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    Schulreife in DE/BE/AE: Der Hand-aufs-Ohr-Test?

    Topic

    Schulreife in DE/BE/AE: Der Hand-aufs-Ohr-Test?

    Comment
    Erinnert Euch mal daran zurück: Ihr, voller Vorfreude, wahrscheinlich endlich auch in die Schule gehen zu dürfen, müsst einen "Schulreifetest" machen, weil Ihr beim bevorstehenden Schuleintritt gerade mal oder noch nicht mal sechs Jahre alt sein würdet.
     
    Da gab es diverse Geschicklichkeits- und Gedächtnistests, aber so richtig lebendig ist mir nur eines in Erinnerung geblieben: wir mussten zeigen, dass wir mit der rechten Hand über den Kopf fassen und damit das linke Ohr bedecken konnten.
    Steht auch so im Wiki-Artikel:

    Körperlich-gesundheitliche Voraussetzungen

    Besonders bekannt (und umstritten) ist die Aufgabe für das Kind, z. B. mit der rechten Hand über den Kopf das linke Ohr anfassen zu können. Ist das dem Kind noch nicht möglich, ist die körperliche Schulreife noch nicht gegeben
    .

    Ich möchte hier weniger über den Sinn oder Unsinn dieses Tests diskutieren, als herausfinden, ob dieser im englischsprachigen Raum auch bekannt ist, oder welche anderen Auswahlkriterien man dort für den Besuch der Grundschule/primary school kennt.
    Author Lady Grey (235863) 24 Jul 10, 23:33
    Comment
    ladygrey, They might have them now, but in "my day and age" the only criterion for enrolling in school was your date of birth (which varied from state to state). I distinctly recall being extremely upset, perhaps even insulted, because in Alaska you had to have turned six by Dec. 31st of any given year, to attend school the following year. I was born exactly 3 SECONDS after midnight - Jan. 1st - and they would NOT let me attend school, even though I could already read....grrrrrr :-)
    #1Author Carly-AE (237428) 24 Jul 10, 23:41
    Comment
    Das ist ja gemein! Und auch nicht besonders sinnvoll, weil Du Dich dann wahrscheinlich noch ein Jahr lang zuhause gelangeweilt hast! Genau für solche Fälle gibt es diese Tests in Deutschland ;-) Also ist Dir diese oben beschriebene Aufgabe mit der Hand über dem Ohr kein Begriff?
    #2Author Lady Grey (235863) 24 Jul 10, 23:45
    Comment
    Ja, ich fand es sehr gemein!!
    Doch, denn ich habe zwei deutsche Kinder :-)) Sehr geschockt war ich, als mein Sohn "dran" war, und die Ärztin ihn bat sich nach Vorne zu bücken, und OHNE Vorwarnung sein Hoden getastet hat - ich war darauf überhaupt nicht vorbereiten, und mein Sohn schon garnicht - er war fix und fertig! Wir hatten aber jedes Jahr Hör- und Sehtests während das Schuljahr. Auch Kinder die bsw. gelispelt haben, bekamen wöchentlich eine Stunde Sprachtherapie.
    #3Author Carly-AE (237428) 24 Jul 10, 23:52
    Comment
    Uns wurde gesagt, wir sollen mal kräftig husten, als Ablenkmanöver für das "ins Höschen schauen". Gemerkt hat man es natürlich trotzdem, und ein bisschen peinlich war es wohl - Aber wie verkauft man einem/einer fünfjährigen, dass man seine Genitalien untersuchen muss? Ich denke, da ist wahrscheinlich weniger mehr!
    #4Author Lady Grey (235863) 24 Jul 10, 23:55
    Comment
    Ja, aber sie hätte doch die Eltern sagen können, was sie vor hat! Oder es im Vorfeld erwähnt, damit ich ihn darauf hätte vorbereiten können. Ich konnte ihm ansehen, daß er sich in seiner Würde sehr verletzt fühlte.
    #5Author Carly-AE (237428) 25 Jul 10, 00:05
    Comment
    Ich weiß nicht, ob ich nicht Angst gehabt und vor der Untersuchung einen Riesenaufstand gemacht hätte, wenn meine Mutter mir (auch noch selbst irgendwie peinlich berührt) vorher gesagt hätte, was da geschehen wird. Ich denke aber schon, dass meine Mutter wusste, was untersucht wird (schon allein, weil sie schon ein paar Geschwister zum Test begleitet hatte).
    #6Author Lady Grey (235863) 25 Jul 10, 00:50
    Comment
    Ich stupse den Faden nochmal hoch...
    #7Author Lady Grey (235863) 25 Jul 10, 12:09
    Comment
    Genitalien untersuchen? Ja, geht's noch? An so etwas kann ich mich nicht erinnern (Schuleintritt 1968, Berlin). Das mit der Hand über den Kopf kenne ich auch, es war aber kein ernsthaftes Kriterium, dachte ich. Ich kenne übrigens Leute, die überzeugt sind, dass erst mit dem 1. Zahnwechsel das Kind schulreif ist... aber auch nicht offiziell.
    #8Author virus (343741) 25 Jul 10, 13:14
    Comment
    Du hast das mit dem Husten wahrscheinlich "ganz toll gemacht", Virus. ;-)
    #9Author Lady Grey (235863) 25 Jul 10, 13:18
    Comment
    Bei meiner Tochter kann ich mich nicht entsinnen, daß die Genitalien untersucht wurden. Und soweit ich informiert bin (ist ja lange her), gab es Nichts vergleichbar mit dem deutschen "Kann Kinder".
    #10Author Carly-AE (237428) 25 Jul 10, 13:20
    Comment
    Vielleicht täuscht mich meiner Erinnerung auch, und das "ins Höschen gucken" kam noch nicht beim Einschulungstest, sondern erst später bei einer routinemäßigen Schularzt-Untersuchung.
    #11Author Lady Grey (235863) 25 Jul 10, 13:25
    Comment
    Das betrifft natürlich nur Burschen. Die Untersuchung auf maldescensus testis (Hodenhochstand) ist durchaus üblich, das letzte Mal idR bei der Stellung. Es ist wichtig Hodendystopien frühzeitig zu erkennen und zu behandeln; sie sind die häufigste Ursache für Zeugungsunfähigkeit beim Mann und eine der bekannten Ursachen für Hodenkrebs.

    Medizinisch gerechtfertigt ist diese Untersuchung allemal, es kommt halt drauf an, wie man es kommuniziert.
    #12Author Carullus (670120) 25 Jul 10, 13:28
    Comment
    When I went to school in the 50s in London, the only criterion was age. The school I went to had intake three times a year (after Christmas, after Easter and after the summer holidays), and enrolment was for the term in which your fifth birthday occurred. As my birthday was in February, I started school after Christmas. There were no entrance tests, but the school doctor came once a year to examine you. However, I don't know of anyone who was subsequently found wanting and sent back home.
    #13AuthorKullerkeks25 Jul 10, 13:30
    Comment
    Ja, Carullus - aber sie hätte dennoch ihn irgendetwas sagen können - und nicht einfach danach zu "grabschen". Ärzte erklären ja auch Erwachesene, was sie jetzt tun/untersuchen werden.
    #14Author Carly-AE (237428) 25 Jul 10, 13:30
    Comment
    Sag' ich ja, eher ein Kommunikationsdefizit...
    #15Author Carullus (670120) 25 Jul 10, 13:32
    Comment
    #13, das ist natürlich auch eine gute Möglichkeit - so sind die Kinder nicht fast ein Jahr unterschiedlich alt, sondern immer "gebündelt".
    Aber wie hat das in der Praxis funktioniert ? Fing erst ein kleines Grüppchen an und nach drei Monaten kam dann das nächste dazu, und die Lehrer mussten alles von vorne anfangen?
    #16Author Lady Grey (235863) 25 Jul 10, 14:06
    Comment
    Ich kann mich an keinen Test wie auch immer erinnern. D.h., halt, doch: ich wurde nach Namen und Anschrift gefragt. Ansonsten war das einzige Kriterium: wer bis zum 30. September sechs wird, kommt in die Schule.

    Der Test auf Hodenhochstand ist wohl eher ein Fall für den Kinderarzt als für die Schulbehörde.
    #17Author bluesky (236159) 25 Jul 10, 14:09
    Comment
    Ja, natürlich: ... die Ärztin ihn bat sich nach Vorne zu bücken ...
    #18Author Carullus (670120) 25 Jul 10, 14:12
    Comment
    @Carullus: Was heißt "bei der Stellung"? Wenn man angestellt wird??

    Ich kann mich an keinen Test erinnern. Das ist sowieso lange her.
    #19Author wupper (354075) 25 Jul 10, 14:20
    Comment
    Der Hodenhochstand wird eigentlich bei den U1 bis U6 untersucht. Die sind vor dem Schuleintritt. Körperliche Untersuchungen gab's weder bei mir noch bei meinem Sohn vor der Einschulung - nur die Mal- und Verständnistests. Grundsätzliche Dinge wie auf einem Bein stehen können, auf einer Linie gehen können, Seh- wie Hörtests etc. gehörte auch in die U 4 bis 6(?).

    Den Rechte-Hand-über-den-Kopf-ans-linke-Ohr-Test haben alte Tanten gemacht.
    #20Author Selima (107) 25 Jul 10, 14:25
    Comment
    @wupper: Bei der Musterung/Tauglichkeitsuntersuchung für den Wehrdienst. Pardon my Austrian :)
    #21Author Carullus (670120) 25 Jul 10, 14:34
    Comment
    "Hoden halten und Husten lassen" ist Diagnostik für einen Leistenbruch, nicht für Hodenhochstand.
    #22Author Mark (de) (13761) 25 Jul 10, 17:06
    Comment
    Und warum mussten wir als Mädchen dann wohl husten? Doch eher nur, um uns abzulenken? Irgendwelche Ärzte hier?
    #23Author Lady Grey (235863) 25 Jul 10, 17:08
    Comment
    @ ladygrey #16:
    We had a kind of reception class with a teacher and two assistants (or mums - I can't really remember, it was a long, long time ago). As the year went on, the class got bigger, and at the end of the year, everyone moved up together, irrespective of how long they had spent in the reception class. As a lot of kids could already read and/or do simple maths by the time they went to school, the "three R's" were taught in little homogeneous groups, either independently, or with the help/supervision of the teacher/assistants.
    I remember there were four bookshelves, one in each corner, each given over to books with a kind of colour code grading. Those who couldn't read at all (i.e. didn't know that the black squiggles were words) started from scratch with the teacher. All the others went to whichever book corner had the appropriate grading and read in little groups or individually. Once you had mastered the "yellow" books, you graduated to the "green" corner, and so on, right round the room.
    We also didn't have a timetable. We had one teacher all day, every day, who just divided the time up as he/she saw fit. The only scheduled times were breaks and things like PE, music or swimming lessons, which obviously didn't take place in the classroom.
    The system seemed to have worked - I don't recall anyone not managing to learn - but as I say, it was an awful long time ago. But even today, as far as I know, there is no such thing as a "Fibel" in English schools, where everyone has to learn "in Gleichschritt".
    #24AuthorKullerkeks (669224) 25 Jul 10, 17:17
    Comment
    Ich musste zum Beweis meiner Schulreife einen Intelligenztest ablegen (1967 in NRW). Das war damals der letzte Schrei. Ich weiß sogar noch, welchen Fehler ich gemacht habe. Es waren ein Vogel, ein Flugzeug und ein Drachen abgebildet. Die Frage lautete, welches dieser Dinge am höchsten fliegen könnte und ich entschied mich für den Drachen. Als mir klar geworden war, dass ich diese Frage vermasselt hatte, war ich mir sicher, dass „sie“ mich nicht nehmen würden. Ich wusste nämlich nicht, dass man durchaus ein paar Fragen hätte falsch beantworten dürfen. Als „sie“ mich dann doch genommen haben, war ich mir ebenso sicher, dass „sie“ meinen Fehler übersehen hatten.
    #25Author urihoch3 (656420) 25 Jul 10, 17:17
    Comment
    Kullerkeks, das ist interessant. Was ist denn eine Fibel? (außer als Schmuckstück kenne ich das nur als ganz normales Lesebuch, aber was das mit Gleichschritt zu tun hat, weiß ich nicht)

    Uri, ich glaube, sowas in der Art musste ich auch machen. Mir hat es einen Mordsspaß gemacht, und ich hatte so Angst, noch ein weiteres Jahr in den Kindergarten zu müssen. Ich dachte, in der Schule geht es bestimmt so weiter mit solchen "Spielen". Pustekuchen...

    Diese "Hand-übers-Ohr"-legen Aufgabe scheint also nicht nur ein Ammenmärchen, sondern auch noch auf Deutschland beschränkt zu sein, oder kennt einer von den im angelsächsischen Sprachraum aufgewachsenen Menschen es, und weiß, wie es genannt wird?
    #26Author Lady Grey (235863) 25 Jul 10, 17:20
    Comment
    Ist "Fibel" evtl. regional? Hier in Nordhessen bekommen sie auch ein Fibel - erstes Lese-/Schreibe (lernen) Buch.

