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  • Topic

    "Worum" oder "um was"?

    Comment
    I have a question that has been puzzling me for a while, now.
    How do I translate the English phrase "What do you want to bet?" ?
    With "Um was willst du wetten?", or with "Worum willst du wetten?"

    AuthorC.C.16 May 06, 17:30
    Comment
    "Um was" wäre hier meine Wahl. Aber "Worum dreht es sich".
    #1Authorjudex16 May 06, 17:36
    Comment
    Hm, zumindest in der Alltagssprache würde ich es für egal halten.
    Sowohl "worum" als auch "um was" klingen für mich in Ordnung.
    #2Authorhh16 May 06, 17:38
    Comment
    Thank you for the prompt answers! :-)

    Is it also equally correct to say:
    "Mit wem gehst du ins Kino?" and "Womit gehst du ins Kino?" for:
    "Who are you going to the theater with?"
    #3AuthorC.C.16 May 06, 17:49
    Comment
    "Womit" bezieht sich hier nur auf Sachen.
    #4AuthorUwe16 May 06, 17:53
    Comment
    Also meine Eltern haben mir immer beigebracht, dass man "um was" etc. nicht sagt. Das sei Kindersprache. "Worum" klingt deutlich sauberer in meinen hannoverschen Ohren.
    #5AuthorJan16 May 06, 17:53
    Comment
    @C.C.: "Womit gehst Du ins Kino" - Kannst Du fragen, wenn Du wissen möchtest, _was_ der andere mitnimmt (Bier, eine Jacke, ein Buch, ...) ->
    "Mit wem gehst Du ins Kino?"
    #6Authorhh16 May 06, 17:56
    Comment
    Not at all.
    Womit never refers to persons.

    Your expression is maybe possible in the context of "a red or blue umbrella" that you take with you.

    With "fahren" for instance:
    Womit fährst du zum Kino? Mit dem Fahrrad.
    Mit wem fährst du? Mit meinem Sohn.
    #7AuthorLudwig16 May 06, 17:56
    Comment
    "Um was" klingt in meinen Ohren eher umgangssprachlich.
    #8AuthorSophil16 May 06, 17:57
    Comment
    Danke, Uwe. Genau das vermutete ich.
    Dann die korrekte Übersetzung von "What are you afraid of?" ist eher "Wovor hast du Angst?"; aber "Vor was hast du Angst?" wäre auch ok (zumindest in der Alltagssprache).
    Während die korrekte Übersetzung von "Who are you afraid of?" ist lediglig
    "Vor wem hast du Angst?".
    Hab ich das Ganze richtig verstanden?
    Danke im Voraus für eure Antworten! :-)
    #9AuthorC.C.16 May 06, 18:01
    Comment
    Also "Vor was hast Du Angst" würde ich nie schreiben. Ich kann mir aber vorstellen, dass das Süddeutsche/Österreicher evtl. anders sehen. Die unterscheiden ja auch nicht zwischen Perfekt und Präteritum (wenn sie es überhaupt nutzen) und Verwenden den Dativ, wo eigentlich ein Genitiv hingehört.
    #10AuthorJan16 May 06, 18:31
    Comment
    I would like to thank you all for your answers! :-)
    #11AuthorC.C.16 May 06, 18:35
    Comment
    Vollkommen richtig, C.C.!

    'woraus, womit, wovor, wodurch' e tutti quanti fragen nach / beziehen sich sämtlich auf Sachen, nie auf Personen.
    Und, ich zucke immer zusammen, wenn ich 'aus / mit / vor / durch was' höre (oder gar lese), es ist schlicht unschön und ein Zeichen schludriger Sprache.
    #12AuthorPeter <de>16 May 06, 18:35
    Comment
    Es ist kein Zeichen schludriger Sprache, nicht so zu sprechen, wie man schreibt. Im Gegenteil. Es ist ein Zeichen feinen Sprachgefühls zu wissen, welcher Ausdruck welcher Sprachebene angemessen ist.

