| Comment | Re #4: Ich könnte mir vorstellen, daß es aus der Bergmannssprache kommt. Schon wieder "Pottbashing"?
Pfeiffer meint dazu: ¹Pickel m. ‘Spitzhacke’, älter Bickel, ahd. bickil (Hs. 12. Jh.), mhd. bickel ‘spitzes Werkzeug, Spitzhacke, Meißel’, zu dem unter picken (s. d.) behandelten Verb gebildete Gerätebezeichnung. Daneben auch gleichbed. Picke f., älter Bicke, spätmhd. bicke.
picken Vb. ‘mit der Schnabelspitze hacken’. Die Verbgruppe ahd. anabicken ‘auf jmdn. einhauen, ihn angreifen’ (9. Jh.), mhd. bicken, becken ‘stechen, picken’, frühnhd. becken, picken, mnd. bicken ‘mit der Schnabelspitze beklopfen’, mnl. picken, pecken, peken ‘hauen’, bicken ‘hauen, stechen, anfallen, picken (von Vögeln)’, engl. to pick ‘hacken, hauen, auslesen’, anord. (aus dem Mnd. Mnl.) pikka ‘picken, hacken’, schwed. picka ist als lautnachahmende Bildung zu einer Interjektion bick, pick ‘Geräusch, das entsteht, wenn ein spitzer Schnabel etw. (Nahrung) von einer harten Unterlage aufnimmt’ abgeleitet. Ähnliche Bildungen liegen im Roman. vor, vgl. frz. piquer ‘stechen, anspornen, reizen, schlagen’ (s. pikiert), die auf das Germ. eingewirkt haben können. Vgl. auch lat. pīca ‘Elster’, pīcus ‘Specht’ (s. Specht) und gall.-lat. beccus ‘Schnabel’ (vgl. afrz. frz. bec, ital. becco ‘Schnabel’). |
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