    Wir lernten lesen mit Dick, Jane, Sally Bücher, wobei da ich und einige anderen bereits lesen konnte, mußten wir es nicht lange benutzen http://www.google.de/imgres?imgurl=http://the...
    #27Author Carly-AE (237428) 25 Jul 10, 17:34
    Comment
    Hier in Nds. most kids in year one learn reading and writing from a Fibel - my children had "Fara und Fu" (in the 90s), later there was the "Tobi-Fibel". As far as I could tell, everyone in the class learned together, even those who could have read the whole book through in 20 minutes. Perhaps times have changed now, or perhaps it depends on the teacher.
    #28AuthorKullerkeks (669224) 25 Jul 10, 17:47
    Comment
    @ladygrey (#23): Husten, wobei? Wenn dabei die großen Schamlippen abgetastet werden dient dies auch der Leistenherniendiagnostik (obwohl solche bei Mädchen/Frauen wesentlich seltener sind, ca. 9:1).
    Hodensack und Labia majora sind ja anatomisch-entwicklungsgeschichtliche Äquivalente, und dementsprechend fällt meist eben auch der Bruchsack dorthin.
    #29Author Mark (de) (13761) 25 Jul 10, 18:53
    Comment
    Mark, ja, das muss es gewesen sein. Bei so einer kleinen Wahrscheinlichkeit fragt man sich schon, ob es wirklich nötig ist, dass der Schularzt das macht, oder ob man auch die Eltern bitten könnte... schwierige Grauzone...
    #30Author Lady Grey (235863) 25 Jul 10, 19:05
    Comment
    Ich darf der Diskussion eine heiterere Note hinzufügen:
    Seit vielen Jahren wollte ich wieder mal einen Blick in mein erstes Lesebuch werfen. Nun habe ich es geschafft: „Fangt fröhlich an!“ mit den Helden Sabine, Axel, Eva und Uwe sowie Teddy. Vielleicht findet auch einer von Euch sein erstes Schullesebuch:
    http://www.detlef-heinsohn.de/schule-fibeln.htm

    Den Hand-aufs-Ohr-Test halte ich für einen Beschiss der damaligen Erwachsenen (heute redet niemand wirklich mehr davon, oder?). In dieselbe Gattung von Verarschung fiel die Reaktion auf einen Berufswunsch: „Papa, ich will mal Löwenbändiger beim Russischen Staatszirkus werden“ oder „Mama, ich will mal Tonmeister bei der Deutschen Polydor werden“ wurden grundsätzlich mit den Worten „Na dann, musst du aber tüchtig essen, Kind!“ pariert.
    #31Author urihoch3 (656420) 25 Jul 10, 19:45
    Comment
    Ich bin 1971 vorzeitig eingeschult worden und musste mir weder in die Unterhose schauen lassen, noch meinen Arm um den Kopf legen. Ich hab einen Test (mit Gespräch) gemacht und wurde eingeschult. War eine Sache von einer Stunde.
    #32Author Birgila/DE (172576) 25 Jul 10, 20:01
    Comment
    Ich wurde 1968 verfrüht eingeschult, mein Sohn 2001 (als K-Kind ganz vom Ende des Korridors). Bei keinem von uns fand eine der erwähnten Aktionen statt, ich musste damals einen Test machen (Vexierbilder, logische Reihen, etc.), mein Sohn ähnlich, er wurde noch von einem Arzt angeschaut, musste dabei geometrische Figuren sortieren bzw, falsche ausschließen usw. Das einzige, was bei ihm körperlich "untersucht" wurde, war der Ein-Bein-Stand. M.E. überflüssig, weil wir ja alle U-Untersuchungen gemacht hatten und u.a. der Kinderarzt zur Einschulung geraten hatte, aber war mir und dem Junior auch egal ...
    #33Author neutrino (17998) 25 Jul 10, 20:22
    Comment
    Wenn ich das hier lese, graut's mir...

    Ich bin im "normalen" Alter eingeschult worden, also ohne irgendwelche Tests.

    Ohne hier auf die Zweifelhaftigkeit (oder doch "Perversion"?) der geschilderten Tests weiter eingehen zu wollen: Interessanter wäre doch echt die Frage: Wie handhabt man das heute??
    #34AuthorIgelin25 Jul 10, 20:37
    Comment
    WICHTIGER Nachtrag:

    In DE ist Schule (leider?) "Ländersache".

    Jeder, der hier seine Geschichte erzählt, sollte also bitte auch sagen, woher er kommt. Und das möglichst auch mit der Angabe "Groß-" oder "Kleinstadt".

    Ich: RLP, kleiner Stadtteil eine Kleinstadt.
    Übrigens habe ich auch nie eine "schulärztliche Untersuchung" über mich ergehen lassen müssen...
    Das erste in der Richtung war die Röteln-Impfung im 4. Schuljahr.
    Und die würde ich nicht zählen...

    #35AuthorIgelin25 Jul 10, 20:45
    Comment
    Ich wurde vor 12 Jahren eingeschult. Habe eben meine Mutter gefragt, weil ich mich nicht mehr allzu genau an die Untersuchung erinnere, und sie hat mir bestätigt, dass es keine körperliche Untersuchung gab - das wurde alles im Rahmen der normalen Vorsorge beim Kinderarzt überprüft.
    Bei der Einschulungsuntersuchung musste ich auf einem Bein hüpfen, einen Menschen malen, eine kleine Geschichte erzählen, meinen Namen schreiben und noch ein paar Farben und Formen erkennen und benennen, also im Grunde wie bei neutrinos Sohn (bin ja auch nur geringfügig älter ;)).
    Ein ein Jahr älterer Kindergartenfreund hat mir damals ganz schön Angst gemacht, weil er behauptet hat, da würde man eine große fiese Spritze bekommen...

    Achja, diesen Test mussten hier (Großstadt in NRW, Test wenn ich mich recht erinnere beim Schulpsychologischen Dienst?!) soweit ich weiß alle Kinder machen, auch wenn sie bei der Einschulung schon lange 6 waren.

    Und im Kindergarten gab es immer Zahnarztuntersuchungen, aber danach hatten wir nichts mehr in Richtung Schuluntersuchung.
    #36AuthorLena (de) (507850) 25 Jul 10, 20:49
    Comment
    Bei mir 1968 war es ein Winzdorf in BaWü, bei meinem Sohn 1991 eine Großstadt ebenfalls in BaWü.

    Und stimmt, bei meinem Nachwuchs war es so ähnlich wie bei Lena, also auch malen und so. Namen schreiben ist Blödsinn, so zumindest mein Ehegespons (Lehramt Grund- und Hauptschule, Schwerpunkt Grundschule), Kinder müssen nicht schreiben oder lesen können, wenn sie in die Schule kommen. Mein Sohn konnte seinen Namen nicht richtig schreiben (11 Buchstaben, 3 Silben und zur Krönung noch ein "ph" ...)
    #37Author neutrino (17998) 25 Jul 10, 21:32
    Comment
    Ich erinner mich dunkel an den Hand-über-Ohr-Test (Einschulung mit 6 1973, Kleinstadt, Niedersachsen) ob es weitere körperliche Untersuchungen gab, kann ich mich nicht erinnern.

    Abruptes an die Hoden greifen finde ich ja eine ganz unmögliches Verhalten. Seltsam, seltsam.
    #38AuthorCJ unplugged25 Jul 10, 21:34
    Comment
    war bei meinem Sohn natürlich nicht 1991 sondern 2001 ...
    #39Author neutrino (17998) 25 Jul 10, 21:36
    Comment
    Bei meiner Kinder Nordhessen - 1985 meine Tochter, und 1987 mein Sohn. Natürlich hatten die auch sämtlich "U" Untersuchungen beim Kinderarzt - damals gingen sie nur bis U8. Bilder malen, Farben erkennen, falsches Bild in einer Reihenfolge gehörten auch dazu - über die ärztliche Untersuchung meiner Tochter habe ich kein negative Erinnerung. Werde sie morgen fragen, wie es bei meiner Enkelin gewesen ist - sie kommt jetzt ins Dritte.
    #40Author Carly-AE (237428) 25 Jul 10, 22:34
    Comment
    Ich erinnere mich nur noch daran, dass ich einen Menschen malen sollte, und ein Strichmännchen gemalt habe. Ich glaube wenn es nach der Ärztin gegangen wäre, hätte die mich nicht eingeschult. Da ich aber bereits 7 Jahre alt war blieb ihr wohl nichts anderes übrig. Das war übrigens in NRW in einem Vorort
    #41AuthorStarlet (329597) 25 Jul 10, 22:50
    Comment
    Ach Igelin, wir wissen doch, daß du noch ein junges Igelchen bist. :-)

    Ich ging in Augsburg zur Schule, erste Hälfte der Sechziger (nein, genauer kriegt ihr's nicht :-P). Röteln sind die einzige Kinderkrankheit, die ich nicht hatte. Impfung gab's damals noch nicht. Aber Pocken, dagegen bin ich geimpft. War ein Riesenbohei damals, wenn ich mich recht erinnere.
    #42Author bluesky (236159) 25 Jul 10, 22:50
    Comment
    Astonishing. The thing about grabbing the kid's genitals sounds appalling, like something from an authoritarian state.

    As far as I'm aware we never had any sort of competency test at all, and it wasn't even possible to start school early, as it had been in my parents' childhood. You had to prove you were 6 by September 1 and prove that you had had the required vaccinations -- diphtheria-pertussis-tetanus, I think, as well as the usual ones in infancy. There was no grouping by ability; we all had the same deadly dull Dick and Jane book all year, even the very few of us (well, me) who had been reading for a couple of years already.

    There was no such thing as a school doctor, and the nurse rotated among several schools. We had mass vaccinations for something -- rubella, I think -- when I was in 2nd grade, and a TB skin test at some point. In 4th grade we suddenly had a vision test, which was apparently something of an innovation that year, as it proved, to my horror, that I needed glasses, which no one had noticed until then. (-:
    #43Author hm -- us (236141) 26 Jul 10, 03:35
    Comment
    About 16 years ago there was a case of a Kindergärtnerin who informed the Jugendamt of a 5 year old who drew pictures of his mother and almost never of his father. Not only that he always painted (drew) with dark and drab colours, ergo he must have been abused by his father. Jügendamt then decided to act and took 'care of the 5 year old', although the child insisted that nothing had happened.

    Cut a story short: shortly after I'd seen a TV program about that child my son had to go to the Eignungs test and after about 20 minutes was asked if he could draw. He promptly said yes, so he was asked to draw a picture of anything he liked. Yes, the first crayon he grabbed was brown, then black, etc. (dark and drab), he covered the DIN A4 sheet with these colours and my heart went cold, I thouight 'well it was nice to have known you my son', the guy doing the test and said 'you abviously saw that proogram about...' and then said it's a fallacy that dark colours mean abuse, don't worry. He then asked my son what the picture was supposed to mean, he answered a rainbow. But he was allowed to go to school
    #44AuthorKopExile26 Jul 10, 07:32
    Comment
    @Uri: jetzt habe ich auf der von der von Dir verlinkten Seite alle Bücher durchgekuckt und auch die Lesebücher der Klassen 2 bis 9 gefunden (TP und TS), aber leider nicht das Leselernbuch aus der 1. Klasse. Leider erinnere ich mich nicht mehr an den Titel. Ich weiß nur noch, daß es blau war, im Format irgendwo zwischen A4 und A5 lag und wir mit dem Buchstaben U anfingen, mit einer großen Uhr...
    Einschulung NRW 1979. Ich erinnere mich an irgendeine Einschulungsuntersuchung, aber nur noch dunkel. Kein Gegrabbel. Ein paar Formen und Farben benennen.
    Die "Turnübung" mit der Hand überm Kopf zum anderen Ohr kenne ich nur von meinem Vater, der da immer mal mit ankam. (Er ist in Nds, so ca. 1937 oder 1938 eingeschult worden, einklassige achtjährige Dorfschule - da kann ich mir sowas glatt noch vorstellen).
    #45Author Chaja (236098) 26 Jul 10, 08:24
    Comment
    Meine Erfahrung: ich musste auch zu einem Standard-Eignungstest und so weit ich mich erinnern kann, war da auch was zum Malen und Farben erkennen und so. Meine Mutter war etwas böse mit mir, weil ich nicht so richtig Lust hatte und nur rumgekaspert hab. ;) An eine Hand-ans-Ohr-Übung kann ich mich nicht erinnern, kriege aber auch nicht mehr zusammen, was ich alles machen musste. Kann mich nur noch an das Zimmer erinnern :) Wurde dann aber auch eingeschult, obwohl ich einen Tag nach dem Stichtag geboren wurde. Meine Mutter bestand aber darauf, mich mit dem gleichen Jahrgang einzuschulen, da ich sonst für ein Jahr noch mal in eine fremde Kindergartengruppe gekommen wäre und ich sowieso schon lesen konnte. Sie hat mir dann später erzählt, dass es auch Kinder gab, die noch später Geburtstag hatten als ich - mit Vitamin B (betreffendes Kind war ein Lehrerspross) wurde das also anscheinend nicht so eng gesehen.