    "Um was geht es denn?" (gesprochen)
    "Worum handelt es sich?" (geschrieben)

    Leute, die nur so sprechen wie gedruckt wirken oft maniriert, steif, angeberisch.
    Leute, die nur so schreiben wie sie sprechen, wirken leicht zu flapsig, unhöflich und ungebildet.
    #13Authorbirgila16 May 06, 19:01
    Comment
    Das ist aber meist nur in Dialektregionen so. Im dialektfreien Raum, wie hier in Hannover, würde man auch in der Umgangssprache kaum "um was" sagen. Ich denke auch nicht, dass man es in Hamburg oder Kassel anders macht, vermutlich aber halt in Hintertupfing. Es ist also nicht nur eine Frage der Sprachebene, sondern auch der Sprachkarte.
    #14AuthorJan16 May 06, 19:12
    Comment
    "Um was geht es denn?" "Um den heißen Brei (herum)."

    Was, birgila, hindert mich, zu sagen: "Worum geht es denn?" Die 'x+was'-Formulierung ist auch in der gesprochenen Sprache schlicht unschön.
    Und Sprachgefühl erschöpft sich nicht darin zu wissen, welche Formulierung man spricht und welche man schreibt, sondern wird dadurch vertieft, daß man die Qualität der Ausdrucksweisen einer Ebene gegeneinander abwägen kann.
    Mein Hinweis sollte C.C. darauf aufmerksam machen, daß es immer noch Leute gibt, denen die 'x+was'-Formulierung auch in der gesprochenen Sprache aufstößt, denn woher soll ein Nicht-Muttersprachler das wissen, außer man sagt es?
    #15AuthorPeter <de>16 May 06, 19:17
    Comment
    @Jan: Nur Hannoveraner sind der Meinung, daß Hannoveraner im dialektfreien Raum wohnen. :-) Auch Ihr sprecht kein reines Hochdeutsch. Und auch in Hannover gibt es einen Unterschied zwischen Schriftdeutsch und Sprachdeutsch.
    Welche Ausdrücke aber jeweils im Sprachdeutsch akzeptiert werden, ist sicherlich eine Frage der Sprachkarte.
    #16Authorhh16 May 06, 19:18
    Comment
    @Jan
    Du machst Witze! Meine Schwiegermutter (Hannoveranerin seit 84 Jahren) sagt immer "Wo is' das für?", "Wo war das bei?", "Da geh' ich nich' bei!" und solche Sachen.
    #17Authorjudex16 May 06, 19:31
    Comment
    Hannover? Dialektfreier Raum?! *gackergacker*
    tschuldige, dass ich mich amüsiere :-))))))))

    Die Nichtbayern denken oft, dass man nicht hört, wo sie herkommen, weil sie ja "Hochdeutsch" sprechen :-D

    Ob eine "x + was" als "unschön" empfunden werden sollte, weil es unschön IST, wage ich ganz stark zu bezweifeln, Peter. Du hörst es nie, deshalb stößt es dir auf. Und mit Qualität hat das schon gar nichts zu tun. Nord- und Süddeutsch unterscheiden sich nicht nur in diesem Punkt, ohne dass sich daraus Richtig/Falsch- oder Schön/Unschön-Kriterien ableiten ließen. Jeder Süddeutsche krümmt sich, wenn er "Ich habe gesessen" hören oder lesen muss. (Nicht nur der aus Hintertupfing.)
    #18Authorbirgila16 May 06, 19:36
    Comment
    Was ist denn falsch an "ich habe gesessen", wenn man fragen darf?
    #19AuthorC.C.16 May 06, 19:44
    Comment
    C.C., birgila spielt auf den Nord-/Süddeutsch-Unterschied von 'ich habe / bin gesessen' an.
    #20AuthorPeter <de>16 May 06, 20:02
    Comment
    "Ich habe gesessen" - wenn er doch im Knast war?!? *looking slightly puzzled*

    Wie gut, dass ich ausm Rheinland komme, da muss ich mich mit sowas nicht rumplagen. ;-)

    Zur Ausgangsfrage: "Um was willst Du wetten" oder auch "Worum willst Du wetten" ist meines Erachtens dasselbe. Und, wie schon angemerkt: "Mit wem gehst Du ins Kino" ist die richtige Übersetzung für "Who are you going to the theater with?"

