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    reichen / langen / genügen

    Comment

    After dropping my sons off this morning, I had a brief conversation with the Kitaleiterin, in which she used the phrase 'das langt' several times.


    As this is a verb that I very seldom hear, it led me to wonder whether it is used more commonly in other parts of Germany (i.e. not in Berlin) or by people of a particular age?


    Are there other differences between the words reichen, langen and genügen or do DMS regard them as fully interchangeable?

    Author covellite (520987) 14 Nov 18, 12:37
    Comment

    DWDS erklärt langen in diesem Sinn so: umgangssprachlich ausreichen, genügen


    Und liefert folgende Beispiele:

    das Gehalt langt nicht

    dazu langt der Lohn nicht

    für ein paar Zigaretten, ein Taxi hatte sein Bargeld noch gelangt

    damit langt man schon ein paar Tage (= kommt man schon ein paar Tage aus)

    salopp das langt mir jetzt! (= jetzt habe ich genug, jetzt reicht es mir!)

    Zieht nun in neue Kriege nicht, ihr Armen / Als ob die alten nicht gelanget hätten [Brecht, Gedichte]

    salopp Jetzt langt es aber, Herr Boye. Ich bin dafür, wir brechen die Witzemacherei ab [Baierl, Flinz]

    #1Author MiMo (236780) 14 Nov 18, 13:06
    Comment

    Das Produkt genügt höchsten Ansprüchen. (Gehoben)

    Das Geld reicht / langt für ein Mittagessen für zwei. (Alltäglich; langt eher salopp und süddeutsch)

    Jetzt reicht's / langt's mir aber! (Salopp, verärgert, evtl. drohend; langt eher süddeutsch)

    #2Author mbshu (874725) 14 Nov 18, 13:08
    Comment

    Hier in Bayern würdest du es vielleicht öfter hören als in Berlin.


    Für mich ist es, umgangssprachlich / salopp verwendet, eigentlich an der Tagesordnung.

    Mir reicht's = mir langt's = ich habe genug.


    Und natürlich wird es auch so verwendet wie in den anderen Beispielen aus #1.


    #3Author Fragezeichen (240970) 14 Nov 18, 13:14
    Comment

    Duden bezeichnet das Verb langen als umgangssprachlich, es kommt aber durchaus auch schriftlich vor. Ich selbst verwende es nicht aktiv, es erscheint mir irgendwie staubig. Das mag regional verschieden sein.


    Nicht in jeder Situation kann man langen durch (aus)reichen oder genügen ersetzen. Ein paar der Beispiele aus dem Duden:


    die Vorräte langen [noch] bis zum Monatsende -> reichen

    dafür langt der Stoff nicht -> reicht (aus), genügt

    also jetzt langt es mir aber! - reicht

    mit dem Brot langen wir bis morgen -> reichen wir aus

    der Mantel langt ihm fast bis zum Knöchel -> reicht

    wenn er sich streckt, langt er bis an die Decke -> reicht

    er kann weit über den Zaun langen -> greifen

    auf den Tisch, in den Korb langen -> greifen, fassen

    kannst du mal ein sauberes Glas [vom Regal] langen? -> holen, nehmen

    jemandem eine langen -> Ohrfeige geben

    #4Author dirk (236321) 14 Nov 18, 13:16
    Comment

    Aktiv nutzen würde (Konjunktiv, weil das natürlich nur eine theoretische Möglichkeit ist, alldieweil ich natürlich niemals nie die Contenance verliere ;-) ) ich als Norddeutscher "langen" hauptsächlich in Formen wie "Jetzt langt's mir aber!" oder "Mir langt's, mach doch Deinen ... alleine!"


    Bei den anderen hier schon genannten Beispielen verstehe ich es und wundere mich auch nicht, wenn jemand anders es sagt. Selbst würde ich in den meisten Fällen aber wohl "reichen" statt "langen" verwenden.

    #5Author harambee (91833) 14 Nov 18, 13:16
    Comment

    Das langt für das genügt, das reicht (aus) ist hier (Südwesten, rheinfränischer Sprachraum) durchaus üblich ... für greifen, fassen, holen (Beispiel in #4) eher nicht, auch wenn es verstanden wird ...