    Sachsen-Anhalt, 1991, Stadt mit ca. 80.000 EW


    PS: Die böse Grabsch-Untersuchung gab es bei uns erst in der Mittelstufe (und was haben wir uns fertig gemacht davor!)
    #46AuthorMimi malt mEo26 Jul 10, 08:57
    Comment
    Bei der Einschulung meiner Kinder wurde mir ein Fragebogen vorgelegt, in dem anzugeben war, ob es in der Familie Erb- oder Geisteskrankheiten gibt, ob das Kind Linkshänder ist, ob es nachts trocken ist usw. Außerdem waren Impfpass und das gelbe Vorsorgeheft vorzulegen.
    Ich habe dies alles verweigert mit der Begründung, das Gesundheitsamt ist kein Arzt meines Vertrauens, sondern ein Behörde, und eine Behörde bekommt von mir keine persönlichen medizinischen Daten. Ein qualifizierter Arzt muss auch ohne Familienanamnese über 3 Generationen erkennen, ob er ein normal entwickeltes 5-jähriges vor sich hat.
    Der Amtsarzt war darüber aufs höchste pikiert, übersah prompt eine ziemlich frische OP-Narbe, bezeichnete eine Brille, mit der das Kind nur noch 60 % sah, als ausreichend (der Augenarzt hat eine Woche später nur gegrinst und eine neue Brille verschrieben) und attestierte schließlich eine retardierte Grobmotorik, weil dem Kind beim Hüpfen auf einem Bein der kleine Bruder in den Weg gekrabbelt war (ein krabbelndes 1-jähriges ist für ein 5-jähriges überkniehoch, wer bitte kann auf einem Bein so hoch springen?). Ich wies den Amtsarzt darauf hin, dass der retardierte Grobmotoriker mit seinen 5 Jahren schwimmen und Fahrrad fahren kann...
    Mein Eindruck war, dass dieser Amtsarzt schon ein Anatomiebuch brauchte, um das Geschlecht des Kindes zu diagnostizieren.

    Den Hand-über-den-Kopf-Test finde ich gar nicht so blöd. Wenn das Kind das Ohr erreicht, hat es eine Phase des körperlichen Wachstums abgeschlossen, die mit 6 Jahren abgeschlossen sein sollte. Allerdings zeigt dieser Test wirklich nur diese eine Wachstumsphase an und sonst gar nichts. Wenn Amtsärzte daraus auf die geistige Schulreife schließen, sagt das nur etwas über die Qualifikation der Amtsärzte aus.
    #47AuthorEifelblume (341002) 26 Jul 10, 09:25
    Comment
    Einschulung 1958 in einem kleinen Kaff bei Nürnberg.
    Tests: Keine.
    #48AuthorÜ 5026 Jul 10, 09:58
    Comment
    Vor meiner Einschulung (1976, NRW) gab es wohl eine ärztliche Untersuchung, an die kann ich mich aber kaum noch erinnern. Ich glaube, es wurden motorische Dinge abgeprüft (Hüpfen, Rückwärtslaufen etc.), an eine irgendwie geartete Untersuchung des Genitalbereichs erinnere ich mich nicht. Weder vor der Einschulung noch zu irgendeinem späteren Zeitpunkt in meiner Schullaufbahn. Soweit ich weiß, war der beschriebene Griff (incl. Vorbeugen und Husten) Bestandteil der Musterung bei der Bundeswehr, da musste ich aber nicht hin, kenne das also nur vom Hörensagen.
    Kann auch sein, dass ich noch Farben und Formen benennen musste, wie von Chaja beschrieben, oder malen oder so, ich weiß es echt nicht mehr. Es war jedenfalls, schon allein weil ich bereits lesen, schreiben und ein wenig rechnen konnte, schnell klar, dass ich schulreif war.

    Irgendwann gab es dann eine Pockenimpfung in der Schule, wenn ich mich recht erinnere, und einmal im Jahr kam der Schulzahnarzt. Weitere Arztbesuche gab es meiner Erinnerung nach nicht.

    #49Author Dragon (238202) 26 Jul 10, 10:11
    Comment
    Pockenimpfung in der Schule??? Bei mir steht die Pockenimpfung noch in dem weißen Impfwisch aus diesem komischen ledrigen Papier, auf dem mittlerweile alle Eintragungen und Stempel ziemlich verblaßt sind und datiert irgendwann aus den tiefen 70ern; und dran erinnern kann ich mich auch nicht mehr. Also muß ich da noch arg klein gewesen sein. Ist die Pockenimpfung nicht auch gegen 1978 oder so abgeschafft worden?

    Von der Schule aus wurden wir Mädels im Alter von ich glaube 12 zum Gesundheitsamt geschickt, um uns gegen Röteln impfen zu lassen.

    Ich erinnere mich noch an irgendeine Reihenuntersuchung in der Grundschule, allerdings nur noch an die Ansage der Lehrerin am Tag vorher, man möge am nächsten Tag gebadet und mit frischer Unterwäsche erscheinen (offensichtlich auch noch zu Zeiten, in denen man Kinder bloß einmal die Woche in die Badewanne steckte).
    Da mußte man sich dann bis auf die Unterwäsche ausziehen (stand da also in Unterhemd und diesen ätzenden Strumpfhosen), wurde abgehört und abgeklopft, kriegte in den Hals und in die Ohren gestarrt, wurde vermessen und gewogen. Das war, wenn ich mich recht erinnere, in der 4. Klasse. Feststellung der Mittelschulreife?

    Im Gymnasium gab's dann bis zur 7. oder 8. Klasse einmal im Jahr eine zahnärztliche Reihenuntersuchung, zu der man klassenweise abgeführt wurde.
    #50Author Chaja (236098) 26 Jul 10, 10:46
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    Diese Amtsärzte hatten es alle in sich – egal ob sie als Impf- oder Zahnärzte daher kamen oder mit TBC-Reihenuntersuchungsbus unterwegs waren. Lächeln oder ein gutes Wort wurden ihnen offenbar vom Gehalt abgezogen. Mit militärischer Strenge und ohne jegliche Sympathie über ihre Schützlinge zu urteilen, verschafften ihnen hingegen tiefe Befriedigung.

    Rache konnte ich später mal üben. Da wurde ich zum Gesundheitsamt bestellt, weil ich an meiner Arbeitsstelle (Anfang der 80er Jahre) Kontakt zu jemanden hatte, der unter einer hochinfektiösen Form der TBC litt. Weil ich eine Woche zuvor im Krankenhaus war und dort die Lunge geröntgt worden war (die Bilder hatte ich dabei), habe ich auf einen sogenannten Tyme-Test bestanden. Meine Forderungen lösten eine großes Hallo aus: „Wir sind hier nicht im Kindergarten! Sie sind verpflichtet, sich röntgen zu lassen! Sie sind eine Gefahr für andere! Wir können auch die Polizei holen!“ Ich habe dann die Polizei geholt. Das Match ging 1:0 zu mich aus.
    #51Author urihoch3 (656420) 26 Jul 10, 10:50
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    Kann auch sein, dass die Pockenimpfung im Rahmen dieser Einschulungsuntersuchung durchgeführt wurde, jedenfalls fand sie nicht bei meiner Kinderärztin statt wie sonst alle Impfungen, und mein Gedächtnis verknüpft "Pockenimpfung" und "Schule".

    Stimmt, zur Rötelnimpfung gab es irgendwann einen Hinweis aus der Schule, da musste ich aber nicht hin, soweit ich mich erinnere, weil ich zu dem Zeitpunkt schon Röteln gehabt hatte
    #52Author Dragon (238202) 26 Jul 10, 10:50
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    An solche Tests kann ich mich nicht erinnern. Wurde 1986 eingeschult, damals allerdings noch DDR.

    Die Untersuchung bei der auch die Genitialien untersucht werden fand in der 10. Klasse statt (Sachsen-Anhalt, mittelgrosse Stadt). Ich weiß, dass ich da eine wahnsinnige Angst vor hatte, weil ich starke Gewichtsprobleme hatte und mich nicht bei irgendeinem Arzt so zeigen wollte. Letztendlich habe ich dann aber die 10. Klasse übersprungen und bin durchs Raster gefallen :-)
    #53Authoranodien26 Jul 10, 10:52
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    Ich kann mich dunkel an den Hand-über-Ohr-Test erinnern (1967 BW), und an irgendwelche Mal-Tests ("kannst du schon ein Haus malen?" oder s.ä.) und einzelne Buchstaben konnte ich, glaube ich, auch schon kraxeln.
    Später schon lange in der 1. Klasse gabs dann einen richtigen Intelligenztest (mündlich und schriftlich, bei dem auch gefragt wurde ob ich wisse, was König und Königin auf Englisch heisst. Dank meiner klugen Freundin, die vor mir dran war, wusste ich die Antwort ganz genau: King und Kingin. Logisch, oder?
    Ich durfte trotzdem auf der Schule bleiben.

    Danach gabs nur nur Gesundheitsuntersuchungen (Plattfüsse, Wirbelsäulen, etc) und dauernd Reihenimpfungen gegen alles möglich Grässliche ("Schuckimpfung ist süss, Kinderlähmung grausam!").
    #54AuthorJule (236478) 26 Jul 10, 10:52
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    @urihoch3
    danke für den Link in #31 - ich habe meine Fibel von 1974 wiedergefunden :-)

    Ich habe das Ding gehaßt, da stand nur eine richtige Geschichte drin (die vom roten Luftballon). Ansonsten gab es so schlaue Texte wie:
    Vater springt, Mutter springt auch.
    Peter springt, Ursula springt auch.
    Flocki springt, Muschi springt auch.
    Der Igel springt nicht.

    Waaahhh... ich habe damals schon alles gelesen, was ich in die Finger bekommen habe und mußte mich mit solchen Intelligenzsätzen quälen lassen. Erschreckenderweise weiß ich das heute noch auswendig ;-(


    Um auch etwas zum eigentlichen Thema beizutragen: Einschulung '74 in RLP, ich habe beim Test immer darauf gewartet, daß ich zeigen durfte, daß ich mit dem rechten Arm mein linkes Ohr erreiche. Das hat aber niemanden interessiert *grummel*
    #55Authoranthelie26 Jul 10, 10:53
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    Mein Neffe wurde 2006 vor der Einschulung von Psychologen getestet. Ergebnis: Das Kind ist autistisch, er ist nicht ansprechbar und reagiert kaum auf Fragen.
    Kommentar des Kindes: Die haben so saudummes Zeug gefragt, das hab ich lieber gar nichts gesagt.
    #56AuthorEifelblume (341002) 26 Jul 10, 10:56
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    Ich wurde 1991 in München eingeschult. Da ich eindeutig alt genug war (hätte ein Jahr früher als Kann-Kind den Test machen können, aber meine Eltern wollten das aus anderen Gründen nicht), musste ich gar nichts machen - auch keine körperliche Untersuchung oder irgendwas.

    An schulärztliche Untersuchungen zu verschiedenen Zeiten erinnere ich mich aber noch, und besonders daran, dass in den Augen einer Schulärztin jedes Kind sowieso bloß ein fehlerhaft geschnitztes Möbelstück ist. Eifelblumes und uri3s Erfahrungen erstaunen mich also keineswegs. Na, wenigstens hat mir kein Amtsarzt in der Hose rumgefummelt.
    #57Authorshhh26 Jul 10, 10:58
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    @Uri: was hat denn die Trachtengruppe Grün-Weiß damals gesagt im Gesundheitsamt? Das hätte ich ja gerne erlebt. (Ich bin nämlich auch so ein kleiner renitenter Rebell....)

    @Eifelblume: sag mal, dieser Gesundheitsamtsmensch hatte wohl noch die Richtlinien von 33-45 vorliegen oder wie? Dem hätte ich vermutlich auch was erzählt. Oder gefragt, ob er auch noch einen Ariernachweis will (den ich für einen Zweig der Familie sogar glatt irgendwo zu Hause noch als Photokopie rumfliegen habe).

    @anthelie: von mir ist aus der ersten Klasse der Spruch in Richtung Lehrerin verbürgt "Können wir jetzt vielleicht mal was anderes lesen? Den Text hier kann ich schon auswendig."
    #58Author Chaja (236098) 26 Jul 10, 10:59
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    1979, Hessen, früheingeschult, Mädchen. Damals war es noch hochkompliziert ein Oktoberkind mit fünf in die Schule zu bringen. Unsere Dorfschule hat mich abgelehnt, weil man es pädagogisch falsch fand, dass Kinder verschiedenen Alters in einer Klasse waren.
    Zum Glück sahen das meine Eltern anders - ich konnte schließlich Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie sprachen an einer anderen Schule vor und ich wurde zum Test zugelassen.
    An die körperliche Untersuchung kann ich mich kaum erinnern: Gewicht und Größe wurden jedenfalls gemessen und ich musste mich ausziehen. Aber ich weiß sicher, dass ich die Unterhose anbehalten sollte, denn ich war schon dabei mich vollständig auszuziehen, da wurde ich von den Erwachsenen gebremst.
    Es wurde dann eine Augentest gemacht. Dabei musste ich große und kleine Druckbuchstaben vorlesen und ich war heilfroh, dass ich schon lesen konnte. Später habe ich mich gewundert, dass wir uns im ersten Schuljahr damit aufhielten, obwohl das doch schon getestet wurde!?
    Wir sollten dann ein Bild malen. Ich wollte einen Robotor malen, aber es gab keinen silbernen Stift. Ich malte ihn dann in schwarz und der Rektor, der sich die Bilder ansah, meinte, für einen "Moormenschen" sei er zu eeckig geworden. Ich habe mir noch lange Gedanken über Moormenschen gemacht und dachte lange er meinte eine Moormumie. Heute - 31 Jahre später - tendiere ich eher dazu er meinte einen dunkelhäutigen Menschen!
    #59AuthorHHA26 Jul 10, 11:09
    Comment
    Chaja, an so einen Fragebogen kann ich mich auch erinnern, der kam mitten in der Schulzeit meiner Tochter Anfang der Nullerjahre. Ich hab ihn einfach so ausgefüllt, dass alles ok war, er also nichts aussagt.

