den Aufstau des Burloer Baches entstand. An der Staustelle wurde wohl gleichzeitig mit der Gründung der Anlage eine Wassermühle errichtet, deren Nachfolgebau noch heute an gleicher Stelle steht. Die Hauptburg wird über zwei Brücken auf dem Weg über die Vorburg erschlossen.

    Torhaus der Vorburg: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Lage in einem Wassergraben diente ebenso der Verteidigung wie die Anlage einer Vorburg, die ursprünglich die Aufgaben eines Zwingers erfüllte. Dieses Konzept hat starke Ähnlichkeit mit der Anlage des 17 km nördlich gelegenen Schlosses Burgsteinfurt. Die ursprünglichen Wehrbauten auf den Inseln sind durch den Bau von repräsentativen Wohnbauten nahezu vollständig verschwunden. Einzig der starke Eckturm kann als Rest eines Wehrturms angesehen werden.

    Die Hauptburg besteht aus dem Herrenhaus, dem Galeriebau und der Kapelle. Sie umgibt auf drei Seiten einen Innenhof, auch Arkadenhof genannt:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #90Author mars (236327) 29 Oct 13, 11:19
    Comment
    Nochmals zu Kafka:

    Der Film Kafka ist ein Thriller im Stil des expressionistischen Kinos, der 1991 unter der Regie von Steven Soderbergh produziert wurde. Die düstere, spannungsgeladene Rahmenhandlung, eine Verfolgungs- und Verschwörungsgeschichte in Prag um 1920, ist durchgehend schwarz-weiß gefilmt; farbig sind nur die Szenen in einem Schloss, das Zentrum einer dämonischen Verschwörung ist. In dem Film wirken Jeremy Irons, Theresa Russell, Joel Grey, Ian Holm, Armin Mueller-Stahl und Alec Guinness mit.

    Soderbergh strebte keine Filmbiographie Franz Kafkas an, sondern verknüpfte Motive aus dessen Leben mit Inhalten und Atmosphäre seiner Romane, insbesondere „Der Prozess“ und „Das Schloss“.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kafka_(Film)
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Kafka_(film,_1991)
    #91Author oopsy (491382) 30 Oct 13, 07:57
    Comment
    Vom Thema Schloss kamen wir auf Kafka (gest. 1924), und oopsy stellte uns einen bemerkenswerten Kafka-Film vor. Ich mache den kleinen Abstecher gerne mit, denn in einem Kaffeehaus schweift man ja gerne von einem Thema zum anderen ab ...
    Mich hat eine Kafka-Verfilmung beeindruckt, und zwar die der berühmten Erzählung "Verwandlung". Kafkas Text beginnt bekanntlich so:

    Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen.

    »Was ist mit mir geschehen?«, dachte er. Es war kein Traum. Sein Zimmer, ein richtiges, nur etwas zu kleines Menschenzimmer, lag ruhig zwischen den vier wohlbekannten Wänden. Über dem Tisch, auf dem eine auseinandergepackte Musterkollektion von Tuchwaren ausgebreitet war – Samsa war Reisender – hing das Bild, das er vor kurzem aus einer illustrierten Zeitschrift ausgeschnitten und in einem hübschen, vergoldeten Rahmen untergebracht hatte. Es stellte eine Dame dar, die mit einem Pelzhut und einer Pelzboa versehen, aufrecht dasaß und einen schweren Pelzmuff, in dem ihr ganzer Unterarm verschwunden war, dem Beschauer entgegenhob.

    Gregors Blick richtete sich dann zum Fenster, und das trübe Wetter – man hörte Regentropfen auf das Fensterblech aufschlagen – machte ihn ganz melancholisch. »Wie wäre es, wenn ich noch ein wenig weiterschliefe und alle Narrheiten vergäße«, dachte er, aber das war gänzlich undurchführbar, denn er war gewöhnt, auf der rechten Seite zu schlafen, konnte sich aber in seinem gegenwärtigen Zustand nicht in diese Lage bringen. Mit welcher Kraft er sich auch auf die rechte Seite warf, immer wieder schaukelte er in die Rückenlage zurück. Er versuchte es wohl hundertmal, schloß die Augen, um die zappelnden Beine nicht sehen zu müssen, und ließ erst ab, als er in der Seite einen noch nie gefühlten, leichten, dumpfen Schmerz zu fühlen begann.



    Das Eigentümliche der Verfilmung (1975, Jan Nemec) ist, dass die Handlung fast ganz aus der Perspektive des verwandelten Gregor gesehen wird. Die Kamera sitzt sozusagen hinter den Augen des Käfers. Wenn er krabbelt, wackeln auch die Bilder des Films. Man wird also unmittelbar in die Lage des "vertierten" Menschen hineinversetzt. Hier der ganze Film (53 Min.) :

    http://www.youtube.com/watch?v=J_k0wyzOGRA

    #92Author mars (236327) 30 Oct 13, 10:26
    Comment
    Ich komme zurück zu den Schlössern und stelle das Wasserschloss Mitwitz zwischen Coburg und Kronach im Steinachgrund an der Mündung der Föritz in die Steinach vor:

    Ostseite:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Renaissance-Wasserschloss, umgeben von einem Wassergraben, ist ein dreigeschossiger Vierflügelbau mit Satteldächern und vier Ecktürmen. Es beherbergt in seinem Inneren einige Sehenswürdigkeiten.

    Nord-West-Seite:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Im Innenhof des Kernschlosses steht ein Neptunbrunnen aus dem 18. Jahrhundert und die von Pankraz Wagner zwischen 1572 und 1577 geschaffene Sandsteinstatue "Der fränkische Ritter", die sich bis 1879 am Stadtbrunnen von Weismain befand.

    http://www.quermania.de/bayern/ausflug/bilder...


    #93Author mars (236327) 31 Oct 13, 07:40
    Comment
    Sehr gut hat mir bei einem Besuch das Schloss Johannisburg in Aschaffenburg gefallen.

    Es diente bis 1803 als zweite Residenz der Mainzer Kurfürsten und Erzbischöfe. Es wurde in der Zeit von 1605 bis 1614 vom Straßburger Baumeister Georg Ridinger im Stil der Renaissance aus Rotsandstein gebaut. Die Anlage besteht aus vier großen Flügeln mit je drei Geschossen. Auf jeder Ecke befindet sich ein Turm, in den vier Ecken des Innenhofs zusätzlich kleinere Treppentürme. Das Schloss dominiert bis heute das Bild der Stadt Aschaffenburg und gilt als ihre größte Sehenswürdigkeit. Ein Aschaffenburger Heimatdichter sagte einmal: „Die Stadt ist ihr Schloss.“

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Innenhof mit Bergfried:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Portal zur St.-Johannis-Kapelle ist wesentlich aufwendiger als die übrigen Hofportale gestaltet und vermutlich, wie auch das Innere der Kapelle, von Hans Junker ausgeführt worden. Eine rundbogige Türöffnung wird von jeweils zwei korinthischen Säulen gerahmt, die einen gesprengten Segmentgiebel mit Auszug tragen. Zwischen den flankierenden Säulen befinden sich Wandnischen mit Statuen, die Johannes den Täufer (den Schutzpatron des Schlosses) und Johannes den Evangelisten zeigen. Auf dem Schlussstein über der Türöffnung ist das Schweißtuch der Veronika mit dem Antlitz Christi dargestellt. Im Auszug befindet sich ein Tuffsteinrelief, mit der Taufe Christi durch Johannes. Den Abschluss nach oben bildet eine Statue Marias mit dem Jesuskind.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Sehr interessant ist im Innern des Schlosses u. a. die mit 54 Nummern im Bestandskatalog weltweit größte Sammlung von aus Kork angefertigten Architekturmodellen, die vorwiegend Gebäude aus Rom darstellen, darunter auch ein Modell des Kolosseums, das mit seinen drei Metern Durchmesser das größte Korkmodell der Welt ist.

    http://www.schloesser.bayern.de/bilder/schlos...

    Sie ist dem Hofkonditor und Phelloplastiker Carl Joseph May und seinem Sohn Georg zu verdanken, welche sich ab 1792 mit dem Bau der Modelle befassten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Johannisburg
    #94Author mars (236327) 01 Nov 13, 09:53
    Comment
    @ Mars, nicht nur Schloss Johannisburg ist wunderschön.

    Das Schloss Tanlay 

    (französisch Château de Tanlay) ist ein Wasserschloss in der gleichnamigen französischen Gemeinde im burgundischen Département Yonne. Es entstand während des 16. Jahrhunderts in den Formen der späten französischen Renaissance auf den Fundamenten eines mittelalterlichen Vorgängerbaus und wurde im 17. Jahrhundert im Stil des Louis-treize vollendet. Im Gegensatz zu dem rund zehn Kilometer entfernten Schloss Ancy-le-Franc wurde beim Bau der Anlage in Tanlay trotz klassizistischer Anlehnungen noch ein wenig der Aspekt von Wehrhaftigkeit bewahrt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Tanlay

    Das Schloss aus der Vogelperspetive
    http://www.route-des-ducs.com/_/rsrc/13083103...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Innenhof
    http://www.all-free-photos.com/images/panoram...
    #95Author oopsy (491382) 01 Nov 13, 15:38
    Comment
    Sehr schön, oopsy, dass du auch wieder einmal Frankreich, und noch dazu Burgund, einbezogen hast, meine "zweite" Heimat ...

    Ich bleibe in meiner ersten Heimat, in Baden, und stelle euch das Schloss in Bruchsal vor:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Es wurde im barocken Stil wurde ab 1720 auf Wunsch des Fürstbischofs Damian Hugo Philipp von Schönborn-Buchheim aus Lossburger Sandstein errichtet. Es handelt sich im Kern um eine Dreiflügelanlage, die auf Planungen des kurmainzischen Oberbaudirektors Maximilian von Welsch zurückgeht.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/1/13...

    Nach mehrfachen Planänderungen wurde das zentrale Treppenhaus durch Balthasar Neumann errichtet, der seit 1731 die Bauleitung übernommen hatte. Es gilt gemeinhin als eine der gelungensten Lösungen einer barocken Treppenanlage. Sein genialer Entwurf sieht im Herzen des Corps de Logis ein zweiläufiges, vom Kuppelsaal überfangenes Treppenhaus vor, das zu den beiden Festsälen des Schlosses führt.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Treppenanlage gilt als die „Krone aller Treppenhäuser des Barockstils“, auch das folgende Bild gibt davon einen guten Eindruck:

    http://www.ariva.de/treppenhaus-schloss-bruch...

    Der Marmor- oder Kaisersaal liegt in Richtung des Gartens. Er gehört zum architektonischen und programmatischen Zentrum der geistlichen Residenz.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Fürstensaal ist der zur Stadt gelegene Festsaal:

    http://clickbaby.huelk.de/wp-content/uploads/...

    Neben Neumann nahm der Lombardische Kunstmaler Giovanni Francesco Marchini seine Tätigkeit im Schloss auf. Er malt in den Jahren 1731 bis 1736 die Fresken der Intrada, der düsteren Grotte sowie den Gartensaal. Auch die Fassadenmalerei des Corps de Logis und der Orangeriebauten stammen aus der Hand Marchinis. Die Scheinarchitektur aufgemalter Wandvorsprünge ist von überragender Perfektion.

    Hier die Decke der Intrada: http://www.belle-alliance.com/bruchsal/schlos...

    … und das Prunkwappen am Mittelrisalit des 'Kirchenflügels':
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    http://fr.wikipedia.org/wiki/Ch%C3%A2teau_de_...
    #96Author mars (236327) 02 Nov 13, 10:07
    Comment
    Oopsy, ich habe auch keinen Text zu diesem Schlösschen zur Hand, doch das ist nicht schlimm, die Bilder sprechen ja für sich beziehungsweise für diese idyllische Anlage. Vielen Dank!
    #98Author mars (236327) 03 Nov 13, 11:35
    Comment
    Ich bleibe in meiner Heimat Baden-Württemberg und entführe euch nach Weikersheim, einer Stadt im Main-Tauber-Kreis.

    Das Schloss Weikersheim als Stammsitz der Herren von Hohenlohe gilt als das schönste der hohenlohischen Schlösser. Im Kern ein Wasserschloss, wurde es im Renaissancestil erweitert.

    Hier zunächst der Eingang zum Schloss mit dem Bergfried, der eine barocke Haube erhielt:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Auf dem Grundriss eines gleichseitigen Dreiecks und unter Einbeziehung des staufischen Bergfrieds entstand hier Anfang des 17. Jahrhunderts ein Schloss, das der idealen Renaissance-Schlossarchitektur entsprach, aber auch schon barocke Ansätze in sich trug.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Kern und Prachtstück des Schlosses ist der Rittersaal mit seiner freitragenden Kassettendecke von Balthasar Katzenberger aus Würzburg und dem großen Kamin von Michael Juncker:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Park nach dem Vorbild von Versailles zählt zu den frühesten Barockgärten in Franken. Kastanienalleen rahmen in ein und ein Figurenprogramm von rund 100 steinernen Statuen bevölkert ihn. Der Garten soll eine Allegorie der gräflichen Herrschaft darstellen, wohlgeordnet und ganz im Sinne der Zeit streng gegliedert. Es gibt Bildnisse der Winde, Elemente, Erdteile, Jahreszeiten, Planeten, antiker Götter und Helden. Statue im Park:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Weikersheim
    #99Author mars (236327) 03 Nov 13, 19:50
    Comment
    Ein Kommilitone aus Weikersheim zeigte uns stolz "sein" Schloss. Auffallend waren die vielen Macken an den Treppenstufen. Auf Nachfrage erzählte er, dass die Ritter die Treppe früher immer zu Pferd bewältigt hätten.
    Das ist mir so im Gedächtnis geblieben, dass ich mich daran noch heute fröhlich erinnere.
    #100Author hannabi (554425) 03 Nov 13, 19:54
    Comment
    Danke, hannabi, für die nette Erinnerung. Bei der Vorbereitung meines Beitrags habe ich auch etwas über diese Treppenstufen gelesen. Das erinnerte mich daran, im Loire-Schloss Amboise auch gehört zu haben, dass man dort früher in zwei Türmen mit Pferd und Wagen auf breiter Rampe in Spiralen nach oben fahren konnte:

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/common...

    #101Author mars (236327) 04 Nov 13, 08:25
    Comment
    Auch das Neue Schloss in Meersburg verdient einen Besuch. Es liegt sehr schön oberhalb des Bodensees, wie das erste, sehr große Foto zeigt.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Nun ein Blick auf die Rokoko-Fassade vom Schlossplatz aus:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss war ab 1750 bis zur Aufhebung des Bistums 1803 die Residenz der Fürstbischöfe von Konstanz. 1710 wurde unter Bischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg durch den Baumeister Chr. Gessinger mit dem Bau am „Neuen Bau“ begonnen. Der Rohbau, der schon die späteren Ausmaße zeigte, wurde bis 1712 fertiggestellt.

    Das Wappen am Neuen Schloss auf der Seeseite:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Mit dem Regierungsantritt Kardinal Damian Hugos von Schönborn, der bereits Bischof in Speyer war und dort das Bruchsaler Schloss (siehe # 96) hatte erbauen lassen, wurde ab 1740 das bestehende Gebäude den Erfordernissen einer Residenz angepasst, indem der Baumeister Johann Georg Stahl aus Bruchsal nach Plänen von Balthasar Neumann ein repräsentatives Treppenhaus hinzufügte:

    http://media.hotelwebservice.com/media/traube...

    Das Treppenhaus führt zu Sälen wie z. B. zu diesem:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    1741 bis 1743 folgte der Einbau der Schlosskapelle, ebenfalls nach dem Entwurf von Balthasar Neumann, die Ausstattung ist das Werk des Freskenmalers Gottfried Bernhard Göz aus Augsburg (1708–1774) und des Stuckateurs Joseph Anton Feuchtmayer (1696–1770).

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Schloss_(M...
    #102Author mars (236327) 04 Nov 13, 17:54
    Comment
    #103Author Schmuckmeier (814719) 04 Nov 13, 21:17
    Comment
    Sehr gut, Schmuckmeier, dass du beim Stichwort Meersburg auf Annette von Droste-Hülshoff hinweist. Ihre Kriminalnovelle „Die Judenbuche“ halte ich für eine der wichtigsten Milieustudien der deutschen Literatur, und ich mag auch die herbe Größe in der Lyrik der Autorin.

    Mit dem Neuen Schloss in Meersburg habe ich Annette von Droste-Hülshoff im Beitrag #102 deshalb nicht in Verbindung gebracht, weil sie eigentlich im gegenüberliegenden „Alten Schloss“ (oft auch „Burg Meersburg“ genannt) gelebt hat und gestorben ist: „Im Jahr 1841 zog Annette von Droste-Hülshoff in die Burg und verbrachte dort einen Teil ihrer letzten acht Lebensjahre. Der Burg hat sie das Gedicht von 1841/42 „Das Alte Schloss“ gewidmet („Auf der Burg haus´ ich am Berge, Unter mir der blaue See…“). Sie verstarb am 24. Mai 1848 auf der Burg.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Meersburg )

    Es ist mit den Bezeichnungen Burg vs. Schloss gerade in Meersburg kompliziert. Der Wikipedia-Artikel über die Dichterin (http://de.wikipedia.org/wiki/Annette_von_Dros... ) vermerkt im ersten Satz ihren Tod am 24. Mai 1848 auf der Burg Meersburg, stellt aber dann im 4. Abschnitt fest: „Am Nachmittag des 24. Mai 1848 verstarb Annette von Droste-Hülshoff auf Schloss Meersburg am Bodensee.“ Und der Wiki-Artikel über die Burg nimmt bzw. gibt zur Kenntnis: „Die Burg Meersburg, auch Alte Burg oder Altes Schloss, in Meersburg am Bodensee gilt durch ihre Erbauung im 7. Jahrhundert als älteste bewohnte Burg Deutschlands, doch ist aus jener Zeit keine Bausubstanz mehr erkennbar. Die Burg wird auch als Altes Schloss im Gegensatz zu dem gegenüber liegenden, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichteten Neuen Schloss, bezeichnet.“

    Hier die Burg bzw. das Alte Schloss vom Neuen Schloss aus gesehen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Rundgang durch das Burgmuseum gibt Einblick in mehr als 30 eingerichtete Räume. Auch die Wohnräume und das Sterbezimmer von Annette von Droste-Hülshoff sind in diesem Rundgang enthalten.

    #104Author mars (236327) 04 Nov 13, 22:07
    Comment
    ✿✿ Mars und ✿✿ Schmuckmeier, vielen Dank für Schloss Meersburg und für Annette von Droste-Hülshoff !


    Ein Gedicht von ihr:
    Kinder am Ufer

    »O sieh doch! siehst du nicht die Blumenwolke
    Da drüben in dem tiefsten Weiherkolke?
    O, das ist schön! hätt' ich nur einen Stecken,
    Schmalzweiße Kelch' mit dunkelroten Flecken,
    Und jede Glocke ist frisiert so fein
    Wie unser wächsern Engelchen im Schrein.
    Was meinst du, schneid' ich einen Haselstab,
    Und wat' ein wenig in die Furt hinab?
    Pah! Frösch' und Hechte können mich nicht schrecken -
    Allein, ob nicht vielleicht der Wassermann
    Dort in den langen Kräutern hocken kann?

    Ich geh', ich gehe schon - ich gehe nicht -
    Mich dünkt', ich sah am Grunde ein Gesicht -
    Komm, laß uns lieber heim, die Sonne sticht!«

    Annette von Droste-Hülshoff, gest. 1848


    Die Burg Meersburg, auch Alte Burg oder Altes Schloss, in Meersburg am Bodensee gilt durch ihre Erbauung im 7. Jahrhundert als älteste bewohnte Burg Deutschlands, doch ist aus jener Zeit keine Bausubstanz mehr erkennbar. Die Burg wird auch als Altes Schloss im Gegensatz zu dem gegenüber liegenden, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichteten Neuen Schloss, bezeichnet.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Meersburg

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Burg vom See aus gesehen:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Übergang zwischen Burg Meersburg (links) und Neuem Schloss
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Annette von Droste-Hülshoffs Sterbezimmer
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #105Author oopsy (491382) 05 Nov 13, 15:03
    Comment
    Le château de Ratilly

    dans le département de l'Yonne, en région Bourgogne,

    est un château de type château-fort.

    Il comprend une enceinte à six tours délimitant une tour rectangulaire, deux tours encadrant le pont-levis.

    L'édifice est inscrit au titre des monuments historiques.

    Le pigeonnier

    La cour intérieure

    Une tour

    Un bien joli château, ma foi ...
    #106Author Isabelle. (609042) 05 Nov 13, 20:26
    Comment
    Vielen Dank, Isabelle, für die Burg aus Burgund. In meinem Michelin-Führer finde ich zu ihr noch folgende Informationen:

    "En 1653, La Grande Mademoiselle [la cousine frondeuse de Louis XIV] exilée à St-Fargeau, séjourna une semaine à Ratilly. Un peu plus tard, Ratilly servit de refuge aux jansénistes qui y imprimèrent un journal clandestin, à l'abri des poursuites de la Police royale.

    Un atelier artisanal de poteries de grès propose des stages d'initiation ..."

    #107Author mars (236327) 06 Nov 13, 08:49
    Comment
    Das Alte Schloss am Schlossplatz Stuttgart geht auf eine zum Schutze des Stutengartens (dem Gestüt, das Stuttgart seinen Namen gab) im 10. Jahrhundert errichtete Wasserburg zurück. Nachdem die Grafen von Württemberg im 14. Jahrhundert ihren Stammsitz nach Stuttgart verlegten, wurde die Burg der neuen Funktion entsprechend vergrößert. 1325 entstand anstelle alter Gebäudeteile der Dürnitzbau, die "Hofstube" des engeren Gefolges. Erst Herzog Christoph von Württemberg (1550–1568) rückte den Schlosscharakter in den Vordergrund: Er ließ die alte Burg im Innenbereich zu einem prächtigen Renaissance-Palast umgestalten.

    http://www.stuttgart-tourist.de/img/h/t/o/g/t...

    Grundlage war also die Wasserburg Graf Ulrichs I. aus dem 13. Jh. Ältester erhaltener Teil ist die »Dürnitz«, der Gesindehau im SO, aus dem 14. Jh. Unter den Herzögen Christoph und Ludwig geschah der großzügige Um- und Ausbau, im Zeichen deutscher Renaissance, Aus dieser Bauzeit stammen die gegen NW vor gelegten Binnenhoftrakte, Aufstockung und Terrasse der Dürnitz und 2 Rundtürme (im W und O). Der südl. Rundturm trat 1687 hinzu. Das späte 18. Jh. beseitigte die Wassergräben.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Außenbild zeigt eine Verbindung von Wehrhaftigkeit mit Schmuckfreude. Höher aufgereckt ist der Dürnitztrakt im SO, mit vorgeschobener Renaissance-Terrasse (Karlsplatz); niedriger die Eingangsfront (am Schillerplatz) mit den Wappentafeln des Herzogs Christoph und seiner Gemahlin, Anna Maria v. Ansbach, niedriger auch die beiden verbindenden Flügel. Der südwestliche, der die Kapelle birgt, erhält sein Gesicht durch den aus seiner Mitte hervortretenden Erkerturm.

    Eine Kostbarkeit deutscher Renaissancekunst ist der Binnenhof:

    http://webdax.homepage.t-online.de/GPSGuideSt...

    Aus dem urspr. Bestand verblieb die SW-Seite. Die übrigen Teile wurden ergänzt. Der breite Hof war als Turnierplatz gedacht. 3geschossig umgeben ihn auf 3 Seiten Arkadengänge mit gedrückten Bogen und kannelierten Säulen.

    Die Schlosskapelle im SW-Flügel, 1560-73 (Weihe bereits 1562), von Aberlin Tretsch, ist bedeutsam als einer der ältesten prot. Kulträume. Kanzel und Altar sind hier als gleichwertige Blickpunkte behandelt (Erkernische in der Mitte des querrechteckigen Saales):

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Quellen: Reclams Kunstführer Deutschland II
    und:
    http://www.google.de/imgres?rlz=1C2FDUM_enDE4...

    #108Author mars (236327) 06 Nov 13, 21:55
    Comment
    Nachdem oopsy in #87 schon einen literarischen Schloss-Abstecher machte, stelle ich ein Schloss-Motiv aus einem bekannten Gedicht vor und frage:

    Wo lag dieses Schloss, in dem sich diese mysteriösen, ja grausigen Vorfälle ereigneten? 

    Ich habe nur die beiden ersten Verse weggelassen und drei Namen verkürzt, damit die Lösung nicht allzu offensichtlich ist. Wer sie kennt, kann sie gleich nennen, oder, wenn er mag, auch nur auf sie anspielen, damit auch andere Gelegenheit zum Mitraten haben:

    ...
     
    Nur oben in des Königs Schloss,

    Da flackert's, da lärmt des Königs Tross.

    Dort oben in dem Königssaal
    B. hielt sein Königsmahl.

    Die Knechte saßen in schimmernden Reihn
    Und leerten die Becher mit funkelndem Wein.

    Es klirrten die Becher, es jauchzten die Knecht;
    So klang es dem störrigen Könige recht.

    Des Königs Wangen leuchten Glut;
    Im Wein erwuchs ihm kecker Mut.

    Und blindlings reißt der Mut ihn fort;
    Und er lästert die Gottheit mit sündigem Wort.

    Und er brüstet sich frech, und lästert wild;
    Der Knechtenschar ihm Beifall brüllt.

    Der König rief mit stolzem Blick;
    Der Diener eilt und kehrt zurück.

    Er trug viel gülden Gerät auf dem Haupt;
    Das war aus dem Tempel Jehovahs geraubt.

    Und der König ergriff mit frevler Hand
    Einen heiligen Becher, gefüllt bis am Rand.

    Und er leert ihn hastig bis auf den Grund
    Und rufet laut mit schäumendem Mund:

    "Jehovah! dir künd ich auf ewig Hohn –
    Ich bin der König von B. !"

    Doch kaum das grause Wort verklang,
    Dem König ward's heimlich im Busen bang.

    Das gellende Lachen verstummte zumal;
    Es wurde leichenstill im Saal.

    Und sieh! und sieh! an weißer Wand
    Da kam's hervor wie Menschenhand;

    Und schrieb, und schrieb an weißer Wand
    Buchstaben von Feuer, und schrieb und schwand.

    Der König stieren Blicks da saß,
    Mit schlotternden Knien und totenblass.

    Die Knechtenschar saß kalt durchgraut,
    Und saß gar still, gab keinen Laut.

    Die Magier kamen, doch keiner verstand
    Zu deuten die Flammenschrift an der Wand.

    B. ward aber in selbiger Nacht
    Von seinen Knechten umgebracht.  

    #109Author mars (236327) 07 Nov 13, 13:18
    Comment
    Dem Dichter war die Bibel näher, als man denkt.
    Und heute liegt dort Giftgas in der Luft.
    #110Author hannabi (554425) 07 Nov 13, 13:30
    Comment
    B. t. r. o. B., there we sat down
    ye-eah we wept, when we r. Z.

    #111Author Isabelle. (609042) 07 Nov 13, 13:48
    Comment
    Ich nehme meine Wahrheitskugel und sehe Wasser, viel Wasser.
    #112Author oopsy (491382) 07 Nov 13, 18:21
    Comment
    Ich gratuliere hannabi, Isabelle und oopsy dazu, schnell gefunden zu haben, in welchem Schloss die in #109 geschilderten Szenen spielen.

    Das Gedicht stammt von Heinrich Heine, heißt „Belsazar“ und Schauplatz ist dessen Schloss in Babylon.

    Hannabi spielte darauf an, dass von dem Menetekel an der Wand in der Bibel berichtet wird (Buch Daniel, Kapitel 5), Isabelle meinte mit B. t. r. o. B. den Anfang des Boney M-Songs 'By the rivers of Babylon', und oopsy sah in ihrer Kristallkugel wohl den Euphrat, an dem Babylon lag.

    Rembrandt hat ein bekanntes Bild zu der Szene gemalt, in welcher der Gästeschar die geheimnisvolle Handschrift an der Wand erscheint. Da das Kulturcafé ja besonders auch der Bildenden Kunst gewidmet ist, stelle ich das Gemälde hier ein:

    http://de.academic.ru/pictures/dewiki/82/Remb...

    Die erschrockenen Gesichter der Anwesenden und das Entsetzen Belsazars spiegeln sich in der Darstellung. Dem König sieht man an, dass er mit dem Schriftzug nichts anfangen kann, trotzdem aber das Gefühl hat, dass dies nichts Gutes bedeuten könne.

    #113Author mars (236327) 08 Nov 13, 09:09
    Comment
    Mars :-))

    Der Palacio Real La Granja de San Ildefonso

    ist eine ehemalige Sommerresidenz der spanischen Könige. Das Schloss liegt in San Ildefonso in der Region Segovia, ca. 60 Kilometer nordwestlich von Madrid. Es gilt als spanisches Versailles.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Palacio_Real_(La...
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Palais_royal_de_...

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://portalvacaciones.com/files/2012/08/LaG...

    La cour du fer à cheval
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Garten
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Neptunbrunnen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    Des Sängers Fluch

    Es stand in alten Zeiten ein Schloß, so hoch und hehr,
    Weit glänzt es über die Lande bis an das blaue Meer,
    Und rings von duft'gen Gärten ein blütenreicher Kranz,
    Drin sprangen frische Brunnen in Regenbogenglanz.