    #6Author no me bré (700807) 14 Nov 18, 13:22
    Comment

    No 4 "mit dem Brot langen wir bis morgen -> reichen wir aus" klingt beides in meinen Ohren grausig falsch. ... kommen wir bis morgen aus, oder: Das Brot reicht (uns) bis morgen.

    #7Author mbshu (874725) 14 Nov 18, 13:31
    Comment

    mbshu, das wollte ich noch editieren, ging aber nicht mehr: "Mit dem Brot reichen wir bis morgen hin" scheint mir zumindest umgangssprachlich nicht unüblich. "... reichen wir aus" klingt auch in meinen Ohren ein wenig komisch, "grausig falsch" nun aber auch nicht gleich.

    #8Author dirk (236321) 14 Nov 18, 13:58
    Comment

    DWDS hat:

    mit etw. ausreichen = mit etw. auskommen

    Beispiele:

    der Schneider reichte mit dem Stoff nicht aus

    reichst du mit deinem Gehalt immer bis zum nächsten Monat aus?

    #9Author MiMo (236780) 14 Nov 18, 15:21
    Comment

    #9: Echt, das habe ich noch nie gehört oder gelesen. Du?

    Reicht dein Gehalt bis zum nächsten Monat aus? - Ja

    Reichst du dein Gehalt bis ........ aus? - Nein

    #10AuthorBraunbärin (757733) 14 Nov 18, 18:09
    Comment
    Für mich ist das typisch bayrisch, wohl weil ich es vom dortigen Teil der Familie kenne. In Ostösterreich ist es völlig ungebräuchlich.
    #11Author tigger (236106) 14 Nov 18, 18:15
    Comment

    Der DWDS-Eintrag in #9 versetzt mich in Staunen.

    'Mit etwas ausreichen' habe ich bisher noch nie gehört und noch nie gelesen. Weder im Hochdeutschen noch in irgendeiner regionalen Variante, auch in bayerischen Varianten nicht.


    Mir geht es wie Braunbärin

    Reicht/ reichen* dir xy aus? - ja

    Reicht/ reichen* + Possessivbegleiter / Artikel + Nomen (+aus)? - ja

    *3. Pers. Einzahl/ Mehrzahl


    Reichst du mit deinem Gehalt aus?*** - Nein!

    Obwohl diese Konstruktion im DWDS als richtig gilt, klingt es für meine Ohren falsch und unsinnig.


    ***Kommst du mit deinem Gehalt hin bzw. aus?

    Das ist mir geläufig.


    #12Authorcookie crumbler (484354) 14 Nov 18, 20:17
    Comment

    @Braunbärin:

    Reichst du dein Gehalt bis zum nächsten Monat aus? -> Nein (hat auch keiner behauptet).

    Reichst du mit deinem Gehalt bis zum nächsten Monat aus? -> Ja (obwohl ich eher "hin" sagen würde).

    #13Author dirk (236321) 14 Nov 18, 20:20
    Comment

    Auch der Dudeneintrag in #4 versetzt mich in Staunen.


    Ich würde es so ausdrücken:


    Mir/ uns reicht das Brot bzw. das Brot reicht mir/ uns (aus). Vom Gebrauch von 'mit etwas ausreichen' würde ich dagegen abraten, es wird in der Hochsprache viel zu selten verwendet. So selten, dass es mir sogar bisher unbekannt war.


    _____


    Einem, der Deutsch lernt, würde ich empfehlen, 'mir reicht xy (bis... aus)' anstelle von 'mit etwas ausreichen' zu benutzen. Zweiteres wird so selten verwendet, dass es mir bisher noch unbekannt war.



    #14Authorcookie crumbler (484354) 14 Nov 18, 20:26
    Comment

    Zu meinem (in NRW sozialisierten) aktiven Wortschatz gehört „langen“ überhaupt nicht, allenfalls in „jemandem eine langen“. Wenn ich es höre (was hier am Untermain durchaus öfter passiert), ist das für mich ein Anlass, mich nicht zu Hause zu fühlen.

    #15Author JanZ (805098) 14 Nov 18, 20:36
    Comment

    Beim Editieren der #14 sind mir Fehler unterlaufen, so dass mein Text wenig Sinn ergibt.


    Ein neuer Versuch.