    @ anthelie: Den Hand-überm-Ohr-Test müssen unsere Mütter wohl im Eltern-Heft gelesen haben :-) Ich glaub ich musste was zeichnen, das ich nachher nicht mitnehmen hab dürfen ('74, Wien)
    #60Authornja26 Jul 10, 11:11
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    HHA, das ist besonders ironisch, da es heute wieder Schulversuche mit klassenübergreifenden Klassen gibt: meine Nichte besucht so eine Grundschule, in der Klassen 1&2 und 3&4 in einem Klassenzimmer unterrichtet werden (und es jeweils eine Parallelklasse gibt, es ist also keine "Notlösung" wegen zu wenig Schülern).
    #61Author Lady Grey (235863) 26 Jul 10, 11:13
    Comment
    @Chaja, meine Kinder wurden ab 1990 eingeschult. Ich war die einzige, die diesen unsäglichen Fragebogen nicht ausgefüllt hat. Alle anderen Mütter haben brav diese Auskünfte erteilt.

    Bei der Einschulungsuntersuchung des letzten Kindes fing mich der Amtsarzt nachher noch einmal ab, um mir - in Hörweite der anderen Mütter - ins Gewissen zu reden, wie wichtig doch diese Untersuchung sei, und wie leichtsinnig ich durch meine Auskunftsverweigerung diese Chance, bei dem Kind Entwicklungsstörungen zu finden und noch zu beheben, verbaue.
    Ich habe gefragt, warum diese Untersuchung, wenn sie doch so wichtig ist, nicht von einem qualifizierten Kinderarzt vorgenommen wird, sondern von einem Amtsarzt, der noch nicht einmal dunkelblaue Fingernägel sieht.
    Der Kleine war bis zum Alter von 4 Jahren regelmäßig gründlich vom Kinderarzt und einem hinzugezogenen Kardiologen untersucht worden, ehe diese beiden Entwarnung gegeben haben. Das Kind hatte einfach so diese blauen Nägel, die normalerweise nur bei schweren Herzfehlern auftreten. Jeder Arzt ist beim Anblick dieser Händchen erschrocken, selbst mein Frauenarzt und der Zahnarzt. Nur der Amtsarzt hat es noch nicht einmal bemerkt.
    #62AuthorEifelblume (341002) 26 Jul 10, 11:25
    Comment
    @chja: Die Polizisten waren ganz beruhigte Vertreter (wahrscheinlich kurz von der Pensionierung), die sich zu meiner Überraschung sofort auf meine Seite geschlagen haben. Mit lakonischen Fragen wie „warum machen denn Sie keinen Tyme-Test bei Frau uri?“ oder „was ist denn an den Röntgenaufnahmen von Frau uri nicht in Ordnung?“ lösten sie bei dem Amtsarzt und seinen Schergen Reaktionen wie „da könnte ja jeder kommen mit seinen Sonderwünschen“ aus. Das schien, die beiden Polizisten nicht zu überzeugen. Nach fünf Minuten und viel Lamento seitens der Gesundheitsamtsmitarbeiter, sagte dann einer der Polizisten: „Dann ordnete ich jetzt einen Tyme-Test bei Frau uri an. Bitte, führen den Test jetzt durch!“ Und siehe da: Der Amtsarzt tat wie im geheißen. Wie ich später erfahren habe, hatte die überhaupt keine Handhabe etwas anzuordnen, aber in solchen Milieus zählt eine Uniform halt eine Menge.
    #63Author urihoch3 (656420) 26 Jul 10, 11:34
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    Autorin 59, HHA war 1979, Hessen, früheingeschult, Mädchen. Damals war es noch hochkompliziert ein Oktoberkind mit fünf in die Schule zu bringen.
    Und die Normaleinschulung im Folgejahr 1980 bringt für Ok.-, Nov.-, Dez.- und gsnz besonders den Silvesterkindern den Nachteil, dass ihnen bei den Bundesjugendspielen ein Jahrgangshandikap auferlegt wird im Vergleich zur Jan-Sept-Majorität der Klassenkameraden.

    Und da gibt es keinen medizynischen Härteregelungs-Ausgleichstest. Mir hat das ziemlich die Lust am Sport damals vergällt. Sowieso fand ich die Konzentration auf diese dämlichen Spiele als SchülerIn ziemlich blöde.
    #64Author Pachulke (286250) 26 Jul 10, 11:38
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    Ich kann mich an keinen Test erinnern. Einschulung '89, Kleinstadt in S-H. Ich war aber auch schon fast Sieben. Stichtag war bei uns im Juni, und da ich erst im August Sechs wurde, musste ich noch ein Jahr warten. Hat mir aber auch nicht geschadet.
    #65AuthorSpätzünder26 Jul 10, 11:50
    Comment
    @Pachulke: re Bundesjugendspiele... - don't get me started! Was habe ich diese Veranstaltung gehaßt. Ich habe es glaube ich mit einer Ausnahme nie nie nie auch nur auf überhaupt eine Urkunde gebracht. Zu deutsch, ich war so schlecht, da hätte ich es auch gleich lassen können.
    Und das eine Mal, daß ich eine gekriegt habe, habe ich diese Tatsache wohl auch nur dem Mitleid einer der Oberstufenschüler/innen zu verdanken, die/der an meinen Zeiten und Weiten ein wenig manipuliert hat. Vielleicht aus eigener leidvoller Erfahrung....
    #66Author Chaja (236098) 26 Jul 10, 11:57
    Comment
    Eifelblume (56): So ähnlich lief das bei mir Anfang der 90er. Ich durfte dann noch ein Jahr im Kindergarten bleiben :D

    Erinnern kann ich mich auch noch an Farben und Formen, vielleicht auch was malen, und eben ein paar blöde Fragen. Das gleiche ein Jahr später, aber da hab ich dann geantwortet^^
    #67Authorinsert_name_here unplugged26 Jul 10, 12:00
    Comment
    Bundesjugendspiele – ich kann überhaupt nicht glauben, dass es diesen Quatsch immer noch gibt. Welchen sportlichen oder sittlichen Beitrag leistet diese Veranstaltung? Allein die Konzentration auf Leichtathletik sorgt dafür, dass die Ergebnisse schon vorher feststehen: Leichtathletik-Fans gewinnen, die anderen verlieren. In diesem Sinne schlage ich eine Fußballweltmeisterschaft vor, bei der einige Ländern ihre besten Fußballer schicken und andere ihre besten Tennis- oder Cricketspieler (das Los entscheidet, wer was darf – es muss ja fair zugehen).

    Die öde Web-Site der Bundesjugendspiele spricht Bände (100 Prozent spaßfrei!):
    http://www.bundesjugendspiele.de/wai1/showcon...
    #68Author urihoch3 (656420) 26 Jul 10, 12:30
    Comment
    Hmm, ich bin Mitte des letzten Jahrzehnts des vorherigen Jahrhunderts in Niedersachsen als eins der berühmt berüchtigten Kann-Kinder früh eingeschult worden. Bei uns gabs nur einige grobe Test, also messen, wiegen, höhren und wohl auch noch ein Gespräch/kleinere Aufgaben, genau erinnere ich mich da nicht mehr. Bin jedenfalls eingeschult worden. Untersuchungen & Impfungen gabs da keine, auch später in der Schule nicht, ich war immer brav beim Kinderarzt. Nur der Schulzahnarzt (war übrigens eine nette Ärztin mit nem coolen Bus^^) kamm jährlich. Und bei meiner Schwester gabs dann sogar Besuch vom Augenarzt, der allerdings nur quatsch festgestellt hat.

    Zu Bundesjugendspielen aüßere ich mich hier lier garnicht erst... krieg ich nur schlechte Laune von... Aber wenigstens gabs bei uns für jeden ne Urkunde: Teilnahmeurkunde, oder wie die hieß (zumindest in den ersten Jahren, meine ich).
    Am schlimmsten fand & finde ich immernoch die Übervorteilung von Mädchen (besonders in den höheren Klassen) durch dieses absolut sinnfreie Punktesystem... *argh*
    #69Author Jerowski (707960) 26 Jul 10, 12:41
    Comment
    Ich kann mich gar nicht erinnern, dass wir Mädchen übervorteilt worden wären. Muss ich mich jetzt im Nachhinein ärgern? Sind mir Urkunden entgangen?
    Soweit ich mich erinnern kann, gab es doch getrennte Leistungstabellen für Jungs und Mädchen, oder?
    #70Author Dragon (238202) 26 Jul 10, 13:03
    Comment
    Ja, die Bewertungspunkte sind nach Geschlecht und Jahrgang geordnet. Und es stimmt, Mädchen müssen z.B. nicht besonders weit werfen können, um mehr Punkte zu bekommen als gleichaltrige Jungs.
    #71Author Birgila/DE (172576) 26 Jul 10, 13:08
    Comment
    @Birgila: Dann werden, wenn überhaupt, wohl eher die Jungs übervorteilt, oder?
    #72Author Dragon (238202) 26 Jul 10, 13:09
    Comment
    @Dragon: Jau, mea culpa. Ich meinte die Bevorteilung von Mädchen.
    Nachdem ich meinen Post grad nochmal gelesen hatte, wollte ich eigentlich grad auch noch einen größeren Korrektur-Edit machen, war aber zu langsam. Sry!
    #73Author Jerowski (707960) 26 Jul 10, 13:14
    Comment
    An unserer Schule in den 70ern waren die Bundesjugendspiele zwar auch Pflicht und ich fand das Leistungsherumgerenne und -gewerfe auch dämlich. Aber bei uns nahmen Schüler der höheren Klassen die Wettkämpfe ab. Die waren im allgemeinen doch bemüht, dass jeder einer dieser Urkunden bekam und haben vieles schöngerechnet. Wir haben es dann später bei den Kleinen auch gemacht, denn nichts ist enttäuschender für eine 11jährige, wenn sie nur wenige Punkte unter der Mindespunktzahl für eine Urkunde liegt, wenn ich doch genau gesehen habe, wie sie sich angestrengt hat.
    #74AuthorJule (236478) 26 Jul 10, 13:24
    Comment
    @Jule: exakt das. Ich hatte allerdings nur einmal das Glück, daß meine Ergebnisse schöngerechnet wurden, und das erst bei einer der letzten Veranstaltungen, ich glaub in der 9. Klasse, an der ich teilnehmen mußte. Die ganzen Jahre vorher war ich prinzipiell leer ausgegangen. Ich hab mir so manches Jahr gewünscht, doch einfach mal an dem Datum krank zu sein, aber dieses Glück war mir leider nie beschieden.
    Und auf die eine Urkunde hätte ich auch dankend verzichten können. Ich glaube, die ist dann auch postwendend im Altpapier gelandet...
    #75Author Chaja (236098) 26 Jul 10, 13:32
    Comment
    I started school at 4 and-a-half . Children who were 5 on or after 1st September started school in the September, children who were not-yet 5 on 1st September but were going to turn 5 before the following September started school half way through the year. I was 4 in August, so I started school February or March, at 4 1/2. I don't remember any test. It was purely based on when your birthday was.
    #76Authorbevalisch26 Jul 10, 13:35
    Comment
    @67: 1990 wurde den Psychologen wahrscheinlich noch bedingungslos geglaubt. Mein Neffe wurde auf Druck seiner Mutter trotz der Diagnose Autismus ganz normal eingeschult. Die Lehrer haben über das Gutachten bereits in der ersten Schulwoche ganz herzlich gelacht.
    Lehrer und besonders Sonderschullehrer ignorieren solche Gutachten inzwischen. Originaltext einer Lehrerin: Der Psychologe testet zwei Tage und schreibt dann ein Gutachten mit viel "könnte", "möglicherweise" und "unter Umständen".
    Wir Lehrer stellen dem Kind drei Stühle in eine Reihe, drei Puppen im Kreis daneben und fragen, ob genug Stühle für alle Puppen da sind.
    Ein geistig normal entwickeltes Kind von 5 Jahren kann die Frage mühelos beantworten und die Art, wie es die Antwort formuliert gibt mir Aufschluss über seine Sprachentwicklung. In einer Minute habe ich damit Zahlen- und Sprachverständnis hinreichend getestet.
    #77AuthorEifelblume (341002) 26 Jul 10, 13:47
    Comment
    Die öde Web-Site der Bundesjugendspiele spricht Bände (100 Prozent spaßfrei!)
    Irrtum Urihoch3 (Autor #68), schau einmal hier:
    http://www.bundesjugendspiele.de/wai1/showcon...

