Zur Bezeichnung der Zeichen:
Das Minuszeichen ist ein Operator in der Mathematik und hat daher meiner Meinung nach nur in selbiger seine Berechtigung. Ein Bindestrich stellt hingegen ein Satzzeichen dar, so wie ein Komma, Kolon oder Semikolon. Die Verwendung des Minus als sprachliches Zeichen wäre genau so absurd wie der Bindestrich als mathematisches für die Subtraktion. Die Verwendung des Plus-Zeichens in Telekommunikationsangaben hat eine irreführende Wirkung (Assoziation mit der Mathematik). Ein Pluszeichen wird jedoch (normalerweise) nicht in Verbindung mit Buchstaben verwendet und daher ist ein Rückschluss auf die Minus/Bindestrich-Thematik kein argumentativ gültiger Vergleich.
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Satzzeichen (Quellenangabe s. u.)
Zeichen und Figuren außerhalb des Buchstabenalphabets.
1. Satzzeichen zur Interpunktion; um Geschriebenes verständlich zu formulieren und um Worte in Bezug zueinander zu setzen, auseinanderzuhalten und deren Reihung zu Satzgebilden zu ermöglichen. Sie regulieren insbesondere den Aufbau eines Gedankengangs. Satzzeichen dienen der Sprachfixierung.
Satz-Gliederungs-Zeichen sind:
Punkt (.)
Komma oder Beisstrich (,)
Semikolon oder Strichpunkt (;)
Kolon oder Doppelpunkt (:)
Parenthesen ({[]})
Gedankenstrich (–)
Divis (Bindestrich) (-)
Bindezeichen (/)
Abkürzungszeichen (.)
Ausfallzeichen, Auslassungszeichen oder Apostroph (')
Satz-Gliederungs- und Ausdrucks-Zeichen sind:
Fragezeichen (?)
Ausrufezeichen (!)
Anführungszeichen (»""«)
2.Weitere Zeichen: Sonder-Satzzeichen, die stil-, themen- und fachgebunden sind und die über die Sprachfixierung hinausgehen. So u.a. das Et-Zeichen (&), Referenzzeichen wie Stern (*), Degenzeichen (†) und Paragraphenzeichen (§), Währungszeichen ($), Mathematische Zeichen (%,+) und Sonderzeichen wie das At-Zeichen (@).
Größtenteils übernommen von
http://www.typolexikon.de/s/satzzeichen.htmlBeinert, Wolfgang: Typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie, Satzzeichen, 14.08.2006