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    aufdringlich (Kind)

    Sources

    Die Betreuerin hat kein Problem damit, dass ein autistisches Kind körperliche Nähe sucht, aber es geht ihr zu weit. Das Kind ist zu aufdringlich. Dieses autistische Kind will immer ihre Brüste anfassen, ihr Gesicht ablecken, oder steckt seine Hände unter ihren Pullover und will ihren Bauch streicheln.

    Comment

    In LEO gibt es viele Wörter für „aufdringlich“, aber welches ist hier das richtige? Das Wort sollte geeignet sein, um das Thema gegenüber Kollegen professionell anzusprechen.

    AuthorMarBert (1427865)  25 Mar 26, 15:45
    Sources
    Comment
    • Mir neu, dass autistische Kinder überhaupt viel körperliche Nähe suchen. ?!
    • Warum sollte die betroffene Betreuerin nicht auch ihre Empfindung etwas emotionaler ausdrücken? Neben der sachlicheren Umschreibung des Verhaltens in "fachpsychologischen" oder medizinischen Ausdrücken?

    Übersetzen könnte man: Das Kind zeigt übersexualisiertes Verhalten.


    ----


    .... Ich sehe gerade, dass du dasselbe Wort (als MarcBerthe) im relativ selben Kontext schon mal hier erfragt hast.


    Siehe auch: aufdringlich


    Dazu müsstest du nochmal die Diskussion durchlesen (u.a. von penguin, Bion, hm-us)...

    #1Author Seltene_Erde (1430285)  25 Mar 26, 16:21
    Comment

    Etwas OT: Autismus zeigt sich auf vielerlei Weise, insbesondere dadurch, dass die Empfindungen anderer Menschen nicht verstanden werden - wie hier. Ein Symptom kann auch sein, dass stärkere Reize benötigt werden. Aus eigener Erfahrung: Ich kenne ein autistisches Kind, das sehr scharfes Essen verlangt; ein anderes Kind, ein zehnjähriger Junge, den ich vor Jahren kurz betreute, zeigte mir seine Zuneigung (?) dadurch, dass er mich umarmte und seinen Kopf unter mein Kinn rammte.


    "Übersexualisiert" ist m.E. der falsche Ansatz, das Kind drängt Körperkontakt auf, das muss aber überhaupt nichts mit Sexualität zu tun haben.


    "invasive" ist m.E. noch am passendsten, vielleicht muss man aber auch umformulieren: "doesn't respect any boundaries", "forces physical contact on her" o.ä.

    #2Author Raudona (255425) 25 Mar 26, 18:56
    Comment

    "Übersexualisiert" ist m.E. der falsche Ansatz


    ... zumal ja auch Englisch gesucht wird.

    Im übrigen stimme ich Raudona zu.

    #3Author Gibson (418762) 25 Mar 26, 20:43
    Comment

    to lack IPD regulation (wäre mein Vorschlag)


    IPD (interpersonal distance) ist ein etablierter Begriff im Zusammenhang mit ASD (autism spectrum disorder).


    Auch interpersonal space wird in der Fachliteratur verwendet:

    s. auch:

    https://www.sciencedirect.com/science/article...


    The primary goal of this review is to discuss several key points that have emerged in research on interpersonal space regulation in autism spectrum disorders. Particularly, we review recent behavioral evidence revealing that individuals with autism prefer abnormally larger or shorter interpersonal distance than healthy controls, indicating a deficit in regulating the size of interpersonal space (permeability).





    #4Author Ludwisch Wittjenstein (3139602)  25 Mar 26, 21:19
    Comment

    *seufz' - mir ist/war klar, dass Englisch gesucht wird. Mein Satz war ein Angebot für eine Umschreibung.


    Ich denke jedoch, ich streiche das 'über-', aber bleibe bei 'sexualisiertem Verhalten', denn das, was der OP konkret beschreibt, ist für mich ein wenig über dem reinen 'Körperkontakt suchen'. Und jedes Kind ist von Geburt an auch ein sexuelles Wesen, heißt es. Manche (etwa Kinder mit Trisomie 21) leben dies ungehemmter und entgrenzter aus.