    Dort saß ein stolzer König, an Land und Siegen reich,
    Er saß auf seinem Throne so finster und so bleich;
    Denn was er sinnt, ist Schrecken, und waser blickt, ist Wut,
    Und was er spricht, ist Geißel, und was er schreibt, ist Blut.

    Einst zog nach diesem Schlosse ein edles Sängerpaar,
    Der ein' in goldnen Locken, der andre grau von Haar;
    Der Alte mit der Harfe, der saß auf schmuckem Roß,
    Es schritt ihm frisch zur Seite der blühende Genoß.

    Der Alte sprach zum Jungen: "Nun sei bereit, mein Sohn!
    Denk unsrer tiefsten Lieder, stimm an den vollsten Ton!
    Nimm alle Kraft zusammen, die Lust und auch den Schmerz,
    Es gilt uns heut, zu rühren des Königs steinern Herz."

    Schon stehn die beiden Sänger im hohen Säulensaal,
    Und auf dem Throne sitzen der König und sein Gemahl,
    Der König furchtbar prächtig wie blut'ger Nordlichtschein,
    Die Königin süß und milde, als blickte Vollmond drein.

    Da schlug der Greis die Saiten, er schlug sie wundervoll,
    Daß reicher, immer reicher der Klang zum Ohre schwoll;
    Dann strömte himmlisch helle des Jünglings Stimme vor,
    Des Alten Sang dazwischen wie dumpfer Geisterchor.

    Sie singen von Lenz und Liebe, von sel'ger goldner Zeit
    Von Freiheit, Männerwürde, von Treu' und Heiligkeit,
    Sie singen von allem Süßen, was Menschenbrust durchbebt,
    Sie singen von allem Hohen, was Menschenherz erhebt.

    Die Höflingsschar im Kreise verlernet jeden Spott,
    Des Königs trotz'ge Krieger, sie beugen sich vor Gott;
    Die Königin, zerflossen in Wehmut und in Lust,
    Sie wirft den Sängern nieder die Rose von ihrer Brust.

    "Ihr habt mein Volk verführet; verlockt ihr nun mein Weib?"
    Der König schreit es wütend, er bebt am ganzen Leib;
    Er wirft sein Schwert, das blitzend des Jünglings Brust durchdringt.
    Draus statt der goldnen Lieder ein Blutstrahl hoch aufspringt.

    Und wie vom Sturm zerstoben ist all der Hörer Schwarm.
    Der Jüngling hat verröchelt in seines Meisters Arm;
    Der schlägt um ihn den Mantel und setzt ihn auf das Roß,
    Er bind't ihn aufrecht feste, verläßt mit ihm das Schloß.

    Doch vor dem hohen Thore, da hält der Sängergreis,
    Da faßt er seine Harfe, sie, aller Harfen Preis,
    An einer Marmorsäule, da hat er sie zerschellt;
    Dann ruft er, daß es schaurig durch Schloß und Gärten gellt:

    "Weh euch, ihr stolzen Hallen! Nie töne süßer Klang
    Durch eure Räume wieder, nie Saite noch Gesang,
    Nein, Seufzer nur und Stöhnen und scheuer Sklavenschritt,
    Bis euch zu Schutt und Moder der Rachegeist zertritt!

    Weh euch, ihr duft'gen Gärten im holden Maienlicht!
    Euch zeig' ich dieses Toten entstelltes Angesicht,
    Daß ihr darob verdorret, daß jeder Quell versiegt,
    Daß ihr in künft'gen Tagen versteint, verödet liegt.

    Weh dir, verruchter Mörder! du Fluch des Sängertums!
    Umsonst sei all dein Ringen nach Kränzen blut'gen Ruhms!
    Dein Name sei vergessen, in ew'ge Nacht getaucht,
    Sei wie ein letztes Röcheln in leere Luft verhaucht!"

    Der Alte hat's gerufen, der Himmel hat's gehört,
    Die Mauern liegen nieder, die Hallen sind zerstört;
    Noch eine hohe Säule zeugt von verschwundner Pracht;
    Auch diese, schon geborsten, kann stürzen über Nacht.

    Und rings statt duft'ger Gärten ein ödes Heideland,
    Kein Baum verstreuet Schatten, kein Quell durchdringt den Sand,
    Des Königs Namen meldet kein Lied, kein Heldenbuch;
    Versunken und vergessen! das ist des Sängers Fluch!

    Ludwig Uhland, gest. 1862
    #114Author oopsy (491382) 08 Nov 13, 09:28
    Comment
    @113:
    Ich habe mit dem "Giftgas" auch darauf angespielt, dass man im Jahr 2001 nicht nach Babylon reisen konnte, weil die Gegend in der Folge des Irakkrieges so von amerikanischem Giftgas verseucht war, dass von seriösen Reiseveranstaltern keine Reisen in die "Wiege der Menschheit" angeboten wurden.
    (Außerdem hatten die amerikanischen und irakischen Soldaten anscheinend so wenig Ahnung davon, wo sie sich befanden, dass sie die ganze Gegend mit Unrat verschmutzt haben.)
    #115Author hannabi (554425) 08 Nov 13, 11:21
    Comment
    Ich möchte zu Belsazar die Vertonung durch Robert Schumann und den großartigen Dietrich Fischer-Dieskau hier hinzufügen:

    http://www.youtube.com/watch?v=gFrZHeWuwyg

    Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag!

    #116Author monika2505 (961170) 08 Nov 13, 12:22
    Comment
    Vielen Dank, Monika, für den "synästhetischen" Einbezug der Musik in unser Schlösser-Thema!

    Ich stelle ein weiteres Schloss aus meiner baden-württembergischen Heimat vor, das in Sigmaringen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der mittelalterl. Burgkern tritt nur schwach hervor. Das kräftige Bossenquaderwerk des Bergfrieds verweist ins 12. Jh., auch das Rundtor an der NO-Ecke. Weitere roman. Teile im N der heutigen Küche und vereinzelt in den Wehrmauern. Die Reste ermöglichen die Rekonstruktion einer stark befestigten Burganlage. Aus der nächsten Bauperiode, für die der Dillinger Meister Hans Alberthal gewonnen wurde, stammt die malerische Überbauung des W-Portals (unter Einbeziehung der beiden älteren Flankentürme), 1627-30:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Alberthals weitere Bautätigkeit verwandelte die Burg in ein repräsentatives Schloss.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Nach Brandlegung durch die Schweden 1633 betrieb man ausgedehnte Erneuerungen. Seit 1658 war Mich. Beer am Werk. Ihm gelang die stattliche, doch nicht besonders schmuckreiche Anlage, wie sie in gemalten und gestochenen Darstellungen (in den Schloss-Sammlungen) überliefert ist. - Rege Bautätigkeit folgte im 19. Jh. Sie erreichte nach dem Brand von 1893 ihren Höhepunkt unter Emanuel v. Seidl. Der alte Bestand wurde gründlich »romantisiert«.

    Der Innenhof: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Von hohem Wert ist die Einrichtung; zahlreiche bedeutende, doch nicht ortsgebundene Stücke aus älteren Kunstepochen wurden verwendet.

    http://www.schloss-sigmaringen.de/tl_files/uf...
    #117Author mars (236327) 09 Nov 13, 08:47
    Comment
    Servus Monika ! Herzlich willkommen im Kaffeehaus ! Vielen Dank für die Vertonung von Belsazar.


    OT: Edmond Locard (* 13. Dezember 1877 in Saint-Chamond (Loire); † 4. April 1966 in Lyon) war ein Pionier im Bereich der Forensik, der auch „Sherlock Holmes von Frankreich“ genannt wurde. Er formulierte das Grundprinzip der forensischen Wissenschaft – dass „jede Berührung eine Spur hinterlässt“. Dies wurde Locard’sche Regel oder auch Locard’sches Prinzip genannt. Edmond Locard hatte eine herausragende Rolle in der europäischen und weltweiten Entwicklung der Kriminalistik.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Edmond_Locard
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Edmond_Locard

    [meine Hervorhebungen]
    #118Author oopsy (491382) 10 Nov 13, 08:52
    Comment
    Schloss Neuenstein

    Die Wurzeln des heutigen Schlosses sind in einer staufischen Wasserburg des frühen 13. Jahrhunderts zu suchen. Sie stand auf einer Sandbank in einem Sumpfgebiet nahe einer alten Fernhandelsstraße, die vom Rhein über Wimpfen nach Osten zur Donau führte.

    Um 1230 war die Anlage im Besitz der Herren von Stein, deren Nachfahren sich später „von Neuenstein“ nannten, und kam um 1300 an die Grafen von Hohenlohe, welche die Burg als Wohnsitz nutzten. Nachdem die Anlage im 15. Jahrhundert schon erweitert worden war, ließ Graf Ludwig Casimir von Hohenlohe sie im 16. Jahrhundert von dem Heilbronner Baumeister Balthasar Wolff zu einem Schloss im Stil der Renaissance umgestalten. Der Ausbau dauerte bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts.

    Schloss Neuenstein, Westfassade im Spätsommer:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der rechteckige Binnenhofkomplex mit starken Ecktürmen, deren einer zum Bergfried ausgestaltet ist, bildet eine ebenso imposante wie malerische Baugruppe. Von besonderem Reiz sind die tempelartigen Bekrönungen der beiden Torflankentürme von 1565.

    Schloss Neuenstein, Südfassade im Winter, der jetzt ja auch bei uns Einzug hält:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Eine Brücke führt zum Eingangsportal, das mit den Wappen Ludwig Casimirs von Hohenlohe und seiner Frau Anna von Solms-Laubach geschmückt ist:

    http://www.leo-bw.de/media/lmz_bilddatenbank_...

    Quellen: Wikip. + Reclams Kunstführer Deutschland II

    #119Author mars (236327) 11 Nov 13, 10:04
    Comment
    Das Schloss Liebenstein südlich von Neckarwestheim im Landkreis Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg geht auf die mittelalterliche Burg der Herren von Liebenstein zurück, kam 1678 in den alleinigen Besitz von Württemberg und 1982 in den Besitz der Gemeinde Neckarwestheim.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die unregelmäßige Anlage aus dem 16.Jahrhundert hat ältere Teile in sich aufgenommen. Hier das Schlosstor vom Bergfried aus gesehen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Von besonderer Bedeutung ist die Schlosskapelle, 1590 entstanden, mit reich geschmücktem Renaissance-Giebel, stattlichen Türrahmungen und Fenstermaßwerk im Sinne nachempfundener Gotik:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Gewölbe des Schiffes ruhen auf zwei geschmückten Freisäulen. Das Ornamentale besteht aus Bandmotiven, Rollwerk, Masken und Diamantschnitten:

    http://www.neckarwestheim.de/uploads/pics/Sch...
    #121Author mars (236327) 12 Nov 13, 09:28
    Comment
    Nach Kafka (#87 ff), Heine (#109 ff) und Uhland (#114) ein weiteres "literarisches" Schloss:

    Das Schloss Boncourt

    Ich träum' als Kind mich zurücke,
    Und schütt'le mein greises Haupt;
    Wie sucht ihr mich heim, ihr Bilder,
    Die lang' ich vergessen geglaubt?

    Hoch ragt aus schatt'gen Gehegen
    Ein schimmerndes Schloß hervor,
    Ich kenne die Thürme, die Zinnen,
    Die steinerne Brücke, das Thor.

    Es schauen vom Wappenschilde
    Die Löwen so traulich mich an,
    Ich grüße die alten Bekannten,
    Und eile den Burghof hinan.

    Dort liegt die Sphinx am Brunnen,
    Dort grünt der Feigenbaum,
    Dort, hinter diesen Fenstern,
    Verträumt' ich den ersten Traum.

    Ich tret' in die Burgkapelle
    Und suche des Ahnherrn Grab,
    Dort ist's, dort hängt vom pfeiler
    Das alte Gewaffen herab.

    Noch lesen umflort die Augen
    Die Züge der Inschrift nicht,
    Wie hell durch die bunten Scheiben
    Das Licht darüber auch bricht.

    So stehst du, o Schloß meiner Väter,
    Mir treu und fest in dem Sinn,
    Und bist von der Erde verschwunden,
    Der Pflug geht über dich hin.

    Sei fruchtbar, o theurer Boden,
    Ich segne dich mild und gerührt,
    Und segn' ihn zwiefach, wer immer
    Den Pflug nun über dich führt.

    Ich aber will auf mich raffen,
    Mein Saitenspiel in der Hand,
    Die Weiten der Erde durchschweifen,
    Und singen von Land zu Land.


    Adelbert von Chamisso (1781 - 1838)
    #122Author mars (236327) 12 Nov 13, 13:34
    Comment
    @ Isabelle, allerherzlichsten Dank für Deinen Beitrag !

    @ Mars, auch Dir ein dickes Dankeschön !


    Le château de la Rochepot

    est un château fort de style néogothique-bourguignon du XIIIe siècle, remanié au XVe siècle, entièrement restauré au XIXe siècle, avec tuile vernissée de Bourgogne à La Rochepot en Côte-d'Or en Bourgogne.
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Château_de_la_R...

    Diese Schloss gefällt mir besonders gut, was bei seinem Dach ja nicht wirklich verwundert. Ich werde es sicher nochmals beim Thema Dächer erwähnen.

    Bilder 
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    #123Author oopsy (491382) 12 Nov 13, 18:36
    Comment
    @123 oopsy
    Das dritte Dachfoto von unten ist ja Spitzenklasse.
    #124Author hannabi (554425) 12 Nov 13, 19:04
    Comment
    Bad Mergentheim, Stadt an der Tauber im Nordosten Baden-Württembergs:

    Im Jahr 1219 schenkten die drei Brüder Heinrich, Andreas und Friedrich von Hohenlohe, von einem Kreuzzug zurückgekehrt, ihre Wasserburg und Besitzungen in Mergentheim dem neugegründeten Deutschen Orden. Die Burg entwickelte sich in der Folgezeit zur bevorzugten Residenz der Deutschmeister. Nach der Reformation wurde die Burg 1525 sogar der Hauptsitz der Hoch- und Deutschmeister und damit zur Zentrale des Deutschen Ordens. Hier wurden bedeutende Gäste wie der Kaiser und einflussreiche Fürsten empfangen.

    http://www.google.de/imgres?rlz=1C2FDUM_enDE4...

    Die Anlage des Schlosses zeigt noch heute Spuren der ursprünglichen mittelalterlichen Wasserburg: die ringförmige Anordnung der Gebäude, gekrümmte Mauern des Nordflügels, ebenso Bewehrungen und Wassergräben.

    http://www.trender.biz/bilder/links/schloss.JPG

    Mit der Funktion als Hauptsitz wurde die Burg Mitte des 16. Jahrhunderts immer mehr ausgebaut, und im Laufe der Zeit errichtete man eine repräsentative Renaissance-Anlage. Die berühmte Wendeltreppe des Baumeisters Blasius Berwart entstand. Hier die Wendeltreppe, Blick nach oben: 

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Seit 1626 schließt sich an den Kern der Schlossanlage das Äußere Schloss an. Dazu gehören unter anderem der Hauptportalbau, die Brücke über den Wehrgraben sowie das Kanzlei- und Archivgebäude. Im 18. Jahrhundert erfolgten umfangreiche Umbauten, die dem Schloss seine heutige Gestalt gaben.

    Klassizistische Hauptstiege nach Entwürfen von Hofrat Adam Stahl aus dem Jahr 1799:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Schlosskirche wurde unter Beteiligung von Balthasar Neumann erneuert, die prachtvolle Fürstenwohnung und der Kapitelsaal gebaut:

    http://img.oastatic.com/img/671/335/fit/76818...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Mergentheim
    #125Author mars (236327) 13 Nov 13, 09:28
    Comment
    Einen Beitrag zu eurem schönen Faden möchte ich auch liefern, indem ich euch ein feines Schloss aus Thüringen vorstelle:
     

    Schloss Friedenstein in Gotha, Thüringen

    http://www.flugmann.de/wp-content/gallery/son...
    http://www.tanne-finsterbergen.de/wp-content/...
    http://www.gotha.de/uploads/pics/Gotha-Schlos...
    http://www.staedte-fotos.de/bilder/landkreis-...

    Von einer Anhöhe guckt Schloss Friedenstein auf die Stadt Gotha herab.
    Am Anfang stand Ernst I., der Fromme, von Sachsen-Gotha, der 1640 Gotha erbte und auf den Ruinen der Burg Grimmenstein zwischen 1643 und 1656 sein Schloss Friedenstein errichten ließ. Der Name war am Ende des 30-jährigen Krieges Programm. Ernst baute ein „protestantisches Escorial“ (wie Reinhold Schneider später schrieb), begann mit der Schlosskirche und umgab das Schloss mit einer gewaltigen Befestigung, die erst 1780 zugunsten des Parks geschleift wurde. Lediglich die Kasematten sind erhalten und teilweise öffentlich zugänglich.

    Seine Nachfolger waren liberal und dem Fortschritt zugewandt wie er, sammelten Schätze und huldigten der Kunst und Wissenschaft. Im Wesentlichen blieb das Schloss-Ensemble über die Jahrhunderte hinweg unverändert und unversehrt und so kann man in Gotha heute die größte frühbarocke Schlossanlage Deutschlands bewundern, in der sich Archiv, Bibliothek, Prunkräume aus der Zeit um 1710 und Gemächer aus der Zeit des Klassizismus erhalten haben: Ein Höhepunkt ist das Ekhof-Theater mit seiner funktionierenden Bühnenmaschinerie von 1683, die heute noch im Rahmen des sommerlichen Ekhof-Festivals authentisch zu erleben ist.

    Thronsaal
    http://www.thueringen-tourismus.de/files/imag...

    Festsaal, Audienzsaal

    http://www.museumsverband-thueringen.de/typo3...
    http://cdn.fotocommunity.com/images/Schloesse...

    Kleine Bildergalerie
    http://www.google.de/imgres?sa=X&biw=1680&bih...

    Außerdem:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Friedenstein
    #126Author hannabi (554425) 13 Nov 13, 10:09
    Comment
    Merci beaucoup, hannabi, pour le château Friedenstein dont la taille est vraiment impressionnante !

    J'ai beaucoup aimé en particulier la 'petite galerie d'images' qui présente différentes vues du château.

    #127Author Isabelle. (609042) 13 Nov 13, 15:14
    Comment
    Ich möchte das schöne norddeutsche Schloss, das uns hannabi vorgestellt hat, durch weitere Schlösser aus Süddeutschland ergänzen. Ich habe dafür das baden-württembergwiche Ludwigsburg ausgewählt und beginne mit dem dortigen Residenzschloss:

    Das Residenzschloss in Ludwigsburg wurde zwischen 1704 und 1733 unter der Herrschaft von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg im Barockstil errichtet. Es ist eine der größten barocken Schlossanlagen Deutschlands.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    1709 begannen die Planungen für die Stadt Ludwigsburg als typische barocke Planstadt, die den absolutistischen Anspruch des Herzogs unterstreichen sollte. Ab 1718 wurde die Stadt westlich des Schlosses errichtet. Zeitweise war Ludwigsburg anstelle Stuttgarts die Residenz- und Hauptstadt des Herzogtums Württemberg.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss ist auf drei Seiten umgeben von einer großen Parkanlage. Zur 250-Jahr-Feier des Schlosses 1954 wurden diese Gärten teils in historischer, teils dem Barock frei nachempfundener Form angelegt. Seitdem ist die Gartenanlage mit dem dazugehörigen Märchengarten unter dem Namen „Blühendes Barock“ bekannt und beliebt als Ausflugsziel.

    http://www.google.de/imgres?rlz=1C2FDUM_enDE4...

    http://www.blueba.de/tl_files/blueba-bilder/E...

    Das Ensemble aus Gartenanlage, Residenzschloss und den umliegenden Lustschlössern macht Ludwigsburg zu einer überregionalen Touristenattraktion. Gärten, Architektur und originale Raumausstattungen zeigen mit Gestaltungsformen des Barock, Rokoko, Klassizismus und Empire die unterschiedlichen Auffassungen verschiedener Epochen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Residenzschloss_...

    Auf die "umliegenden Lustschlösser" werde ich in separaten Beiträgen eingehen.
    #128Author mars (236327) 14 Nov 13, 09:26
    Comment
    Hallo Ihr Lieben und vielen Dank für Euren Besuch und für Eure Beiträge !

    @ Hannabi, herzlichsten Dank für Schloss Friedenstein !


    Schloss Loumarin

    Diesem Schloss sind wird bereits in der Provence begegnet: related discussion: [fr-de] Le Tour de France des Léonides: La Provence - #66 # 66

    Ich möchte es noch ein bisschen detaillierter präsentieren:
    Seine Geschichte:
    Au XVe siècle, le château est reconstruit par Foulques d'Agoult sur les restes d'une ancienne forteresse du XIIe siècle. Il fut transformé et agrandi à plusieurs reprises. À partir de 1526 Louis d'Agoult-Montauban et Blanche de Lévis-Ventadour son épouse, font élever l'aile Renaissance.
    ...
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Château_de_Lourmarin

    Robert Laurent-Vibert, ein Kosmetikfabrikant aus Lyon, rettete das Schloss vor dem endgültigen Zerfall und ließ es ab 1920 durch den Architekten Henri Pacon restaurieren. 1925 verstarb Laurent-Vibert bei einem Autounfall. In seinem Testament vermachte er diesen Besitz der l'Académie des Sciences, Agriculture, Arts et Belles Lettres von Aix-en-Provence unter der Verpflichtung, den Besitz in eine Stiftung umzuwandeln, die junge Künstler fördert und Veranstaltungen durchführt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Lourmarin

    Bilder:

    http://www.chateau-fort-manoir-chateau.eu/cha...

    http://static.beglob.com//place/00iobB/000ECn...

    http://www.weloveprovence.fr/photos/provence/...

    Vielen Dank Isabelle für Dein Inhaltsverzeichnis zur Provence. So konnte ich Loumarin sekundenschnell finden.
    #129Author oopsy (491382) 14 Nov 13, 18:09
    Comment
    Wie schön, oopsy, dass du das Schloss aus der Provence in unsere Schlösser-Serie einbezogen hast! Ich selbst bleibe, wie in #128 angekündigt, in der Ludwigsburger Gegend:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss Favorite bei Ludwigsburg wurde in den Jahren 1717–1723 von Herzog Eberhard Ludwig nach den Entwürfen des Hofbaumeisters Donato Giuseppe Frisoni im Barockstil erbaut.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Es war bereits bei der Planung als reines Jagdschloss und sommerliche Villa ausgelegt worden mit schönem Ausblick auf das Residenzschloss Ludwigsburg.

    1748 diente das Schloss als Kulisse für ein prächtiges Feuerwerk bei der Hochzeit Herzog Carl Eugens mit Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Bayreuth.
    König Friedrich I. ließ ab 1806 den Schlosspark in einen Tiergarten mit Wild, Gemsen und Hirschen verwandeln.

    Eine Allee durch den Favoritenpark: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Architekt Nikolaus Friedrich von Thouret renovierte das Innere des Schlösschens im klassizistischen Stil. Im 20. Jahrhundert geriet das Schloss in Vergessenheit und war in schlechtem Bauzustand, bis es ab ca. 1980 grundlegend restauriert und mit wertvollen Möbeln ausgestattet wurde. Seit 1983 ist Schloss Favorite wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Es zählt zu den landeseigenen Monumenten und wird von der Einrichtung "Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg" betreut.

    Das Schloss wurde seit 1987 durch die Fernsehsendung 'Nachtcafé' mit Wieland Backes des Südwestrundfunks Stuttgart bundesweit bekannt. Die Talkshow wird jeweils donnerstags aufgezeichnet und freitagabends im SWR ausgestrahlt:

    http://www.fuers-laendle.de/wp-content/upload...

    Am Anfang des folgenden Videos ist das Schloss besonders gut zu sehen:

    http://www.youtube.com/watch?v=lah0kjnLLpI


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Favorite...

    #130Author mars (236327) 15 Nov 13, 10:44
    Comment
    Nun zum dritten Ludwigsburger Schloss:

    Monrepos (frz. „meine Ruhe“, „meine Erholung“) ist ein Seeschloss , das durch Alleen mit dem Residenzschloss Ludwigsburg und dem Lustschloss Favorite verbunden ist.

    Schon seit dem 16. Jahrhundert hielten sich die Herzöge von Württemberg gerne am Eglosheimer See zur Jagd auf. Herzog Eberhard Ludwig ließ 1714 am nördlichen Ufer einen achteckigen Pavillon, das „Seehäuslein“ errichten. Unter Herzog Carl Eugen wurde das gesamte Gelände in barocken Formen gestaltet. Seit 1755 schuf man einen rechteckigen See mit geraden Ufern. Wenige Jahre danach beauftragte der Herzog seinen Architekten Philippe de La Guêpière mit der Planung eines barocken Lustschlosses. Die Bauarbeiten begannen 1760, kamen aber nach vier Jahren zum Erliegen. Erst Herzog Friedrich I. (seit 1803 Kurfürst, seit 1806 König) interessierte sich wieder für das halb verfallene Schlösschen. Baumeister Nikolaus Friedrich von Thouret plante eine Umgestaltung im klassizistischen Stil und ließ den Seegarten im englischen Landschaftsstil umgestalten.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die rechteckige Form wurde aufgegeben, im See schüttete man künstliche Inseln auf und errichtete darauf verschiedene Bauten. So verlegte man die Kapelle von Hohenheim auf eine der Inseln, während auf der anderen ein Amortempel stand. Gleichzeitig wurde der Schlossbau nach den Plänen Thourets im Jahr 1804 ausgeführt. Zum Seeschloss gehörten eine Meierei, also ein landwirtschaftliches Gut, und ein großer Tierpark. Nach dem Befehl des Kurfürsten erhielt das Seeschloss 1804 den Namen Monrepos.

    Die hintere Seite des Schlosses:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Ruine der Kapelle:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Heute dient der Seegarten als Naherholungsgebiet für den Großraum Ludwigsburg, während das Schloss selbst zwar vermietet wird, aber nicht besichtigt werden kann. Ich habe es im Rahmen einer Hochzeitsfeier kennen gelernt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Seeschloss_Monrepos
    #131Author mars (236327) 16 Nov 13, 09:30
    Comment
    @129: Lourmarin
    hat mich ziemlich enttäuscht, aber vielleicht waren auch die Erwartungen zu hoch. Extra dorthin gefahren, weil es Camus' letzte Adresse war, sind wir ausgiebig zum und um das Schloss gestapft in der Überzeugung, dass der Friedhof ja irgendwo zu finden sein müsse, aber das war Fehlanzeige. En revanche war Kirmes im Dorf mit vielen Würstchen- und Schießständen - so kurz war nur ganz selten mal ein Aufenthalt in einem provenzalischen Dorf. Auf dem Pétanque-Gelände haben wir noch eine Weile zugeguckt.
    #132Author hannabi (554425) 16 Nov 13, 17:50
    Comment
    Schloss im Herbst

    Durch düstre Turmkronen wo vom Gemäuer
    Sand hinstiebt und große schwarze Vögel
    gespenstisch rauschend durch morsche Luken flattern
    läuft der Sturm in Nächten wenn der rote Vollmond
    funkelnd zwischen grauen Wolken liegt
    stöhnt und läuft durch weite öde Säle
    wo aus verwitterten Wänden dunkle Bilder
    trüb herschimmern in vergilbten goldnen Rahmen
    über dämmrig schauernde lange Korridore
    bleiche Gänge steile Stufen
    in den Park der wie smaragdene Brandung
    an die Mauern drängt purpurumraschelt
    vom Prunkgewand des Herbstes und der rote Mond
    webt seltsam um das glühe Laub der Eschen und
    der Schlinggewächse die die alten tiefen Brunnen
    umsponnen halten deren Rauschen
    lange starb in einer schwülen Sommernacht.

    Ernst Stadler (1883-1914)

    #133Author mars (236327) 17 Nov 13, 09:31
    Comment
    Schönen Sonntag allerseits !

    @ Hannabi, vielen Dank für Deine "erlebte" Erklärung zu Lourmarin.

    @ Mars, vielen Dank für Monrepos, Schloss Favorite und das Schloss im Herbst.


    Die Rosenburg 

    ist ein Renaissanceschloss im Kamptal im niederösterreichischen Ort Rosenburg der Gemeinde Rosenburg-Mold. Es ging aus einer um 1150 errichteten Burg hervor, die im 16. Jahrhundert zu einem Schloss umgestaltet wurde. Dieses ist seit 1681 im Besitz der Familie Hoyos-Sprinzenstein.

    http://www.wandern.com/uploads/tx_housing/Ros...

    1920 gab die Gemeinde Rosenburg eine Notgeld-Serie (10, 20 und 50 Heller) mit der Darstellung der Rosenburg von Westen heraus. Auf dem 8-Groschen-Wert der 1934 von der Österreichischen Postverwaltung herausgegebenen Briefmarken-Dauerserie ("Erste Trachtenserie") ist die Rosenburg abgebildet.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Heute sind in dem Komplex ein Burgmuseum, eine Schlossgaststätte und eine historische Falknerei untergebracht. Auf einer Freilichtbühne neben dem Schloss finden seit 2004 jährlich Theateraufführungen statt.

    Weiter Bilder:
    http://img.fotocommunity.com/images/Oesterrei...

    http://www.events.at/static/binaries/thn/116/...

    https://encrypted-tbn3.gstatic.com/images?q=t...

    Bilder von der Vogelschau:
    http://www.rtk.at/uploads/blog_gallery/136912...

    http://www.holidaycheck.at/data/urlaubsbilder...

