| Comment | "Hinterweltler" ist außerdem eine Wortschöpfung des 1926 frühverstorbenen Carl Christian Bry in seinem Buch "Verkappte Religionen. Kritik des kollektiven Wahns", in denen er sich in auch heute noch wunderbar lesbarer und lehrreicher Weise mit den Obsessiven und Verschwörungstheoretikern seiner Zeit auseinandersetzt, die sich nur bisweilen in re, aber kaum in modo von den heutigen unterscheiden. Er führt dieses Wort wie folgt ein:
Der Anhänger der verkappten Religion glaubt an etwas hinter der Welt. Man kann ihn kurzweg den Hinterweltler nennen. [...] [Der] Hinterweltler glaubt an eine neue Wirklichkeit hinter der Tapete. [Er] ist [...] bis in den Kern seiner Seele davon durchdrungen, daß die gewöhnliche Welt und die Hinterwelt in den lebhaftesten wirklichen Beziehungen stehen und daß eines Tages dasjenige, was heute noch Hinterwelt ist, die Welt besiegt und durchdrungen haben wird. An diesem Siege zu arbeiten, die Hinterwelt zur Welt zu machen, ist der Inhalt seines Glaubens. (Bry, Verkappte Religionen, Hrsg. Martin Gregor-Dellin, München 1976, S. 36) |
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