    Meine Sozialisierung fand im Rheinland und in Oberbayern statt. Jetzt lebe ich in Franken.

    • 'langen' für '(aus)reichen' wird in Bayern wesentlich häufiger verwendet.


    Vom Gebrauch von 'mit etwas ausreichen' würde ich einem Deutschlernenden abraten, denn diese Konstruktion wird äußerst selten verwendet und zwar so selten, dass ich ihr heute hier zum ersten Mal begegne.

    #16Authorcookie crumbler (484354) 14 Nov 18, 21:02
    Comment

    Many thanks for the answers, examples and discussion so far. Langen is part of my passive vocabulary, but it's rare that I encounter it outside of books.


    These usages are new to me though:

    auf den Tisch, in den Korb langen -> greifen, fassen

    kannst du mal ein sauberes Glas [vom Regal] langen? -> holen, nehmen


    I'm having trouble picturing what happens when someone auf den Tisch langt. For in den Korb langen, I imagine my grandma rummaging through her knitting basket; is that right?

    #17Author covellite (520987) 15 Nov 18, 10:39
    Comment

    #17: "Langen" in dem Kontext ist für mich eher ein einmaliges Greifen als ein Wühlen o.ä.


    Ich benutze es aber als ebenfalls NRW-geprägter auch nie.

    #18AuthorPizzaburger (978634) 15 Nov 18, 10:46
    Comment

    @17: Wie von Pizzaburger erklärt - "in den Korb langen", "auf den Tisch langen" ist eher eine zielgerichtete Bewegung als ein suchendes Wühlen.


    Für mich ist das Wort absolut gebräuchlich, aber ich bin auch in Oberbayern aufgewachsen. Es ist umgangssprachlich, aber üblich.

    #19Author rufus (de) (398798) 15 Nov 18, 10:57
    Comment

    Den Gebrauch im Süddeutschen kann ich bestätigen, "mir langt's jetzt", "das Brot langt uns noch bis morgen" (allerdings "mit dem Brot langen wir[...]" klingt für mich sehr eigenartig), "in den Korb langen" ist für mich alles normal und üblich, allerdings würde ich das, bis auf das erste vielleicht, eher nicht schriftlich verwenden.

    "langen" im letzten Beispiel ist auch für mich kurzes, gezieltes Hinfassen, nicht Herumkramen. Ein weiteres Beispiel für diesen Gebrauch wäre "da langt man sich doch an den Kopf".

    #20Author Cynara (1118057) 15 Nov 18, 11:35
    Comment

    alles, was ihr beschreibt, kenne ich auch, verwende es aber nicht aktiv (NRW)

    #21Author penguin (236245) 15 Nov 18, 11:39
    Comment

    Okay, it's a precise movement...


    DWDS records the following examples:

    Sie langte sich eine Kerze, um ihm zu leuchten. (reflexive verb + direct object)

    Er langte sich ein Glas und stieß mit an. (reflexive verb + direct object)

    Er langte ein Formular aus der Schublade. (direct object alone)


    The meaning seems to be the same in each case (i.e. an object is taken/picked up), so why is the verb reflexive in the first two sentences and not in the third?


    I'm also still a little confused regarding the prepositions in the examples with the table/basket.

    This sentence can stand alone, right? And the preposition indicates the direction (akkusativ).

    • Sie langte in die Tasche. = She reached(?) into the bag.


    And I can parse:

    • Er langte nach dem Glas auf dem Tisch. = He reached for the glass on the table.
    • Er langte den Stift vom Tisch. = He took the pen from the table.


    But 'Er langte auf den Tisch' as the Duden suggets seems incomplete. DWDS doesn't list auf as a preposition used in connection with langen. Is the Duden wrong or is it possible to create a sentence with langen and auf + accusative rather than dative?


    #22Author covellite (520987) 15 Nov 18, 12:02
    Comment

    so why is the verb reflexive in the first two sentences and not in the third?


    Keine Ahnung, ich kann dazu nur sagen, dass die drei in #22 zitierten Beispiele aus dem DWDS für mich sehr ungewöhnlich klingen. Im Crossover Chat hätte ich nicht gezögert, sie als fehlerhaft zu bezeichnen.