    #134Author oopsy (491382) 17 Nov 13, 10:50
    Comment
    Das Schloss Rheydt ist das besterhaltene Renaissance-Schloss am Niederrhein und neben dem Münster und der Neuwerker Klosterkirche das bedeutendste Baudenkmal Mönchengladbachs im gleichnamigen Stadtteil.

    http://www.google.de/imgres?sa=X&rlz=1C2FDUM_...

    Das heutige Aussehen der dreiteiligen Anlage (Torburg, Vorburg, Haupthaus) geht im Wesentlichen auf Baumaßnahmen aus den Jahren 1558–1570 zurück. Der damalige Schlossherr Otto von Bylandt hatte Maximilian Pasqualini (1534–1572), Sohn des italienischen Baumeisters Alessandro Pasqualini, damit betraut. Ähnlich der von seinem Vater entworfenen Zitadelle Jülich errichtete er eine Wallanlage mit Torburg, Bastionen und Kasematten, die von einem durch die Niers gespeisten äußeren Wassergraben umgeben war. Nach innen folgt ein zweiter, innerer Wassergraben, der Vorburg und Haupthaus umgab.

    Hier ein Modell: http://www.burgenwelt.de/rheydt/ansi.jpg

    Und hier die Rückseite des Schlosses nach Norden hin mit Arcardengang und Terrasse vom Kasemattenwall ausgesehen:

    http://www.staedte-fotos.de/1024/rueckseite-n...

    Dieses Herrenhaus gestaltete Pasqualini als repräsentatives Wohngebäude im Stil der italienischen Renaissance mit niederländischen Einflüssen, wie sich noch heute am Figurenschmuck der Fassade und der Inneneinrichtung mit Kaminen, Fliesen, Wand- und Deckenmalereien zeigt.

    Herrenhaus mit Loggia: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://www.google.de/imgres?sa=X&rlz=1C2FDUM_...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Rheydt
    #135Author mars (236327) 18 Nov 13, 09:06
    Comment
    Schloss Weißenstein in Pommersfelden bei Bamberg wurde zwischen 1711 und 1718 unter Lothar Franz von Schönborn, dem Bamberger Fürstbischof und Kurfürst von Mainz, als Gründungsbau des fränkischen Barocks erbaut.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss diente Kurfürst Lothar Franz von Schönborn als private Sommerresidenz und ist bis heute im Besitz der Familie Schönborn. Es kann von Anfang April bis Ende Oktober besichtigt werden.

    http://www.google.de/imgres?sa=X&rlz=1C2FDUM_...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Besonders sehenswert ist das Treppenhaus mit seinem Deckenfresko von Johann Rudolf Byss. Es entstand 1715–1719 und diente Balthasar Neumann bei der Konzeption des Treppenhauses in der Würzburger Residenz als Vorbild:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Gartensaal des Hauses, die Sala terrena, ist aufwendig als eine Muschelgrotte ausgestaltet und darf als eines der wenigen erhaltenen Beispiele von Grottenarchitektur in Deutschland gelten:

    http://www.projekte.kunstgeschichte.uni-muenc...


    #136Author mars (236327) 19 Nov 13, 07:37
    Comment
    #137Author Clélia (601872) 19 Nov 13, 09:40
    Comment
    @ Mars, vielen Dank für Schloss Rheydt. Was für ein Kleinod ! Ebenso danke ich Dir für Schloss Weißenstein.

    @ Clélia, herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Der deutschen Wiki ist zu diesen Gärten zu entnehmen: Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich ist eine europaweit bedeutende Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt, bestehend aus mehreren Bauten und Landschaftsparks nach englischem Vorbild.
    Das Gartenreich umfasst heute eine Fläche von 142 km² entlang der Elbe im Biosphärenreservat Mittelelbe.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dessau-Wörlitze...


    Le château de Val 

    est un château français du XIIIe siècle situé en Artense, sur la commune de Lanobre (Cantal).

    Das Schloss war in den folgenden Filmen zu sehen:

    En 1960, une scène du film Le Capitan de André Hunebelle avec Jean Marais et Bourvil a été tournée dans ce château. Pour ce film il est nommé château de Clairefont et sert de prison où est enfermée Gisèle d'Angoulême. Il s'agit de la scène connue de l'escalade et du poignard qui se casse1.

    En 1970, le château de Val est le château de Morgan Le Fay dans le film Morgane et ses nymphes de Bruno Gantillon.

    En 1984, des scènes du film Frankenstein 90 d'Alain Jessua avec Jean Rochefort et Eddy Mitchell ont été tournées autour du château.

    Bilder:

    http://www.survoldefrance.fr/photos/highdef/1...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://www.castles.francethisway.com/images/c...

    http://imworld.aufeminin.com/destination/user...

    Als Miniatur: http://103ginette.free.fr/images/saison_2002/...


    Die Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Val
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Château_de_Val
    #138Author oopsy (491382) 20 Nov 13, 09:02
    Comment
    Oopsy, du hast uns ja ein originelles, wunderschönes Wasserschloss vorgestellt! Da fiel mir Uhlands Gedicht ein, der sogar ein Schloss am Meer zum Thema machte:

    Das Schloß am Meere

    Hast du das Schloß gesehen,
    Das hohe Schloß am Meer?
    Goldig und rosig wehen
    Die Rosen drüber her.

    Es möchte sich drüber neigen
    In die spiegelklare Flut;
    Es möchte streben und steigen
    In der Abendwolken Glut.

    "Wohl hab' ich es gesehen,
    Das hohe Schloß am Meer,
    Und den Mond darüber stehen
    Und Nebel weit umher."

    Der Wind und des Meeres Wallen,
    Gaben sie frischen Klang?
    Vernahmst du aus den Hallen
    Saiten und Festgesang?

    "Die Winde, die Wogen alle
    Lagen in tiefer Ruh,
    Einem Klagelied aus der Halle
    Hört' ich mit Tränen zu."

    Sahest du oben gehen
    Den König und sein Gemahl?
    Der roten Mäntel Wehen?
    Der goldnen Kronen Strahl?

    Führten sie nicht mit Wonne
    Eine schöne Jungfrau dar,
    Herrlich wie eine Sonne
    Strahlend im goldnen Haar?

    "Wohl sah ich die Eltern beide,
    Ohne der Kronen Licht,
    Im schwarzen Trauerkleide;
    Die Jungfrau sah ich nicht."


    Ludwig Uhland († 1862 in Tübingen)
    #139Author mars (236327) 20 Nov 13, 16:38
    Comment
    Ein kleiner Nachtrag zu # 137
    Der Park ist zu Fuß und auch mit dem Boot bei Kaffee und Kuchen zu erkunden. Wenn man Glück hat, dann hat ein Jemand irgendwo im Park auf einem besonders heimeligen Fleckchen eine kleine Gruppe von Musikern versteckt, die den überraschten Besuchern Händel, Mozart oder Schubert zu Gehör bringen. Mir ist dabei eine Gänsehaut gewachsen! Magdeburg, Dessau, Cottbus, Görlitz, Bautzen neben Dresden und Weimar sind für uns immer ein Erlebnis. Wunderbare Urlaubsziele in Deutschland

    !http://www.gartenreich.com/de/besuchen/schloe...
    #140Author Schmuckmeier (814719) 20 Nov 13, 20:03
    Comment
    Heute möchte ich ein Bauwerk vorstellen, das für mich eine frappierende Synthese aus Burg, Festung und Schloss ist, nämlich die Plassenburg , eine über der Stadt Kulmbach (Bayern) gelegene Burganlage. Zunächst will ich zeigen, wie man sie vom gegenüberliegenden Rehberg aus sieht: eine wahre Festung!

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Um 1530 begann Markgraf Georg der Fromme zu Brandenburg mit dem Ausbau der früheren Plassenburg zur Festung. In rund zehn Jahren Bauzeit entstanden drei mächtige Geschützrondelle, unter denen die „Hohe Bastei“ ihresgleichen im deutschen Sprachraum suchte.
    Nachdem Markgraf Albrecht Alcibiades zu Brandenburg 1541 die Regierung im Fürstentum Brandenburg-Kulmbach übernommen hatte, änderte sich die Ausbauplanung der Plassenburg. Um 1550 beschäftigte der Markgraf einen italienischen Baumeister mit 150 italienischen Maurern, die ihm drei moderne italienische Bastionen in die Gräben der Plassenburg bauten. Die folgende Aufnahme aus der Vogelperspektive zeigt das deutlich:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    So gerüstet widerstand die Plassenburg der siebenmonatigen Belagerung im Bundesständischen Krieg (Zweiter Markgrafenkrieg, Belagerung von Kulmbach und der Plassenburg), die am 21. Juni 1554 mit der Kapitulation der Festung endete. Vier Monate nach der Übergabe der Festung – am 21. Oktober 1554 – begannen die Bundesstände mit der Zerstörung der Plassenburg: Die Festungsanlagen wurden gesprengt oder mit der „Nürnberger Schraube“ bearbeitet, die Gebäude angezündet.

    Nach Notsicherungsmaßnahmen im Jahr 1557 ließ Markgraf Georg Friedrich d. Ä. zu Brandenburg unter der Leitung des Amberger Baumeisters Georg Beck mit dem Wiederaufbau der Plassenburg beginnen. Die Pläne für die Renaissance-Architektur, welche die Plassenburg bis heute auszeichnet, stammten jedoch von Caspar Vischer, den Markgraf Georg Friedrich als leitenden Architekten für den Wiederaufbau der Plassenburg verpflichtete. Um 1575 waren die Wohngebäude um den „Schönen Hof“ schon weitgehend fertig gestellt. An den Festungswerken wurde bis 1607 weiter gearbeitet. Obwohl Markgraf Georg Friedrich meist in Ansbach residierte und auch das Alte Schloss in Bayreuth im Renaissance-Stil neu errichten ließ, erstand auch die Plassenburg als befestigtes Schloss wieder.

    Blick aus den Arkaden in den Innenhof der Burg, die ich jetzt eher als Schloss bezeichnen möchte:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://www.holidaycheck.de/data/urlaubsbilder...
    http://www.motion-kommunikation.de/wp-content...

    Mein Guide Michelin schreibt deshalb völlig zu Recht: „Le château de Plassenburg oppose la rudesse de ses bâtiments au raffinement de sa cour Renaissance, entourée sur trois côtés de galeries superposées. 


    Auf der Plassenburg befindet sich ein Zinnfigurenmuseum, das mit über 300.000 Figuren als das größte der Welt gilt. Der Besucher erlebt Szenen aus dem Alltag in der Steinzeit, nimmt teil an antiken Jagden, trifft Römer und Germanen, Ritter und Landsknechte. Auf 5 Etagen kann man auf anschauliche Art und Weise die Vergangenheit bis hin zur Gegenwart in Miniaturformat erkunden.

    http://plassenburg.byseum.de/de/die-museen/de...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Plassenburg
    #141Author mars (236327) 21 Nov 13, 09:39
    Comment
    140 : merci, Schmuckmeier : J'espère que j'aurai un jour l'occasion de voir ces jardins !

    une vidéo très bien faite :
    http://www.youtube.com/watch?v=-154XCRvbsI

    #142Author Clélia (601872) 21 Nov 13, 09:47
    Comment
    @137 + 138:
    Und man ist gleich in Dessau: Bauhaus in Reinkultur.

    Guckt mal hier:
    http://www.bauhaus-dessau.de/deutsch/start.html
    #143Author hannabi (554425) 21 Nov 13, 14:21
    Comment
    Das Celler Schloss

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    http://www.bad-bevensen-tourismus.de/uploads/...


    Das Celler Schloss (1292) mit dem Residenzmuseum ist eines der schönsten Welfenschlösser Deutschlands. Lebendige Hofgeschichten werden zum Leben erweckt: Celle als barocke Residenz, Exil der dänischen Königin Caroline Mathilde, Sommersitz der Könige von Hannover im 19. Jahrhundert. Die barocken Staatsgemächer locken mit prächtigen Stuckdecken italienischer Meister, weitere eindrucksvolle Schlossräume präsentieren Herrscher der Celler Linie, aus der einst Könige von Preußen und Großbritannien hervorgingen. Der „Königssaal“ beeindruckt mit imposanten Bildern und ausgewählten Kostbarkeiten aus der Zeit der hannoversch-britischen Personalunion und des Königsreichs Hannover im 18. und 19. Jahrhundert.
    Das Schlosstheater ist das älteste ständig bespielte Barocktheater Deutschlands.
    Beachtenswert ist die Schlosskapelle von 1485 mit einer Renaissance- Inneneinrichtung aus dem Jahre 1565 und der Bildfolge aus über 70 Bildern dieser Zeit.
    http://www.reiseland-niedersachsen.de/celler-...

    Schlosskapelle
    http://static.panoramio.com/photos/original/5...

    Räume
    http://www.cellecity.de/assets/inside_images/...
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Schlosstheater
    http://www.google.de/imgres?start=184&sa=X&bi...
    #144Author hannabi (554425) 21 Nov 13, 14:33
    Comment
    # 143
    Jawohl, Hannabi!
    Wir hatten unsere Fahrräder dabei. So konnten wir alle Objekte, die zum 'Bauhaus' und Walter Gropius gehören, bequem erreichen. Kurt Weil, geboren in Dessau und den Großvater von Mendelsson-Bartholdi, der dort lebte, möchte ich noch erwähnen.
    #145Author Schmuckmeier (814719) 21 Nov 13, 19:55
    Comment
    143 : intéressant, merci hannabi
    #146Author Clélia (601872) 22 Nov 13, 07:53
    Comment
    Auch ich möchte dir, hannabi, danken für die Präsentation des Schlosses in Celle. Als wir einmal vom Harz aus nach Worpswede fuhren, machten wir auf Rat unseres Sohnes hin einen Umweg über Celle und habe es nicht bereut. Die Führung im Schloss war auch historisch sehr interessant, der Bau selbst, ebenso wie das Alte Rathaus, wunderschön. Bewundert habe wir auch das im wahrsten Sinn des Wortes sprudelnde Leben und die Fachwerkhäuser in der Innenstadt.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Natürlich haben wir uns auch den "Französischen Garten" nicht entgehen lassen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Er heißt wohl so, weil ab 1670 der französische Gärtner Henri Péronnet mit der Gestaltung der Anlage beauftragt war. Von 1690–1701 war René Dahuron, ebenfalls ein Franzose, verantwortlich. Ab 1713 war der Gartenkünstler Ernst August Charbonnier für den Französischen Garten angestellt.

    #147Author mars (236327) 22 Nov 13, 09:20
    Comment
    Ich bleibe jetzt in Baden-Württemberg und stelle das Mannheimer Schloss vor:

    Schloss Mannheim wurde unter der Regentschaft der Kurfürsten Karl Philipp und Karl Theodor in drei Bauperioden zwischen 1720 und 1760 in Mannheim erbaut und war Residenz der Kurfürsten von der Pfalz von 1720 bis 1777.

    Hier erst einmal ein 180° Panorama: Ehrenhof des Schlosses:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das im Barock-Stil errichtete Schloss besteht aus mehreren Flügeln: dem Ostflügel, dem Ehrenhof-Ost, dem Mittelbau, dem Ehrenhof-West, dem Süd- und dem Westflügel. Außerdem ist eine Schlosskirche und die Schlossbibliothek in das Gebäude integriert. Die langgestreckten Fassaden haben zumeist drei Stockwerke, die in den Bau eingefügten vierstöckigen Pavillons lockern die Strenge der rechtwinkligen Architektur auf. Der Hauptbau und der Mittelpavillon sind jeweils einen Stock höher. Die historische Innenausstattung, besonders des Hauptgeschosses, war ein Gesamtkunstwerk von europäischem Rang.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die weitläufige Anlage gehört mit ihrer Länge von fast 450 Metern und einer umbauten Fläche von sechs Hektar zu den größten Schlössern Europas. Das Mannheimer Schloss ist der zweitgrößte Barockschlosskomplex Europas, nach Schloss Versailles. Beim Bau wurde darauf geachtet, dass es exakt ein Fenster mehr besitzt als Versailles. Dies sollte u.a. die bedeutende Stellung der Kurfürsten bei Rhein repräsentieren, die sie im Heiligen Römischen Reich einnahmen.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Vom Schloss ausgehend und auf dieses hin ausgerichtet sind die so genannten Mannheimer Quadrate, die Einteilung der Innenstadt nach Häuserblöcken statt nach Straßenzügen. Am gesamten Schloss ist das rechtwinklige, gleichmäßige Bauprinzip der Quadratestadt architektonisch aufgegriffen. Dem mittleren Baukomplex sind zu beiden Seiten im rechten Winkel langgestreckte Flügel angefügt, deren Hauptfront parallel zu den gegenüberliegenden Stadtquadraten verläuft.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Von den Raumausstattungen der Vorkriegszeit ist allein die Kabinettsbibliothek der Kurfürstin weitgehend erhalten. Im Mittelbau wurden um 1960 einige Räume (u.a. Treppenhaus, Rittersaal, Trabantensaal) rekonstruiert. Die anderen Gebäudeteile beherbergen heute einen Teil der Universitätsverwaltung und der Universitätsbibliothek, aber auch Vorlesungssäle und Seminarräume der Universität Mannheim. Dort wurden im Dezember 2008 35 Hinweistafeln zur ehemaligen Raumnutzung universitärer Räume zur Zeit Carl-Theodors angebracht.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Mannheim
     
    #148Author mars (236327) 22 Nov 13, 16:07
    Comment
    Liebe Kaffeehausbesucher ! Erst einmal vielen Dank für Euren Besuch, aber vor allem für Eure interessanten und informativen Beiträge.
    Darf ich Euch endlich wieder einen Verlängerten, eine Melange servieren ?
    http://www.philodex.com/pix/kafpics/verlaenge...

    @ Hannabi - dankeschön für Schloss Celle !
    @ Schmuckmeier - vielen Dank für Deine wertvollen Ergänzungen !
    @ Mars - danke für die Plassenburg !



    Le château de La Brède 

    est situé dans la commune de La Brède, dans le département français de la Gironde. L'écrivain et penseur Montesquieu naquit en ces lieux en 1689 et y rédigea la majeure partie de son œuvre. L'ensemble du domaine est classé monument historique le 7 mai 2008.

    Ein kurzer Blick auf die Geschichte des Schlosses: Construit à partir du XIVe siècle, le château de La Brède est à l'origine un château fort de style gothique, entouré de douves en eau et pourvu d'un système défensif. Ce château a appartenu à la même famille, celle de Montesquieu, entre le 10e siècle et l'année 2004. Depuis, le château est la propriété d'une fondation privée.
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Château_de_La_Brède
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_La_Brède

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    Vergleicht man die beiden Ansichten, fällt es schwer zu glauben, dass das ein Schloss ist.

    http://www.chateaulabrede.com/img/template/ch...

    http://www.bookine.net/labrede2.jpg

    http://france.jeditoo.com/Aquitaine/picts/gir...

    Untrennbar mit dem Schloss verbunden: Montesquieu: http://www.bookine.net/montesquieubiographie.htm
    #149Author oopsy (491382) 22 Nov 13, 16:19
    Comment
    Das Bergschloß

    Da droben auf jenem Berge,
    Da steht ein altes Schloß,
    Wo hinter Toren und Türen
    Sonst lauerten Ritter und Roß.

    Verbrannt sind Türen und Tore
    Und überall ist es so still;
    Das alte, verfallne Gemäuer
    Durchklettr‘ ich, wie ich nur will.

    Hierneben lag ein Keller,
    So voll von köstlichem Wein;
    Nun steiget nicht mehr mit Krügen
    Die Kellnerin heiter hinein.

    Sie setzt den Gästen im Saale
    Nicht mehr die Becher umher,
    Sie füllt zum heiligen Mahle
    Dem Pfaffen das Fläschchen nicht mehr.

    Sie reicht dem lüsternen Knappen
    Nicht mehr auf dem Gange den Trank,
    Und nimmt für flüchtige Gabe
    Nicht mehr den flüchtigen Dank.

    Denn alle Balken und Decken,
    Sie sind schon lange verbrannt,
    Und Trepp‘ und Gang und Kapelle
    In Schutt und Trümmer verwandt.

    Doch als mit Zither und Flasche
    Nach diesen felsigen Höhn
    Ich an dem heitersten Tage
    Mein Liebchen steigen gesehn:

    Da drängte sich frohes Behagen
    Hervor aus verödeter Ruh‘,
    Da ging‘s wie in alten Tagen
    Recht feierlich wieder zu;

    Als wären für stattliche Gäste
    Die weitesten Räume bereit,
    Als käm‘ ein Pärchen gegangen
    Aus jener tüchtigen Zeit;

    Als stünd‘ in seiner Kapelle
    Der würdige Pfaffe schon da
    Und fragte: Wollt ihr einander?
    Wir aber lächelten: Ja!

    Und tief bewegten Gesänge
    Des Herzens innigsten Grund;
    Es zeugte statt der Menge
    Der Echo schallender Mund.

    Und als sich gegen den Abend
    Im stillen alles verlor,
    Da blickte die glühende Sonne
    Zum schroffen Gipfel hervor.

    Und Knapp und Kellnerin glänzen
    Als Herren weit und breit;
    Sie nimmt sich zum Kredenzen
    Und er zum Danke sich Zeit


    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


    #150Author mars (236327) 23 Nov 13, 10:10
    Comment
    Merci, oopsy : encore plusieurs images de ce château ravissant que j'ai vu il y a longtemps :

    http://maisonsecrivains.canalblog.com/archive...
    #151Author Clélia (601872) 23 Nov 13, 10:22
    Comment
    Veitshöchheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und liegt am Main. Die Anfänge des dortigen Schlosses werden im Erdgeschoss bezeugt, wo 1680–82 eine Halle mit fünf Arkadenbögen der Fürstbischöfe von Würzburg erhalten ist. Sie diente als Schutz nach der Jagd. Der heute zweigeschossige Bau trägt auch noch die vier Erkerrisalite des älteren Gebäudes. Am Bau waren vermutlich der Architekt Antonio Petrini sowie sicher der Werkmeister Heinrich Zimmer beteiligt. Später erfolgte eine Erweiterung um zwei Fensterachsen und um ein repräsentatives Obergeschoss, die von vier Ecktürmchen begrenzt wurden.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    1753 gab Balthasar Neumann dem Bauwerk sein heutiges Aussehen: Er baute seitliche Pavillons an, überwölbte das Ganze mit dem markanten schwungvollen Dach und fügte im Innern eine repräsentative Treppe ein:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Um das ganze Schloss verläuft eine mit Vasen und Puttengruppen von Johann Peter Wagner geschmückte Balustrade.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Aus barocker Zeit stammen sämtliche Fußböden; auch Teile der barocken Innenausstattung sind erhalten. In allen Räumen befindet sich noch der originale Stuck von Antonio Giuseppe Bossi.

    http://www.schloesser.bayern.de/bilder/schlos...

    Die seidenen Wandbespannungen wurden größtenteils in Lyon nach originalen Mustern rekonstruiert, nur im Wohnzimmer hängt noch die originale Wandbespannung in der seltenen Ikat-Technik.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Veitsh%C...

    Sehr bemerkenswert ist gerade für Freunde schöner Parkanlagen der Hofgarten:

    http://www.schloesser.bayern.de/deutsch/garte...

    #152Author mars (236327) 24 Nov 13, 10:26
    Comment
    Dornburger Schlösser

    In unterschiedlichen Epochen entstanden sind die Dornburger Schlösser eng mit dem Wirken Goethes verbunden. Der Dichter mochte die Dornburger Schlösser und ihre Gärten sehr, war hier häufig zu Gast, nutzte sie zur Erholung und zur Arbeit, zeichnete sie und schwärmte von ihnen in Gedichten und zahlreichen Briefen.


    Früh, wenn Tal, Gebirg und Garten
    Nebelschleiern sich enthüllen,
    Und dem sehnlichsten Erwarten
    Blumenkelche bunt sich füllen,
    Wenn der Äther, Wolken tragend,
    Mit dem klaren Tage streitet,
    Und ein Ostwind, sie verjagend,
    Blaue Sonnenbahn bereitet,
    Dankst du dann, am Blick dich weidend,
    Reiner Brust der Großen, Holden,
    Wird die Sonne, rötlich scheidend,
    Rings den Horizont vergolden.

    Dornburger Gedichte, September 1828
    http://www.buecher-wiki.at/index.php/BuecherW...

    Das Ensemble der drei Dornburger Schlösser liegt am Rand eines Muschelkalkfelsenplateaus über der Saale in Dornburg-Camburg, nördlich von Jena im Bundesland Thüringen. Seit dem 12. Dezember 2008 befinden sich alle drei Schlösser im Eigentum der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dornburger_Schlösser

    Bilder: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das alte Schloss: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Rokokoschloss: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Renaissanceschloss: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    #153Author oopsy (491382) 25 Nov 13, 09:09
    Comment
    Schloss Esterházy in Fertöd

    liegt in West-Ungarn. Es zählt zu den größten und schönsten Rokokoschlössern Ungarns und ist Teil des Weltkulturerbes.

    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fertod...
    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Esterh...
    http://www.urlaubplanen.org/fotos/europa/unga...


    Schloss Esterházy wurde von Fürst Nikolaus I. ausgebaut, nachdem es zu Beginn des 18. Jahrhunderts von Michael Fürst Esterházy zunächst als kleineres Jagdschloss errichtet worden war. Nach einem Besuch im Schloss Versailles bei Paris 1764 beauftragte Fürst Nikolaus die Wiener Hofbaumeister Mödlhammer und Hefele mit dem Umbau, der 46 Jahre dauerte. Das Repräsentationsbedürfnis der Fürstenfamilie drückte sich in der sehr selbstbewussten Architektur ebenso aus wie in der Raumgestaltung des Schlosses. Ähnlichkeiten mit der kaiserlichen Sommerresidenz Schloss Schönbrunn sind kein Zufall, z. B. die ähnlichen Mittelstiegen zum Hauptgeschoss im Haupttrakt.

    Hier lebte Joseph Haydn einige Zeit. Im Konzertsaal des Schlosses wurde u. a. seine Abschiedssymphonie uraufgeführt, bei der die Orchestermusiker, deren Part zu Ende ist, die Bühne verlassen, bis nur mehr einer zu Ende spielt.

    An Schloss Esterhazy lässt sich gut demonstrieren, wie weit die Kunst der musikalischen und der Raumakustik bereits von Haydn beherrscht wurde. Lasst mich hier aus meiner übersetzerischen Erfahrung berichten: Haydn, der viele seiner Werke als Auftragsmusiken schrieb, ermittelte die für ihn wichtigen physikalischen Parameter danach, wo und wann - d. h. in welchen Räumlichkeiten und zu welcher Jahreszeit - sein dann fertiges Werk aufgeführt werden sollte: Wie groß war der Raum? Wie war die Bestuhlung? Wie waren die Sessel bezogen? Wie waren die Tapisserien beschaffen, Seide oder Samt oder Gobelins? Fand die Uraufführung im Sommer oder im Winter statt - d. h. trugen die Damen Seiden- oder Samtkleider oder gar Pelz? Würden die Fenster geöffnet werden? Auf dieser Grundlage "kalkulierte" er dann die Resonanz- und Absorptionsgrößen, die er bei der Komposition zu berücksichtigen hatte.

    http://pannonien.tv/wordpress/wp-content/uplo...
    http://www.irene-zandel.de/pictures/werbung/0...
    http://esterhazy.at/images/uploads/b/2/e/6705...

    Und - der Haydn-Saal
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #154Author hannabi (554425) 25 Nov 13, 11:53
    Comment
    Die Kombination der letzten Schlösser mit anderen Künsten ist meines Erachtens sehr gelungen. 

    Oopsy postete die Dornburger Schlösser in Gedanken an Goethes Wirken; dabei rückten die ausgewählten Bilder den Schlössern in anschaulicher Weise immer näher ...

    Hannabi stellte uns das herrliche Schloss Esterházy in Fertöd vor und kam dabei auf Joseph Haydn sowie auf sehr interessante akustische Fragen zu sprechen.

    Eine schöne Vielfalt!

    #155Author mars (236327) 26 Nov 13, 08:59
    Comment
    Schloss Neuhaus Paderborn


    http://www.teutoburgerwald.de/urlaub/img/gale...

    Das Schloss Neuhaus im nach ihm benannten Paderborner Stadtteil Schloß Neuhaus ist ein bedeutendes Bauwerk der Weserrenaissance. Es liegt in inselähnlicher Lage am Zusammenfluss von Lippe, Alme und Pader im Südostwinkel der Westfälischen Bucht.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Neuhaus stammt aus dem Jahr 1036. Dort errichteten 1257 die Paderborner Bischöfe ein Festes Haus in geschützter Lage etwa vier Kilometer nordwestlich der Stadt Paderborn. Aufgrund von Streitigkeiten mit der Bürgerschaft der Stadt verlegte Bischof Heinrich von Spiegel im Jahr 1370 endgültig die bischöfliche Residenz nach Neuhaus, von wo aus bis zur Annexion durch das Königreich Preußen 1802 das Fürstbistum Paderborn regiert wurde. Der älteste erhaltene Bauteil der heute vierflügeligen Anlage, das Haus Spiegel, ist nach ihm benannt. Auch jeder weitere Bauteil des Schlosses erhält seinen Namen vom jeweiligen Bauherrn.

    http://www.klaes-w.de/fotos/owl/paderborn_sch...

