#4 Wenn man jemand als Unkraut oder Teufel bezeichnet, sind das schlimme Beleidigungen. Dann gibt's in der Schule Klassenbucheintrag oder Schulverweis bzw. bei der Arbeit eine (fristlose) Kündigung. Mindestens.
Das ist meiner Meinung nach maßlos übertrieben, zumindest im Kontext der beiden Redensarten, um die es geht. "Wenn man vom Teufel spricht" habe ich schon oft benutzt. Natürlich ist das leicht flapsig, aber ich würde das je nach Kontext auch im Büro sagen, wenn der Chef oder ein Kollege reinkommt, zum Beispiel so: [lächelnd] "Ah, wenn man vom Teufel spricht! Gut dass Sie da sind, wir haben gerade über Ihre letzte Mail geredet und waren uns nicht ganz sicher, wie der letzte Satz der Arbeitsanweisung zu verstehen ist: ..."
Edit: Weil das bisher nicht direkt gesagt wurde: Ich zumindest kenne die erste Redensart nur verkürzt, also "Wenn man von Teufel spricht ...", und so wurde sie ja auch von allen anderen Antwortenden hier verwendet. Vielleicht macht man das so, um noch weniger den Eindruck zu erwecken, man würde den anderen wirklich als Teufel bezeichnen.
In der ursprünglichen Bedeutung der Redensart ging es vermutlich um den Aberglauben zum "Beschreien" (Siehe auch: verschreien).