    Vergabe von Ehrenurkunden:
    Ehrenurkunden mit der Unterschrift des Bundespräsidenten a.D. Horst Köhler können nicht mehr vergeben werden.


    Demnach gab es Urkunden auf denen der BuPräs mit a.D. zeichnet?!
    Deutsch: ausreichend
    Turnen und Handarbeit: sehr gut

    oder die Postanschrift des Hrsg. der Webseite mit doppelter Postleitzahl:
    http://www.bundesjugendspiele.de/wai1/showcon...

    11018 Berlin
    Dienstbereich Bonn: 53107 Bonn

    Ironie am Rande: der allerunsportlichste Bundesjugendspieler in meiner Klasse ist ein ganz hohes Tier im Sportministerium geworden.

    Wenn man denkt wer alles in und an dieser Organisation verdient. Wahrscheinlich hochkarätigen Verwaltungsrat, Beiräte, Dienstreisen.
    #78Author Pachulke (286250) 26 Jul 10, 13:47
    Comment
    Eifelblume: Danke für den Test.
    Ich stell mir grad vor, wie Kind 1 lang und breit erzählt, dass zwar genug Sessel da sind, aber wegen der fehlenden Seitenlehnen die Puppen nicht ordentlich sitzen könnten. Und Kind 2 die Puppen der Reihe nach draufsetzt und dann stolz erklärt: "Ja!"
    :-)
    #79Authornja26 Jul 10, 14:13
    Comment
    Och, Chaja. Das tut mir leid. Ich fand das mit den Urkunden ja auch blöd, aber als unsportliches Kind war ich doch wenigstens froh, offiziell eine sogar zu erhalten, auch wenn einiges gemauschelt war. Ausserdem wars mal kein Tag im Klassenzimmer sondern im Stadion und der Höhepunkt war immer das Fussballspiel Schüler gegen Lehrer.
    #80AuthorJule (236478) 26 Jul 10, 14:30
    Comment
    sh 1980
    auf einem Bein hüpfen und Rückwärts gehen
    schneller Blick von der Krankenschwester in die Hose

    Hier in UK ist das einzige Kriterium das Alter. Unterrichtspflicht beginnt ab dem 5. Geburtstag, also beginnt für die Kinder das Schuljahr in dem Jahr, in dem sie 5 werden. Also ein Kind, dass am 31. August 4 wird kommt am 1. Sept in die Schule in die Vorschulklasse (Reception). Manchmal gibt es einen 2. Einschulungstermin im Januar für die jüngeren.

    Man bin ich froh, dass ich Herbstkinder habe...
    #81Author PiPaPo (314298) 26 Jul 10, 14:38
    Comment
    We had to go through what was known as Kindergarten Screening (Pennsylvania, 1987). In order to take the test, you had to be born before October 30th. As a result, kids like me (born in June) were 5 starting Kindergarten and kids like my sister (born October) were 4. I think more recently, the cut-off is September 1st, to avoid children starting too young.

    http://www.associatedcontent.com/article/2123...

    There's a link with a list of the various tests we had to perform.

    Children who scored low were placed in pre-k and bumped up to kndergarten when they were 6.
    #82Author Lara Chu (AmE) (236716) 26 Jul 10, 14:38
    Comment
    Ich glaube, wir brauchen einen Bundesjugendspiele-Faden!

    Bei mir hat's auch nie, nie, nie zu einer Urkunde gereicht, ich hatte mich eiegntlich schon damit abgefunden - habe mich aber trotzdem immer so sehr angestrengt, wie ich nur konnte, damit ich doch wenigstens mal eine bekomme, um dieses Unsportlichkeitsstigma loszuwerden. Ich musste ja wegen meiner Talentlosigkeit sogar zum "Sonderturnen" (Bayern, Mitte der 80er - kennt das sonst noch wer?).

    Bis ich in der vierten Klasse erfahren habe, dass ich die Siegerurkunde dieses Mal nur um vier (!) Punkte verfehlt hatte, bei nötigen Punkten im vierstelligen Bereich!
    Bei uns hatte leider niemand manipuliert - wobei, hätte ich das mitbekommen, hätte ich mich über die Mitleidspunkte vermutlich noch mehr geärgert als über die verpasste Urkunde.

    Dafür konnte ich in anderen Feldern kompensieren:
    Hinsichtlich des Einschulungstest kann ich mich daran erinnern, dass ich den Prüfer damit beeindruckte, dass ich eine geometrische Form nicht nur als "Viereck", sondern - korrekt - als "Quadrat" identifizierte. Dabei kannte ich den Unterschied zwischen Rechteck und Quadrat noch gar nicht, ich hatte bloß geraten.
    #83Authorgremlin26 Jul 10, 15:11
    Comment
    @Paschulke: Wahrscheinlich hast Du Recht, irgendjemand lebt von dieser Veranstaltung.
    Aber schalten wir doch mal life zu den Bundesjugendspielen nach Huselünne an der Murrn, wo derzeit die Wettkämpfe der Floyd-Landis-Realschule stattfinden. Bei uns zu Gast ist der Bundesjugendspielfunktionär Manfred Abaflott.
    Uri: „Herr Abaflott, welchen Sinn habe die Bundesjugendspiele heute noch?“
    Abaflott: „Es ist heute wichtiger denn je, der Jugend die Freude am Sport zu vermitteln.“
    Uri: „Wenn ich mir hier so umschaue, habe ich aber nicht den Eindruck, als würden die Kinder besonders große Freude an dieser Veranstaltung empfinden.“
    (Im Hintergrund sieht man, wie eine 11jährige weint, ein Sanitäter kümmert sich um einen dicklichen Jungen, der kaum atmen kann, und hinter einem kleinen Schuppen zieht Zigarettenrauch ab.)
    Abaflott: „Deshalb es ja gerade so wichtig, die Bundesjugendspiel zu veranstalten. Die Jugend muss mit der Freude am Sporttreiben vertraut gemacht werden. Das müssen sie halt lernen.“
    Uri: „Mit Verlaub, aber das Konzept geht doch offensichtlich nicht auf.“
    Abaflott: „Ich habe doch gesagt, die Jugendlichen müssen das lernen und Lernen macht halt nicht immer Spaß. Diese Ich-will-Spaß-Haltung hat im Sport sowieso nichts verloren.“
    Uri: „Aber Sie sprachen doch gerade selber von der Freude am Sport.“
    Abaflott: „Das ist aber sportlicher Spaß und der tut auch mal weh. Das ist das Lernziel.“
    (Abaflott wird durch einen fehlgeleiteten Schlagball am Kopf getroffen und geht zu Boden. Aus der Wunde tritt Rauch und ein paar Drähte schauen heraus.)
    Uri: „Alles in Ordnung mit Ihnen?“
    Abaflott: „Es gibt kein systematisches Doping im Leistungssport. Freude am Sport! Bewegt endlich Eure Hühnerärsche, Ihr verdammten Bengel! Es gibt kein systematisches Doping …“
    (Aus seiner Wunde schießt eine Stichflamme).
    Uri: „Wir schalten zurück ins Studio.“ (Man hört das eben noch weinende Mädchen kichern.)
    #84Author urihoch3 (656420) 26 Jul 10, 15:18
    Comment
    Klasse, uri
    Ist Abaflott nach den Bundesjugendspielen wieder auf seinem alten Platz als Amtsarzt?
    #85AuthorEifelblume (341002) 26 Jul 10, 15:24
    Comment
    "I think more recently, the cut-off is September 1st, to avoid children starting too young."

    As if preparedness for school can be established by such a criterion.

    I don't know if any other school readiness tests were administered than date of birth. I started school in a state (Michigan) which permitted 4 year olds to start kindergarten. I have a late November birthday, but was ready anyway. My mother had been an elementary teacher.

    The next year summer my family moved to Missouri, where children had to be 5 to start school. Thus I was too young to be in first grade and there was some chance that I would have to repeat kindergarten. I remember my mother taking me to school, telling me as we walked in, what was up and that I should just do my best on the test. I was so insulted at the thought that I might have to repeat kindergarten, that I have no recollection of the test. (I'm actually quite astonished that some of you can remember what pictures you drew!) I was able to go on, though, so I must have passed the test. My family continued moving from state to state and I was nearly always the youngest in my class. The only problem this caused was that I wasn't able to get my driver's license until my senior year, whereas one of my friends, who was old for our class, got hers our sophomore year.

    In the US age is the determining factor, I think. Children of a certain age have a right to a free appropriate public education, so the school has to provide it to you. My nephews (currently in high school) attended a kindergarten screening when they were four, I think, and all were pronounced "ready" to start school the following year. One of my nephews spoke volubly but indistinctly. He was really hard to understand. The person conducting the screening recommended that he get some speech therapy before school, but my sister decided against it. He was still able to start school with his twin, who had no speech difficulty.

    *edit*

    Lara Chu provided a date. I started school in 1969.
    #86Author Amy-MiMi (236989) 26 Jul 10, 15:35
    Comment
    @ Chaja et al.: Seid doch froh, wenn die Sportskanonen, die dafür in jedem anderen Fach nicht gerade urkundenträchtig waren, auch mal Erfolgserlebnisse hatten - das wird sich bestimmt indirekt durch verübergehend verminderte Intensität des Schulhof-Vertrimmens auch für euch ausgezahlt haben. ;-)
    #87Authorauch unsportlich26 Jul 10, 15:41
    Comment
    Bei dem Bundesjugenspiele Sketch von Uri #84 fällt mir ein, dass es da nen Super Sketch zu gibt... ausm Schulfunk, glaub ich. Der Religionsleher, Monsignore Irgendwas, und noch ein Lehrer besaufen sich dabei und Messen aberwitzige Werte.. argh, den muss ich mal suchen... genial
    #88Author Jerowski (707960) 26 Jul 10, 15:47
    Comment
    Ach, "auch unsportlich", vertrimmt worden bin ich eigentlich nie.
    Und unsere Sportskanonen waren auch sonst nicht auf den Kopf gefallen. ;^)

    Die Selbstbeschreibung der Bundesjugendspiele

    "Nach unserer Einschätzung stellt das Prinzip des Miteinander-Wetteiferns und Sich- Miteinander-Messens einen wichtigen Bestandteil des Sports dar. Den Bundesjugendspielen kommt bei der Realisierung dieser Zielsetzung eine wesentliche Rolle zu. Die Attraktivität der Bundesjugendspiele soll erhalten und weiter erhöht werden."

    ...könnte wirklich von Abaflott stammen!
    #89Authorgremlin26 Jul 10, 15:50
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    I agree, Amy, about the idea that 4 might be "too young" for school, it's nonsense. However apparently there are some social implications of being too young in school (teasing because the child is smaller/less physically developed than the other kids, etc.).. not that I believe they are detrimental to a child in the long run. But I remember a very hefty discussion once between my parents as my sister started the 11th grade and all other kids had already gotten their driver's license, and my sister felt like the odd one out. My parents were arguing that they SHOULD have held her back a year when she was younger so she didnt feel the effects of being so much "younger" than her classmates. (I thought it was silly, she only had to wait a couple of months and she would have her license too -- but to a teenager that probably seems like an eternity ;o))
    #90Author Lara Chu (AmE) (236716) 26 Jul 10, 15:56
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    @Lara: I think those social implications (smaller/less physically developed) are more serious for boys than girls. Well, maybe I didn't become much of an athlete, but that probably had more to do with the fact that I lacked practice.

    "to a teenager that probably seems like an eternity" It does. Luckily I had a friend who was three months older than me, and she had to wait until her senior year, too. Still, though, if you had asked me, I would have definitely said that my parents made the right choice to start me with four. Though, now that I think about it, how much more bored could I have been had they waited a year? There wasn't much differentiation when I was in school, and bored is bored.
    #91Author Amy-MiMi (236989) 26 Jul 10, 16:24
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    Für mein Kann-Kind war es einmal Glück, dass er mit Abstand der jüngste war: Klassenfahrt zu Beginn der Kursphase. Bei der Rückkehr bekamen alle einen Blauen Brief wegen der Alkoholexzesse dort. Nur mein Sprössling nicht. Er war noch keine 16 und hätte so beaufsichtigt werden müssen, dass er nicht an Alkohol kommt. Dieses Versäumnis haben sich die Lehrer lieber nicht auch noch selbst per Blauem Brief attestiert.
    Gestanden hat er mir die Geschichte erst nach dem Abitur.
    #92AuthorEifelblume (341002) 26 Jul 10, 16:36
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    @Eifelblume: Keine Sorge, selbstverständlich ist Herr Abaflott in den amtsärztlichen Dienst zurückgekehrt. Seine Kopfprothese war im Handumdrehen repariert.