    1994 richtete die Stadt Paderborn am Neuhäuser Schloss die Landesgartenschau von Nordrhein-Westfalen aus, wodurch rund um das Schloss der Schloss- und Auenpark entstand, der seit 1995 für alljährliche Veranstaltungsreihen, den Schloßsommer, genutzt wird.

    http://novosights.com/wp-content/gallery/schl...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Neuhaus_...


    #156Author mars (236327) 26 Nov 13, 15:03
    Comment
    @ Hannabi, vielen Dank Esterházy in Fertöd.

    @ Mars, vielen Dank für Schloss Neuhaus.


    Aus einer Vorlesungsmitschrift, es die Zeit der Renaissance:

    Als in den Tälern die Schlösser gebaut wurden, fingen die Burgen zu verfallen an.

    So wird bei uns die Renaissancearchitektur über den Bau von Schlösser und Bür-gerhäuser manifestiert. In dieser Zeit beginnt man von den Burgen hinunterzuziehen, da sie fürchterlich unbequem waren.

    Abgesehen von ihrer Unbequemlichkeit waren die Burgen permanent den Naturgewalten ausgesetzt und erfüllten keinen sinnvollen Zweck mehr; jede Kanone konnte jedes Tor einschießen und die Mauern zum Einsturz bringen. Nachdem die Burgen verlassen wurden, verfielen sie nach und nach; heute stehen zum Teil nur noch ihre Ruinen. Einige Burgen, in denen man schon früh komfortable Umbauten tätigte, wurden weiter bewohnt, so zB die Riegersburg, die nie verlassen wurde.
    Die Adeligen ließen sich nunmehr in den Tälern repräsentative bequeme Bauten errichten; meist mit einem Innenhof mit Arkaden, die man in Italien kennen gelernt hatte. Die Altstadt von Bologna weist 37 Kilometer Arkaden auf.

    Prof. Jontes, Steirische Landeskunde, Kunstgeschichte, Leoben 2005 - 2006.
    #157Author oopsy (491382) 26 Nov 13, 17:23
    Comment
    Korr: @ Hannabi, vielen Dank für Schloss Esterházy in Fertöd.
    #158Author oopsy (491382) 26 Nov 13, 18:30
    Comment
    #156
    Merci, mars, pour le château Neuhaus qui m'a rappelé les séjours que je faisais à Paderborn dans la famille de ma correspondante allemande.
    #159Author Isabelle. (609042) 26 Nov 13, 19:29
    Comment
    Schloss Oldenburg

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Oldenburger Schloss ist die ehemalige Residenz der Grafen (bis 1667), der Herzöge (ab 1785) und (ab 1815) der Großherzöge von Oldenburg in der Haupt- und Residenzstadt Oldenburg, heute in Niedersachsen gelegen.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Bis 1894 war das Schloss Residenz des Erbgroßherzogs Friedrich August (1852–1931). Nach dessen Abdankung als regierender Großherzog im Zuge der Novemberrevolution 1918 verwaiste der Bau und wurde von der Regierung des Freistaates Oldenburg 1919/20 zum Landesmuseum bestimmt und 1923 der Öffentlichkeit übergeben.

    Der Innenhof bei Nacht:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Einige der historischen Repräsentationsräume im Schloss sind bis heute weitestgehend erhalten. Dazu gehören das Antiquarium, das ovale Empfangszimmer, das Turmzimmer, der Blaue, Rote und Grüne Salon, der Strack-Saal, der Thronsaal, der Weiße Saal, der Marmorsaal, das Idyllenzimmer und der Schlosssaal.

    Der große Schlosssaal wurde im Stil der Neorenaissance erbaut und mit Deckengemälden des Bremer Malers Arthur Fitger (1840–1909) ausgestattet:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Weitgehend authentisch ist das seit 1835 bezeugte Idyllenzimmer. Der Oldenburger Hofmaler und erste Galerieinspektor Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751–1829) führte im Auftrag Herzog Peter Friedrich Ludwigs im Oldenburger Schloss den „Idyllen“-Zyklus aus, der 1820 abgeschlossen wurde und heute im Idyllenzimmer vollständig zu sehen ist.
    Die insgesamt 43 kleinen Gemäldetafeln lassen sich in Form und Farbe der Frühromantik zuordnen. Geleitet von einem Interesse an der antiken Dichtung stehen im Oldenburger Idyllenzyklus insbesondere Szenen aus der griechischen Mythologie, Schäferstücke, Satyrn, Nymphen und Mänaden neben der sommerlichen Landschaft Arkadiens im Vordergrund der Motivwahl:

    http://www.landesmuseum-oldenburg.niedersachs...

    Johann Heinrich Wilhelm Tischbein wird wegen seiner Freundschaft zum Dichter auch "Goethe-Tischbein" genannt. Im Auftrag Herzog Peter Friedrich Ludwigs (1755-1829) stattete Tischbein auch das Homer-Zimmer mit einem klassizistischen Bildprogramm aus.

    http://www.google.de/imgres?rlz=1C2FDUM_enDE4...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Oldenburg
    #160Author mars (236327) 27 Nov 13, 08:45
    Comment
    Heute ein Schloss, um das es vielleicht nicht so gut bestellt ist:

    Schloss Schaumburg, kurz auch die Schaumburg genannt, ist ein Schloss südlich von Balduinstein nahe Limburg an der Lahn. Ursprünglich war die Anlage eine Höhenburg.

    http://mytown.de/poi-images/07/04/22/D/packag...

    Das Schloss ist eine Dreiflügelanlage auf einem Berggipfel. Sein heutiges Aussehen hat es beim Ausbau von 1850 bis 1855 erhalten und ist nach dem Ideal der Rheinromantik konzipiert. Das Schloss wird von einem länglichen dreigeschossigen Palas mit oktogonalen Ecktürmen aus Basalt beherrscht. In der Südostecke des Palas befindet sich ein 42 Meter hoher Turm, der einen Bergfried darstellen soll. Als Zugang zum Schloss wurde eine Toranlage im Norden angelegt.

    Südwestansicht:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Eingang mit beiden überlebensgroßen Herolden:
     
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Schaumburg


    In der Rhein-Zeitung muss ich allerdings lesen: „Welche langfristigen Pläne die neuen Schlossbesitzer mit der Schaumburg haben, kann Sebahattin Özkan, Vertreter der türkischen Käufergruppe, allerdings noch nicht sagen. Mit der Auktion wolle er ein bisschen Bewegung in die Sache bringen, erklärte er auf Anfrage unserer Zeitung. Es habe jüngst ein Gespräch mit der Denkmalpflege gegeben, und es sei nicht einfach, das alles zu koordinieren. "Deswegen verzögert es sich und geht ein bisschen langsamer, langsamer als wir es uns vorgestellt haben", sagte der türkische Schlossherr. Jeder Stein müsse mit den Behörden abgestimmt werden … Vom Engagement der türkischen Schlossbesitzer sollen sich Besucher vom kommenden Jahr an wieder selbst ein Bild machen können. Im Frühjahr und Sommer wird die Schaumburg Besuchern offen stehen, verspricht Özkan.“ (http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/di...
    #161Author mars (236327) 28 Nov 13, 09:04
    Comment
    Château du Moulin

    De nos jours, il reste le châtelet encadrant l’entrée, le donjon, la courtine et une des tours qui a été rehaussée sous Louis XIII. Bien entretenu, il est encore habité. Sa visite permet de découvrir quelques pièces bien meublées. Le jardin potager a été redessiné au XXe siècle avec des parcelles de taille décroissante, pour donner l’illusion d’une plus grande profondeur ; le Conservatoire de la Fraise s'y est installé.
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Château_du_Moulin
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Le_Moulin

    Bilder:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://chateaumoulinfraise.hautetfort.com/med...

    Aus der Vogelperspektive: http://extranet.tourismeweb.com/_uploads/4345...

    #162Author oopsy (491382) 28 Nov 13, 09:07
    Comment
    Schloss Rundale im Süden Lettlands

    http://i.vietas.lv/userfiles/image_gal/big/75...

    Wenn man auf zwei oder vier Rädern von Litauen nach Lettland fährt, kann man Schloss Rundale nicht verfehlen, und inzwischen scheint es auch wieder so weit saniert worden sein, dass sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt. Während man vor einigen Jahren seine Fantasie noch spielen lassen musste, um sich den einstigen Glanz zu vergegenwärtigen, scheint es heute in alter Pracht auferstanden zu sein.

    So betritt man das Schlossgelände:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    und dieser Anblick bietet sich dann:
    http://riga-sightseeing.lv/data/uploads/runda...

    Schloss Rundāle gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern des Barock und Rokoko in Lettland.
    Eigentlich sagt Wiki alles Wichtige über Rundale. Der Artikel enthält auch schöne Fotos.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Rund%C4%81le

    Prachtvoll ist auch die Innenausstattung:

    http://www.dayout.lv/sites/default/files/rund...
    http://www.geo.de/reisen/community/bild/60493...
    http://static8.depositphotos.com/1020288/1013...
    http://static8.depositphotos.com/1020288/1013...

    #163Author hannabi (554425) 28 Nov 13, 14:37
    Comment
    Oopsy und hannabi, wie schön, dass ihr wieder einmal in die Ferne geschweift seid. Das Schloss Le Moulin hat ganz besondere, eindruckvolle Türme, und das Schloss Rundale ist wirklich außen und innen ein Juwel des Barock und Rokoko in Lettland.

    Ich bleibe zunächst einmal bei Schlössern in Deutschland. Nachdem ich euch im Zusammenhang mit Annette v. Droste-Hülshoff schon das Schloss in Meersburg am Bodensee vorgestellt habe, führe ich euch heute zum Schloss Hülshoff im Münsterland:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss bzw. die Burg Hülshoff (Die Begriffe überlappen sich hier wieder einmal) ist eine typische münsterländische Wasserburg, deren Bezeichnung sich von „Hülse“ (auch „Hülsbusch“, „Holst“ bzw. englisch: „holly“) für Stechpalme ableitet. Die Burg ist seit 1417 Stammsitz der Freiherren Droste zu Hülshoff sowie Geburtshaus der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Burg Hülshoff stellt sich bis heute als geschlossene Renaissanceanlage dar, deren hohe Dreistaffelgiebel schmucklos gehalten sind. Die Wasserburg steht auf zwei Inseln, die durch eine Brücke verbunden sind.

    Ansicht über die Gräfte:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Anlage in Formen des Barock erneuert, umgebaut und erweitert, wobei der Baumberger Sandstein zusammen mit Ziegelmauerwerk zum Einsatz kamen.

    Annette von Droste-Hülshoff wurde 1797 auf Burg Hülshoff geboren und verbrachte hier ihre Kindheit und Jugend.

    „Du Vaterhaus mit deinen Thürmen,
    Vom stillen Weiher eingewiegt,
    Wo ich in meines Lebens Stürmen
    So oft erlegen und gesiegt, –
    Ihr breiten laubgewölbten Hallen,
    Die jung und fröhlich mich geseh'n,
    Wo ewig meine Seufzer wallen
    Und meines Fußes Spuren stehen.“

    Mit Hilfe der 2012 offiziell anerkannten Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung wird das Geburtshaus dauerhaft für die öffentliche Nutzung erhalten und bietet ein Domizil für literarische Veranstaltungen, Ausstellungen und Forschungsvorhaben.

    Noch einmal die Gartenseite dieses Wasserschlosses:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_H%C3%BClshoff
    #164Author mars (236327) 29 Nov 13, 08:50
    Comment
    Nach Schloss Meersburg (#102 ff) kommt jetzt auch Schloss Merseburg ...

    Es ist ein Schloss im Stil der Renaissance in der Stadt Merseburg in Sachsen-Anhalt. Es war Königspfalz, Herzogsresidenz und Bischofssitz.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Bischof Heinrich von Warin ließ das erste Schloss von 1245 bis 1265 erbauen. Unter Bischof Thilo von Trotha erfolgte etwa 1470 bis 1500 der Neubau des Schlosses als Dreiflügelanlage, wobei der Dom einen vierten Flügel bildet.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    In den Jahren 1604/05 erfolgten umfassende Erneuerungen unter Melchior Brenner. Aus dieser Zeit stammt auch der Neptunbrunnen im Innenhof: http://mw2.google.com/mw-panoramio/photos/med...

    Der 1661 angelegte Schlossgarten gehört heute zum Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Besichtigung des Schlosses ist möglich, Außengelände und Hof sind jederzeit frei zugänglich.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Merseburg
     
    #165Author mars (236327) 30 Nov 13, 09:40
    Comment
    Jetzt begebe ich mich in unmittelbare LEO-Nähe:

    Die Schlossanlage Schleißheim
    liegt in der Gemeinde Oberschleißheim im Landkreis München. Es handelt sich um einen Komplex von drei einzelnen Schlossbauten des 17. und 18. Jahrhunderts, die durch eine großzügige Gartenanlage axial miteinander verbunden sind. Das Areal umfasst das westlich gelegene Alte Schloss Schleißheim, das benachbarte Neue Schloss Schleißheim und das am Ostende des Parks gelegene Schloss Lustheim.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Gebäudeensemble wird zu den bedeutendsten Barockanlagen Deutschlands gezählt. Ich finde es angebracht, jedes der drei Schlösser in einem separaten Beitrag vorzustellen.

    Ich beginne mit dem Alten Schloss:


    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Alte Schleißheimer Schloss bildet den Ausgangspunkt einer umfangreichen Hofanlage. Westlich des Schlosses liegt der von Wohntrakten umgebene Maximilianshof, der durch einen riegelartigen Querbau mit zentralem Uhrenturm vom Wilhelmshof mit seinen weitläufigen Wirtschaftsbauten getrennt ist. Nur der Uhrenturm stammt noch aus der ersten Bauzeit.

    http://www.schloesser.bayern.de/bilder/schlos...

    Das in „italienischer Bauweise“ errichtete Alte Schloss ist ein breit gelagerter, verputzter Bau mit nur einem Hauptgeschoss auf einem Kellersockel. Das Gebäude ist durch dreizehn Fensterachsen gegliedert, der Mitteltrakt mit dem Festsaal tritt als Risalit aus dem Baukörper hervor. Der Eingangsbereich ist nach dem Palladio-Motiv gestaltet, die Fassaden sind sparsam mit Zierelementen der Renaissance dekoriert. Das ursprüngliche Raumgefüge ist nach den Kriegszerstörungen nur in der südlichen Gebäudehälfte erhalten. Besonders erwähnenswert ist der Große Saal in der Mitte des Gebäudes, der heute das Foyer bildet.

    Die Gartenseite des Alten Schlosses:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Museum im Alten Schloss Schleißheim, beherbergt zwei Sammlungen unter einem Dach: im Nordflügel "Das Gottesjahr und seine Feste", eine über 6000 Einzelobjekte umfassende Dauerausstellung zur religiösen Fest- und Alltagskultur der Völker und im Südflügel sowie die Sammlung "Es war ein Land …", die die Heimat der Vertriebenen aus Ost- und Westpreußen vorstellen und an Geschichte, Kultur und Schicksal dieses Landes erinnern möchte.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schlossanlage_Sc...
    #166Author mars (236327) 01 Dec 13, 07:47
    Comment
    @ Mars, allerherzlichsten Dank für Schloss Merseburg und Schleißheim.


    Aus einer Dokumentation über Hildegard Knef, die 1992 in der Fernsehserie "Haus am See" mitwirkte:

    Schloss Dammsmühle 

    ist ein neobarockes Herrenhaus mit einer 28 Hektar großen umgebenden Fläche im Landkreis Barnim des Landes Brandenburg. Es befindet sich auf dem Gebiet des Ortes Schönwalde der Gemeinde Wandlitz.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Dammsmühle

    Bilder:
    http://media05.myheimat.de/2012/08/24/2273427...

    http://static.panoramio.com/photos/large/9211...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Weitere Filme, in denen das Schloss als Kulisse diente:
    1929: Sein bester Freund mit Harry Piel
    1934: Der Vetter aus Dingsda, Regisseur Georg Zoch,
    2000: Alle Kinder brauchen Liebe, produziert von der ARD, Regisseur Karsten Wichniarz
    2002: Shots, Diplomfilm der Hochschule der Medien Stuttgart, Regisseur Achim Hasenberg
    2006: Virus Undead
    #167Author oopsy (491382) 01 Dec 13, 10:00
    Comment
    Merci pour tous ces beaux châteaux que l'on aurait envie de visiter, voire où l'on aimerait séjourner ...
    ;)

    Très joli, le cadre du château Dammsmühle, oopsy.

    Et le château Rundale de hannabi donne envie de visiter les pays baltes.

    J'ai un petit faible pour le château Hülshoff...

    #168Author Isabelle. (609042) 01 Dec 13, 19:38
    Comment
    Le Palais de Wilanów

    et son parc, situés à Varsovie, constituent l’un des sites culturels les plus importants de Pologne.


    Construit pour le roi de Pologne,
    Jean III Sobieski

    fin XVIIe siècle, et plus tard agrandi par ses propriétaires successifs, il a survécu aux partitions de la Pologne et aux guerres.

    De style baroque, son architecture est très originale : C'est une fusion d'art européen avec la tradition des bâtiments polonais.
    Ses façades et les intérieurs utilisent des symboles antiques célébrant les triomphes militaires du roi.
    À la mort de Jean III, en 1696, le palais est occupé par ses fils et plus tard par les familles de magnats célèbres : Sieniawscy, Czartoryscy, Lubomirscy, Potoccy et Braniccy.
     
    Entre 1730 et 1733 il devient la résidence du roi Augustus II le Fort.

    Chaque propriétaire a changé les intérieurs du palais, les jardins et les abords, selon la mode et ses besoins courants.

    En 1805 le propriétaire des lieux Stanislaw Kostka Potocki transforme une partie du palais en musée, l'un des premiers musées publics en Pologne.
    Entre arts européen et oriental, la partie centrale du palais, était consacrée à Jean III Sobieski, héros national.

    Après la guerre, le palais est rénové, la majeure partie des collections retrouvent leur place en 1962 et le palais est rouvert au public.

    Le château fait aujourd'hui partie du réseau des résidences royales européennes.

    Le palais et son parc sont non seulement un témoignage de la splendeur passée de la Pologne, mais aussi un haut lieu culturel ou se déroulent, expositions et concerts.

    (source wiki)


    Façade intérieure

    Le palais de Wilanow


    Site du château

    #169Author Isabelle. (609042) 01 Dec 13, 20:12
    Comment
    Sehr schön, Isabelle, dass du die Palette der bisher präsentierten Schlösser um die so eindrucksvolle polnische Variante bereichert hast!

    Ich selbst setze die Vorstellung der Schlösser in Schleißheim mit dem Neuen Schloss fort. Im Beitrag 166 habe ich bereits einen Lageplan der drei dortigen Schlösser eingestellt und mache es hier noch einmal:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Neue Schloss ist ein breit gelagerter Bau von mehr als 300 Metern Länge. Das Hauptgebäude, das Corps de Logis, ist gartenseitig durch 37 Fensterachsen gegliedert, davon fallen elf Achsen auf den Mitteltrakt mit dem großen Treppenhaus, dem Festsaal und der Galerie. An den mit Kolossalpilastern gegliederten Mitteltrakt schließen sich die dreizehnachsigen Seitentrakte mit den kurfürstlichen Wohnräumen an. Das Schlossgebäude ist durch siebenbogige Arkaden mit zwei Pavillons im Süden und im Norden verbunden, der südliche sollte als Gästehaus dienen, der nördliche das Pumpwerk für die Wasserspiele aufnehmen.

    Das Panorama der Ostfront:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Mittelbau des Schlosses verfügt über drei Vollgeschosse, die seitlichen Trakte über zwei Voll-, sowie ein Mezzanin- und ein Attikageschoss. Das oberste Stockwerk des Mittelbaus ist gartenseitig zurückgesetzt, wodurch dort eine große Terrasse gebildet wird. Diese Terrasse ist das Ergebnis einer Änderung der Entwürfe, nachdem Teile der Gartenfassade noch während der Bauarbeiten wegen einer ungenügenden Fundamentierung eingestürzt waren. Da sich der Baumangel nicht ohne großen Aufwand korrigieren ließ, wurde auf einen vollständigen dreigeschossigen Ausbau der Gartenfassade verzichtet, wodurch sie sich von ihrem hofseitigen Pendant unterscheidet.

    Das Panorama der Westfront:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die monumentale Anlage umfasst ein großzügiges Treppenhaus, das in den sogenannten Weißen Saal übergeht und mit diesem ein barockes Raumkunstwerk bildet, mehrere Festsäle und die vier Paradeappartements des Kurfürstenpaares und des Kurprinzenpaares. Als kunsthistorisch bedeutsamste Räume gelten der Viktoriensaal, das Rote Kabinett (Jagdzimmer) sowie die Kammerkapelle der Kurfürstin. Die originale Möblierung der Raumfolgen, soweit noch vorhanden, ist heute aus konservatorischen Gründen größtenteils eingelagert oder in der Münchner Residenz ausgestellt. Erhalten haben sich die flämischen Gobelins und Tapisserien, die Max Emanuel während seiner Statthalterschaft in den spanischen Niederlanden erworben hatte. Maximilian III. Joseph ließ einige Räume im Rokokostil umgestalten, Ignaz Günther beauftragte er mit den reichverzierten holzgeschnitzten Portalen. Unter König Ludwig I. vollendete Leo von Klenze das Treppenhaus.

    Ein kleiner Blick ins Innere:
     
    http://s4.portal.muenchen.de/.imaging/stk/mde...


    #170Author mars (236327) 02 Dec 13, 11:20
    Comment
    Heute komme ich nun zu dem dritten Schloss in der Schleißheimer Anlage, dem Schloss Lustheim. Ich stelle noch einmal die Graphik ein, die zeigt, wo die drei Schlösser auf dem Gesamtareal liegen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Blick vom Neuen Schloss über den Mittelkanal zum Schloss Lustheim:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss Lustheim liegt am Ostrand des Schleißheimer Parks, etwas mehr als einen Kilometer vom Komplex des Alten und des Neuen Schlosses entfernt. Das Gebäude entstand ab 1684 anlässlich der Vermählung des Kurfürsten Max Emanuel mit der österreichischen Kaisertochter Maria Antonia im Jahre 1685. Lustheim diente, wie der Name andeutet, als reines Lust- und Jagdschloss und wurde nicht dauerhaft bewohnt. Ausführender Architekt des in Anlehnung an die italienische villa suburbana errichteten Gebäudes war Enrico Zuccalli.

    Gartenseite des Schlosses Lustheim:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Schloss Lustheim liegt auf einer kreisrunden Insel und bildet als Point de vue den Abschluss des barocken Hofgartens. Der Grundriss des Schlösschens erinnert an ein stilisiertes H, an den zentralen Hauptbau schließen sich zwei flügelartige Risalite an. Das aus Ziegelstein errichtete und verputzte Gebäude verfügt über zwei Vollgeschosse, der Mitteltrakt wird von einem Belvedere überragt, das mit den angelegten Sichtachsen eine weite Aussicht auf die umliegende Landschaft ermöglicht. Den Mittelpunkt des Schlosses bildet der große Festsaal im Mitteltrakt, der seitlich von den Appartements des Kurfürsten und der Kurfürstin flankiert wird.

    http://www.schloesser.bayern.de/bilder/schlos...

    Im Obergeschoss befanden sich schlichte Räume für die Dienerschaft, das Kellergeschoss nahm die Schlossküche und Wirtschaftsräume auf. Ein kunsthistorisch bedeutender Freskenzyklus im Festsaal und in den kurfürstlichen Appartements, ausgeführt von Francesco Rosa, Giovanni Trubillio, Antonio Maria Bernardi und Johann Anton Gumpp, stellt Szenen aus dem Mythos der Jagdgöttin Diana dar.

    #171Author mars (236327) 03 Dec 13, 09:51
    Comment
    @ Liebe Isabelle, auch ich danke Dir herzlichst, dass Du ein so schönes Schloss aus Polen vorgestellt hast.

    @ Lieber Mars, vielen Dank für Schleißheim und Schloss Lustheim.


    Das Schweriner Schloss 

    liegt auf der Schlossinsel im Stadtzentrum von Schwerin. Heute ist es Sitz des Landtages des norddeutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Viele Jahrhunderte war es die Residenz der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge.

    Das Schloss ist ein in einem tausendjährigen Prozess historisch gewachsenes Bauwerk. Seine ringförmige Gestalt geht auf eine Wallanlage einer slawischen Burg zurück, die um das Jahr 965 auf einer kleinen ufernahen Insel im Schweriner See errichtet wurde. Die Umgestaltungsphasen dieses Baukomplexes durch die Jahrhunderte sind ab etwa 1500 durch eine Fülle schriftlicher und bildlicher Zeugnisse umfassend dokumentiert.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schweriner_Schloss

    Bilder:
    Aus der Vogelperspektive: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://www.haus-und-grund-mv.de/conpresso/_da...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Park von oben: http://s2.germany.travel/media/content/erholu...

    Details: http://fc02.deviantart.net/fs71/i/2011/110/3/...

    http://www.rutsch-rutsch.de/sites/default/fil...
    #172Author oopsy (491382) 03 Dec 13, 10:02
    Comment
    Oopsy, la vue d'oiseau du château de Schwerin est une vraie splendeur !
    #173Author Isabelle. (609042) 03 Dec 13, 12:00
    Comment
    Liebe Isabelle, ich kann es nicht begründen, aber das Schweriner Schloss fasziniert mich schon seit Jahren.
    #174Author oopsy (491382) 03 Dec 13, 12:03
    Comment
    Ja, heute ist das Schweriner Schloss wieder wunderschön, und man kann die alte Pracht gut nachvollziehen. Ganz Schwerin ist wieder eine schöne Stadt - was zu DDR-Zeiten nicht der Fall war. Wie auch der Dom, der zu den großen Kirchen der Backstein-Romanik gehört, war das Schloss anscheinend dem Verfall anheim gegeben und sah jahrzehntelang traurig aus - eingerüstet, aber niemand arbeitete daran und niemand durfte hinein.
    #175Author hannabi (554425) 03 Dec 13, 13:16
    Comment
    Le château du Souvenir

    La main au front, le pied dans l'âtre,
    Je songe et cherche à revenir,
    Par delà le passé grisâtre,
    Au vieux château du Souvenir.

    Une gaze de brume estompe
    Arbres, maisons, plaines, coteaux,
    Et l'oeil au carrefour qui trompe
    En vain consulte les poteaux.

    J'avance parmi les décombres
    De tout un monde enseveli,
    Dans le mystère des pénombres,
    A travers des limbes d'oubli.

    Mais voici, blanche et diaphane,
    La Mémoire, au bord du chemin,
    Qui me remet, comme Ariane,
    Son peloton de fil en main.

    Désormais la route est certaine ;
    Le soleil voilé reparaît,
    Et du château la tour lointaine
    Pointe au-dessus de la forêt.

    Sous l'arcade où le jour s'émousse,
    De feuilles, en feuilles tombant,
    Le sentier ancien dans la mousse
    Trace encor son étroit ruban.

    Mais la ronce en travers s'enlace ;
    La liane tend son filet,
    Et la branche que je déplace
    Revient et me donne un soufflet.

    Enfin au bout de la clairière,
    Je découvre du vieux manoir
    Les tourelles en poivrière
    Et les hauts toits en éteignoir.

    Sur le comble aucune fumée
    Rayant le ciel d'un bleu sillon ;
    Pas une fenêtre allumée
    D'une figure ou d'un rayon.

    Les chaînes du pont sont brisées ;
    Aux fossés la lentille d'eau
    De ses taches vert-de-grisées
    Étale le glauque rideau.

    Des tortuosités de lierre
    Pénètrent dans chaque refend,
    Payant la tour hospitalière
    Qui les soutient... en l'étouffant.

    Le porche à la lune se ronge,
    Le temps le sculpte à sa façon,
    Et la pluie a passé l'éponge
    Sur les couleurs de mon blason.

    Tout ému, je pousse la porte
    Qui cède et geint sur ses pivots ;
    Un air froid en sort et m'apporte
    Le fade parfum des caveaux.

    L'ortie aux morsures aiguës,
    La bardane aux larges contours,
    Sous les ombelles des ciguës,
    Prospèrent dans l'angle des cours.

    Sur les deux chimères de marbre,
    Gardiennes du perron verdi,
    Se découpe l'ombre d'un arbre
    Pendant mon absence grandi.

    Levant leurs pattes de lionne
    Elles se mettent en arrêt.
    Leur regard blanc me questionne,
    Mais je leur dis le mot secret.

    Et je passe. - Dressant sa tête,
    Le vieux chien retombe assoupi,
    Et mon pas sonore inquiète
    L'écho dans son coin accroupi. [...]


    Théophile GAUTIER (1811-1872)
    #176Author mars (236327) 04 Dec 13, 08:48
    Comment
    Fussball: Heute spielt Österreich - Ungarn.
    Gegen wen ?


    Das ungarische Schloss Gödöllő (auch Schloss Grassalkovich oder selten dt. Schloss Getterle), liegt ca. 25 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Budapest in der Stadt Gödöllő.
    In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es die bevorzugte Residenz der österreichischen Kaiserin und ungarischen Königin Elisabeth („Sisi“).
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Gödöllő

    Bilder:

    Aus der Vogelperspektive: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://www.vierbeinerurlaub-ungarn.de/fotos/a...

    http://www.ungarn-incentives.de/uploads/pics/...

    Auf einem Gemälde: http://de.academic.ru/pictures/dewiki/115/3e2...
    #177Author oopsy (491382) 04 Dec 13, 19:45
    Comment
    Merci, mars, pour "Le château du Souvenir" de Théophile Gautier et merci, oopsy, pour le château Gödöllö.