    #21AuthorVolker16 May 06, 20:14
    Comment
    Also ich finde die Frage ist flasch gestellt. Ich wuerde "was ist Dein Einsatz?" fragen.

    Ansonsten stimme ich zu, dass "um was" definitiv nur verbal gebraucht werden sollte und auch verbal eher eine niedrige Stilebene kennzeichnet

    @Volker:
    Stimme Dir zu, wer gesessen hat und das auch noch laut verkuendet, ist selber schuld, wenn er oder sie als Knastbruder/-schwester betrachtet wird.
    #22AuthorAGB16 May 06, 20:33
    Comment
    @Volker, Peter

    How do I say, then: "I have been sitting in this chair since 2pm"?

    I thought I would say "Ich habe in diesem Stuhl seit 14:00 Uhr gesessen".
    Should I then say "Ich bin seit 14:00 uHr in diesem Stuhl gesessen"?

    Thanks! :-)
    #23AuthorC.C.16 May 06, 21:14
    Comment
    birgila spricht mir mit ihrem letzten Beitrag 100%ig aus der Seele (mit der Ergänzung, dass mit "ich habe gesessen" *nicht* die Bedeutung "im Knast gewesen sein" gemeint war)
    #24AuthorUlrich0516 May 06, 21:34
    Comment
    Stimme birgila zu, was die Angebrachtheit der Sprachebenen betrifft. Wenn ein ausländischer Taxifahrer meint: "Na, durch die Gasse kamma net fahren, da hat sich ein Unfall ereignet" klingt das doch schon für den Fahrgast sehr lustig. Man weiß, der Herr Taxifahrer hat gewisse Ausdrücke nur aus den Nachrichten gehört, und weiß keine entprechende Formulierung aus der gesprochenen Stilebene.
    (Wahre Geschichte - hat mir eine Freundin erzählt.)
    #25AuthorMary (nz/A)16 May 06, 21:45
    Comment
    I still wonder whether how I would say the above mentioned phrase ... :-)
    #26AuthorC.C.16 May 06, 21:55
    Comment
    @C.C.
    Richtig (hochdeutsch/Amtssprache/ Bühnendeutsch) ist allein: "Ich habe seit zwei Uhr in diesem Stuhl gesessen." Normalerweise im Deutschen die Zeitbestimmung nicht am Schluß, wie im Englischen, auch wenn es nicht falsch ist und 14:00 Uhr sagen wir nur wenn es um einen Termin oder so etwas geht.
    HTH
    #27Authorjudex16 May 06, 22:14
    Comment
    @Judex

    ich danke dir Judex. Dann warum krümmen sie sich die Bayern wenn sie den Satz "ich habe gesessen" hören oder lesen müssen?
    Also, wenn dieser Satz doch richig ist, frage ich mich aus welchem Grund dann klingt er so "ungewöhnlich" zu Süddeutschen Ohren ...

    OT: zumindest hab ich endlich rausgefunden was Hintertupfing eigentlich ist ...
    #28AuthorC.C.16 May 06, 22:25
    Comment
    Wäre es nicht eher: "Ich sitze seit 14h in diesem Sessel"?

    English present perfect continuous/present perfect with "since/for" translates to present tense in German after "seit".

    z.B. Ich wohne seit 17 Jahren in Wien.
    I have been living in Vienna for 17 years.
    #29AuthorMary (nz/A)16 May 06, 22:27
    Comment
    @ cc:
    As a foreigner you should combine sitzen with haben exclusively, but "ich sitze AUF einem Stuhl". Ausnahme sind bei Bedarf Lehnstühle und Sessel, wobei die Präposition in anzeigt, dass man darin versinkt, der Stuhl also größer wirkt als die Person, die darin sitzt.