    #23Author harambee (91833) 15 Nov 18, 12:09
    Comment

    Ich kann nur für mich sprechen, aber deine drei Beispiele in #22 mit dem direkten Objekt würde ich so nie sagen. Da würde ich "nehmen" verwenden.


    "Er langte auf den Tisch" klingt für mich richtig, aber nur im umgangssprachlichen Bereich.


    "langen" mit Objekt kenne ich aus dem Zusammenhang "jemandem eine langen" (würde ich aber auch umgangssprachlich einstufen).


    Das ist aber alles, wie gesagt, nur mein persönliches Sprachempfinden/mein Sprachgebrauch.

    #24Author Cynara (1118057) 15 Nov 18, 12:10
    Comment

    Sie langte sich eine Kerze, um ihm zu leuchten. (reflexive verb + direct object)

    Er langte sich ein Glas und stieß mit an. (reflexive verb + direct object)

    Er langte ein Formular aus der Schublade. (direct object alone)


    Genau diese drei Beispielsätze klingen in meinen Ohren absolut falsch, und ich denke mir die ganze Zeit, dass es Übersetzungsfehler sein könnten. Ich würde in allen drei Fällen "langen" durch "greifen" ersetzen.

    Erklären kann ich es nicht, das ist jetzt reines Bauchgefühl.


    "Er langte auf den Tisch, aber sah, dass die Packung auf den Stuhl gefallen war." wäre ein mögliches Anwendungsbeispiel.


    Vielleicht können dir die Linguisten hier die Verwendung besser erklären.

    #25Author rufus (de) (398798) 15 Nov 18, 12:12
    Comment

    Das "sich" in diesen Sätzen ist Dativ, nicht Akkusativ, sozusagen der Dativ des Begünstigten. Ich könnte z.B. sagen (wenn ich "langen" aktiv so verwenden würde, was ich als Norddeutscher nicht tue): "Ich lange mir ein Glas" (nicht "mich"). Das ist das gleiche "mir" wie bei "Ich greife mir ein Glas, ich nehme mir ein Glas".


    "Er langte auf den Tisch" ist für mich problemlos. Wir haben ja schon gesehen, dass das Ziel von "langen" im Sinne von "irgendwohin greifen" mit Präposition + Akkusativ ausgedrückt wird, was ja im Deutschen auch völlig normal ist. Auch hier hilft als Probe der Ersatz von "langen" durch "greifen": "Ich griff auf den Tisch" (und nahm mir irgendetwas). Wenn "auf den Tisch" hier ungewöhnlich klingt (ist auch ein etwas komisches Beispiel), dann hilft vielleicht ein paralleler Satz mit "unter": "Ich griff/langte unter den Tisch und zog das fünfte Ass aus dem vorbereiteten Schlitz heraus".

    #26Author Greysnow (765275) 15 Nov 18, 12:28
    Comment

    Die Analogie zum "greifen" ist schon nachvollzienbar, aber gibt es denn unter uns jemanden, der die Sätze aus den drei Beispielen in #22 so mit "langen" sagen würde?

    #27Author harambee (91833) 15 Nov 18, 12:34
    Comment

    Ich nicht, aber vielleicht jemand aus Bayern?

    #28Author Greysnow (765275) 15 Nov 18, 12:44
    Comment
    #29Author Pippilotta007 (1196225) 15 Nov 18, 12:47
    Comment

    #28

    Never!

    #30Authorcookie crumbler (484354) 15 Nov 18, 12:58
    Comment

    Pippilotta, was willst Du denn mit dem Link belegen oder widerlegen? Ein Beispiel wie in #22 sehe ich da jedenfalls nicht.

    #31Author harambee (91833) 15 Nov 18, 12:59
    Comment

    Wie 30!

    #32Author rufus (de) (398798) 15 Nov 18, 13:00
    Comment

    Reden wir über die Beispielsätze mit Bulletpoints? Die ersten beiden würde ich durchaus auch so sagen. Bin aus Hessen.


    Edit: Der Link war nur zur allgemeinen Information gedacht.

    #33Author Pippilotta007 (1196225) 15 Nov 18, 13:00
    Comment

    Nein, wir (zumindest ich) reden über die Sätze aus dem DWDS, also


    Sie langte sich eine Kerze, um ihm zu leuchten. (reflexive verb + direct object)

    Er langte sich ein Glas und stieß mit an. (reflexive verb + direct object)

    Er langte ein Formular aus der Schublade. (direct object alone)

    #34Author harambee (91833) 15 Nov 18, 13:02
    Comment

    Nochmal zur #22 bzw. #34

    Ich rede auch nicht so.