    @auch unsportlich: Unsere Sportskanonen waren keine Aggressivlinge. In dem sogenannten schwierigen Alter, zwischen 14 und 16, war ich in einer Clique, in der die meistens um etwa zwei Jahre älteren Jungen eine Kampfsportart betrieben haben. Wir waren nie in Schwierigkeiten, denn die „Männer“ waren sich ihrer Stärke bewusst und hatten die Größe, körperlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen.
    #93Author urihoch3 (656420) 26 Jul 10, 16:53
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    @auch unsportlich: vertrimmt wurde bei uns nicht. Das lief "subtiler". Den Begriff "Mobbing" kannte damals noch keiner, doch es war welches. Aber egal, ich hab's überlebt.
    #94Author Chaja (236098) 27 Jul 10, 08:00
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    #77: Und Kind 3 guckt die Erwachsenen mit einem "Spinnen die?!"-Blick an und sagt gar nichts...

    Die Bundesjugendspiele habe ich als "Unsportliche" auch in schlechter Erinnerung, die einzige Urkunde gabs in dem Jahr, wo die Bewertungsbögen umgestellt wurden und erstmals statt Schlagballwerfen Kugelstoßen möglich war.

    Ich fuhr gern und viel Rad, konnte 35 Meter tauchen, spielte gerne alle möglichen Ballspiele - und habs beim Judo zum Grüngurt gebracht. Irgendwie hat's trotzdem viele Jahre gebraucht, bis ich diese Bewertung als "unsportlich" hinter mir lassen konnte.

    Ich denke, das mit dem "zu jung für die Schule" hängt extrem davon ab, wie der Unterricht gemacht ist bzw. wie gut die Betreuung ist. Kinder sind nie zu jung, um etwas zu lernen.
    #95AuthorCJ unplugged27 Jul 10, 10:56
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    @95: Ich habe es auch nicht geglaubt, bis ich es bei meinen Kindern ausprobiert habe: Einer konnte es mit 4 Jahren, der hat inzwischen sein Diplom in Mathematik mit Note 1 gemacht.
    Die anderen drei konnten es erst mit 5, ohne die Puppen auf die Stühle zu setzen.
    Ich habe auch schonmal einem Kollegen eine Kiste Bier abgewonnen: Er hatte gewettet, dass sein 3-jähriger das kann...

    Normale Kinder entwickeln um den 5. Geburtstag einen zahlengebundenen Begriff von mehr-weniger-gleichviel. Davor geben sie dir die lustigsten Begründungen, warum drei hier und drei da auf einer Seite mehr sind.
    #96AuthorEifelblume (341002) 27 Jul 10, 11:46
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    @CJ unplugged: Zu jung zum Lernen ist sicher niemand, aber es ist eine Frage der emotionalen Reife, einen Schultag durchzustehen, mit Enttäuschungen fertig zu werden und sich in eine große Gruppe einzuordnen. So manch pfiffiges Kind scheitert an diesen Disziplinen und nicht am Schulstoff.
    #97Author urihoch3 (656420) 27 Jul 10, 11:59
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    @auch unsportlich, urihoch3, Chaja: Meine Klassenkameraden waren auch immer verständnisvoll, wenn ich mal wieder keine BJS-Urkunde hatte - viel schlimmer fand ich das Mobbing durch Sportlehrer, in deren kleiner Welt es keine unsportlichen Kinder gibt, sondern nur faule...

    Ich stelle im Rückblick eine gewisse geistige Verwandschaft zwischen Sportlehrern und Schulärzten fest. Herr Abaflotts Doppelberuf(ung) scheint meine Theorie zu untermauern.
    #98Authorshhh27 Jul 10, 12:05
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    Herzlichen Dank an alle, die mit ihren Erinnerungen an die Bundesjugendspiele meinen Faden über Schulreife am Leben erhalten - so bleibt er für Menschen aus dem angelsächsichen Raum, die sich hoffentlich auch noch zahlreich beteiligen, sichtbar. :-)
    #99Author Lady Grey (235863) 27 Jul 10, 12:07
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    uri*3: Und die Freude am Lernen wird ja schon im Kindergarten gefördert, wenn alle turnen gehen dürfen, die Vorschulkinder aber "irgendwelche blöden Blätter die uns keiner erklärt hat" ausfüllen müssen :-(
    #100Authornja27 Jul 10, 12:09
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    Habe mir nie etwas aus Bundesjugendspielen gemacht, weil ich nicht eingesehen hab´ ( zum Kummer meiner sportbegeisterten Eltern ), warum ich mich für einen "blöden Wisch" so anstrengen sollte.
    Bin in meiner Freizeit aber gern sportlichen Aktivitäten wie z.B. Tanzen, Schwimmen, Volleyball nachgegangen. Sport war für mich immer, auch heute noch, "just for fun" und keine leistungsabhängige Sache.
    #101Author asroma (713193) 27 Jul 10, 12:19
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    Ich hatte während meiner Schulzeit genau einen netten Sportlehrer (der unterrichtete aber nur AGs und ich habe freiwillig an seinem Unterricht teilgenommen, denn ich hatte ein Sportattest ab dem 17. Lebensjahr!). Sportlehrer haben sich immer nur für die interessiert, die sowieso schon alles konnten. Die anderen waren ihnen schlicht lästig. Jemand, der etwas dicklich war, galt als hoffnungsloser Fall und wurde ohne jede Scham der Lächerlichkeit preisgegeben. Das waren wirklich üble Gestalten.
    #102Author urihoch3 (656420) 27 Jul 10, 12:35
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    kann Uri nur beipflichten.
    Freude an Sport und Bewegung wecken? Fehlanzeige. Demotivieren und Niedermachen schien die Devise zu sein.
    #103Author Chaja (236098) 27 Jul 10, 13:04
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    Genau so habe ich die Sportlehrer auch erlebt: Absolut überzeugt, dass ihr Fach das wichtigste überhaupt ist und voller Unverständnis für Unsportliche.
    Für mich fast das schönste am 18. Geburtstag: Ab sofort konnte ich meine Entschuldigungen selbst unterschreiben und brauchte nicht mehr zum Sport. Die 6 in Sport im Abizeugnis zählte nicht zum Notenschnitt.
    #104AuthorEifelblume (341002) 27 Jul 10, 13:09
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    Hand-über-den-Kopf-auf's-Ohr-legen gab es vor meiner Einschulung auch - 1986 in NRW. Dazu einen Sehtest, einen Hörtest und ein paar doofe Fragen.
    Als Oktoberkind wurde ich allerdings auch ein Jahr später eingeschult, obwohl ich schon lesen, schreiben und schwimmen konnte, was in unendlicher Langeweile resultierte.
    Zudem gab es einmal im Jahr Besuch vom Zahnarzt, der einem eine Gratiszahnbürste schenkte und dann einem Angst vor allen Arten Süssigkeiten einjagte.

    Im späteren Sportunterricht wurden auch prinzipiell nur die Sportarten angeboten, die mir mal wo vorbeigegangen sind, also: Leichtathletik, Fussball, Volleyball, Handball (und für ein Jahr ganz kurz mal Schwimmen, aber da haben sich dann ein paar findige Eltern erfolgreich durchgestzt, dass es ein absolutes Unding ist, pubertierende Mädchen zum schwimmen zu zwingen, wenn sie ihre Tage haben - also wurde Schwimmen wieder abgeschafft.)

    Bei den Bundesjugendspielen konnte man dann irgendwann wählen zwischen Leichtathletik, Fussball und Turnen.

    Die Sportarten, in denen ich gut war (Tennis, Badminton, Schwimmen) gab es im Schulsportunterrichtsuniversum nicht. Ergo Schulnote: total unsportlich.
    Auch nachdem ich zum zweiten Mal in Folge Tennis-Jugendstadtmeister geworden war.
    #105AuthorSG27 Jul 10, 13:20
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    @SG: Gräme dich nicht, liebes Tennis-Ass. Ich hatte zwei etwas moppelige Mitschülerinnen (5 oder 6 Kilo zu viel). Beide waren hervorragende Schwimmerinnen. Die eine betrieb das als klassischen Leistungssport, die andere nahm erfolgreich an Wettbewerben der DLRG teil. Im Sportunterricht waren sie Nieten aus Sicht unserer Sportlehrerin, die es auch nicht an Bemerkungen fehlen ließ wie „ihr beide könntet auch mal abnehmen“.

    Auf einem Schulfest hat sich dann der große Bruder der einen (Anfang 20, ebenfalls Schwimmer und der Schwarm aller Mädchen) die Lehrerin vorgeknöpft. Er hat von der Bühne aus heruntergerufen: „Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, Frau Feller, dass Sie einen dicken Arsch UND einen schlechten Charakter haben? Kein Wunder, dass sie nicht verheiratet sind.“ Nach einer Sekunde der totalen Stille, hat es tosenden Applaus für ihn gegeben und das Gelächter wollte nicht enden. Frau Feller war dann drei Wochen krank. Sie hatte angeblich einen Nervenzusammenbruch. Doch nach einem halben Jahr war sie wieder ganz die Alte und glänzte durch herablassende Bemerkungen. Seitdem weiß ich, dass Genesung einer relativer Begriff ist.
    #106Author urihoch3 (656420) 27 Jul 10, 15:12
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    fehlt da nicht eine Fussnote?
    ... Frau Dr Feller* ...



    *) Name von der LEO-Redaktion geändert


    Pst. pst. Sie heisst richtig Faller und hat nicht promoviert
    #107Author Pachulke (286250) 27 Jul 10, 15:18
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    @urihoch3,

    hihi - mir geht es genauso. Bin ja stark übergewichtig, aber im Wasser ein Ass, bin auch Wettkämpfe geschwommen, später DLRG, habe einen Rettungsschwimmer und eine Trainer-Lizenz im Wettkampfsport.

    Und jeder der mich sieht, sieht nur die "Fette" die nix macht und im Wasser schauen sie dann blöd. In der Schule war ich auch immer in Sport der Loser. Außer in der Kursstufe - da hatte ich beim Schwimmen 15 Punkte (grins).

    Dick = faul und unsportlich stimmt ja so nun doch nicht. :-)
    #108Author anodien (296585) 27 Jul 10, 15:34
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    In der Mittelstufe hatten wir mal einen netten Sportlehrer. Der hat zwar auch ironische Bemerkungen gemacht, aber verletzend waren die nie. Ausserdem hat er Leuten, die sich nicht trauten über den Bock zuspringen aber draufzuliefen und kurz vorher abbremsten eine "4" gegeben "für den Versuch". Hätte ja auch eine "5" sein können. Und er vergab sie auch dann, wenn er wusste, die Leute waren bloss faul. Im Zeugnis gab er keinem eine schlechtere Note als "3". Allerdings konnte er fuchtig werden, wenn zuviele Mädels mit angeblichen Menstruationsbeschwerden auf der Bank sassen. Da drohte er einen Kalender zu führen.
    Die nächste Sportlehrerin hat solche Ausreden nicht gelten lassen. Bei ihr durften wir auch französisch mit schwäbischem Akzent lernen.
    #109AuthorJule (236478) 27 Jul 10, 15:44
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    Die Bundejugendspiele waren bei uns auch verhasst. Eine Sportlehrerin war einmal fassungslos, weil einige beim Betrügen erwischt wurden und die Mädels hatten sich so noch nicht einmal ihre "Leistungen" verbessert. Die Lehrerin kam nicht einmal darauf, dass sie einfach keine Lust hatten.

    Ich gehörte zwar zu denen, die immer zwischen Sieger- und Ehrenurkunde schwankten, galt aber trotzdem immer als unsportlich - wahrscheinlich war ich es relativ gesehen auch.

    An einen Einschulungstest (in der Schule unter Aufsicht einer Lehrerin) erinnere ich mich noch düster. Da saßen noch mehrere andere Kinder und wir mussten verschiedene Aufgaben lösen (z. B. Formen und Farben betreffend). Was mir damals gleich die Lust auf Schule vermieste, war die Reaktion der aufsichtführenden Lehrerin, als ich dem Jungen neben mir beim Abmalen helfen wollte und (nach meinem damaligen Empfinden) furchtbar von ihr angeschnauzt wurde.
    #110AuthorHelena27 Jul 10, 16:55
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    Ich bin total fasziniert davon, dass Ihr Euch alle noch an Eure Einschulungstest erinnern könnt! (Und einige hier sind definitiv älter als ich) Ich kann mich nur noch an einen Test im Kinergarten erinnern, da musste man "E"s durch ein Mikroskop (?) angucken und mit der Han zeigen, in welche Richtung das E offen ist. Sehtest?
    Und fürs Gymnasium gab's auch einen Aufnahmetest, aber da kann ich mich nur noch an den Raum erinnern, nicht an den Inhalt.

    Sport? ich hatte inder weiterführenden Schule durchgehend, von der 5 bis zur 13, eine Sportlehrerin, und die war überhaupt nicht fies. Sie hat immer versucht, zu motivieren, und sie hat immer auch die Bemühung mit in die Notengebung einbezogen. Wenn einer z.B. immer ziemlich langsam / ungeschickt / niicht ganz so sportlich war, sich aber angestrengt und in seinem Rahmen Fortschritte gemacht hat, gab's durchaus eine gute 3. Wir haben auch viel Leichtatlethik gemacht, außerdem Handball, Volleyball, Fußball, Turnen (Geräte und Boden), Tennis und Schwimmen (in der 8? Auf jeden Fall mit den Jungs zusammen). Wenn aber eine ihre Tage hatte, musste sie natürlich nicht mitschwimmen!!