    LE CHÂTEAU DE MA MÈRE (extrait)

    Souvenir d'enfance en Provence

    Dans les pays du centre et du nord de la France, dès les premiers jours de septembre, une petite brise un peu trop fraîche va soudain cueillir au passage une jolie feuille d'un jaune éclatant qui tourne et glisse et virevolte, aussi gracieuse qu'un oiseau...

    Elle précède de bien peu la démission de la forêt, qui devient rousse, puis maigre et noire, car toutes les feuilles se sont envolées à la suite des hirondelles, quand l'automne a sonné dans sa trompette d'or.

    Mais dans mon pays de Provence, la pinède et l'oliveraie ne jaunissent que pour mourir, et les premières pluies de septembre, qui lavent à neuf le vert des ramures, ressuscitent le mois d'avril.

    Sur les plateaux de la garrigue, le thym, le romarin, le cade et le kermès gardent leurs feuilles éternelles autour de l'aspic toujours bleu, et c'est en silence au fond des vallons, que l'automne furtif se glisse:
    il profite d'une pluie nocturne pour jaunir la petite vigne, ou quatre pêchers que l'on croit malades, et pour mieux cacher sa venue il fait rougir les naïves arbouses qui l'ont toujours pris pour le printemps.

    C'est ainsi que les jours des vacances toujours semblables à eux-mêmes, ne faisaient pas avancer le temps, et l'été déjà mort n'avait pas une ride.

    Je regardai autour de moi, sans rien comprendre.

    "Qui t'a dit que c'est l'automne?"

    --Dans quatre jours c'est saint Michel, et les sayres vont arriver.
    Ce n'est pas encore le grand passage -- parce que, le grand passage, c'est la semaine prochaine, au mois d'octobre..."

    Le dernier mot me serra le coeur.

    Octobre! LA RENTRÉE DES CLASSES!


    Extrait de "Le Château de ma mère" de Marcel Pagnol
    #178Author Isabelle. (609042) 04 Dec 13, 21:03
    Comment
    Isabelle, natürlich gehört Pagnols "Château de ma mère" auch zu unserem die Künste übergreifenden Schloss-Thema. Das Werk wurde ja auch verfilmt und lief in Deutschland 1990 unter dem Titel "Das Schloß meiner Mutter"...

    Ich präsentiere heute das Jagdschloss Augustusburg, das nicht verwechselt werden darf mit dem Schloss Augustusburg in Brühl, das ich später vorstellen werde.

    Zuerst ein Blick auf die Umgebung des Jagdschlosses, das nur im Hintergrund zu sehen ist:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Jagdschloss wurde in den Jahren 1568 bis 1572 oberhalb der gleichnamigen Stadt auf dem Schellenberg 516 m ü. NN am Nordrand des Erzgebirges errichtet. Die weithin sichtbare Schlossanlage stellt eine Landmarke dar. Sie liegt ca. 12 km östlich von Chemnitz und ca. 21 km südwestlich von Freiberg im Freistaat Sachsen.

    Hier die Sicht auf die Eingangsfront: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    … und auf das Hauptportal:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Besonders prachtvoll ist das Wappen über dem Eingangsportal. Man spürt, dass Kurfürst August mit dem Neubau seines Schlosses nicht nur ein repräsentatives Domizil für seine Jagdausflüge schaffen, sondern auch seine führende Stellung in Mitteldeutschland unterstreichen wollte.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Innenhof: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    Das Schloss beherbergt derzeit neben Gaststätten und Jugendherberge ein Motorradmuseum, ein Kutschenmuseum sowie ein Museum für Jagdtier- und Vogelkunde.

    Auf Schloss Augustusburg war vom 18. August bis 11. November 2012 „Udo. Die Ausstellung“ zu sehen. Sie war dem Gesamtwerk des Musikers und Künstlers Udo Lindenberg gewidmet und zeigte in 14 Räumen mehr als 500 lindianische Exponate. Zuvor war die Ausstellung auf Schloss Neuhardenberg und im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zu Gast.

    Das Jagdschloss Augustusburg ist eine ausgewählte Stätte für die vorgesehene Kandidatur zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jagdschloss_Augu...
    #179Author mars (236327) 05 Dec 13, 10:29
    Comment
    Nach dem Jagdschloss Augustusburg bei Chemnitz kommt jetzt Schloss Augustusburg in Brühl:


    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    In der Stadt Brühl im Rheinland stehen die Schlösser Augustusburg und Falkenlust. Das Schloss Augustusburg befindet sich im Osten der Stadt, es ist mit dem Jagdschloss Falkenlust durch eine Allee durch den weitläufigen Schlosspark verbunden. Beide Schlösser gehören zu den bedeutendsten Bauwerken des Barocks und Rokokos in Deutschland. Seit 1984 sind sie mit dem Schlosspark UNESCO-Welterbestätten. Ich wird stelle sie in separaten Beiträgen vor und beginne mit dem Schloss Augustusburg, das, wie in XY gesagt, nicht mit dem Jagdschloss Augustusburg bei Chemnitz verwechselt werden darf.

    Schloss Augustusburg, Blick von Osten in den Ehrenhof:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Kölner Erzbischof Clemens August I. von Bayern (1700–1761) aus der Dynastie der Wittelsbacher ließ an der Stelle der Ruinen eines alten Wasserschlosses das Schloss Augustusburg erbauen. Bereits kurz nachdem Clemens August 1723 die Nachfolge seines Onkels Joseph Clemens von Bayern als Erzbischof von Köln angetreten hatte, begannen 1725 die Arbeiten am Schloss nach den Plänen des westfälischen Architekten Johann Conrad Schlaun, wobei die Fundamente des Vorgängerbaus für das neue Schloss mitbenutzt wurden. Aus diesem Grunde sind die Fensterachsen der Seitenflügel nicht komplett symmetrisch aufgeteilt, da die Breite des Schlosses an dieser Stelle mit dem älteren Bau übereinstimmt. Dies ist insofern ungewöhnlich, als die Symmetrie während des Barock eines der wichtigsten Ausdrucksmittel war. Das Schloss Augustusburg bildet eine Dreiflügelanlage mit Walmdach, die einen Ehrenhof umschließt. Die nach Osten weisenden Stirnseiten des Nord- und Südflügels gehören zu den bedeutendsten Werken des deutschen Barocks.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Zum Schloss gehört ein typischer, von Bosketten umringter Schlosspark. Anders als sonst in vielen zeitgenössischen Schlössern wurden die prunkhaften Gartenanlagen nicht axial der Hauptfassade – die in Augustusburg zur Stadt zeigt –, sondern dem südlichen Seitenflügel vorgelagert. Die Entwürfe für die Gartenparterres stammen von Dominique Girard, einem Schüler André Le Nôtres. Südlich des Schlosses wurde ein zweiteiliges Broderieparterre angelegt und mit je zwei großen Wasserbecken mit Fontänen verziert. Ein weiteres Bassin schließt das Parterre mittig ab. Eine Sichtachse führt hier vom Schloss in den Waldbereich.

    Blick aus den Paradezimmern auf Freitreppe und Gartenparterre:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%B6sser_A...

    #180Author mars (236327) 06 Dec 13, 10:11
    Comment
    Ganz in der Nähe des Brühler Schlosses Augustusburg liegt das Jagdschloss Falkenlust.

    Es wurde 1729 bis 1740 von de Cuvilliés nach dem Vorbild der Amalienburg für die äußerst beliebte Falkenjagd erbaut. Das eigentliche Schlösschen wird von zwei flachen Nebengebäuden flankiert, von denen aus ein schmiedeeisernes Gitter im Bogen nach vorne läuft und die Anlage von der offenen Landschaft abgrenzt.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Während der Hof zur Allee und damit in Richtung Augustusburg geöffnet ist, zeigt die Feldseite des Schlösschens auf ursprünglich unbestelltes Jagdgebiet. Hier das Schloss, Blick von der Feldseite:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Grundriss des Jagdschlosses lehnt sich an die Amalienburg an. Das Jagdschloss besitzt ebenso wie sein Vorbild auf dem Dach des Hauptgebäudes eine Aussichtsplattform, um von dort die Falkenjagd beobachten zu können. Sie ist auf dem folgenden Foto gut zu sehen In den beiden Geschossen liegt in der Mittelachse ein Vorraum, der zu einem Salon führt. Dahinter befinden sich je ein Schlafzimmer, ein Kabinett und eine Garderobe für den Kurfürsten und einen Gast.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Nach den Jagdvergnügungen versammelte sich die höfische Gesellschaft zu Souper und Spiel in den kostbar ausgestatteten Innenräumen des Schloss Falkenlust. Unter den vollständig erhaltenen Räumen ragen die aufwändig ausgestatteten Kabinette hervor, die bereits 1763 der junge Mozart bewunderte.

    http://s3.germany.travel/media/content/staedt...

    Im Südteil des Schlosses befindet sich das Treppenhaus, das mit holländischen Kacheln ausgeschmückt wurde. Die Deckenmalerei stammt von Laurenz de La Roque und zeigt Szenen der Falkenjagd. Das Jagdschloss Falkenlust wurde von de Cuvilliés als maison de plaisance eingerichtet und seinen Räumen im Gegensatz zu Schloss Augustusburg mit seinem repräsentativen Anspruch der Charakter des Privaten, Wohnlichen und Intimen verliehen. So findet man in den Kabinetten kostbare japanische Lackplatten und Setzschirme. Im Speisezimmer thront über dem Kamin das lebensgroße Porträt von Kurfürst Karl Albrecht von Bayern, dem Bruder von Clemens August, und der spätere Kaiser Karl VII..
    1760 gab Casanova ein Galadiner für die Kölner Bürgermeisterin vom Pütz und weitere Damen der Kölner Gesellschaft im Schloss Falkenlust.

    Hier eine sehr schöne Folge von Bildern aus dem Innern des Schlosses Falkenlust:

    http://www.google.de/imgres?sa=X&rlz=1C2FDUM_...

    1730 wurde eine mit reicher Muscheldekoration versehene Kapelle im Park des Jagdschlosses errichtet. Das kleine Oktogon wurde durch Peter Laporterie gebaut und im Stil einer Grotte ausgeschmückt: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%B6sser_A...

    #181Author mars (236327) 07 Dec 13, 08:23
    Comment
    Château de Locquéran

    Château construit vers 1870 par la famille de l'Ecluse. Décor intérieur de style Art Nouveau au début du
    XXe siècle. Le site est classé en 1922. L'édifice abrite un lycée dans les années 1950 puis un institut médico
    éducatif avant d'être transformé en hôtel de charme à la fin du XXe siècle.
    http://www.chateau-fort-manoir-chateau.eu/cha...

    Bilder:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://www.chateau-fort-manoir-chateau.eu/cha...
    #182Author oopsy (491382) 07 Dec 13, 13:24
    Comment
    Schloss Tiefurt ist ein kleines Landschloss an der Ilm im Ortsteil Tiefurt der Stadt Weimar, etwa vier Kilometer östlich des Stadtzentrums gelegen. Das Schloss war Sommersitz der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach. Zusammen mit dem Schlosspark Tiefurt gehört es seit 1998 als Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“ zum UNESCO-Weltkulturerbe.


    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss war ursprünglich das Pächterhaus eines herzoglichen Kammergutes. Der Bau, Ende des 16. Jahrhunderts errichtet und 1765 umgebaut und erweitert, besteht aus einem Hauptgebäude, dessen Obergeschoss sieben Räume umfasst, und einem kleineren Nebengebäude. Beide sind durch einen überdachten Gang verbunden.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss war für etwa 25 Jahre der Lieblingssitz Anna Amalias und ein Zentrum des Weimarer Dichterkreises. Die Herzogin ließ die Porträts von Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried Herder und selbstverständlich von Goethe im Park aufstellen. Diese waren aus Holz. Nur ein Steinporträt Wielands befindet sich noch im Park in der Wieland-Ecke:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Zentrum des Parkes bildet der Musentempel mit den aufwändigen Rabatten, mit denen er umgeben ist.
    Hier ein Gemälde des Weimarer Musenhofs (1860): Es stammt von Theobald von Oer. Friedrich Schiller liest im Tiefurter Park; unter den Zuhörern sind auch Wieland (Mitte sitzend) und Goethe (rechts stehend).

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Hier die heutige Ansicht des im Jahre 1803 errichteten Musentempels mit einer Polyhymnia-Skulptur im Zentrum sowie aufwendiger Schmuckbepflanzung rund um die Parkarchitektur herum:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Zu den markanten Parkarchitekturen zählt auch das Teehaus:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thum...

    Der Park diente dem Liebhabertheater um Anna Amalia auch als Kulisse. Das am 22. Juli 1782 von Goethes gedichtete Singspiel Die Fischerin wurde hier uraufgeführt. Das Stück stand nach Goethe ganz in Beziehung zur Wald- und Wassernatur des Ortes und war vor allem auf Beleuchtungseffekte ausgerichtet.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Tiefurt
    #183Author mars (236327) 08 Dec 13, 11:37
    Comment
    OT: Ein sehr nettes Buch von Ursus Wehrli "Kunst aufräumen" Von dem Buch gibt es bereits zwei Folgebände (Die Kunst, aufzuräumen und Noch mehr Kunst aufräumen).

    Das Buch: http://ecx.images-amazon.com/images/I/51819EG...

    Aus dem Inhalt: Der Dorfplatz von Brueghel:
    http://www.kulturwest.de/typo3temp/GB/bruegel...

    Aufgeräumt - 1 http://www.rossipotti.de/ausgabe27/comic/illu...

    Aufgeräumt - 2 http://www.rossipotti.de/ausgabe27/comic/illu...
    #184Author oopsy (491382) 08 Dec 13, 18:40
    Comment
    :-))
    #185Author emg (454352) 08 Dec 13, 18:43
    Comment
    Schlösser in Märchen

    Mir fiel ein, in wie viel Märchen Schlösser vorkommen, und ich suchte nach entsprechenden Schilderungen. Ich fand aber kaum etwas, und das, wie ich dann feststellte, aus gutem Grund. Max Lüthi hat in seinem Buch „Das europäische Volksmärchen“ dem „abstrakten Stil“ der Märchen ein ganzes Kapitel gewidmet, an dessen Anfang er schreibt:

    „Von allem Anfang an, a principio, geht das Märchen nicht darauf aus, die konkrete Welt mit ihren vielen Dimensionen einfühlend nachzuschaffen. Es schafft sie um, es verzaubert ihre Elemente, gibt ihnen eine andere Form und erschafft so eine Welt völlig eigenen Gepräges. Innerhalb der flächigen Welt des Märchens heben sich die einzelnen Figuren durch scharfe Kontur und reine Farbe äußerlich voneinander ab. Die scharfe Kontur kommt im Märchen schon dadurch zustande, dass es die einzelnen Dinge nicht schildert, sondern nur nennt. Handlungsfreudig, wie es ist, führt es seine Figuren von Punkt zu Punkt, ohne irgendwo schildernd zu verweilen. Die Volkssage starrt gebannten Blicks auf bestimmte Gebäude, Bäume; Höhlen, Wege, Erscheinungen und sucht ihnen immer neue Seiten abzugewinnen; auch die Erzählungen von Tausendundeiner Nacht verlieren sich gerne in der Schilderung der wunderbaren Paläste, der steinernen Städte, in die der Held vordringt … Einlässliche Beschreibungen vermitteln nicht scharfe Bilder, sondern lassen uns die Übersicht verlieren. Das europäische Volksmärchen kennt keine Schilderungssucht. Wenn es seinen Helden auf der Suche nach Bruder und Schwester auf eine eiserne Stadt treffen lässt, so verschwendet es kein einziges Wort an die Beschreibung der eisernen Bauten …“

    So kann es nicht verwundern, dass die Märchen auch keine Schlösser schildern. Was handlungswichtig ist, wird genannt, aber nichts um seiner selbst willen; nichts wird ausgemalt, auch kein noch so prächtiges Königsschloss …

    #186Author mars (236327) 09 Dec 13, 09:20
    Comment
    In #13 habe ich ein paar Zeilen zum Wiener Schloss Belvedere geschrieben und diesen Link zu schönen Fotografien des Schlosses im Österreich gesetzt:
    related discussion: [fr-de] Österreich hat einiges zu bieten. - #46

    Doch Schlösser, die Belvedere heißen, gibt es nicht wenige. Nachdem ich in XY das Schloss Tiefurt vorgestellt habe, liegt es nahe, nun das Weimarer Schloss Belvedere vorzustellen, zumal es nach dem Vorbild des Wiener Schlosses errichtet wurde!

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Weimarer Schloss ist eine aufwendig gestaltete Lustschlossanlage in der Nähe der Stadt Weimar. Das Belvedere zählt zu den schönsten Residenzen Thüringens.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die gesamte Anlage einschließlich des Parks mit seinen vielen exotischen Gewächsen wurde 1998 als Teil des Ensembles „Klassisches Weimar“ von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

    Südansicht des Schlosses:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die barocke Schlossanlage wurde 1724 bis 1744 durch Johann Adolph Richter und Gottfried Heinrich Krohne als Residenz für Herzog Ernst August I. von Sachsen-Weimar erbaut und gehörte zu den bedeutendsten seiner rund zwanzig Jagd- und Lustschlösser. Als Vorbild diente das Schloss Belvedere in Wien. Das gelbfarbene Schloss ist in einen beherrschenden Mittelbau mit kleinem Aussichtsturm und in zwei seitliche Pavillons mit Kuppeln gegliedert. Es steht auf der Südseite eines runden Vorplatzes mit „Schlossfontäne“, um den sich auch die symmetrisch angelegten „Kavaliershäuser“ gruppieren. Heute sind diese unter den Namen „Beethovenhaus“ und „Bachhaus“ im Osten, sowie „Mozarthaus“ und „Haydnhaus“ im Westen bekannt:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die „Kavaliershäuser“ werden heute zum überwiegenden Teil von der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ als Übungs- und Lernräume für Sänger, Gitarristen und Akkordeonisten genutzt.

    Die Schlossgebäude sind nach umfangreichen Sanierungsarbeiten heute wieder für den Besucherverkehr geöffnet. Im eigentlichen Schloss wurde von den Kunstsammlungen zu Weimar ein Rokoko-Museum eingerichtet, dessen Ausstellung wichtige Gemälde und Porträts des 17., 18. und frühen 19. Jahrhunderts zeigt. Sammlungsschwerpunkte sind erlesene Gläser, Porzellane, Fayencen und Möbel. Hier der Eingang in das Museum:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Quelle: Wikip.
     
    In einem späteren Beitrag werde ich auch den Schlosspark Belvedere mit Orangerie vorstellen.
    #187Author mars (236327) 10 Dec 13, 07:51
    Comment
    Mars, herzlichsten Dank für die Schlösser, die Du vorgestellt hast. Besonderen Dank aber für Schloss Belvedere.

    Das Château Pichon Longueville-Baron

    ist eines der berühmtesten Weingüter von Bordeaux. Seit der Bordeauxwein-Klassifikation von 1855 ist das Weingut als Deuxième Grand Cru Classé eingestuft, zweithöchste der Klassifikationen.
    Es liegt in Pauillac an der Südseite des Vorortes Saint-Lambert, unmittelbar an der Gemeindegrenze zu Saint-Julien, und gegenüber dem Schwestergut Château Pichon-Longueville-Comtesse de Lalande, getrennt von der "Route du Vin", der Départementstraße No.2.

    Bilder:
    http://p1.storage.canalblog.com/16/47/725497/...

    http://blogaxafr.systonic.com/wp-content/uplo...

    Château Pichon-Longueville-Comtesse de Lalande
    http://www.ficofi.com/sites/default/files/upl...

    http://media.lonelyplanet.com/lpi/25586/25586...
    #188Author oopsy (491382) 10 Dec 13, 11:19
    Comment
    Nach der Präsentation des Weimarer Schlosses Belvedere (#187) stelle ich nun den dortigen Schlosspark vor.

    Er ist 43 ha groß und wurde zu Zeiten Herzog Ernst Augusts I. in den Jahren 1728 bis 1748 ursprünglich als repräsentative barocke Gartenanlage in strengem französischem Stil um das Schloss herum angelegt.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Nach 1758 setzte eine allmähliche Auflösung der symmetrischen Gartenstruktur ein. So ließ man unter anderem die das Schloss umgebenden Kabinettsgärten entfernen, und auch einige Baulichkeiten verschwanden. Ab 1811 erfolgte unter Erbgroßherzog Carl Friedrich die Umgestaltung im Sinne eines englischen Landschaftsparkes mit zahlreichen Architekturen und Schmuckplätzen im Hangbereich. Für seine Gemahlin, die Zarentochter Maria Pawlowna, ließ Carl Friedrich 1811 bis 1815 den regelmäßig gestalteten „Russischen Garten“ anlegen, an den 1823 ein kleines „Heckentheater“ und 1843 der „Irrgarten“ angefügt wurden.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Bis Mitte des 19. Jahrhunderts um 1850 war die Ausformung der Parkanlagen, die seit 1842 nach den Vorschlägen von Fürst Pückler-Muskau erfolgte, in ihrer heutigen Form eines nachklassisch-romantischen Landschaftsparks mit Schmuckplätzen, Wasser- und Grottenanlagen, sentimentalen Denkmalen und Ruinenarchitekturen abgeschlossen. An den Gebäudeensembles ist die Barockanlage noch ablesbar.

    Die Orangerie sollte ursprünglich nur der Repräsentation dienen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Sie erreichte dann mit den Belvederer Pflanzensammlungen um 1820 als „Hortus Belvedereanus“ sogar Berühmtheit. Johann Wolfgang von Goethe und Großherzog Carl August weilten in jener Zeit oft zu naturwissenschaftlichen Studien und botanischen Versuchen in den Belvederer Gewächshäusern. In den Jahren 1818-1821 wurde der sogenannte „Rote Turm“ neben dem „Langen Haus“ am „Blumengarten“ errichtet, welcher eine Ausmalung von Adam Friedrich Oeser erhielt (heute wieder rekonstruiert) und als botanisches Kabinett genutzt wurde.
    #189Author mars (236327) 11 Dec 13, 08:28
    Comment
    Schloss Reifnitz am Wörthersee

    Erbaut wurde es 1898 für Adolf Heinrich Bercht (einem späteren Bürgermeister von Klagenfurt), nach Plänen des Hamburger Architekten Professor Zenkonski. Seitdem gab es einige Um- und Zubauten, auf der Rückseite besteht das Schloss fast nur aus einer Glasfassade.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Reifnitz

    Bilder:
    http://www.news.at/_storage/asset/1857846/sto...

    http://static2.kleinezeitung.at/system/galler...

    Mit Maria Wörth im Hintergrund
    http://www.sagen.at/fotos/data/558/Schloss-Re...
    #190Author oopsy (491382) 12 Dec 13, 08:05
    Comment
    Danke, oopsy, für das malerische Schloss Reifnitz!


    Nach den Belvedere-Schlössern in Wien und in Weimar möchte ich nun ein drittes Belvedere vorstellen. Es ist nicht so groß und eindrucksvoll wie die beiden anderen, aber mit ihm verbinden sich für mich sehr angenehme Erinnerungen: Meine Frau und ich wurden nämlich vor einigen Jahren zu einer phantastischen Weinprobe in Schloss Wackerbarth eingeladen, zu dem ein etwas höher gelegenen schönes Belvedere-Gebäude gehört, das in der Tat eine « schöne Aussicht » ermöglicht.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Schloss Wackerbarth oder auch Wackerbarths Ruh’ ist ein von Weinbergen umgebenes Barockschloss im Radebeuler Stadtteil Niederlößnitz an der Straße nach Meißen, das als Sitz des Sächsischen Staatsweingutes dient. Das Weingut gehört zur Einzellage Radebeuler Johannisberg innerhalb der Großlage Lößnitz und liegt im Denkmalschutzgebiet Historische Weinberglandschaft Radebeul.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Hier der Park von Schloss Wackerbarth mit Belvedere vor dem Hintergrund der Weinberge, im Hintergrund der Jacobstein:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das historische Areal des Schlosses bildet einen Ausläufer des oberhalb verlaufenden Landschaftsschutzgebiets Lößnitz. Schloss Wackerbarth als sächsisches Kulturerbe gehört zur Landeskooperation Schlösserland Sachsen.

    Besonders gefallen hat uns das Belvedere von vorn; zu sehen ist auf dem Foto auch der Unterbau mit Brunnen und Wasserbecken, davor Skulpturen.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Im Hintergrund die Weinberge. Und den Sekt, der hier hergestellt wird, kann ich wirklich nur empfehlen. Bei der Weinprobe erfuhren wir, dass die Wackerbarth-Winzer sich zur Ausbildung auch in Südbaden am Kaiserstuhl und in Südfrankreich aufgehalten hatten.

    #191Author mars (236327) 13 Dec 13, 09:44
    Comment
    Das Schloss Sondershausen 

    in der gleichnamigen Stadt in Thüringen war bis 1918 die Residenz der Fürsten zu Schwarzburg-Sondershausen. Die umfangreiche Anlage kann eine annähernd 800jährige Baugeschichte mit bedeutenden Raumfassungen vorweisen. Die derzeitige Optik des Schlosses rührt weitestgehend von der klassizistischen Umformung des Komplexes durch den Berliner Architekten Carl Scheppig. Der einstige Fürstensitz mit dem Schloss- und Stadtmuseum bildet einer des wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Sondershausen und ist für Besucher zugänglich.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Sondershausen

    Residenzschloss Sondershausen, hervorgegangen aus einer Burg mit sichtbaren Bauabschnitten aus 6 Epochen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Blick vom Markt über die Alten Wache zum Schloss
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Hofseite des Westflügels mit der wiederhergestellten Barockdekoration, davor der Herkulesbrunnen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Achteckhaus, Marstall und Wagenhaus
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Blick vom Lustgarten mit Fontäne zum klassizistischen Westflügel und der Rotunde
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    #192Author oopsy (491382) 14 Dec 13, 10:11
    Comment
    In #104 habe ich erwähnt, dass Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) ein Gedicht auf das Schloss in Meersburg, in dem sie wohnte, geschrieben hat. Hier sind diese Verse:

    Das alte Schloß

    Auf der Burg haus' ich am Berge,
    Unter mir der blaue See,
    Höre nächtlich Koboldzwerge,
    Täglich Adler aus der Höh',
    Und die grauen Ahnenbilder
    Sind mir Stubenkameraden,
    Wappentruh' und Eisenschilder
    Sofa mir und Kleiderladen.

    Schreit' ich über die Terrasse
    Wie ein Geist am Runenstein,
    Sehe unter mir die blasse
    Alte Stadt im Mondenschein,
    Und am Walle pfeift es weidlich,
    - Sind es Käuze oder Knaben? -
    Ist mir selber oft nicht deutlich,
    Ob ich lebend, ob begraben!

    Mir genüber gähnt die Halle,
    Grauen Tores, hohl und lang,
    Drin mit wunderlichem Schalle
    O Langsam dröhnt ein schwerer Gang;
    Mir zur Seite Riegelzüge,
    Ha, ich öffne, laß die Lampe
    Scheinen auf der Wendelstiege
    Lose modergrüne Rampe,

    Die mich lockt wie ein Verhängnis,
    Zu dem unbekannten Grund;
    Ob ein Brunnen? ob Gefängnis?
    Keinem Lebenden ist's kund;
    Denn zerfallen sind die Stufen,
    Und der Steinwurf hat nicht Bahn,
    Doch als ich hinab gerufen,
    Donnert's fort wie ein Orkan.

    Ja, wird mir nicht baldigst fade
    Dieses Schlosses Romantik,
    In den Trümmern, ohne Gnade,
    Brech' ich Glieder und Genick;
    Denn, wie trotzig sich die Düne
    Mag am flachen Strande heben,
    Fühl' ich stark mich wie ein Hüne,
    Von Zerfallendem umgeben.

    #193Author mars (236327) 16 Dec 13, 13:25
    Comment
    Im alten Schloß zu Weesenstein

    Vers 1: Im alten Schloß zu Weesenstein,
    Da solls des Nachts sehr finster sein.
    Warum so finster grad bei Nacht?
    Das hat man nicht herausgebracht.

    Vers 2: Wenn es des Nachts dort Zwölfe schlägt,
    Der Klöppel zwölfmal sich bewegt,
    Warum es grad zwölf Schläge macht,
    Das hat man nicht herausgebracht!

    Vers 3: Ein Dichter, dem dies ward bericht',
    Der machte darauf ein Gedicht.
    Warum er das Gedicht gemacht?
    Das hat noch niemand 'rausgebracht!

    Nutzanwendung: Im alten Schloß zu Weesenstein
    Da sitzen wir so ganz allein.
    Warum Ihr nicht mit uns gemacht,
    Das hat noch keiner 'rausgebracht!

    Karl May, gest. 1912
    #194Author oopsy (491382) 17 Dec 13, 10:42
    Comment
    Die Villa Ludwigshöhe, vor Ort oft auch nur die Ludwigshöhe genannt, bei Edenkoben in Rheinland-Pfalz ist ein kleines Schloss und der ehemalige Sommersitz des Königs Ludwig I. von Bayern.