    Editieren in #30 wurde unterbrochen:

    ed.:

    Man muss immer unterscheiden zwischen

    • regionaler Variante und
    • Dialekt


    Als regionale Varianten sind mir die Formen in #22 nicht bekannt.

    Um Dialekt kann es sich bei den Beispielen in #22 nicht handeln, da Dialekte neben lexikalischen Besonderheiten gleichzeitig IMMER grammatikalische und phonetische Besonderheiten umfassen. Bestes Beispiel - Dialektfaden (Schwabenfaden) im Quasselzimmer.


    Kurz:

    Die Beispiele in #22 sind für mich weder regionale Varianten (Bayern) noch Dialekt.


    #35Authorcookie crumbler (484354) 15 Nov 18, 13:09
    Comment

    OT

    Gibt's eigentlich noch den Schwabenfaden?

    Lang nimmer ksäe!

    #36Authorcookie crumbler (484354) 15 Nov 18, 13:15
    Comment

    Um Dialekt kann es sich bei den Beispielen in #22 nicht handeln, da Dialekte neben lexikalischen Besonderheiten gleichzeitig IMMER grammatikalische und phonetische Besonderheiten umfassen.


    Herzlichen Glückwunsch, damit hast du den jahrhundertealten Streit der Linguisten entschieden, was eine Sprache, eine regionale Varietät und einen Dialekt ausmacht.

    #37Author JanZ (805098) 15 Nov 18, 13:21
    Comment

    Bekomme ich jetzt einen Doktorinnentitel?


    Einen LEO-Doktorinnentitel HC?


    P.S.:

    Sprache oder Dialekt - ist für mich eine politische Frage.

    Jetzt Professur???


    #38Authorcookie crumbler (484354) 15 Nov 18, 13:24
    Comment

    Einen LEO-Doktorinnentitel HC?


    Vielleicht kann Doris dir diesen Titel verleihen :-).


    Sprache oder Dialekt - ist für mich eine politische Frage.

    Jetzt Professur???


    Nun, zumindest den Nobelpreis für Linguistik, wenn es ihn denn gäbe, würdest du dafür nicht bekommen, da die Erkenntnis schon andere hatten. Aber vielleicht kannst du als Multiplikatorin dienen und sie in die Welt hinaustragen :-).

    #39Author JanZ (805098) 15 Nov 18, 13:28
    Comment

    OT

    Muldibliggadorin - des gfälld ma fei!


    Betrifft LEO

    So Doris,

    ätz lang amol den LEO-Diddl für mich her, bidde! Wennst no ahn übrich hast. ;-)

    #40Authorcookie crumbler (484354) 15 Nov 18, 13:32
    Comment

    Na, so ein paar Diddlmäuse hat Doris bestimmt noch auf Lager (Ja, ist denn schon Freitag?).

    #41Author JanZ (805098) 15 Nov 18, 13:43
    Comment

    Diddl... :'-(


    nee, noch nich Freitag...

    ...aber bald

    #42Authorcookie crumbler (484354) 15 Nov 18, 13:44
    Comment

    @20: Den Gebrauch im Süddeutschen kann ich bestätigen, "mir langt's jetzt", "das Brot langt uns noch bis morgen" (allerdings "mit dem Brot langen wir[...]" klingt für mich sehr eigenartig)


    Mit dem Brot langen wir... würde ich selbst nicht sagen. Aber die Formulierung ist mir zutiefst vertraut. Vor meinem inneren Auge steigt mein geliebter Großvater auf, ein Ur-Niederbayer Jahrgang 1908

    #43AuthorEifelblume (341002) 15 Nov 18, 14:36
    Comment

    My huband's family have made an adjective from 'langen', We now say 'das machen wir langig'. Does anybody else do this?

    #44AuthorJaymack (805011) 15 Nov 18, 16:11
    Comment

    @Jaymack: Das habe ich noch nie gehört ,und ich wüsste auch nicht, was das heißen soll...

