| Comment | Ich sehe ein Problem bei der inneren Logik des Texts, wenn man einen Markennamen durch einen vermeintlich gleichwertigen der Zielsprache ersetzt.
Wenn im Ausgangstext jemand in Großbritannien eine Autopanne hat und den RAC zu Hilfe ruft, dann kann er nicht im Zieltext den ADAC rufen, weil das dem Weltwissen zumindest einiger Leser widerspricht, dass der deutsche ADAC nicht in diesem Land tätig ist. Weil ich entsprechend vorbelastet bin, würde es mich nervös machen, einen treudeutschen Markennamen für ein Produkt z. B. in den USA verwendet zu sehen. Triebe man diesen Ansatz auf die Spitze, müsste man sonst auch fish and chip shops durch Currywurstbuden ersetzen.
Mein Ansatz ist dieser: Wenn im Ausgangstext nicht tatsächlich das Produkt einer bestimmten Marke gemeint ist, nehme ich im Zieltext den allgemeinen Begriff, z.B. wird aus einem "K-Way" im Französischen dann eine "Regenjacke". Man muss auch nicht unbedingt für die Firmen noch kostenlos Werbung machen.
Schwieriger wäre es, wenn der Ausgangstext z.B. eine Satire wäre, in die alle möglichen Markennamen gepackt sind, um die Dominanz von Marken, Werbung etc. im Alltag zu zeigen. Je nach Zweck des Texts kann man ihn vielleicht frei auf die Zielkultur bezogen nachschöpfen, eine andere mögliche Lösung wäre es in so einem Fall, Kleenex (TM) - Taschentücher zu schreiben. |
|---|