    If you start combining sein + sitzen, stellen, legen you would have to take into account supplementary variations regarding tranitive and intransitive verbs and past tense in order to fit your words into a southern context.
    #30AuthorLudwig16 May 06, 22:30
    Comment
    C.C. Warum die Bayern sich krümmen:
    In South Germany and Austria "ich habe gesessen" means "I was doing time/I have done time (in prison)"
    "I sat" is expressed as "ich bin gesessen."
    e.g Ich bin höchstens 5 Minuten auf dem Sessel gesessen, als die Katze reingekommen ist und mich verjagt hat. Der Sessel ist ihr Lieblingsplatz.
    #31AuthorMary (nz/A)16 May 06, 22:31
    Comment
    Mary, kommt drauf an ( wie immer:-) )
    "Ich habe seit zwei Uhr in diesem Stuhl gesessen." setzt einen zusätzlichen zeitlichen Bezug voraus, aber ich wollte das Beispiel aufgreifen und es nicht erneut in linguistische Komplexitäten abrutschen lassen.
    Also: "Wo warst Du? Ich habe seit zwei Uhr in diesem Stuhl gesessen und gewartet!" wenn er schon aufgestanden ist und "Wo warst Du? Ich sitze seit zwei Uhr in diesem Stuhl und warte!" wenn er sitzen bleibt.

    "Ich sitze seit zwei Uhr in diesem Stuhl und der Rücken tut mir weh."

    Ganz subtile Unterschiede.
    #32Authorjudex16 May 06, 22:37
    Comment
    @Mary
    Danke für das AUF.
    #33AuthorLudwig16 May 06, 22:42
    Comment
    Judex, Mary, Ludwig and all

    Thank you!!!!

    It's all finally (slowly) starting to make sense! :-)

    As a foreigner I will most definitely keep it simple and stick with the rules of the "Standardsprache"

    @Mary
    Would the Austrians then say "da bin ich gewesen" instead of "da war ich"?
    #34AuthorC.C.16 May 06, 23:02
    Comment
    In Freiburg you would say that.
    You would say also:
    Ich bin auf dem Stuhl gesessen (gehockt) <-> Ich saß auf dem Stuhl / auch "habe gesessen"
    Ich bin auf DEN Stuhl gesessen (gehockt) <-> Ich setzte mich auf den Stuhl (auch Perfekt)
    Ich bin auf DEN Stuhl gestanden <-> Ich stellte mich auf den Stuhl (auch Perfekt)

    Just small examples!
    #35AuthorLudwig16 May 06, 23:10
    Comment
    "Um was" statt "worum" oder "Aus was" statt "woraus" liegt in meinen Ohren auf der gleichen Inkorrektheitsebene wie der Gebrauch von "weil" als Einleitung eines Hauptsatzes: *Ich bin heute hierhergekommen, weil das ist doch Ehrensache* oder wie der Superlativ nicht steigerbarer Adjektive "in keinster Weise". Unschön, aber nicht auszurotten.

    Im Umgang mit Deutschen ist mir aufgefallen, dass "um was" auf höheren Sprachebenen gebraucht wird als in Österreich. Vielleicht täuscht aber dieser Eindruck, weil sich in Österreich beim Übergang zu familiärer Ausdrucksweise auch gleich die Aussprache ändert, was in Deutschland nicht in allen Sprachregionen der Fall ist
    #36AuthorAndi (AT)17 May 06, 00:05
    Comment
    Der korrekte Gebrauch der Interrogativpronomina ist so ein Problem. Einerseits drückt man sich bei Fragen um die korrekten Fragepronomina z.B. um was statt worum, andererseits tauchen sie an unpassender Stelle auf:Der Hund wo mich gebissen hat etc.
    #37AuthorHans17 May 06, 05:55
    Comment
    worum ist eindeutig eleganter
    #38Authoraseas17 May 06, 07:47
    Comment
    @ C.C.: Re your question about whether the Austrians would say "da bin ich gewesen" rather than "da war ich" - the answer is yes. In general, the simple past is only used in formal written contexts or in the news, for example.
    Nobody would normally say "ich ging", "ich lag", "ich wußte" or "ich stand" etc. It is always "ich bin gegangen", "ich bin gelegen", "ich habe gewußt" or "ich bin gestanden".
    If you use the simple past tense people will suspect you of being a German - and you mightn't be immediately understood (because people aren't used to hearing this tense in spoken language.)
    Although "ich war/wir waren" etc. is used in some contexts, and more frequently than the simple past of other verbs.
    #39AuthorMary (nz/A)17 May 06, 17:58
     
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 ­ automatisch zu ­ ­ umgewandelt