    #45AuthorBraunbärin (757733) 16 Nov 18, 15:21
    Comment

    "Das machen wir langig" ist mir auch noch nie begegnet.

    Dagegen "Wenn es nicht langt, dann machen wir es langen." ist mir als scherzhafte Bemerkung durchaus geläufig.

    #46AuthorEifelblume (341002) 16 Nov 18, 16:52
    Comment

    Bei uns im Südwesten, vor allem Pfalz/Kurpfalz, sagt man auch "heben", allerdings in Bezug auf Qualität, nicht Quantität. Beispiel: "Hebt die Milch noch bis morgen?" (=Ist die Milch noch bis morgen gut, oder ist sie dann sauer?), oder "Hebt der Saft noch bis nächsten Monat?" - "Ja, der hebt noch bis nächstes Jahr!"

    #47AuthorStreifenkatze (670300) 17 Nov 18, 16:15
    Comment
    Das scheint daran zu liegen, dass ihr auch sonst "heben" sagt, wo der Rest der Republik "halten" benutzt. Mein badischer Chorkollege drückt mir auch manchmal Gegenstände in die Hand und sagt "Heb mal kurz", worauf ich dann immer sagen will "Wie hoch denn?"
    #48Author JanZ (805098) 17 Nov 18, 23:30
    Comment

    :-) Ja, das stimmt wohl... Meine Mutter hat zu mir als Kind beim Straßenbahnfahren auch immer gesagt: "Heb dich!" oder "Heb dich fest!"

    #49AuthorStreifenkatze (670300) 18 Nov 18, 13:50
    Comment

    Mein Onkel hatte zu seinem ersten Traktor "Heb!" gesagt, bevor er an die Garagenwand fuhr ;-)

    #50Author manni3 (305129) 18 Nov 18, 17:24
    Comment

    @45 Das machen wir langig" ist mir auch noch nie begegnet, @ 46 "dann machen wir es langen":

    I think it is purely a family joke. "Langt es? Wir machen es langig". I've never heard anyone outside the family say it either.

    @48: My husband also says "Heb mal" He's from the part of Württemberg known as Franken (now officially "Region Heilbronn-Franken". So not Swabian, more Süd-Rheinfränkisch.

    #51AuthorJaymack (805011) 18 Nov 18, 19:03
    Comment

    I haven't read through all the entries, so in case this is new you note that "langen" and "reichen" can also be used to cynically express anger: "Das langt jetzt aber langsam." "Jetzt reicht's aber!"

    One wouldn't normally use "genügen" in the same way, I think, at least I don't.

    #52Author Chrysalis66 (1189140) 18 Nov 18, 19:34
     Beitrag #53­ wurde gelöscht.
    Comment

    Mein Onkel hatte zu seinem ersten Traktor "Heb!" gesagt, bevor er an die Garagenwand fuhr ;-)


    War das ein selbstfahrender Traktor, oder warum dachte dein Onkel, dass er vom bloßen Kommando stehenbleiben würde ;-)? Oder war er Pferde noch so gewohnt?

    #54Author JanZ (805098) 18 Nov 18, 20:07
    Comment

    Hier bedeutet „Heb!“ (nach meinem Verständnis, ohne jetzt manni vorgreifen zu wollen) nicht „Anhalten“, sondern „Halten“ im Sinne von „nicht auseinanderfallen, nicht kaputt gehen“.


    Anderes Beispiel: selbstgebastelte Reparatur vor irgendetwas, mit anschließendem Ausspruch: „Ich hoffe, das hebt!“ = „“Ich hoffe, das hält/fällt nicht auseinander!“


    … also ein Stoßgebet, dass der Traktor trotz Garagenwand nicht auseinanderfallen möge! :-)

    #55AuthorStreifenkatze (670300) 19 Nov 18, 19:20
    Comment

    Mein Onkel meinte schon "Halt an!", wie er das von den Pferden gewohnt war.

    #56Author manni3 (305129) 19 Nov 18, 21:10
    Comment

    Ok .... in der Bedeutung kenn ich das jetzt nicht. Aber ich kenn mich auch nicht mit Pferden aus :-)

    #57AuthorStreifenkatze (670300) 19 Nov 18, 21:33
     
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 ­ automatisch zu ­ ­ umgewandelt