    Damit kann ich mich auch nicht in die Reihe der BundesjungendspielehasserInnen einreihen *meineehrenurkundenversteck* Bei uns gab's übrigens auch Teilnahmeurkunden, so dass jedeR eine Urkunde bekommen hat.
    #111Author estrellita (236267) 27 Jul 10, 17:09
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    Oh Mann, wegen dieses Fadens hier habe ich vorhin glatt "Hand aufs Ohr" gesagt, statt "Hand aufs Herz". Meine bessere Hälfte ist fast erstickt vor Lachen und ihr seid schuld.
    #112Author Birgila/DE (172576) 27 Jul 10, 17:41
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    ;-) Ob der Test im englischsprachigen Raum irgendwo bekannt ist, weiß ich allerdings immer noch nicht. :-(
    #113Author Lady Grey (235863) 27 Jul 10, 17:44
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    @estrellita: Ich hatte immer eine zwei in Sport und für eine Siegerurkunde hat es auch gereicht, aber doof fand ich es trotzdem. Allein die Trillerpfeifendiktatur und die Unart uns beim Sport mit Nachnamen anzusprechen (Pfiff: „Müller, Du gehst auf die Bank!“), fand ich scheußlich. Die Tatsache, dass andere blöd behandelt wurden, ist mir richtig an die Nieren gegangen. Trotz meiner Noten habe ich mich für eine sportliche Null gehalten, denn nur die Einserkandidaten konnten etwas Lob abschöpfen.

    Schön war Sport (um genau zu sein: Turnen) in der Grundschule bei Frau Seemann. Die hat einen getröstet, wenn mal was nicht klappte oder man sich wehgetan hatte und sie bestand darauf, dass man denen hilft, die etwas nicht so gut konnten. Einmal hat sie einen Art Staffellauf veranstaltet, bei dem ein Ball übergeben werden musste. Dem besten Team misslang irgendwann die Übergabe, woraufhin Harald (er war nicht der Hellste) aus einer gegnerischen Mannschaft zurückgelaufen ist und ihnen den Ball geholt hat. Dafür gab ihm Frau Seemann eine eins, hat ihn ganz doll gelobt, ihm etwas ins Ohr geflüstert und ihn sogar auf den Kopf geküsst. „Was hat sie Dir gesagt? Was hat sie Dir gesagt?“ wollten wir alle danach wissen. Harald hat nicht hinterm Berg gehalten: „Aber beim nächsten mal hörst Du aber besser zu, wenn ich die Regeln erkläre, mein Schatz.“
    #114Author urihoch3 (656420) 27 Jul 10, 18:12
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    Der Sportunterricht hierzulande (Ö) war nie traumatisch, wir haben den aber auch nicht wettkampfweise betrieben. Im Turnen (Geräte, vor allem) war ich recht gut, Leichtathletik lag mir weniger (Laufen hab ich gehasst). Bei regelmäßiger Teilnahme und entsprechendem Bemühen gabs aber eigentlich nie schlechtere Noten als "Gut", "Befriedigend" war schon die große Ausnahme (hatte ich nie).
    #115Author Carullus (670120) 27 Jul 10, 19:04
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    @Carullus: Das glaube ich Dir sofort. Diesen Unterschied habe ich zwischen deutschen und österreichischen Skilehrern kennengelernt. Deutschland: „So geht das nicht, uri!“ Österreich: „Na, vielleicht versuchen wir es mal anders.“ (Ich war übrigens immer ein zahlender Kunde, der Einzelunterricht genoss.)

    Das Beste, was mir in Sachen Sport jemals passiert ist, war ein viertätiger Kletterkurs für Anfänger in Österreich. Durch einen Zufall wurden meine Freundin und ich durch eine echte Koryphäe unterrichtet, was wir zu diesem Zeitpunkt aber nicht wussten. Mit einzigartigem Einfühlungsvermögen hat er uns alles beigebracht, was man in dieser Zeit nur lernen kann und uns auch klar gemacht, wo unser Grenzen liegen werden. Wir sind von Erfolg zu Erfolg geeilt. Fehler waren keine Fehler, sondern Gelegenheit auch „damit“ mal Bekanntschaft zu machen.

    Am Morgen unseres dritten Tages fragte der Hüttenwirt unseren Trainer in unserem Beisein, wohin er heute mit uns wolle. Er erteilte ihm Antwort. Der Hüttenwirt: „Ja, spinnst Du? Das sind Anfänger!“ Und dann die Labsal: „Die beiden waren nach dem zweiten Tag schon keine Anfänger mehr.“

    Walter, ich liege Dir immer noch zu Füßen, denn ich habe weit mehr als Klettern bei Dir gelernt. Meine Auszubildenden danken es Dir bis heute – unbekannterweise.
    #116Author urihoch3 (656420) 27 Jul 10, 21:24
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    Tja, uri³, dieser Unterschied ist wohl universell: zwischen einem Lehrer und jemand, der dir was beizubringen versucht.
    #117Author bluesky (236159) 28 Jul 10, 00:49
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    Mich hat das übrigens nicht losgelassen und gestern meine Tochter den Hand-über-Kopf-Test machen lassen. Sie hatte damit keine Probleme und sagte nur vorwurfsvoll: "Das kann doch jeder!"
    Alter: Im Frühsommer vier geworden.
    Schulfreife: Noch nicht im Ansatz *seufz*
    #118AuthorHHA28 Jul 10, 10:03
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    NRW 80er Jahre: Sehtest, bei dem in einer Box entweder der Kasperle oder der Räuber Hotzenplotz nach vorne kommen.

    Ausserdem Tests zu geometrischen Formen: wieviele Seiten hat das hier *Dreieck gezeigt*? Mein Bruder wäre fast durchgefallen, weil sie ihm einen Würfel gezeigt haben und er bei der Frage nach den Kanten nicht "4" sondern "12" gesagt hat...

    Ausserdem mussten wir auf einem Bein stehen.

    Bundesjugendspiele *würg* und Sportunterricht *grusel*... - am Schlimmsten war das Mannschaften wählen. "Und wer nimmt jetzt noch NRW?" Oder die leicht zu durchschauende Demütigung: "Heute wählen NRW und die (dicke) Marianne mal die Mannschaften."
    #119AuthorNRW28 Jul 10, 10:25
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    Zum Trost für alle Übergewichtigen: Japanische Sumo-Ringer sind exzellente Sportler mit meist massivstem Übergewicht.
    Weniger tröstend: Viele leiden an insulinpflichtigem Diabetes.
    Es ist halt nichts vollkommen in dieser Welt.
    #120AuthorHans28 Jul 10, 10:28
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    Meine Nicht wird gerade eingeschult.
    (Kleines Dorf in NDS)

    Die "Standard-Untersuchung", die hier jedes Kind über sich ergehen lassen muss, (malen, Formen erkennen usw)hat sie schon hinter sich.

    Viel schlimmer finde ich allerdings, dass ihre Eltern ein Formular von der Schule bekommen haben, in dem unter anderem die erlernten Berufe der Eltern und die jetzige Arbeitssituation angegeben werden müssen.

    Wozu bitte das?
    #121Author Zucker-Krabbe (409220) 28 Jul 10, 11:00
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    Ist doch klar, Zuckerkrabbe: Damit die Schulempfehlung schonmal vorbereitet werden kann.
    Spaß beiseite, das ist mindestens so heftig wie die Fragebogen, in denen Erb- und Geisteskrankheiten in der Familie anzugeben waren. Hoffentlich boykottieren viele dieses Formular, sei es durch Nichtabgabe, sei es durch anonymes Ausfüllen.
    #122AuthorEifelblume (341002) 28 Jul 10, 11:06
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    Es wird wohl für die Statistik sein.
    #123Authorvielleicht28 Jul 10, 11:09
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    nunja, wie soll wohl beurteilt werden, wieviel Kinder mit welchem Hintergrund welchen Ausbildungsweg wählen, wenn keiner das ausfüllt.
    Natürlich besteht die Gefahr, das für die "richtige Einstufung" zu verwenden.
    Aber die geübte Lehrerin erkennt auch ohne Fragebogen, mit wem sie es zu tun hat, und kann schlimmstenfalls das Kind dem passenden Kasterl zuordnen, bestenfalls ein wenig auf die Situation des Kindes eingehen.
    #124Authornja28 Jul 10, 11:21
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    OT
    @121: So abwegig ist da gar nicht, wie man hier lesen kann:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,15...
    #125AuthorSG28 Jul 10, 11:39
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    Ich würde das nicht angeben, ich halte das bereits aus datenschutzrechtlichen Gründen für bedenklich, es sei denn, es ist ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Angaben freiwillig sind.

    @SG: Zuckerkrabbe erwähnte ein Formular, das die Schule ausgibt, Du verlinkst einen Artikel, in dem beschrieben wird, was die Jobagentur von einer Schülerin angefordert haben soll. Das sind zwei grundverschiedene Dinge.
    #126Author neutrino (17998) 28 Jul 10, 11:40
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    Na, den sozio-materiellen Hintergrund des Erstklässlers erkennt der Lehrer doch am Vornamen des Kindes. Da brauchts doch kein Formular.
    #127AuthorJule (236478) 28 Jul 10, 11:51
    Comment
    @Zucker-Krabbe
    Was heißt denn NDS?
    #128Authorsheilla28 Jul 10, 11:53
    Comment
    Ich habe gerade meinen Sohn getestet, er ist 3.
    Er kommt nicht mit der Hand ans Ohr, hat aber den Teddy+Stuhl Test sofort gelöst.
    Wir leben in England, also kommt er nächstes Jahr, mit fast 5, zur Schule.
    #129Author PiPaPo (314298) 28 Jul 10, 11:53
    Comment
    @Jule: Außer natürlich, das Akademikerkind heißt nach seiner französischen Großmutter "Jacqueline" (und wird von den Eltern auch nicht "Schackeline" genannt, da sie den Namen richtig aussprechen können)

    Sprich: Oft haut das hin, aber eben nicht immer.
    #130Author Dragon (238202) 28 Jul 10, 11:56
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    Dragon, ich hatte das ja auch nur leicht ironisch genannt. Wir hatten ja mal einen Faden über Vornamen.
    #131AuthorJule (236478) 28 Jul 10, 11:58
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    sheilla: ich dachte zuerst ganz kurz: Klar, Nord-Deut-Schland - aber ich glaube es ist dann doch Niedersachsen.
     
    #118: Wirklich? Kommt sie nur gerade so hin, oder kann sie wirklich das Ohr mit der Hand bedecken? Das ist nämlich so wie ich das verstehe der Knackpunkt.
    #132Author Lady Grey (235863) 28 Jul 10, 12:00
    Comment
    @PiPaPo: Hat er auf Anhieb gesehen, dass jeder Teddy einen Stuhl bekommt, oder hat er die Teddys auf die Stühle gesetzt?
    Falls er es tatsächlich einfach "gesehen" hat: Alle Achtung, ein frühreifes Kerlchen ;-)
    #133AuthorEifelblume (341002) 28 Jul 10, 12:06
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    Die Abkürzung für Niedersachsen darf doch nicht NS lauten, auch wenn das naheliegend ist.
    #134AuthorHans28 Jul 10, 12:06
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    Ich erinnere mich dunkel an die Einschulung, die so um 1990 herum in Osthessen war (kleine Gemeinde). Wir mussten dort auch alle einen kleinen Test machen. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass wir sowohl mit links als auch rechts etwas malen mussten. Ich vermute dort sollte festgestellt werden, ob man Links- oder Rechtshänder war. An eine ärztliche Untersuchung kann ich mich erst zu einem späteren Zeitpunkt (wohl irgendwan in der zweiten Klasse) erinnern. Dort mussten nur die Jungs die Hosen runterlassen. Ich weiß noch, dass ich von der Ärztin gefragt wurde, ob es in meiner Familie irgendwelche Krankheiten gegeben hat. Hinterher machte ich mir furchtbar Sorgen, dass ich krank sein könnte, weil ich damals wohl noch nicht verstanden hat, warum das gefragt wurde.

