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    Language lab

    heißt es "auf" oder "in" Englisch"?

    Topic

    heißt es "auf" oder "in" Englisch"?

    Comment
    Die Betreuung erfolgt optional auf/in Englisch. Ginge wohl beides wie ich annehme- kann man sagen welche Form korrekter ist?

    Danke Euch!
    Authoroellinger (350746) 10 May 10, 12:38
    Comment
    "Die Betreuung erfolgt auf Englisch."
    Oder
    "Die Betreuung erfolgt in englischer Sprache."

    "In Englisch" ist m.E. falsch.
    #1Authorlegalieschen10 May 10, 12:42
    Comment
    'in englisch' ist nur ein wenig umgangssprachlich, und ist wohl abkürzend für 'in englischer Sprache' in englischer Ausführung...

    Ich sehe jedenfalls nichts falsches daran, z.bsp. beim Erhalt einer Gebrauchsanweisung zu fragen: "Gibt's das auch in Englisch?"
    #2Author Sage N. Fer Get K.S.C. (382314) 10 May 10, 13:28
    Comment
    Aber wie denn nun, groß oder klein geschrieben, 'englisch' oder 'englischer'? Ich fürchte, das ist nicht nur ein wenig umgangssprachlich, sondern ein weit verbreiteter Fehler. Hat nicht die allwissende Müllhalde (B. Sick, Duden Sprachberatung) eine Meinung dazu?
    #3Authorlegalieschen10 May 10, 13:32
    Comment
    Beide sind richtig.

    Duden 9 (2007) unter "Großschreibung":
    Nach den Präpositionen auf, in und zu schreibt man Deutsch groß: Am Ende des Artikels steht eine Zusammenfassung auf / in Deutsch. Der Prospekt erscheint auf / in Deutsch und Englisch ( in den Sprachen Deutsch und Englisch).
    ... Schnadahüpfl, zu Deutsch Schnaderhüpfl.
    ...


    edit @3: in Englisch - in englischer Sprache
    #4Author manni3 (305129) 10 May 10, 13:33
    Comment
    Achja, zu gibt's ja auch noch... :)
    #5Author Sage N. Fer Get K.S.C. (382314) 10 May 10, 13:37
    Comment
    In Englisch ist wohl ein Anglizismus. :-)
    #6Author Stravinsky (637051) 10 May 10, 13:39
    Comment
    Nöö, find ich nicht. Und wenn schon - schlimm??
    in 2010 aber schon ;-)


    Kurze Suche im DWDS-Korpus:

    Deussen, Paul, Mein Leben, herausgegeben von Erika Rosenthal-Deussen, Leipzig: F.A. Brockhaus, 1922., S. 18882

    Es gilt in einer russischen Familie zu leben, und zwar für den Winter in Florenz. Ein begabter, doch etwas verwöhnter Knabe von 13 Jahren ist zu unterrichten, und zwar in Englisch, Lateinisch und Deutsch. In der Familie wird Französisch gesprochen.


    Traven, B., Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1926,
    S. 170
    Auch der Lademeister schrieb auf einem Stück Papier mit. Die Zahlen wurden in Englisch gerufen. Endlich wurden keine Kisten mehr heraufgezogen und die Luken geschlossen.

    S. 172
    Auch sie gingen mit dem Skipper in dessen Kabine. Es wurde geladen, es wurden Zahlen in Englisch gerufen und in Arabisch geschrieben. Dann zogen die Boote mit ihren Fisch- und Apfelsinenladungen wieder ab, in alle Richtungen hinaus.

    #7Author manni3 (305129) 10 May 10, 13:45
    Comment
    Die Beispiele von Traven sind zutreffend, das von Deussen nicht, da die Kinder in den Sprachen unterrichtet werden sollen, also "in Latein", analog zu "in Mathematik". Ich bezweifle, daß der Lateinunterricht in lateinischer Sprache gehalten werden sollte.
    #8Authorrvaloe (588295) 10 May 10, 14:01
    Comment
    "In Englisch" ist m.E. kein Anglizismus. Fakt ist doch wohl, dass keine Präposition irgendeine sozusagen "natürliche" Relation zu so etwas Abstraktem wie einer Sprache besitzt. Was da "richtig" ist, bestimmt allein die Konvention. "An Englisch" oder "über Englisch" ist deshalb falsch, weil es einfach niemand sagt, und aus keinem anderen Grund. In Gebrauch im Zusammenhang mit Sprachen sind und waren die Präpositionen auf, in und zu. Während der Gebrauch von zu aus der Mode gekommen ist, mag der von in - vielleicht unter dem Einfluss des Englischen - etwas zunehmen. Das ist normale Sprachentwicklung und kein Grund für Kritik und Anglizismus-Geschrei.

    Persönlich tendiere ich dazu, bei konkreten Texten oder Textteilen eher auf zu sagen (Kannst du das auf Englisch formulieren? Das Buch ist noch nicht auf Deutsch erschienen), während ich bei allgemeineren Aussagen eher in verwende (Diese Zeitschrift erscheint in Deutsch und Englisch). Gerade bei der Situation des Ursprungsposts würde ich klar zu in neigen. Die Betreuung erfolgt auf Englisch klingt irgendwie komisch.
    #9Authordirk10 May 10, 14:18
     
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