    Hier erst einmal ein Luftbild:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das zweistöckige Haupthaus besteht aus vier quaderförmigen Bauten, die sich zu den Himmelsrichtungen hin rechtwinkelig um ein Atrium gruppieren. Die nach Osten weisende Vorderseite des Haupthauses ist durch zwei übereinanderliegende Säulenreihen vertikal gegliedert. Während die untere Reihe dorische Säulen aufweist, besteht die obere Reihe aus Säulen ionischer Ordnung. Auf der Nordseite ist eine Veranda angebaut, die einer überdachten Terrasse ähnelt.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Bau des Schlösschens nach italienischen Anregungen in klassizistischen Stilformen begann mit der Grundsteinlegung 1846. Die Arbeiten nach den Plänen des Architekten Friedrich Wilhelm von Gärtner führte der Baumeister Joseph Hoffmann aus Ludwigshafen am Rhein aus. Die Vollendung des Baues zog sich bis 1852 hin. Ludwig I. weilte alle zwei Jahre in den Sommermonaten Juli und August in der Villa, wo er dann auch seinen Geburtstag feierte.

    Der ehemalige Speisesaal wird heute für Veranstaltungen genutzt, An den Wänden ist auch zu sehen, wie 1899 Adalbert Hock aus Aschaffenburg die Wände des Speisesaals mit pompejanischen Motiven neu ausmalte. Rechts im Hintergrund steht ein Steinway-Flügel.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    1975 erwarb das Land Rheinland-Pfalz das Schlösschen für 1,9 Millionen DM von den Wittelsbachern und restaurierte es mit einem Aufwand von 5,7 Millionen DM. Es wird für die Aufführung von Konzerten genutzt, vor allem in Zusammenarbeit mit der Stiftung Villa Musica. Außerdem beherbergt die Villa die vom Landesmuseum Mainz wissenschaftlich betreute Max-Slevogt-Galerie mit 130 Werken: http://www.max-slevogt-galerie.de/


    http://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Ludwigsh%C...


    #195Author mars (236327) 17 Dec 13, 11:59
    Comment
    Heute möchte ich ein geschichtsträchtiges Gebäude vorstellen, das Hambacher Schloss

    Die ursprüngliche Anlage stammte aus dem 11. Jahrhundert und gehörte zum Eigentum der Salier. Der Speyerer Bischof Johannes I. († 1104), der verwandtschaftlich mit den Saliern zusammenhing, vermachte die Burg dem Bistum Speyer, dem sie über Jahrhunderte, bis zum Ende der Feudalzeit gehörte. Viele Speyerer Bischöfe haben zeitweise hier residiert; Nikolaus von Wiesbaden empfing am 12. Juni 1388, in der Burgkapelle, die Bischofsweihe.
    1552 eroberten Truppen des Markgrafen und Söldnerführers Albrecht Alcibiades die Burg und brannten sie nieder. Durch Bischof Marquard von Hattstein erfolgte ein notdürftiger Wiederaufbau. Die Anlage diente von nun an einem bischöflichen Förster als Domizil.
    Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die marode Veste 1688 von den Franzosen niedergebrannt und blieb Ruine. Lediglich die dem Hl. Michael geweihte Burgkapelle baute man nochmals auf und weihte sie am 9. Juli 1723 wieder. Französische Revolutionäre plünderten diese am 30. Juli 1794 erneut und zerstörten sie. Die dort bisher von den Gläubigen verehrte Figur des Erzengels Michael banden sie dabei zum Spott an den Schweif eines Pferdes und ritten damit durch die Straßen. Die gesamte Burgruine fiel zunächst an den französischen Staat, später an das Königreich Bayern

    Hier die Südostecke bei Nacht:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    1832 wurde die Schlossruine durch die viertägige Protestveranstaltung von etwa 30.000 Menschen zum Schauplatz der frühen Demokratiebestrebungen auf deutschem Boden.

    http://www.landgasthof-zickler.de/tl_files/Zi...

    Anlass war die Unzufriedenheit der pfälzischen Bevölkerung über Repressionsmaßnahmen der bayerischen Verwaltung. Diese hatte in den Jahren nach 1816 wichtige Errungenschaften zurückgenommen, die dem Volk in der Zeit der Besatzung durch Frankreich gewährt worden waren.

    http://data7.blog.de/media/524/6273524_53b9a2...

    Nachdem die bayerische Obrigkeit eine strenge Zensur eingeführt und politische Kundgebungen verboten hatte, gaben die Organisatoren die Veranstaltung als „Volksfest“ aus. Die Pfälzer fanden Unterstützung bei zahlreichen anderen Volksgruppen und Einzelpersonen. Seit jenem Fest gilt das Hambacher Schloss als Sinnbild der Demokratie in ganz Deutschland.

    1842 machten die königstreuen Eigentümer die Burgruine dem bayerischen Kronprinzen und späteren König Maximilian II. zum Hochzeitsgeschenk. Seither wird das Schloss im Volksmund auch „Maxburg“ genannt. 1844 begann Bayern mit dem Wiederaufbau, zu dem August von Voit die Pläne lieferte. Obwohl dieser entsprechend dem Zeitgeschmack keine Rekonstruktion der mittelalterlichen Burg beabsichtigte, zeigen die Pläne zum neugotischen Schlossbau in Anlehnung an Hohenschwangau einen vergleichsweise behutsamen Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz. So gehört von den so neugotisch anmutenden Erkern der Fassade der linke tatsächlich zur mittelalterlichen Burg. Frei erfunden sind an der Fassade lediglich das Maßwerk der Fenster und der Zinnenkranz.

    http://www.travunity.de/files/images/Im_Hamba...

    Bereits zwei Jahre nach Baubeginn gerieten die Arbeiten ins Stocken und kamen endgültig in den Revolutionsjahren 1848/49 zum Erliegen. Ausgeführt wurde lediglich die Hauptfassade des Wohnbaus sowie als Torso der seitlich und rückwärtig vom Hauptbau gelegene Altan. Über mehr als ein Jahrhundert blieb das Hambacher Schloss eine offene Bauruine. Erst zum 150-jährigen Jubiläum des Hambacher Festes wurde das Schloss zwischen 1980 und 1982 für rund 12 Mio. DM (etwa 6 Mio. €) fast vollständig restauriert.

    http://www.metropolnews.info/sites/default/fi...

    Und zum Abschluss das Hambacher Schloss, wie es fahnengeschmückt von außen aussieht:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    #196Author mars (236327) 18 Dec 13, 08:59
    Comment
    Ein weißes Schloß in weißer Einsamkeit

    Ein weißes Schloß in weißer Einsamkeit.
    In blanken Sälen schleichen leise Schauer.
    Todkrank krallt das Gerank sich an die Mauer,
    und alle Wege weltwärts sind verschneit.

    Darüber hängt der Himmel brach und breit.
    Es blinkt das Schloß. Und längs den weißen Wänden
    hilft sich die Sehnsucht fort mit irren Händen ...
    Die Uhren stehn im Schloß: es starb die Zeit.

    Rainer Maria Rilke, gest. 1926
    #197Author oopsy (491382) 19 Dec 13, 09:21
    Comment
    Schloss Dyck ist ein schönes Barockschloss bei Grevenbroich (Nordrhein-Westfalen).
     
    Es ist eines der bedeutendsten Wasserschlösser des Rheinlandes. Die Anlage besteht aus einer Hochburg und zwei Vorburgen, die von einem Wassergraben umgeben sind.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Schloss verfügt über ein dreifaches Grabensystem. Über dieses und eine äußere sowie eine innere Vorburg gelangt man zum Herrenhaus aus den Jahren 1636 bis 1663. Das vierflügelige, von Ecktürmen begrenzte Schloss umgibt einen fast quadratischen Innenhof.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Die Gebäude gehen im Wesentlichen auf den Stand nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg zurück. Überregionale Bekanntheit erlangte es als eine Kulisse für die Fernsehserie „Verbotene Liebe“.

    und hier die Schlossbrücke bei einer Illumina, während der jedes Jahr Schloss und Park durch Lichtspiele und stimmungsvolle Musik in Szene gesetzt werden:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Dyck
    #198Author mars (236327) 19 Dec 13, 15:01
    Comment
    Darf ich noch ein kleines Schloss aus meiner Gegend vorstellen, das ich im Rahmen einer Tagung kennen gelernt habe? Schloss Bürgeln liegt im Süden Baden-Württembergs, auf einer bewaldeten Höhe im Landkreis Lörrach.

    http://4.bp.blogspot.com/-Ul5yEclmkcU/UKFoyCY...

    1762 wurde der Bau von Franz Anton Bagnato auf Veranlassung des Propstes von Bürgeln, Aloysius Mader, und des Fürstabtes Meinrad Troger vom Kloster St. Blasien, zu dem die Propstei gehörte, im frühklassizistischen Stil mit Rokokoausstattung begonnen und 1764 unter Fürstabt Martin Gerbert vollendet.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Salon mit Kachelofen: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Ein Blick in die Kapelle: http://www.burgen-schloesser-impressionen.de/...

    Heute finden auf Schloss Bürgeln, vor allem im Sommer, zahlreiche Veranstaltungen statt. Dies sind unter anderem Tagungen, Seminare, Konzerte (mit der Hochschule für Musik Freiburg) und Feste. Mitte der 1980er Jahre war das Schloss Drehort einer ZDF-Serie mit dem Titel Lorenz & Söhne. Handlung war die Geschichte der Familie Lorenz und deren Weingut.


    Hier findet ihr auch schöne Bilder des Schlossparks:

    http://ais.badische-zeitung.de/piece/00/45/33...

    http://www.burgen-schloesser-impressionen.de/...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_B%C3%BCrgeln

    #199Author mars (236327) 20 Dec 13, 10:54
    Comment
    Schloss Benrath liegt im südlichen Stadtteil Benrath in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Erbaut wurde es von 1755 bis 1773 unter der Leitung von Nicolas de Pigage (1723–1796) im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz als Witwensitz für die Kurfürstin.

    http://www.abracus.de/bilder/d%C3%BCsseldorf_...

    Das denkmalgeschützte Ensemble von Lustschloss, Jagdpark, Weihern und Kanalsystem gilt als bedeutsamstes architektonisches Gesamtkunstwerk von Düsseldorf.

    http://www.duesseldorf.de/touristik/bildarchi...

    Der Baustil zeigt beispielhaft den Übergang vom Barock und Rokoko zum Klassizismus. So sind die privaten Gemächer im prunkvollen Rokoko-Stil gestaltet und die öffentlichen Empfangsräume im nüchternen klassizistischen Stil.

    Innenansichten des Kuppelsaals:

    http://www.baukunst-nrw.de/bilder/full/665_05...

    http://www.hofmusik.de/wp-content/uploads/201...

    Die Außenarchitektur des Schlosses mit Hauptgebäude und Kavaliersflügeln ist im repräsentativem Barock-Stil gehalten, wobei die Flügel auf der Empfangsseite die Hälfte des kreisförmigen Schlossweiher umfassen. Ebenso wie der langgestreckte rechteckige Spiegelweiher auf der Gartenseite wurde er zur Spiegelung der Fassaden im Wasser angelegt. Die gesamte Wasserarchitektur wird von der Itter gespeist.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Das Hauptgebäude, das Corps de Logis, ist symmetrisch in den östlichen Bereich der Kurfürstin, der thematisch Dekorationen mit Gartenbezug aufweist, und den westlichen Bereich des Kurfürsten, der thematisch Dekorationen aus dem Bereich der Jagd zeigt, unterteilt.

    Südseite des Corps de Logis: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Thematisch orientiert an der Innendekoration liegen Obst- und Gemüsegarten im Osten und der Jagdpark im Westen. Äußerlich wirkt das Hauptgebäude zweigeschossig, was für die hohen Herrschaftsräume auch zutrifft, nicht aber für die Dienstbotenräume. Diese erstrecken sich über vier Stockwerke, da sie nur halb so hoch sind wie die Herrschaftsräume. Nimmt man den Keller und das Dachgeschoss unter dem Belvedere (Ausblick) hinzu, weist das gesamte Schloss 6 Stockwerke auf.

    Wandgemälde von Schloss Benrath im Salon Murat des Élysée-Palastes, Paris:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Zwei Torhäuser und zwei Flügelbauten flankieren das Corps de Logis. Die Flügelbauten beherbergen heute zwei Museen: das Museum für Europäische Gartenkunst im Ostflügel, sowie das Museum für Naturkunde im Westflügel. Im Corps de Logis finden musikalische Veranstaltungen wie die Wandelkonzerte statt. Die Stadt Düsseldorf hat die gesamte Schlossanlage und den Park im Jahr 1984 unter Denkmalschutz gestellt.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Benrath


    #200Author mars (236327) 21 Dec 13, 09:24
    Comment
    Joyeux Noël ! Frohes Fest allerseits !
    #202Author oopsy (491382) 24 Dec 13, 08:57
    Comment
    Heute möchte ich ein hübsches, kleines Schloss aus meiner näheren Umgebung vorstellen:

    http://images.fotocommunity.de/bilder/archite...

    Das Schloss Schmieheim bei Kippenheim in der Ortenau wurde in den Jahren 1607 bis 1610 durch Friedrich Bock von Gerstheim und seine zweite Ehefrau Salomone von Fegersheim im Renaissancestil erbaut. Im Jahr 1812 diente das Schloss als Lazarett für Soldaten aus Napoleons Feldzügen, ab 1847 war einer der ersten Kindergärten im Land hier im Schloss Schmieheim untergebracht. 1925 kaufte dann die Gemeinde für damals 10000 Goldmark das heruntergekommene Schloss. Es diente dann bis 1958 als Keller, als Festsaal und zur Unterbringung von Gefriereinheiten, Tabakschopf und anderen Zwecken. Ab 1958 folgte die erste grundlegende Renovation.

    http://img.webme.com/pic/b/badischewanderunge...

    Heute wird das Schloss Schmieheim für verschiedene Zwecke genutzt, unter anderem besitzt die örtliche Winzergenossenschaft im Gewölbekeller einen Probierraum. Mit seinen drei Türmen ist das Schloss heute das Wahrzeichen von Schmieheim. Der malerische Schlosspark lädt zum Spazierengehen ein und bildet die Kulisse für zahlreiche festliche Veranstaltungen.

    Im Jahr 2010 konnte das Schmieheimer Schloss auf eine 400jährige Geschichte Rückblick halten. Dieses Ereignis wurde mit einem Jubiläums-Wochenende vom 16. bis 18. Juli 2010 gefeiert. Das war auch der Anlass für die folgende Bilder-Serie von Heidi Fössel in der Badischen Zeitung:

    http://www.badische-zeitung.de/fotos-400-jahr...

    http://www.badische-seiten.de/schmieheim/schl...


    #203Author mars (236327) 27 Dec 13, 09:58
    Comment
    Wir haben schon viele Schlösser, aber noch kein Schlossgespenst vorgestellt.

    Hui Buh – Das Schlossgespenst ist ein deutscher Film von Regisseur Sebastian Niemann aus dem Jahr 2006. Der Film basiert auf Motiven der Hörspielreihe Hui Buh von Eberhard Alexander-Burgh. In den Hauptrollen spielen Michael Herbig und Christoph Maria Herbst. Mit über zwei Millionen Zuschauern war es der fünfterfolgreichste inländische Film 2006 in den deutschen Kinos.

    Ritter Balduin befindet sich im Jahr 1399 auf Schloss Burgeck, und versucht dort seinen Geldbeutel durch Glücksspiel aufzubessern. Als sein Gegenspieler Adolar bemerkt, dass Balduin falschspielt, wird Balduin plötzlich von einem Blitz getroffen – er wird zum Gespenst Hui Buh. Vor Schreck taumelt Ritter Adolar zurück und fällt durchs Fenster in den Burggraben.

    500 Jahre später ist Hui Buh das einzige behördlich zugelassene Gespenst auf Schloss Burgeck. Zusammen mit dem Kastellan führt er ein beschauliches Leben, bis eines Tages König Julius der 111. das Schloss bezieht, um dort die Verlobung mit Leonora Gräfin zu Etepetete zu feiern ...

    Mehr erfahrt ihr hier.
    #204Author mars (236327) 28 Dec 13, 09:30
    Comment
    Arenenberg ist der Name eines Schlosses am Untersee in der Gemeinde Salenstein, Kanton Thurgau, Schweiz, gegenüber der Insel Reichenau. Historische Bedeutung erlangte das Anwesen als Wohnsitz der vormaligen holländischen Königin Hortense de Beauharnais und des späteren französischen Kaisers Napoléon III. Die Einrichtung des heutigen Napoleonmuseums besteht weitgehend aus der Originalmöblierung.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Arenenberg

    Bilder:

    http://www.tourismus-untersee.eu/var/tun/stor...

    http://www.schechler.com/see-infos/wp-content...

    http://www.weisses-kreuz.at/var/wt/storage/im...

    http://www.schweizerfamilie.ch/typo3temp/pics...

    http://www.kulturfinder-bw.de/uploads/tx_temp...

    http://www.stadt-netz.ch/ausflug/gif/napoleon3.jpg

    http://media.kunst-fuer-alle.de/img/37/m/37_3...

    Das im Jahre 1906 gegründete Napoleonmuseum ist das einzige deutschsprachige Museum zur napoleonischen Geschichte. Es beschäftigt sich mit dem Zeitraum von der französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. Übrigens hat Napoleon III hier seine Kindheit verbracht!
    http://www.weisses-kreuz.at/ausflugsziele-dre...
    #205Author oopsy (491382) 29 Dec 13, 10:26
    Comment
    Oopsy hat in #201 wunderschöne Schlösser und ihre Brunnen vorgestellt. Ich nehme das zum Anlass, vom bisherigen Schwerpunkt „Schlösser“ auf das Thema „Brunnen“ überzuleiten.

    Es können „Brunnen vor dem Tore“ sein, wie in dem Beginn des bekannten Volksliedes, in dem das erste Verspaar klassische Bestandteile eines ‚lieblichen Orts‘ oder Locus amoenus vorstellt, doch werden es wohl meistens prächtige Brunnen bei schönen Bauwerken oder im Stadtinnern , z. B. auf Marktplätzen. Ich beginne mit dem nicht so bekannten Ringelnatz-Brunnen in Wurzen, dem Geburtsort des Dichters (†1934).

    http://ringelnatz-verein.de/wp-content/upload...

    Die Gestaltung des Brunnens bezieht sich auf das folgende Gedicht von Ringelnatz:

    Seepferdchen

    Als ich noch ein Seepferdchen war,
    Im vorigen Leben,
    Wie war das wonnig, wunderbar,
    Unter Wasser zu schweben.
    In den träumenden Fluten
    Wogte, wie Güte, das Haar
    Der zierlichsten aller Seestuten,
    Die meine Geliebte war.
    Wir senkten uns still oder stiegen,
    Tanzten harmonisch umeinand,
    Ohne Arm, ohne Bein, ohne Hand,
    Die Wolken sich in Wolken wiegen.
    Sie spielte manchmal graziöses Entfliehn,
    Auf daß ich ihr folge, sie hasche,
    Und legte mir einmal im Ansichziehn
    Eierchen in die Tasche.
    Sie blickte traurig und stellte sich froh,
    Schnappte nach einem Wasserfloh
    Und ringelte sich
    An einem Stengelchen fest und sprach so:
    Ich liebe dich!
    Du wieherst nicht, du äpfelst nicht,
    Du trägst ein farbloses Panzerkleid
    Und hast ein bekümmertes altes Gesicht,
    Als wüßtest du um kommendes Leid.
    Seestütchen! Schnörkelchen! Ringelnaß!
    Wann war wohl das?
    Und wer bedauert wohl später meine restlichen Knochen?
    Es ist beinahe so, daß ich weine –
    Lollo hat das vertrocknete, kleine
    Schmerzverkrümmte Seepferd zerbrochen.

    Ringelnatz hat das von Seeleuten Ringelnass genannte Seepferdchen auch oft gezeichnet!


    #206Author mars (236327) 30 Dec 13, 09:24
    Comment
    Hörst du, wie die Brunnen rauschen...

    Hörst du, wie die Brunnen rauschen?
    Hörst du, wie die Grille zirpt?
    Stille, stille, laß uns lauschen,
    Selig, wer in Träumen stirbt;
    Selig, wen die Wolken wiegen,
    Wem der Mond ein Schlaflied singt;
    O! wie selig kann der fliegen,
    Dem der Traum den Flügel schwingt,
    Daß an blauer Himmelsdecke
    Sterne er wie Blumen pflückt:
    Schlafe, träume, flieg, ich wecke
    Bald dich auf und bin beglückt.

    Clemens Brentano, gest. 1848


    Der "Pusteblumen-Brunnen" steht in Oslo: http://3.bp.blogspot.com/-W2xgDHGuqGY/T2ee_Kp...

    Ein weiterer Brunnen aus Oslo: http://www.lesertipps-reisen.de/wp-content/up...

    http://www.42pixels.de/oom2009/slides/0690-Os...
    #207Author oopsy (491382) 30 Dec 13, 11:08
    Comment
    Das ist für mich eines der schönsten dt. Gedichte überhaupt, oopsy :-))
    #208Author Dana (236421) 30 Dec 13, 16:26
    Comment
    Oopsy, ich möchte auch mit einem Brunnen aus Skandinavien aufwarten, mit Brunnen am Radhuspladsen in Kopenhagen. 

    http://www.staedte-fotos.de/1200/kopenhagen-b...

    Das Dragespringvandet (Drachenspringbrunnen) aus Bronze und Granit wurde 1904 eingeweiht. Der Brunnen entstand nach einer Zusammenarbeit von Thorvald Bindesbøll und Joakim Skovgaard und auf Initiative des Komitees für die Ausstellung „Dänische Kunst”. Der Brunnen wurde anfangs heftig kritisiert und deshalb mehrfach verändert. So ist er seit 1908 von einem flachen Granitbecken umgeben und bekam 1923 einen Stier aufgesetzt, der mit einem Drachen kämpft. Mit der Erweiterung des H.C. Andersens Boulevards wurde der Springbrunnen ein paar Meter in Richtung Platzmitte verschoben.
    #209Author mars (236327) 31 Dec 13, 09:15
    Comment
    Brunnen

    Ganz verschollen ist die alte,
    holde Brunnenpoesie,
    da aus Tritons Muschelspalte
    eine klare Quelle lallte,
    die den Gassen Sprache lieh.

    Abends bei den Röhrenkasten
    sammelte sich Paar um Paar,
    weil der Quelle lieblich Glasten
    und ihr Laut der tiefgefaßten
    Neigung süßes Omen war.

    Aber als durch Menschenmühn dann
    Wasser treppenaufwärts stieg,
    und kein Paar kam: Misogyn dann
    ward der Gott; es schlich sich Grünspan
    in die Muschel, - und er schwieg.

    Rainer Maria Rilke, gest. 1926



    Brunnen in Prag, Rilkes Geburtsstadt:
    http://www.frisolda.at/bilder_prag_gro/prag_t...

    http://thumbs.dreamstime.com/z/troya-schloss-...

    http://www.tradebit.de/usr/stock-photos/pub/9...
    #210Author oopsy (491382) 01 Jan 14, 10:37
    Comment
    Nach 209 möchte ich einen zweiten Kopenhagener Brunnen vorstellen:

    An der unweit des Freiheitsmuseums gelegenen Uferpromenade Langelinie plätschert das Wasser des imposanten Gefion-Brunnens:

    http://www.kopenhagen.citysam.de/fotos-kopenh...

    Es ist das größte Denkmal in Kopenhagen und wird als Wunschbrunnen benutzt.

    Er zeigt die mythologische Gefion, die mit ihren zu Stieren verwandelten Söhnen die Insel Seeland aus Schweden herauspflügt.

    Der Brunnen wurde 1908 von dem dänischen Bildhauer Anders Bundgaard (1864-1937) geschaffen und am 14. Juli 1908 eingeweiht. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Carlsberg-Brauerei spendete 1897 die Carlsberg-Stiftung der Stadt Kopenhagen eine größere Summe Geld, wovon der Brunnen gebaut wurde und der Bildhauer Anders Bundgaard beauftragt sowie bezahlt wurde. Die Figurengruppe des Springbrunnen stellt Gefion, die Asenjungfrau aus der germanischen Mythologie dar: Gefion, die mit einem Pflug und ihren Ochsen eine Furche zwischen Schweden und Seeland zieht und damit Seeland vom Festland trennte.

    #211Author mars (236327) 01 Jan 14, 17:36
    Comment
    Nachdem uns oopsy schon mit zwei wunderschönen Brunnengedichten erfreut hat, dem Brentanos und dem Rilkes, möchte auch ich ein solches Gedicht vorstellen, und zwar eines, mit dem sich der Autor besondere Mühe gab, indem er nicht weniger als sieben Fassungen schrieb. Er arbeitete sehr sorgfältig an diesem Gedicht und verringerte dabei dessen Umfang von sechzehn auf acht Zeilen sowie von zwei Strophen auf eine Strophe. Es lag ihm viel daran, in möglichst wenigen Worten möglichst viel zu vermitteln, die Sprache also zu „verdichten“.

    Die Rede ist von dem Gedicht "Der römische Brunnen", das Conrad Ferdinand Meyer (1825 - 1898) verfasste und in dem er die fontana dei cavalli marini in der Villa Borghese beschreibt. Ich wähle die letzte Fassung aus:

    Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
    Er voll der Marmorschale Rund,
    Die, sich verschleiernd, überfließt
    In einer zweiten Schale Grund;
    Die zweite gibt, sie wird zu reich,
    Der dritten wallend ihre Flut,
    Und jede nimmt und gibt zugleich
    Und strömt und ruht.


    „Der römische Brunnen“ gehört zur Gattung der Dinggedichte, bei denen kein lyrisches Ich spricht, sondern ein Gegenstand so plastisch und objektiv wie möglich beschrieben wird.

    Hier ein Foto dieses Brunnens:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #212Author mars (236327) 02 Jan 14, 10:00
    Comment
    Zum Thema „Brunnen“ möchte ich wieder ein "Bilder-Rätsel" anbieten.

    Eine Hilfe beim Erraten des Malers dürfte es schon sein, wenn ich erwähne, dass er nicht zu den Künstlern gehört, von denen in unseren Kunstcafés bereits ein Bild zu identifizieren war; es handelt sich also nicht (ich bleibe bei der Reihenfolge der Rätsel) um Dürer, Holbein, Brueghel, C. D. Friedrich, Vermeer, Menzel, Veronese, Arcimboldo, Seurat, Tischbein, Roger van der Weyden, Watteau, Georges de la Tour, Courbet, Picasso, Grosz, Dali, Jeanne Mammen, Sisley, Jan van Eyck oder Vincent van Gogh …

    Der gesuchte französische Künstler malte in der Barockzeit, orientierte sich aber an der Antike. Auch erfüllten seine Bilder kaum repräsentative Funktionen, sondern kamen eher den künstlerischen Neigungen privater Kunstkenner entgegen.

    Der Brunnen, an dem die gemalte Szene spielt, ist ein wichtiger Treffpunkt. Erstens kommt hier vor der prächtigen Kulisse einer urbanen Landschaft eine ganze Reihe junge Frauen zusammen. Sie sind in Kleidung und Mimik variantenreich dargestellt; auch in der Gestik unterscheiden sie sich, zwei von ihnen tragen ihre Wasserkrüge auf dem Kopf, andere ruhen sich gerade aus. Ein halbes Dutzend schaut den beiden Hauptfiguren zu, die sich hier zum ersten Mal begegnen. Es handelt sich um einen Boten, der in einer Stadt auf dem Gebiet der heutigen Türkei eine gottesfürchtige Frau für den Sohn eines bekannten Stammvaters suchen soll. Und er erkennt die Richtige daran, dass sie ihm sehr freundlich begegnet und ihm zu trinken gab. Er überreicht ihr den Schmuck, den er mitgebracht hat, und sie legt dankbar die Hand auf ihr Herz.

    ►► Wer errät den Maler und den Namen des Gemäldes, das übrigens im größten Pariser Museum hängt? Ich bitte wieder darum, die Lösung nicht einfach zu nennen, sondern nur auf sie anzuspielen, damit eventuell auch andere miträtseln können. Ich wünsche beim Erkennen bzw. Erraten viel Spaß! ◄◄

    Aber wieder geht es nicht nur ums „Rätseln“, sondern erneut vor allem um das Vorstellen eines Kunstwerks und um einem eventuellen Meinungsaustausch über das Bild.

    #213Author mars (236327) 03 Jan 14, 10:23
    Comment
    Gehe ich recht in der Annahme, dass hier ein biblisches Thema gezeigt wird ?
    #214Author oopsy (491382) 04 Jan 14, 10:46
    Comment
    @214: ja.
    #215Author hannabi (554425) 04 Jan 14, 11:12
    Comment
    Schön, dass sich schon zwei Kunstfreundinnen mit dem Bilder-Rätsel in #213 befasst haben und zudem mit ihren Anspielungen richtig liegen. Die auf dem Bild dargestellte Brunnen-Szene kommt im Alten Testament vor, und zwar bereits in der Genesis ...
    #216Author mars (236327) 04 Jan 14, 17:49
    Comment
    Das Popperöder Brunnenhaus 

    ist ein bedeutendes Bau- und Kulturdenkmal der Stadt Mühlhausen in Thüringen. Die Gesamtanlage besteht aus der Brunnenfassung der Popperöder Quelle, dem Brunnenhaus sowie einer Einfriedung. Zudem befinden sich im Umfeld der Anlage weitere Quellen (Grundsloch und Brunnen V), die bis heute für die Wasserversorgung der Stadt genutzt werden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Popperöder_Brun...


    http://media.belocal.de/16674/1500x1129_0,0c.jpg
    #217Author oopsy (491382) 05 Jan 14, 11:17
    Comment
    #213 / Mars : Ai-je tort de penser que l’avenir de Rébecca se joue ici ?
    #218Author emg (454352) 05 Jan 14, 11:35
    Comment
    Eine Stadt reich an Brunnen ist auch Braunschweig. Es gibt eine Stadtführung, bei der man über drei Stunden lang verschiedene Brunnen aus einem breiten Spektrum von Jahrhunderten angucken kann. Braunschweig ist ja im letzten Krieg zu über 80 Prozent zerstört worden und hat gewaltige Verluste seines Kulturguts hinnehmen müssen. Vieles ist liebevoll wieder aufgebaut worden; einiges ist endgültig verloren.