    An die Bundesjugendspiele erinnere ich mich auch mit Grauen. Noch in den ersten Klassen wurden von den Sportlehrern nur die besten Schüler dorthin mitgenommen. Damals war man dann furchtbar traurig, dass man nicht mitdurfte. Ich war nie unsportlich, habe früh angefangen Handball zu spielen, aber ich war halt nie die Schnellste und Ausdauernste. Irgendwann "durften" wir dann alle dorthin (war immer ein großer Ausflug in die nächste Stadt ins "große" Sportstadion). Ich gehörten zu den wenigen der jeweils älteren Jahrgänge und während meine (größtenteils jüngeren) Freundinnen immer eine Ehrenurkunde bekamen, blieb für mich immer nur die "normale" (Siegerurkunde) übrig. Obwohl meine Punktzahl bei den jüngeren oft für eine Ehrenurkunde gereicht hätte. Das motiviert nicht sonderlich. Irgendwann durften wir zwischen Hoch- und Weitsprung wählen. Im Sportunterricht hatte ich irgendwie mein Talent für Hochsprung entdeckt (sonst in Leichtathletik einfach völlig talentfrei) und hatte meine erste Ehrenurkunde angepeilt. Pech! Es fing an zu regnen, der Hochsprung fand nicht statt, beim Weitsprung war ich, wie immer, schlecht. Ich glaube das waren die letzten Spiele für mich, in den Jahren darauf war die Teilnahme immer freiwillig...
    #135AuthorLeichtathletik-talentfrei 28 Jul 10, 12:42
    Comment
    Sightly OT: Habe gerade festgestellt, dass der Hands-aufs-Ohr-Test eine wunderbare Dehnübung ist.
    #136AuthorJule (236478) 28 Jul 10, 13:17
    Comment
    @PiPaPo
    Bei meinem Dreijährigen habe ich den Test "theoretisch" gemacht (wir hatten im Bus weder drei Puppen noch drei leere Sitzplätze). Die Frage, wieviel Stücke Kuchen jeder bekommt, wenn sich drei Personen (in der Frage: seine drei wichtigsten Kuscheltiere) zusammen drei Stück Kuchen gekauft haben, hat zwar intensives und längeres Nachdenken ausgelöst, führt aber auch zur richtigen Lösung. Die anderen Menschen im Bus haben sich wahrscheinlich gefragt, warum das Kind so laut "Jeder eins!" brüllt (soviel zur Schulreife!), aber ich war ehrlich gesagt recht baff.
    #137AuthorHelena28 Jul 10, 14:08
    Comment
    Fassen wir also zusammen: Einschulungstest gleich welcher Natur sind ausgefuchste Systeme, die Kindern immer und überall gerecht werden. Die allgemeine Freund am Sport und sportlichem Spiel fußt auf Lehrplänen (inklusive des unverzichtbaren Elements der Bundesjugendspiele). Schuluntersuchungen bereiten den junge Menschen auf medizinische Behandlungen vor, die ihn akzeptieren lassen, dass der Autoritätsgewinn des Arztes einen Wert an sich darstellt. Ladygreys Frage hat niemand beantwortet.

    @bluesky: Ein guter Lehrer bringt seinem Schülern bei, was er wissen muss. Der durchschnittliche Lehrer brüstet sich mit seinem Wissen und verwirrt seinen Schüler. In diesem Sinne stimme ich Dir zu.
    #138Author urihoch3 (656420) 28 Jul 10, 20:02
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    Danke für das schöne Schlusswort, Urihochdrei. Ob es helfen würde, wenn ich meine Frage, vielleicht diesmal in Land und Leute (war ein Versehen, dass der Faden hier gelandet ist), nochmal auf Englisch formulieren würde?
    #139Author Lady Grey (235863) 28 Jul 10, 20:19
    Comment
    I tried to answer your question with my link in #82, ladygrey.

    I have never seen the "Hand-aufs-Ohr" test, but that is only one of many coordination tests that can be performed.

    I have yet to see it mentioned in any link I've found, so here are more examples of tests performed in at least the US:

    http://www.enotes.com/nursing-encyclopedia/ba...
    #140Author Lara Chu (AmE) (236716) 28 Jul 10, 20:38
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    Danke für Deinen link und Deine Beiträge, Lara. Ich meinte eigentlich, dass eben noch kein im englischsprachigen Raum Aufgewachsener klar bestätigt hat, diesen Test gemacht zu haben oder auch nur zu kennen, und wie er heißt. Was mir dann eben als Nullstelle bestätigt, dass es ihn so wahrscheinlich nicht gibt in der englischsprachigen Welt.

    Der Test hat auch nichts mit Koordination oder Balance zu tun, sondern rein mit dem Wachstum, also den körperlichen Proportionen, die das Kind zu dem Zeitpunkt erreicht hat. Ist der Kopf im Vergleich zur Armlänge noch zu groß (wie etwa bei einem Neugeborenen) ist es dem Kind rein körperlich unmöglich, den Arm über den Kopf zu legen und das gegenüberliegende Ohr mit der Hand zu bedecken.
    #141Author Lady Grey (235863) 28 Jul 10, 20:47
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    Ahha, I thought the point was to be able to find your ear ;o) I've really never heard of anything like that, and as a 4th and 5th grader I helped out with the kindergarten screening of the young kids :o)
    #142Author Lara Chu (AmE) (236716) 28 Jul 10, 20:55
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    Also das Hand-ueber-Kopf-an-Ohr ein offizieller Test ist, lese ich hier jetzt zum ersten Mal. Bei uns ging der nur unter den Kindern im letzten Kindergartenjahr rum (Mitte der 80er, das was heute Thueringen ist), und ich hatte immer Mega-Angst, dass ich nicht zur Schule duerfte, weil ich das nicht konnte. Genau wie man angeblich auch erst zur Schule durfte, wenn man einen Wackelzahn hatte, womit ich auch nicht dienen konnte.
    Die Untersuchung an sich war dann irgendwie standardmaessige aerztliche Untersuchung, da blieb mir nichts spezielles in Erinnerung.
    #143Authorpluginbaby28 Jul 10, 22:59
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    @ladygrey - as I said before, I don't remember having to do any tests before starting school. I don't remember my sister or brother having to do any either. I started school in February or March '88 (I can't remember exactly when) in south-east England, my sister first went to school in Northern Ireland in January 1990, if I recall correctly, and my brother started school in September 1995 in south-east England (but not the same school I first went to). None of us did any tests, we just started school in the month that was assigned to our dates or birth.

    The only test I can remember doing at school is an eye test in year 5 - the kind where you look at the chart with letters on while covering one eye. The girls had the rubella injection in year 6 (I think the school nurse did the actual injecting). In secondary school we had a measles injection in year 7 or 8, the BCG in year 9 (I missed it though as I changed from a school that hadn't had it done yet to one where it had already been done during that year) and the tetanus injection and polio drops in year 10. We also got the meningitis injection when I was in 6th form.
    #144Authorbevalisch29 Jul 10, 08:31
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    This is OT, sorry: I had to look up "BCG", but the German side wasn't frightfully helpful to me
    Dictionary: bcg
    Never heard of it - from which illness does this vaccination protect you?
    #145Author Dragon (238202) 29 Jul 10, 09:23
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    Dragon, danke, ich wollte gerade die gleiche Frage stellen.

    @bevalisch: Meine Herren, Ihr habt ja das Rundum-Impfprogramm gekriegt. Gegen Masern, Mumps und Meningitis bin ich bis heute nicht geimpft und Tetanus und Polio... *kopfkratz*... ich glaube, das habe ich das letzte Mal auffrischen lassen, bevor ich nach England zog, also vor ca. 16 Jahren. Ich glaube, im Augenblick habe ich bloß noch wirksamen Impfschutz gegen Röteln und Pocken.
    #146Author Chaja (236098) 29 Jul 10, 09:27
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    #147Author Jalapeño (236154) 29 Jul 10, 09:29
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    Das wird jetzt immer weiter OT...

    Die Impfungen gab es bei uns nicht in der Schule, sondern beim Kinderarzt. Wobei, es kann sein, dass die Polio-Schluckimpfung ("Kinderlähmung ist grausam. Schluckimpfung ist süß") in der Schule stattfand, Pocken hatte ich ja schon weiter oben erwähnt. Und auf die Rötelnimpfung wurden wir in der Schule hingewiesen, da hatte ich sie aber schon hinter mir und bin deswegen nicht geimpft worden (vor ein paar Jahren wurde bei mir der Titer bestimmt: immer noch gut). Kann auch sein, dass die Impfung in der Schule stattfand, aber eben nachmittags und freiwillig, nicht während der Unterrichtszeit.

    Ob es damals eine Impfung gegen Meningitis gab, weiß ich gar nicht. Dagegen bin ich jedenfalls bis heute nicht geimpft. Mumps hatte ich, genau wie Windpocken, in der Grundschule, daher keine Impfung. Tetanus wurde bei mir immer mal wieder aufgefrischt, wenn ich mal wieder in eine Scherbe getreten bin oder ähnliches, und auf eine Masernimpfung hat meine Mutter damals bestanden, weil sie sich an ein Kind erinnern konnte, das seit einer Maserninfektion (mit einer Folgeerkrankung, vielleicht war es Meningitis?) geistig behindert war, in den 1970er Jahren war das noch keine Standard-Schutzimpfung.

    Edith hat gerade überlegt, ob das, was ich immer als Pockenimpfung abgespeichert habe, vielleicht in Wirklichkeit die Impfung gegen TBC war? Mediziner vor: Ich habe ganz schwache Erinnerungen an eine Art "Stempel" mit mehreren Erhebungen, gab's das gegen Pocken oder Tuberkeln?
    Zu blöd, dass mein alter weißer Impfpass verlorengegangen ist, sonst könnte ich ja mal nachsehen...
    #148Author Dragon (238202) 29 Jul 10, 10:01
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    Einschulung NRW, 1983
    An die Sache mit "Hand ans Ohr" kann ich mich erinnern, die Frage kam aber nur im Bekannten- und Verwandtenkreis vor. An einen offiziellen Test vor der Einschulung kann ich mich nicht erinnern - ich hab für niemanden etwas gemalt und keine blöden Fragen beantworten müssen - das hätte auch böse enden können ;o))).

    Untersuchungen und Impfungen gab's verschiedene:
    Im Kindergarten gab's einen Sehtest und ich meine, auch irgendwelche Impfungen (ein vierzackiges Plastikteil wurde in den Oberarm gedrück, sagt das jemandem was?).

    In der Grundschule kam der Schulzahnarzt, dem wurden wir klassenweise vorgeführt. Die Polio-Schluckimpfung gab's auch irgendwann während der Grundschulzeit.

    In der 6. oder 7. Klasse kam dann die Rötelnimpfung für alle Mädchen - egal, ob man die Röteln schon hinter sich hatte oder nicht, das fand ich doof. In den ersten Klassen auf dem Gymnasium kam auch noch der Schulzahnarzt.
    #149Author TumbleStaub (463468) 29 Jul 10, 10:14
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    @Dragon: war dieser "Stempel", an den Du Dich erinnerst, vielleicht eine Impfpistole? Das Teil knallte einem an den Oberarm und hinterließ einen ca. 50-Pfennig-Stück-großen roten Fleck, der aber ziemlich bald wieder verschwand. Ich bin der Meinung, mit so einem Ding die DPT (Diphterie-Polio-Tetanus)-Kombiimpfung und auch die Rötelnimpfung verpaßt bekommen zu haben. Später hat man die Impfpistolen aus dem Verkehr gezogen und durch Injektionen aus Einwegspritzen ersetzt, da man die Impfpistolen als potentielle Krankheitsüberträger identifiziert hatte (die Dinger wurden immer nur nachgeladen und dann im Fließbandverfahren einem nach dem anderen in den Arm gerammt, ohne zwischendurch den Kopf mit den Nadeln zu sterilisieren).

    Die einzige Impfung, die eine sichtbare Narbe hinterlassen hat bei mir, ist die Pockenimpfung. Allerdings nur eine sehr kleine und unauffällige, ich muß schon sehr genau hinkucken. Bei meinem Vater sieht man noch 2 deutliche Narben, beide fast kreisrund, eine etwas größer als die andere.

    Re Masern.... - gegen die Seuche scheine ich von selbst halbwegs immun zu sein. Oder ein hoffnungsloser Individualist. Als ich in der 5. Klasse war, grassierten bei uns in der Stadt die Masern (ca. 4000 Fälle in einer Woche, auf ca. 100000 Einwohner). Und was kriegt klein-Chaja? Die Windpocken.
    #150Author Chaja (236098) 29 Jul 10, 10:14
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    Der Stempel mit den drei Zacken war und ist immer noch der sog. Tine-test (Tuberkulin-Test). Nach dem Pieken muss er einige Tage später "abgelesen" werden. Hiermit kann man sehen, ob jemand sich schon mal mit TB-Erregern auseinandergesetzt hat. Nicht jeder Kontakt mit den Erregern führt zur TB-Erkrankung.
    #151AuthorHans29 Jul 10, 10:18
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    @TumbleStaub: Ja, genau, vierzackiges Plastikteil, das meinte ich mit "Stempel". Da ich nicht im Kindergarten war, muss das bei mir während der Schulzeit gewesen sein.
    #152Author Dragon (238202) 29 Jul 10, 10:28
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    Dragon, dann war's zumindest nicht die Pockenimpfung, die wurde zu meiner Zeit nämlich nicht mehr durchgeführt ;o).
    #153Author TumbleStaub (463468) 29 Jul 10, 10:33
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    The question about the BCG has already been answered - it was for TB. We only got the meningitis injection because there was a massive meningitis outbreak at the time. We were the first ones to have it done, and the whole school got it. All the other injections were done once you got to a certain year group (german measles in year 6, BCG in year 9...). I'm not immunised against mumps though. My brother is because he had the MMR, but that wasn't around when I was little.
    #154Authorbevalisch29 Jul 10, 11:43
     
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