    Hier eine kleine Auswahl:
    Marienbrunnen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    Heinrichsbrunnen (Foto um 1880)
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/3/32...
    Brunnen am Kohlmarkt
    http://m.braunschweig.de/tourismus/ueber-brau....scaled/600x513.pm0.bgFFFFFF.jpg
    Eulenspiegel-Brunnen
    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Brauns...
    Fischmännchen-Brunnen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    Brunnen "Befreiung des Menschen aus starren Bindungen und Normen" (Jürgen Weber)
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    Ringerbrunnen (Jürgen Weber)
    http://de.academic.ru/pictures/dewiki/82/Ring...
    Theaterbrunnen (Cimiotti)
    http://www.norbert-maas.com/foto/800_%20Cimio...
    Katzenbrunnen
    http://www.google.de/imgres?biw=1680&bih=856...
    Hoffentlich macht euch das Angucken Spaß.

    #219Author hannabi (554425) 05 Jan 14, 14:16
    Comment
    Und wie uns das Angucken Spaß macht, hannabi! Welch ein Reichtum an Brunnen! Man erkennt es ja schon an den unterschiedlichen Namen. Und das ist nur eine kleine Auswahl ... Da lohnt sich die dreistündige Stadtführung gewiss! Braunschweig - eine prickelnd sprudelnde Stadt!

    Es würde mich freuen, wenn deine Initiative auch andere Leoniden ermuntern würde, einen schönen Brunnen - oder gar mehrere - aus ihrem Wohnort vorzustellen ...


    Emg, mit der Nennung Rebeccas hast du die Lösung des Bilder-Rätsels #213 einen wichtigen Schritt vorangebracht. Ich gratuliere dir ebenso wie oopsy und hannabi.

    #220Author mars (236327) 05 Jan 14, 20:34
    Comment
    #213
    Merci à emg : le nom de Rebecca m'a aussi permis de trouver le nom du peintre et celui de son tableau que l'on peut admirer

    au Louvre

    #221Author Isabelle. (609042) 05 Jan 14, 20:53
    Comment
    Allô Isabelle! J’ai été trop bavarde sans mauvaise intention !
    #222Author emg (454352) 05 Jan 14, 23:35
    Comment
    Emg, du hast gut daran getan, das Bilder-Rätsel #213 voranzubringen, denn dafür sind die Anspielungen ja auch da. Ich gehe noch einen Schritt weiter und verrate, dass der Maler des Bildes im Grunde den Namen eines Tieres trägt ... Die Auflösung habe ich für morgen vorgesehen.
    #223Author mars (236327) 06 Jan 14, 09:45
     Beitrag #224­ wurde gelöscht.
    Comment
    :-))
    #225Author emg (454352) 06 Jan 14, 10:26
    Comment
    Voici un joli quiz sur

    les fontaines en peinture

    #226Author Isabelle. (609042) 06 Jan 14, 12:16
    Comment
    Das ist ja ein hochinteressantes Brunnen-Quiz, Isabelle! Es passt wunderbar in die Brunnenserie unseres den Künsten gegenüber so aufgeschlossenen Kulturcafés. Wo hast du das schon wieder hergezaubert? Ganz herzlichen Dank!

    Ich habe - zu meiner Freude, wie ich zugebe, entdeckt, dass der in # 213 gesuchte Maler aber nicht in dem Quiz vorkommt!

    #227Author mars (236327) 06 Jan 14, 22:29
    Comment
    Liebe Isabelle, vielen herzlichen Dank für das Quiz. Meine Ergebnisse waren allerdings ein ziemlicher Horror.



    Das Brunnenhaus im Stift Zwettl - der Brunnen ist aus der Romanik

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://www.55plus-magazin.net/uploads/medium/...

    Stift Zwettl: http://de.wikipedia.org/wiki/Stift_Zwettl
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_de_Zwettl
    #228Author oopsy (491382) 07 Jan 14, 10:41
    Comment
    Auflösung des Bilder-Rätsels 213: Es handelte sich um dieses Gemälde:

    Nicolas Poussin: Eliezer und Rebecca am Brunnen, 1648, Musée du Louvre, Paris

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://uploads6.wikipaintings.org/images/nico...

    Im Alten Testament wird erzählt, wie der hochbetagte Abraham seinen Knecht (vermutlich Elieser, Gen 15,2 EU) zurück in das Land seiner Verwandtschaft schickt (gemeint ist die Stadt Harran in Syrien, heute Türkei), um dort für seinen Sohn Isaak eine gottestreue Frau zu finden, denn er will nicht, dass sein Sohn eine Frau aus Kanaan heiratet, wo heidnische Götter verehrt werden. Bei seiner spätnachmittäglichen Ankunft in Haran lagert der Knecht an einem Brunnen vor der Stadt, als die Frauen herauskommen, um dort Wasser zu holen. Unter ihnen ist auch Rebekka. Der Knecht bittet sie um einen Schluck Wasser aus ihrem Krug, woraufhin sie auch seinen Kamelen zu trinken gibt. Dies ist das Zeichen für den Knecht, dass Rebekka die richtige Frau für Isaak ist, denn in einem Gebet hatte er sich zuvor an JHWH mit der Bitte gewandt, dass sich die für Isaak bestimmte Frau so verhalten sollte (Gen 24,14 EU).

    Nicolas Poussin (* 15. Juni 1594 in Les Andelys (Normandie); † 19. November 1665 in Rom) war ein französischer Maler des klassizistischen Barock. Sein Wirken in der Zeit des Barock bei gleichzeitiger Orientierung an der Kunst der Antike brachten ihm die Bezeichnung eines Malers des Barock-Klassizismus ein. Bedienten die Barockmaler das Bedürfnis der Auftraggeber nach Repräsentation und politischer und religiöser Propaganda, so waren Poussins Arbeiten gedacht und gemalt für die privaten ästhetischen, intellektuellen und künstlerischen Bedürfnisse von Sammlern und Kennern. (http://de.wikipedia.org/wiki/Nicolas_Poussin )

    Ich freue mich, dass oopsy, hannabi, emg und Isabelle das Bild identifiziert haben, und gratuliere ihnen dazu.

    Möchte jemand noch etwas zu dem Thema oder zu Poussin bzw. zu der gelungenen Darstellung der Szene sagen?

    #229Author mars (236327) 07 Jan 14, 14:57
    Comment
    Merci mars, pour la solution de l’énigme !

    J’avais tout d’abord pensé à un autre tableau se trouvant aussi au musée du Louvre, à la "Rencontre de Rébecca et Eliezer" de Bartolomé Murillo. Ta description très détaillée du tableau de Nicolas Poussin ne convenait pas à ma découverte!

    Il est peut-être intéressant de connaître aussi cette rencontre vue par Murillo! La voici!

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #230Author emg (454352) 07 Jan 14, 20:15
    Comment
    Quelle grâce, mars, dans les postures des jeunes filles, chacune posant différemment !

    Merci, emg, pour cet autre tableau.

    #231Author Isabelle. (609042) 07 Jan 14, 21:14
     Beitrag #232­ wurde gelöscht.
    Comment

    La Fontaine


    Je ne veux qu'une seule leçon, c'est la tienne,
    fontaine, qui en toi-même retombes, -
    celle des eaux risquées auxquelles incombe
    ce céleste retour vers la vie terrienne.

    Autant que ton multiple murmure
    rien ne saurait me servir d'exemple;
    toi, ô colonne légère du temple
    qui se détruit par sa propre nature.

    Dans ta chute, combien se module
    chaque jet d'eau qui termine sa danse.
    Que je me sens l'élève, l'émule
    de ton innombrable nuance!

    Mais ce qui plus que ton chant vers toi me décide
    c'est cet instant d'un silence en délire
    lorsqu' à la nuit, à travers ton élan liquide
    passe ton propre retour qu'un souffle retire.


    Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

    Aus: Vergers (1924/1925)
    #233Author mars (236327) 08 Jan 14, 07:44
     Beiträge #234-235­ wurden gelöscht.
    Comment
    Die Schulen sind nicht nur Orte des Unterrichts, sondern auch der moralischen Erziehung und dies um so mehr, je weniger man sich dabei auf die meisten Eltern verlassen kann.

    Johann Bernhard Basedow (1723 - 1790), deutscher Pädagoge, Stifter des Philanthropiums in Dessau


    Der Brunnen vor einer Schule in Meerbusch
    http://images.fotocommunity.de/bilder/gemaeld...
    #236Author oopsy (491382) 08 Jan 14, 20:04
    Comment
    Schön, dieser Brunnen vor der Schule, vor allem die so lebendig wirkenden Figuren!

    Ich habe einen weiteren Brunnen gefunden, der ziemlich gut dem Gedicht von C. F. Meyer entspricht, das ich in #212 postete. Er steht auf dem historischen Marktplatz von Peine:

    http://www.staedte-fotos.de/1024/peine-grosse...


    #237Author mars (236327) 09 Jan 14, 20:09
    Comment
    Meyers Brunnen steht zwar in Rom, aber in Braunschweig gibt es auch einen dreischaligen Brunnen. Ich habe ihn schon unter Braunschweigs Brunnen vorgestellt; hier ist er noch mal, weil er so schön ist:

    http://www.goruma.de/export/sites/www.goruma....
    #238Author hannabi (554425) 09 Jan 14, 20:24
     Beitrag #239­ wurde gelöscht.
    Comment
    Hannabi und Mars, vielen Dank für Eure Brunnen !


    Der Brunnen

    Hab ein Brünnlein mal gesehen,
    Draus thät fliessen lauter Gold,
    Thäten dort drei Jungfern stehen,
    Gar so schön und gar so hold.

    Thäten all so zu mir sprechen:
    Trinkst du aus dem Brünnelein,
    Kriegt dich einer bei dem Kragen,
    Wirft dich in den Brunnen n'ein.

    Ihr schön Jungfern kühnlich glaubet,
    Will den Durst nicht löschen hier,
    Wenn die schönste mir erlaubet
    Einen zarten Kuß allhier.

    Diese mit den schwarzen Augen
    Küß ich gern, trau aber nicht;
    Sie kann nur zum Zanken taugen,
    Aber zu der Liebe nicht.

    Diese mit den grauen Augen,
    Diese falsche mag ich nicht;
    Kann allein zum Roppen taugen,
    Krazt den Buhlen ins Gesicht.

    Diese mit den blauen Augen,
    Diese küß ich gar zu gern;
    Diese kann zur Liebe taugen,
    Diese gleicht dem Morgenstern.

    Achim von Arnim, gest. 1831


    Jugenstilbrunnen
    in Essen: http://de.academic.ru/pictures/dewiki/74/Juge...

    Das Brunnenbuberl in München (1985): http://www.ju-greber.de/Springbrunnen01-10.jpg

    Der Libellenbrunnen in Stuttgart: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thum...
    #240Author oopsy (491382) 10 Jan 14, 08:59
    Comment
    Hannabi, von den Brunnen, die sich in der Anordnung ihrer drei Schalen ähneln (#212 - #237 - #238) gefällt mir der in Braunschweig in seiner kunstvollen und in der Spitze so filigran ausgearbeiteten Art am besten. Noch eindrucksvoller würde er auf mich wirken, wenn auf seinem Bild auch das Sprudeln des Brunnenwassers zu sehen wäre. Existiert vielleicht eine solche Aufnahme?
    #241Author mars (236327) 10 Jan 14, 10:10
    Comment
    http://www.moma.org/collection_images/resized...

    Picasso: Drei Frauen am Brunnen

    „Drei Frauen am Brunnen“ ist der Titel eines Ölgemäldes des spanischen Malers Pablo Picasso aus dem Jahr 1921, geschaffen in Fontainebleau bei Paris. Es hat die Maße 200,3 × 203,9 cm. Das Gemälde ist im Stil des Neoklassizismus gehalten und gehört gegenwärtig zum Bestand des Museum of Modern Art (MoMA) in New York.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Frauen_am_B... . In diesem Wiki-Artikel wird erwähnt, dass Picasso zu seinem Werk Anregungen erhielt von Nicolas Poussins Gemälde „Eliezer und Rebecca am Brunnen“, das Gegenstand des Bilder-Rätsels in #213 war …

    #242Author mars (236327) 11 Jan 14, 10:01
    Comment
    August Macke: Kinder am Brunnen

    http://www.lorenz24.com/kd24/Artikelbilder/19...

    Das Kind am Brunnen

    Frau Amme, Frau Amme, das Kind ist erwacht!
    Doch die liegt ruhig im Schlafe.
    Die Vöglein zwitschern, die Sonne lacht,
    Am Hügel weiden die Schafe.

    Frau Amme, Frau Amme, das Kind steht auf,
    Es wagt sich weiter und weiter!
    Hinab zum Brunnen nimmt es den Lauf,
    Da stehen Blumen und Kräuter.
    .....
    http://www.balladen.de/web/sites/balladen_ged...

    Friedrich Hebbel, gest. 1863
    #243Author oopsy (491382) 11 Jan 14, 19:24
    Comment
    In Wuppertal befindet sich am Ende der Fußgängerzone Werth, in der Nähe der Werther Brücke dieser moderne Brunnen.

    http://de.academic.ru/pictures/dewiki/87/Wupp...

    Er wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung von Oberbürgermeister Gurland am 30. September 1978 eingeweiht. Die Kommission der Stadt hatte diesen Entwurf des Brunnens aus elf Vorschlägen namhafter Künstler ausgesucht. Der ausgeführte Brunnen des Düsseldorfer Bildhauers Friederich Werthmann (!) steht über einem unterirdischen Tank von fünf Kubikmetern Fassungsvermögen. Der Brunnen besteht aus einer Kugel aus Edelstahl mit knapp drei Metern Durchmesser, die in der Mitte geteilt ist und auf niedrigen Stützen steht. In der Fläche der beiden Halbkugeln sind 26 Düsen angebracht, so dass sich die Halbkugeln, die im Abstand von 62 Zentimetern stehen, gegenseitig ansprühen. Die ganze Konstruktion steht in einer gepflasterten Mulde. Die Kugel des Werther Brunnens dient gleichzeitig als Sonnenmodell im Maßstab 1:552 Millionen für den hier beginnenden Planetenweg Astropfad.


    #244Author mars (236327) 12 Jan 14, 13:06
    Comment
    Jamais la terre n'est plus réelle
    que dans tes branches, ô verger blond,
    ni plus flottante que dans la dentelle
    que font tes ombres sur le gazon.

    Là se rencontre ce qui nous reste,
    ce qui pèse et ce qui nourrit
    avec le passage manifeste
    de la tendresse infinie.

    Mais à ton centre, la calme fontaine,
    presque dormant en son ancien rond,
    de ce contraste parle à peine,
    tant en elle il se confond.



    Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

    Aus: Vergers (1924/1925)
    #245Author mars (236327) 13 Jan 14, 09:34
    Comment
    An den Wuppertaler Brunnen (#244) erinnert mich auch dieser moderne Brunnen auf dem Schwarzenbacher Marktplatz. Die Steinkugel aus Granit lässt sich relativ leicht mit der Hand bewegen:

    http://www.fichtelgebirge-oberfranken.de/schw...

    #246Author mars (236327) 14 Jan 14, 09:29
    Comment
    Der heilige Brunnen von Munderkingen

    http://www.heilige-quellen.de/Orte_Baden-Wuer...

    Die Wallfahrtskirche auf dem Brunnenberg in Munderkingen
    http://www.heilige-quellen.de/Orte_Baden-Wuer...

    Für Interessierte: http://www.heilige-quellen.de/Orte_Baden-Wuer...
    #247Author oopsy (491382) 14 Jan 14, 11:29
    Comment
    Nach oopsys "heiligem Brunnen" nun ein indischer Brunnen in Berlin:

    Im Rosengarten des unter Denkmalschutz stehenden Luisenstädtischen Kanals wurde 1995 in Berlin der Indische Brunnen wieder hergestellt. Dies geschah auf der Grundlage der 1993 durchgeführten Ausgrabung, bei der man den Sockel sowie die Brunnenschale fand. Die Brunnenfigur blieb leider verschollen. In enger Anlehnung an das historische Vorbild wurde zur Neugestaltung nur originales Material verwendet.

    http://www.flickr.com/photos/holgerbachert/57...

    Die außergewöhnliche Brunnenanlage besteht aus einem zweistufigen, innen mit Goldmosaik belegten oktogonalen Becken, dessen Ränder an allen Seiten bogenförmig nach innen geschwungen sind. Auf einem ebenfalls achteckigen Brunnenstock ruht die konisch geformte Brunnenplastik, die fünf ringförmige Etagen erkennen lässt.

    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/b...

    Unzählige, dicht aneinander gereihte Wasser speiende Löwenköpfe, immer größer werdend, zieren rundum die oberen vier Etagen. Aus dem unteren Ring der Brunnenplastik, der statt der Löwenköpfe sitzende Frauengestalten zeigt, fließen ebenfalls zahlreiche kleine Wasserstrahlen ins Brunnenbecken.
    Eine weibliche Figur, an eine Tempeltänzerin erinnernd, sitzt anmutig indisch gestikulierend auf der Spitze.


    #248Author mars (236327) 15 Jan 14, 12:11
    Comment
    Der Österreich-Brunnen von F. Hundertwasser in Zell am See

    http://images.fotocommunity.de/bilder/gemaeld...

    Der Austriabrunnen in Wien auf der Freyung

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Austriabrunnen
    #249Author oopsy (491382) 15 Jan 14, 20:56
    Comment
    Als Hobby-Etymologe dachte ich beim Thema „Brunnen“ auch an die Stadt Heilbronn in meinem Bundesland Baden-Württemberg. Und meine Vermutung wurde vom Duden-Tb. „Geographische Namen in Deutschland“ bestätigt: Die Stadt hieß im Jahre 932 Heilacbrunnen später, im 13. Jahrhundert, Heylprunn, so benannt nach einer „heiligen Quelle“ in einer Waldschlucht an der heutigen Kirchbrunnenstraße.

    Heilbronn hat viele historische Brunnen, um 1960 waren es noch 50 an der Zahl. Der Siebenröhrenbrunnen von 1541 bei der Kilianskirche geht vermutlich auf die Quelle zurück, die der Stadt den Namen gab, er wurde bereits mehrfach erneuert:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #250Author mars (236327) 16 Jan 14, 11:28
    Comment
    Der Datterich ist eine Darmstädter Lokalposse von Ernst Elias Niebergall aus dem Jahr 1841. Bis heute wird dieses bekannte Schauspiel in südhessischer Mundart häufig aufgeführt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Datterich

    Vor der Darmstädter Stadtbibliothek steht heute ein „Datterich-Brunnen“ mit beweglichen Figuren der Hauptcharaktere des Stückes.

    http://www.hameister.org/foto/img/Darmstadt/D...

    http://media.belocal.de/11599/500x400_0,0c.jpg

    http://images.fotocommunity.de/bilder/gemaeld...
    #251Author oopsy (491382) 17 Jan 14, 09:32
    Comment
    In Heilbronn gibt es nicht nur den Siebenröhrenbrunnen (#250), sondern viele schöne aus neuerer Zeit. Ich stelle als zweiten den sog. Komödiantenbrunnen vor. Die ersten Planungen für ihn gehen auf die Umgestaltung des Kiliansplatzes im Jahr 1988 zurück, als der Wunsch nach einem zeitgemäßen Pendant zum historischen Siebenröhrenbrunnen, der sich auf demselben Platz befindet, aufkam. Schließlich erhielt der Bildhauer Eberhard Linke den Auftrag zur Gestaltung eines neuen Brunnens. Der von ihm aus Bronze, Beton und Sandstein geschaffene Brunnen hat eine Grundfläche von etwa 9 × 16 Metern und zeigt verschiedene komödiantische Motive, die der italienischen Commedia dell'Arte entlehnt sind: Maskenträger, Musikanten und Instrumente. Aufgrund der motivischen Thematik wird der Brunnen als Komödiantenbrunnen bezeichnet. Die Bronzefiguren sind bis zu 2,80 Meter hoch. Der Brunnen ist mit einem Wasserspiel versehen.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #252Author mars (236327) 17 Jan 14, 16:48
    Comment
    Und ein letzter Brunnen aus "Heylprunn" (siehe 250), der Fleinertorbrunnen.

    Er entstand 1589 gleichzeitig mit dem Bau der Cäcilienbrunnenleitung, aus der er sein Wasser bezog. Die Brunnensäule haben im Lauf der Zeit verschiedene Figuren geschmückt, nämlich Darstellungen des Heiligen Georgs, der Fortuna und der Heilbronnia. Die heutige Brunnenfigur, eine Fortuna nach historischem Vorbild, wurde 1966 von Kurt Rücker ausgeführt.

    Hier seine Wasserspeier:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    und die heutige Fortuna-Kopie;

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    #253Author mars (236327) 18 Jan 14, 09:44
    Comment

    http://vilmoskoerte.files.wordpress.com/2008/...


    An der Berliner Kreuzung von Birkenstraße und Stephanstraße mit der verkehrsgeplagten Stromstraße befand sich der so genannte Paech-Brunnen, auch Brot-Brunnen genannt.

    In einem in den Boden eingelassenen Becken aus Beton stand eine 2,40 Meter hohe Bronzeplastik der Künstlerin Brigitte Haacke-Stamm. Zwei lebensgroße Frauen saßen sich gegenüber, die eine mit einem Kind auf dem Rücken, das in seinen Händen Brötchen trägt, die andere mit einer Katze auf dem Rücken, die einen Fisch im Maul hielt, und Brot auf den Knien.

    Seit 2004 ist der Brunnen leider weg …

    Die Familie Paech hatte für ihr Brot u. a. mit diesem Berliner Spruch geworben:

    „Janz wurscht, wat druffliecht – eens ist wichtig: mit Paech-Brot liechste imma richtig!“

    #254Author mars (236327) 19 Jan 14, 09:11
    Comment
    #255Author oopsy (491382) 20 Jan 14, 10:24
    Comment
    Jürgen Weber, der kürzlich verstorbene Braunschweiger Bildhauer, hat auch viele Brunnen geschaffen, darunter den
    Nürnberger Hochzeitsbrunnen:
    http://static.panoramio.com/photos/large/3052...

    Die beiden folgenden Brunnen von Weber habe ich schon unter Braunschweigs Brunnen vorgestellt, aber wenn ich schon einmal bei Jürgen Weber bin, wiederhole ich mich gern:

    Jürgen Weber: Befreiung des Menschen aus starren Bindungen und Normen in Braunschweig
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Jürgen Weber: Ringerbrunnen in Braunschweig
    http://de.academic.ru/pictures/dewiki/82/Ring...

    #256Author hannabi (554425) 20 Jan 14, 14:22
    Comment
    Hors sujet, mais époustouflant de beauté : la prestation en patinage artistique de la jeune Russe de 15 ans, Julia Nipkitsaia......

    Pour la trouver, cliquer sur les flèches au-dessous de la vidéo qui s'affiche en premier lieu jusqu'au 17 janvier 2014 08:10

    http://www.rts.ch/sport/patinage/

    #257Author Clélia (601872) 20 Jan 14, 16:01
    Comment
    Clélia, auch Eiskunstlaufen hat in einem Faden, der überwiegend der Kunst gewidmet ist, seinen Platz!

    Hannabi, ich finde es ausgezeichnet, dass du das Brunnen-Thema einmal von den Bildhauern her angehst, auf die Idee waren wir bisher noch gar nicht gekommen. Da es noch viele Brunnen gibt, die es wert sind, hier vorgestellt zu werden, will ich versuchen, deinem guten Beispiel später einmal zu folgen und verschiedene Brunnen desselben Künstlers vorzustellen.

    #258Author mars (236327) 20 Jan 14, 16:07
    Comment
    @ Hannabi, Deine Brunnen sind beeindruckend. Vielen Dank dafür !

    @ Clélia, der Clip ist bedauerlicherweise in Österreich nicht zu sehen.
    #259Author oopsy (491382) 20 Jan 14, 16:36
    Comment
    #260Author Clélia (601872) 20 Jan 14, 17:29
    Comment
    Celle-là devrait marcher, oopsy !
    http://www.youtube.com/watch?v=57sCIHCtXaw
    #261Author Clélia (601872) 20 Jan 14, 17:29
    Comment
    Vielen Dank, Clélia, für diese Feder auf dem Eis !
    #262Author oopsy (491382) 20 Jan 14, 17:37
    Comment
    Autocorrection :

    Julia LIPNITSKAIA

    L'image de la vidéo au 257 est bien meilleure que celle des autres vidéos.
    #263Author Clélia (601872) 20 Jan 14, 18:06
    Comment
    -
    #264Author Clélia (601872) 20 Jan 14, 20:57
    Comment
    Der Hansabrunnen in Hamburg

    Der Bau des Brunnen wurde von dem Bildhauer Engelbert Peiffer im Auftrag der Hanseatischen Baugesellschaft verwirklicht. Er beendete am 10. Juli 1878 sein Werk. Die vier Figuren, die am Hansabrunnen dargestellt sind, sind vier historische Persönlichkeiten, die die Stadt Hamburg geprägt haben: Kaiser Konstantin der Große (Richtung Steindamm),

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Karl der Große (Richtung Krankenhaus), hl. Erzbischof Ansgar (Richtung Hauptbahnhof) und Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein (Richtung Alster). Darüber die Wappen der Hansestädte Lübeck, Hamburg, Bremen und des Deutschen Reiches. Ganz oben, als krönender Abschluss, ist die Hansa dargestellt, also keine Göttin, auch nicht – wie oft angenommen wird – Hamburgs Schutzpatronin Hammonia, sondern eine Allegorie auf die Stärke und Macht des ehemaligen Hansebundes.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Und dem guten Beispiel hannabis folgend, mehrere Brunnen eines Künstlers vorzustellen, will ich gleich einen zweiten Brunnen Peiffers zeigen, den Messbergbrunnen in Hamburg:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    Peiffer absolvierte eine Steinmetz-Lehre, ging 1850 zum Studium an die Kunstakademie Berlin und arbeitete dort anschließend einige Jahre als Modelleur in der Tonfabrik Fersicht. 1862 kam er nach Hamburg. Seine frühen Arbeiten zeigen einen klassizistischen Stil, spätere Arbeiten sind eher als realistisch einzuordnen. 1873 übernahm er die Leitung der Steinmetzwerkstätten der Hanseatischen Baugesellschaft.

    #265Author mars (236327) 21 Jan 14, 12:57
    Comment
    La fontaine du Triton (en italien : Fontana del Tritone) est une fontaine publique construite au XVIIe siècle, située piazza Barberini, à Rome. Elle est l'œuvre du sculpteur Gian Lorenzo Bernini pour le pape Urbain VIII.
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Fontaine_du_Trit...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    #266Author oopsy (491382) 22 Jan 14, 08:47
    Comment
    Wenn wir schon mal bei Brunnen sind, möchte ich euch den Marktbrunnen in Goslar vorstellen, den ich schon mal im Romanik-Faden präsentiert habe.

    http://www.raymond-faure.com/Goslar/Goslar_Ma...

    Romanisch an ihm ist nur das Becken; ich möchte diese Gelegenheit allerdings nutzen, um eure Aufmerksamkeit auf eine Brunnenfigur zu lenken, die zwar ein paar Jahrhunderte jünger als das Brunnenbecken, aber einfach witzig ist.

    Man sieht ein Ungeheuer, das einen Menschen verschluckt oder aber wieder ausspuckt. Die Meinungen sind geteilt, aber ein kleiner Kreis von Verfechtern (zu denen ich auch gehöre) lässt sich nicht davon abbringen, dass es sich um die Geschichte von Jonas handelt, der von einem Walfisch verschlungen, dann aber auf Gottes Geheiß von dem Wal wieder herausgewürgt wird:

    http://www.raymond-faure.com/Goslar/Goslar_Ma...
    Guckt genau hin: Der Wal hat Füße, und er hat auch Ohren!

    Die Menschen im Mittelalter kannten ja den Wal nicht und haben ihn so dargestellt, wie sie ihn sich vorstellten: mit Ohren, denn er hörte ja Gottes Befehl, und mit Füßen, denn er konnte sich ja fortbewegen!

    Ein anderes Ungeheuer:
    http://www.raymond-faure.com/Goslar/Goslar_Ma...

    Gerade auch solche Brunnenfiguren vermitteln ein wunderbares Bild von der Vorstellungswelt der damals lebenden Menschen.
    #267Author hannabi (554425) 22 Jan 14, 14:43
    Comment
    @ Hannabi, vielen Dank für diesen außergewöhnlichen Brunnen. Ohne Deinen Hinweis, dass die dargestellten Tiere Wale sind, wäre ich nur auf Wölfe oder Drachen gekommen.
    #268Author oopsy (491382) 23 Jan 14, 08:58
    Comment
    Der Kochbrunnen in Wiesbaden ist die bekannteste Thermalquelle der Stadt. Die Natrium-Chlorid-Thermalquelle war im 19. Jahrhundert Zentrum der Wiesbadener Trinkkur. Sein Name bezieht sich auf die Wassertemperatur von über 66 °C.

    Der sog. Kochbrunnenspringer:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    So dampft er im Winter:
    http://www.fotos.sc/img2/u/colibra/h/Winter_W...

    Die Quelle auf dem Kochbrunnenplatz wurde 1366 erstmals als Bryeborn (Brühborn) und 1536 als Syedenborn (Siedeborn) erwähnt. Der Kochbrunnen ist eine artesische Quelle, die jedoch heute durch eine Bohrung gefasst ist. Die Ergiebigkeit liegt bei etwa 360 Liter/Minute. Das Kochbrunnenwasser hat beim Austritt eine Temperatur von 66,1 °C, riecht schwach nach Schwefelwasserstoff und schmeckt stark salzig.

    Pavillon des historischen Kochbrunnens:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Trinkbrunnen im „Kochbrunnentempel“:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Mir hat das Wasser in diesem Trinkbrunnen nicht gemundet, es schmeckte mir zu salzig …
    #269Author mars (236327) 23 Jan 14, 14:16
    Comment
    @ Mars, auch Dir sei nun endlich einmal für die Vielfalt Deiner Brunnen gedankt !



    Fontana del Nettuno - Fontaine de Neptune - Neptunbrunnen

    Rom, erbaut 1574 von Giacomo della Porta
    http://www.rom-spiegel.de/bilder/neptunbrunnen.jpg

    Bologna, erbaut zwischen 1563 und 1566 von Giovanni di Bologna
    http://2.bp.blogspot.com/_dp6MGK8bVfA/TT3u5fM...

    Florenz, œuvre de Bartolomeo Ammannati (1563-1565)
    http://www.fotos-reiseberichte.de/toskana/flo...

    Neapel, la fontaine est l'œuvre de Michelangelo Naccherino (it), Angelo Landi, Pietro Bernini et Cosimo Fanzago.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Schloss Schönbrunn: Siehe related discussion: [fr-de] *.:。✿*゚‘゚・✿.。.:**.:。✿* 'S... - #201 # 201
     
    Edith: Wer sich über weitere Neptunbrunnen schlau machen möchte: http://de.wikipedia.org/wiki/Neptunbrunnen
    #270Author oopsy (491382) 24 Jan 14, 09:42
    Comment
    Hannabi stellt uns drei Brunnen desselben Künstlers vor (#256), und oopsy wartet nun mit Neptunbrunnen verschiedener Bildhauer auf. Da kann ich nicht mithalten ...

    Immerhinn kann ich einen Gerechtigkeitsbrunnen bieten. Er steht in Frankfurt:

    Viel zu sehen bekommt die Göttin Justitia, die den Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Römerberg ziert - und ist selbst auf ungezählten Urlaubsbildern und Hochzeitsfotos zu sehen.

    http://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/674/...

    Der erste Gerechtigkeitsbrunnen vor dem Römer wurde 1543 eingeweiht - ein Monument für das Selbstverständnis der Stadt. Der Bildhauer Johann Hocheisen schuf 1611 den heutigen achteckigen Brunnen samt Figur aus rotem Sandstein. Er ist der älteste Springbrunnen Frankfurts. Seit der Krönung von Kaiser Matthias im Jahr 1612 sprudelt das Wasser aus den Brüsten von vier Quellnymphen an den Ecken des Sockels als Symbol für Fruchtbarkeit. Bei der Krönungsfeier floss hier Wein, und die Frankfurter umdrängten den Brunnen in ihrer Begeisterung so heftig, dass gleich eine erste Sanierung notwendig wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und auch im 19. Jahrhundert mussten Brunnen und Figur instand gesetzt werden.

    Über den kläglichen Zustand der Skulptur reimte 1863 der Lokaldichter Friedrich Stoltze: „Das ist die Frau Gerechtigkeit! Sieht aus wie Schlechtigkeit; Die Waag’ ist fort, daß Gott erbarm, Zum Teufel samt dem halben Arm.“

    Die jetzige Justitia aus Bronze stiftete 1887 ein Frankfurter Weinhändler. Ihre Augen sind nicht verbunden, hoch hält sie Waage und Schwert empor. Man trifft sie in bester Verfassung.

    http://www.frankfurt.de/fm/867/pia_justitia__...

    Hier, am Gerechtigkeitsbrunnen, dem Mittelpunkt des Zentrums der Stadt, treffen und verabreden sich Frankfurter und Gäste aus aller Welt.

    #271Author mars (236327) 24 Jan 14, 13:52
    Comment
    Hans-im-Glück-Brunnen, Stuttgart

    Die Brunnenfigur verkörpert einen derben Bauernburschen von den Fildern in einer kurzen, mit Silberknöpfen besetzen Jacke, dem der Künstler im Schlachthaus begegnet war. Zu Füßen des Jungen tummeln sich ein Schwein und sechs kleine Enten, die als Wasserspeier dienen.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Auf dem Rand der Brunnenschale erhebt sich eine gitterartige schmiedeeiserne Einfassung mit sechs Bronzemedaillons, die das gleichnamige Märchen in Bildern erzählen. Darüber befindet sich ein kunstvoll gewölbter schmiedeeiserner Baldachin, aus dessen Spitze ein vierblättriges Kleeblatt emporragt. Am 12. Mai 1909 wurde der Hans-im-Glück-Brunnen als krönender Abschluss der damaligen Altstadtsanierung eingeweiht.

    http://www.stuttgart.de/img/mdb/item/31063/27...


    #272Author mars (236327) 25 Jan 14, 09:10
    Comment
    Die Kontinente

    Rom: Vierströmebrunnen von G. Bernini
    http://www.italien-aktuell.info/images/rom/pi...

    Triest: Der Brunnen der vier Kontinente
    http://www.itccarli.it/immagini/cmpgrako.jpg

    http://static.panoramio.com/photos/large/3826...

    München: Die fünf Kontinente von G. Brenninger
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Warnemünde: Die fünf Kontinente
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    #273Author oopsy (491382) 25 Jan 14, 18:37
    Comment
    Sehr gut, oopsy: nach der Vielfalt der Neptunbrunnen in #270 nun gleich vier Brunnen der Kontinente! Da kann ich nach dem Hansabrunnen in Hamburg nur mit einem zweiten aus der Hansestadt aufwarten, aber mit einem, der einen originellen Namen trägt:

    Der "HYGIEIA-BRUNNEN" von 1897 steht im Innenhof des Hamburger Rathauses. Die weibliche Bronzefigur, die Hygieia, eine Allegorie für Gesundheit, tritt auf einen Drachen, der symbolisch für die Choleraepidemie von 1892 steht. Auch praktisch steht dieser Brunnen für Hygiene, da sich in seinem Sockel die Einlässe des Belüftungssystems des Rathauses befinden. Ursprünglich war auf dem Platz eine Figur des Handelsgottes Merkur geplant. Nach der großen Choleraepidemie mit Tausenden von Toten entschied man sich aus Imagegründen jedoch für die Göttin der Reinheit. Die die Hygieia umgebenden Figuren stellen den Nutzen und die Verwendung des Wassers dar.

    http://www.staedte-fotos.de/bilder/hamburg-mi...

    #274Author mars (236327) 26 Jan 14, 13:37
    Comment
    Die Vier Brunnen (ital.: Le Quattro Fontane)

    ist eine 1588 errichtete barocke Brunnenanlage in Rom. Sie besteht aus vier Einzelbrunnen aus Marmor (Tiber-, Juno-, Diana- und Arnobrunnen), die sich an den Ecken der Kreuzung von Via Quirinale und Via delle Quattro Fontane auf dem Scheitel des Quirinalshügels befinden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Vier_Brunnen


    Der Tiberbrunnen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Arnobrunnen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Junobrunnen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Dianabrunnen
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...
    #275Author oopsy (491382) 27 Jan 14, 08:57
    Comment
    Auch Madrid hat einige prachtvolle Brunnen aufzuweisen. Der imposanteste dürfte der Cibeles-Brunnen sein:

    Cibeles-Brunnen
    http://www.spanien-newsletter.de/fileadmin/us...
    http://us.123rf.com/400wm/400/400/robwilson39...

    Schön sind aber auch

    der Neptun-Brunnen
    http://blogimgs.only-apartments.com/images/gu...

    der Fuente del Ángel Caído
    http://www.madrid.citysam.de/fotos-madrid-p/r...

    der Brunnen im Rosengarten
    http://us.123rf.com/400wm/400/400/kavram/kavr...

    der Cervantes-Brunnen
    http://us.123rf.com/400wm/400/400/tupungato/t...

    und der Artischockenbrunnen
    http://p1.pkcdn.com/madrid-parque-del-retiro-...

    #276Author hannabi (554425) 27 Jan 14, 22:17
    Comment
    Nun sprudeln in unserer Reihe auch spanische Brunnen. Danke, hannabi!
    Und gleich sechs aus Madrid! Auf mehr Brunnen aus einer einzigen Stadt hat wohl nur oopsy in diesem Faden aufmerksam gemacht: related discussion: [fr-de] La Vie Parisienne VI ❤ * • ♫ ♫ ♫ ...

    Bei Freiburg im Breisgau müssen wir uns mit weniger zufrieden geben: Ich stelle aus dieser Stadt in meiner Gegend nur zwei Brunnen vor:

    Der spätgotische Fischbrunnen in Freiburg im Breisgau ist der älteste erhaltene Brunnen der Stadt. Der Brunnen wurde 1483 von Hans von Basel an der Kreuzung der Salzstraße mit der heutigen Kaiser-Joseph-Straße errichtet. Hier trafen sich die historischen Wege von Nord nach Süd und von Ost nach West und bildeten den Mittelpunkt der Stadt. Genutzt wurde der Fischbrunnen während der täglichen Marktzeiten als Marktbrunnen und diente dem Fischverkauf: die zu verkaufenden Fische wurden von den Händlern in einem Trog in den Brunnen gesetzt. Später wurde der Standort des Brunnens mehrfach geändert.
    1970 wurde er zur 850-Jahr-Feier der Stadt an der heutigen Stelle auf dem Münsterplatz vor dem Kornhaus wieder errichtet. Dabei bekam er einen neuen Brunnentrog. Kopien ersetzten die ursprünglichen Skulpturen des Brunnens. Damit wurden die Originale vor Verwitterung und Vandalismus geschützt.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Brunnen ist achtseitig, in der Mitte ist ein viereckiger gotischer Ständer, auf dem zweimal vier Statuen stehen. Den Abschluss bildet eine Kreuzblume. Die Motive der Statuen im unteren Teil des Ständers haben jeweils einen Bezug zu Freiburg, bei denen im oberen Teil handelt es sich um die lateinischen Kirchenväter.

    Augustinus: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Stadtpatron, der Heilige Georg als Ritter mit dem Drachen und dem Stadtschild:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...


    Und noch ein kurzer Blick auf einen zweiten Freiburger Brunnen, den Brunnen auf dem Kartoffelmarkt mit der Rückseite des Hauses zum Walfisch:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    #277Author mars (236327) 28 Jan 14, 12:45
    Comment
    Hannabi und Mars: Gracias !

    Cenote Sagrado – Der heilige „Brunnen“

    Etwa vierhundert Meter geradewegs nördlich der Pyramide des Kulkulkan liegt der beeindruckende Cenote Sagrado, zu Deutsch die „heilige Doline“ (natürlicher „Brunnen“) mit beinahe kreisförmiger Gestalt und senkrechten Wänden. Von ihm hat Chichén Itza seinen Namen, nämlich Brunnen der Itzá. Hier hat Edward H. Thompson zwischen 1904 und 1910 Unterwasseruntersuchungen vorgenommen. Neuere Untersuchungen fanden um 1960 statt, die viele tausend Fundstücke zutage brachten. Auf seinem Grund fand man große Mengen von Gegenständen, unter anderem Schmuckstücke, Jade, Gold und verschiedene Keramiken. Zudem barg man über fünfzig Skelette. Diese werden nach dem unter dem Namen des Bischofs von Yucatán Diego de Landa bekannten Bericht aus dem 16. Jahrhundert als Menschenopfer interpretiert, wofür auch die gesamte Fundkonstellation spricht. Am Rand der Doline liegt ein kleiner Tempelbau.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Chichén_Itzá
    http://fr.wikipedia.org/wiki/Chichén_Itzá

    http://us.123rf.com/400wm/400/400/subbotina/s...
    #278Author oopsy (491382) 29 Jan 14, 08:25
    Comment
    Oopsy, "Cenote Sagrado" ist wirklich ein besonderer Brunnen!

    Ich kehre zu normalen, modernen Brunnenanlagen zurück:

    Von alters her waren Straßenkreuzungen und Plätze in den Städten ebenso ein Treffpunkt wie die lebensspendenden Brunnen, aus denen vor der Einrichtung kommunaler Wasserversorgung die Bevölkerung ihr Trinkwasser schöpfte. Längst haben Brunnen in Städten diese Aufgabe abgegeben. Doch ihre Funktion als Treffpunkt im sozialen Gefüge einer Stadt ist geblieben. Selbst in Zeiten knapper Kassen ist der Brunnen keine Kostenstelle im Etat, die als erste Sparmaßnahmen zum Opfer fällt. Denn Wasser zieht Menschen an. Kinder spielen am und im Wasser. Erwachsene schätzen den Ort zum Verweilen. Der Brunnen dient als Spielplatz und Ruhepunkt. Damit erfüllt er ein für jede im Wettbewerb um Einwohner, Touristen und Kunden stehende Stadt unverzichtbares Kriterium: Anziehungspunkt und ein die Innenstadt belebendes Element zu sein.

    Es war nur folgerichtig, dass ein Brunnenobjekt im Zentrum der Saarbrücker Bahnhofstraße den Umbau der ehemaligen Fahrstraße zur Fußgängerzone abschließen und zugleich ganz klassisch den Kreuzungsbereich Bahnhof-/Sulzbachstraße betonen sollte.

    http://m.kunstlexikonsaar.de/uploads/pics/800...

    Das niedere, viereckige Brunnenbecken lädt die Kleinen zum gefahrlosen Spiel, während der Wasserfall und die aus der Stahlplastik sprudelnde Gischt den auf Bänken ausruhenden Passanten akustisch und optisch eine Abwechslung zu den Geräuschen der Stadt bieten. Die markante, dabei leicht und filigran wirkende Brunnenplastik, eine räumliche Figuration, ist aus hohlem Vierkantedelstahl geschmiedet.So halten zwei schlanke Bündel aus geknickten Elementen eine schmale Fläche, über die sich eine Wasserwand in das Brunnenbecken ergießt. Eine aufwendige, fein abgestimmte Brunnentechnik steuert die vom Künstler komponierte Choreographie des Wasserspiels. Der Brunnen lebt von den gegensätzlichen Eigenschaften der Materien: Hier der feste, aber leicht wirkende Stahl, dort das in seiner Anmutung mal leicht, mal als Naturgewalt (Wasserfall) inszenierte Wasser.

    #279Author mars (236327) 30 Jan 14, 08:55
    Comment
    Der Latona-Brunnen von Herrenchiemsee

    http://www.chiemsee-schifffahrt.de/files/chie...

    Seine Details sind beachtlich:
    http://www.kunst-tour.de/blog/wp-content/uplo...
    #280Author oopsy (491382) 30 Jan 14, 19:40
    Comment
    Ich möchte aus Saarbrücken (siehe #279) noch zwei weitere Brunnen vorstellen:

    Hier zunächst das Schloss von Saarbrücken mit Brunnen:
     
    http://www.staedte-fotos.de/1024/saarbruecken...

    Und hier der St. Johanner Markt mit seinen malerischen Gässchen rund um den barocken Marktbrunnen (1759 von Stengel entworfen). Er ist das Herzstück des Saarbrücker Lebens:

    http://www.quattropole.org/images/thumbs/asse...

    #281Author mars (236327) 31 Jan 14, 17:55
    Comment
    Da ich Dijon relativ gut kenne und sehr mag, soll aus dieser Stadt „une fontaine“ nicht fehlen, an der ich schon manchmal vorbeigegangen bin:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Der Square Darcy, wo sich dieser Brunnen befindet, heißt nach dem Ingenieur, der 1839 Dijon mit Trinkwasser versorgte. Ihm zu Ehren ist dieser kleine Park sehr erfrischend geworden. Er liegt ganz in der Nähe des Endes der bekanntesten Straße von Dijon, der rue de la Liberté und wird von der avenue Victor Hugo gesäumt.


    #282Author mars (236327) 01 Feb 14, 19:21
    Comment
    Lieber Mars, der Brunnen in Dijon ist eine Augenweide.


    Der Einstein-Brunnen in Ulm

    Die Bronzeguss-Plastik des Bildhauers Jürgen Goertz aus Sinsheim auf dem Gelände des historischen Zeughauses wurde 1984 erstellt und besteht aus drei Elementen: Der Raketenstumpf steht für Technik, Eroberung des Alls und die atomare Bedrohung. Auf diesem Sockel sitzt ein großes Schneckenhaus, welches als Gegensatz die Natur, Weisheit und Skepsis gegenüber menschlichem Beherrschen der Technik darstellt. Aus diesem Schneckenhaus quillt der Kopf Albert Einsteins mit schelmischen Augen und spöttisch herausgestreckter Zunge.
    http://www.tourismus.ulm.de/tourismus/de/sehe...

    Bilder: http://www.ekd.de/bilder/sy09ulm_einsteinbrun...

    http://www.tourismus.ulm.de/tourismus/_bilder...

    #283Author oopsy (491382) 02 Feb 14, 11:02
    Comment
    Je me permets de présenter ici une fameuse source, qui se trouve à Source-Seine … C‘est une commune dans le département de la Côte-d'Or et de la région Bourgogne. La Seine prend sa source sur son territoire.

    Une des sources de la Seine est située dans le nymphée conçu au xixe siècle. À l'intérieur du nymphée, la statue de la nymphe de la Seine est une copie de l'œuvre du sculpteur bourguignon François Jouffroy.

    http://www.france-voyage.com/visuals/departem...

    La ville de Paris est propriétaire du domaine attenant aux sources de la Seine depuis 1864. Le site contient notamment les vestiges du sanctuaire gallo-romain dédié à la déesse Sequana (d'où le nom de Seine). Des milliers d'objets ont été découverts sur ce site archéologique. Les plus connus sont les deux statues en bronze découvertes par Henri Corot en 1933 dans une cache à l'est du sanctuaire. Il s'agit de la déesse Sequana et du faune, désignés par l'archéologue comme le trésor de la Seine.

    http://projetbabel.org/fluvial/images_rica/ri...

    La découverte dans le sanctuaire d'un fanum par Gabriel Grémaud et Roland Martin en fait un des lieux de cultes indigènes des Lingons, dédié à Sequana. Les campagnes de fouilles ont permis de trouver la source sacrée canalisée et deux bassins destinés aux ablutions des pèlerins venant au sanctuaire y déposer leurs ex-voto.


    #284Author mars (236327) 03 Feb 14, 09:14
    Comment
    Oopsy, da hast du ja eine reichhaltige Auswahl von z. T. rührenden Brunnenbildern zusammengestellt! Den letzten, den Elefantenbrunnen, kann ich durch eine größere Variante aus Frankreich ergänzen:

    Chambéry, fontaine des quatre-sans-cul / des quatre éléphants

    http://www.123savoie.com/pic/6/5693_t7.jpg

    A la mort du Général de Boigne, né Leborgne, la ville de Chambéry décida d'élever un monument en son honneur. Un concours fut lancé en 1832 et dix-sept projets ont été présentés. Un an plus tard, ce fut le grenoblois Pierre Victor Sappey qui sortit gagnant.

    Le monument a été inauguré le 10 Décembre 1838. C'est une habile superposition de trois monuments: une fontaine, une colonne et une statue, d'une hauteur totale de 17 mètres environ. La fontaine est composée de quatre éléphants réunis par la croupe, en forme de croix de Savoie et l'eau sort par leur trompe.

    http://www.123savoie.com/pic/126/125770_t6.jpg

    Au-dessus de chaque éléphant se trouve une inscription ou un bas-relief, surmonté de divers trophées des Indes. La colonne fait penser à un palmier. La statue représente le Général de Boigne. On la surnomme aussi "Les quatre sans cul".


    http://www.123savoie.com/article-68102-1-font...

    #286Author mars (236327) 04 Feb 14, 09:10
    Comment
    Alle Achtung vor den acht Löwenbrunnen, oopsy! Das ist ein Superlativ, der "als Löwenanteil" dem König der Tiere zusteht! Bei mir wären das acht verschiedene Beitrage geworden, aber dein Verfahren hat natürlich den großen Vorteil, dass man acht verschiedene Bearbeitungen des gleichen Themas ganz bequem begutachten kann, ohne mit der Maus in ebenso viele Beiträge zu sausen. Auch dieser Vorzug passt irgendwie zum Löwen, dem man ja nachsagt, ein bequemes Tier zu sein. Also ganz herzlichen Dank, oopsy!

    #288Author mars (236327) 05 Feb 14, 17:17
    Comment
    Römische Fontäne (Villa Borghese)

    Zwei Becken, eins das andere übersteigend
    aus einem alten runden Marmorrand,
    und aus dem oberen Wasser leis sich neigend
    zum Wasser, welches unten wartend stand,

    dem leise redenden entgegenschweigend
    und heimlich, gleichsam in der hohlen Hand,
    ihm Himmel hinter Grün und Dunkel zeigend
    wie einen unbekannten Gegenstand;

    sich selber ruhig in der schönen Schale
    verbreitend ohne Heimweh, Kreis aus Kreis,
    nur manchmal träumerisch und tropfenweis

    sich niederlassend an den Moosbehängen
    zum letzten Spiegel, der sein Becken leis
    von unten lächeln macht mit Übergängen.

    Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

    #289Author mars (236327) 06 Feb 14, 08:39
    Comment
    #290Author oopsy (491382) 06 Feb 14, 18:02
    Comment
    Verflixte Edith !

    Leider kann ich den Brunnen vor dem Leonardo-Museum nicht zeigen.
    #291Author oopsy (491382) 06 Feb 14, 18:16
    Comment
    Edith 2: Herzlichsten Dank Marsupilami, dass Du mir diesen Link zur Verfügung gestellt hast. Es klappt nur mit copy/coller.

    www.rainerwermelt.de/sites/default/files/imagepicker/6/plastik%20%286%29.jpg


    #292Author oopsy (491382) 06 Feb 14, 21:09
    Comment
    Danke, oopsy und Marsupilami, wenn ich den Link selber poste, klappt es, und das lohnt sich!

    Ich komme zu zwei Brunnen in Aix-en-Provence.

    Le nom « Aix » – commun à treize communes et quatre hameaux en France – tire son origine du latin aquae, « eaux ». Par conséqunt, il n’est pas étonnant qi’il existe à Aix-en-Provence de très belles fontaines. Je vais vous présenter d’abord la fontaine des quatre dauphins

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    La fontaine est une œuvre du sculpteur Jean-Claude Rambot en 1667. Elle représente quatre dauphins entourant une pyramide qui était à l'origine couronnée par une statue de saint Michel. La statue a été successivement remplacée par une fleur de lys, une croix de Malte, puis une pomme de pin.

    Détail de la fontaine des Quatre-Dauphins:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Den zweiten Brunnen stelle ich ein anderes Mal vor.
    #293Author mars (236327) 07 Feb 14, 11:00
    Comment
    Herzlichen Dank, oopsy, für die eindrucksvolle Ergänzung des einen Delphin-Brunnens durch sage und schreibe acht andere! Sehr eindruckvoll!

    Ich komme, wie in # 293 angekündigt, zu einem zweiten Brunnen in der Wasser-Stadt Aix-en-Provence:

    La fontaine de la Rotonde est une fontaine située au centre-ville d'Aix-en-Provence, dans la continuité du cours Mirabeau. Conçue par l'ingénieur des Ponts et Chaussées Théophile de Tournadre, elle a été inaugurée en 1860 et est l'un des monuments les plus connus d'Aix-en-Provence. Son bassin a un diamètre de 32 mètres et la fontaine s'élève à 12 mètres de hauteur. Le diamètre total du monument est de 41 mètres.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    L'édifice est construit en pierre froide des carrières de Saint-Antonin, de Pourrières et de Fuveau. Sa hauteur maximale est de 12 mètres5. En bas, un grand bassin circulaire est entouré de sculptures léonines. Un deuxième bassin, plus petit, se situe plus haut. Ce petit bassin est surmonté d'un piédestal décoré de têtes de guépard. Enfin, un ensemble de trois statues couronne le tout.

    Effet d'eau et de lumière sur la fontaine de la Rotonde: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    La rotonde illuminée, une vraie merveille:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    http://fr.wikipedia.org/wiki/Fontaine_de_la_R...

    #295Author mars (236327) 09 Feb 14, 11:04
    Comment
    286
    Tu les as jamais vus, les quatre cents culs ?

    http://www.123savoie.com/galerie/picture.php?...
    http://www.123savoie.com/galerie/picture.php?...

    Rencontre d'un sans-cul avec un avec-cul.
    #296Author Ceesem (719060) 09 Feb 14, 11:25
    Comment
    In Reiselied von Hugo v. Hofmannsthal bildet ein "Brunnenrand" einen harmonischen Gegensatz zu der gefährlichen Natur in der ersten Strophe:

    Reiselied

    Wasser stürzt, uns zu verschlingen,
    Rollt der Fels, uns zu erschlagen,
    Kommen schon auf starken Schwingen
    Vögel her, uns fortzutragen.

    Aber unten liegt ein Land,
    Früchte spiegelnd ohne Ende
    In den alterslosen Seen.

    Marmorstirn und Brunnenrand
    Steigt aus blumigem Gelände,
    Und die leichten Winde wehn.

    Hugo von Hofmannsthal (1874 - 1929)

    #297Author mars (236327) 10 Feb 14, 09:20
    Comment
    #298Author oopsy (491382) 10 Feb 14, 17:37
    Comment
    Tolle Idee, oopsy.
    #300Author hannabi (554425) 11 Feb 14, 16:17
    Comment
    A Tours il y a une belle fontaine baptisée „Fontaine des Amoureux“. Ici, les couples viennent s’isoler du tumulte de la ville, confortablement installés sur les deux coussins imaginés par Cécile Pitois, qui s’est inspirée d’une vieille légende pour les concevoir.

    http://grand-hotel-tours.com/wp-content/uploa...

    Le tout est encensé par un jardin luxuriant peuplé d’arbres fruitiers, de massifs floraux et de buis taillés. Une balade enchanteresse à entreprendre à deux …

    http://grand-hotel-tours.com/wp-content/uploa...


    #301Author mars (236327) 12 Feb 14, 09:27
    Comment
    @ Hannabi, vielen Dank !


    Auf den Spuren von: Am Brunnen vor dem Tore
     
    Am Brunnen vor dem Tore ist der erste Vers eines deutschen Liedes, das sowohl in Form eines Kunstlieds als auch in Form eines Volkslieds bekannt geworden ist. Der ursprüngliche Titel lautet Der Lindenbaum.
    Franz Schubert vertonte den gesamten Gedichtzyklus unter dem Titel Winterreise und in diesem Rahmen auch den Lindenbaum als Kunstlied. In der bekanntesten und populärsten Bearbeitung der Schubertschen Vertonung von Friedrich Silcher ist das Werk zum Volkslied geworden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Am_Brunnen_vor_d...

    Bilder:

    http://www.goethezeitportal.de/fileadmin/Imag...

    http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/pk002123/...

    http://www.monumente-online.de/__generated/05...

    http://static0.akpool.de/images/cards/35/3589...

    http://images.traum-ferienwohnungen.de/6265/1...

    http://images.traum-ferienwohnungen.de/75742/...


    #302Author oopsy (491382) 13 Feb 14, 08:02
    Comment
    Wie schön, emg, dass du uns - wie früher hannabi - aus deiner Heimatstadt so sehenswerte Brunnen vorgestellt hat.

    Ich selber kann aus meiner Heimatstadt kaum etwas bieten und präsentiere euch lieber eine der Brunnenanlagen der Pariser Place de la Concorde als fontaine bleue dans une des nuits blanches der frz. Hauptstadt:

    http://www.freemages.fr/album/paris/concorde_...


    http://www.paris.fr/pratique/culture-patrimoi...

    #304Author mars (236327) 14 Feb 14, 09:28
    Comment
    Emg, vielen Dank für Deine Brunnen. Mir gefallen besonders die Bunten.


    Darf es ein bisschen kurios sein ?

    Brunnenfiguren "Sommerregen"
    http://www.dekoration-für-garten.de/uploads/...

    Den hier gibt es in der Würzburger Fußgängerzone zu sehen
    http://www.fotos-reiseberichte.de/wuerzburg/b...

    Wem diese Dame wohl nachempfunden ist ?
    http://1.bp.blogspot.com/-X1arALAzmbk/TyjytW1...

    Top-Model gesucht ?
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons...

    Wer ist hier Pate gestanden ? Ein Kugelfisch ?
    http://felixforrer.com/aktuell/wp-content/upl...

    De gustibus ..... ??
    http://www.445nm.de/Bunnen_1.jpg

    Fortsetzung folgt.
    #306Author oopsy (491382) 15 Feb 14, 09:18
    Comment
    Sehr abwechslungsreich und amüsant, oopsy. Ich freue mich auf die Fortsetzung im nächsten Kaffeehaus!
    #307Author mars (236327) 16 Feb 14, 09:10
    Comment
    Und hier geht es direkt ins nächste Kaffeehaus / Kulturcafé:

    related discussion: [fr-de] ’S Kulturcafé ▄ ▄ ┬┬ ▄ ▄ Nr. 3...

    #308Author mars (236327) 16 Feb 14, 09:15
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