    Mir ist immer noch unklar, was MarcBert genau sucht: Das Wort sollte geeignet sein, um das Thema gegenüber Kollegen professionell anzusprechen. finde ich widersprüchlich auch in Bezug auf das gesuchte Adjektiv in der Betreffzeile. Ludwischs Vorschlag geht in die Richtung einer fachsprachlichen Formulierung, und die Anfrage - "aufdringliches Kind" entspricht dem ja nicht.


    Aber das soll's von mir gewesen sein.

    #5Author Seltene_Erde (1430285)  25 Mar 26, 21:37
    Comment

    Ich hatte aufdringlich (OP) als normverletzend verstanden. Es es richtig, dass mein englischer Vorschlag einer anderen Registerebene entspringt, inhaltlich erscheint er mir jedoch passend.

    #6Author Ludwisch Wittjenstein (3139602) 25 Mar 26, 21:49
    Suggestionphysically demanding / aggressive ?
    Comment

    I don’t think ‘invasive’ alone works, although you could try something like ‘invasive of caregivers’ personal space,’ ‘frequently violates personal / physical boundaries,’ etc.


    I also like Raudona’s suggestions from #2:


    >>umformulieren: "doesn't respect (any) boundaries", "forces physical contact on her" o.ä.


    I am only a layperson and not an expert, but in general contexts at least, I would really underline the advice to use a complete descriptive phrase rather than trying to rely on any single word.


    In fact, it seems to me that concrete examples could really help, both in understanding the behaviors and in preparing other caregivers, teachers, aides, medical staff, etc. to deal with such a child.


    Grabbing a woman’s breasts or lifting her shirt to touch her skin (#1) might or might not have a sexual component in the child’s brain, I don’t know. (I would wonder if that child had previously been breastfed, for example.) A child ramming his head up under a woman’s chin (#2) also reminds me somehow of a young animal, like a calf or a goat, butting its mother in search of milk — but it’s even more obviously dangerous, as it could break a tooth or even a jaw.


    Either way, from the woman’s perspective, those actions are certainly beyond what she should have to put up with. So from a practical or even legal perspective, the institution might need to provide a second adult as backup: a strong helper available to physically subdue or restrain the child in order for the woman to do her work and still feel safe.


    Sorry, probably anyone who works in the field of autism is aware of things like that — but I’ll leave my brainstorming anyway, just in case it helps to see a sample discussion in English.

    #7Author hm -- us (236141) 25 Mar 26, 23:15
    Suggestionintrusive
    Comment

    Das Überschreiten der persönlichen Intimgrenze der Betreuerin würde ich nicht aufdringlich nennen, sondern zudringlich. Bei LEO ist die Schnittmenge der beiden das Adjektiv "intrusive".

    #8Author Cazmeron (1242400)  26 Mar 26, 00:26
    Comment

    Meine erste Assoziation zu aufdringlich war übergriffig (auch wenn sich ein Kind des Übergriffs natürlich nicht bewusst ist und zudringlich tatsächlich besser passt). LEO hat für übergriffig invasive und intrusive. Ich habe mich als Nichtmuttersprachler erst mal zurückgehalten, aber mit #2 und #8 schließt sich für mich der Kreis.

    #9Author Goldkatze (2293039)  26 Mar 26, 00:42
    Comment

    For me, ‘intrusive’ is associated more with mental or emotional prying, asking too many questions, seeking personal or private information. I don’t associate it with hands-on physical disruption / disturbance / harassment.


    Is there a word like ‘handgreiflich,’ or did I just imagine it?


    Dictionary: handgreiflich


    Odd that LEO only has ‘palpable’ as a translation, but then more options under ‘handgreiflich werden.’

    #10Author hm -- us (236141)  26 Mar 26, 01:38
    Comment

    "Palpable" kenne ich als "greifbar" oder "konkret", aber laut DWDS sagt man dazu auch "handgreiflich". Im Sinne von "tätlich" hört man fast immer nur die Wendung "handgreiflich werden" (get rough), und das heißt jemanden körperlich attackieren.


    Hier wird auch übergriffig vorgeschlagen, aber das hat für mich einen moralisierenden Unterton, der nicht zu einem unschuldigen Kind passt. Die Betreuerin hat ja grundsätzlich kein Problem damit, dass ein autistisches Kind körperliche Nähe sucht, es geht ihr nur die Art des Körperkontakts zu weit. Zudringlich drückt nach meinem Gefühl eher das "zu Leibe rücken" aus Betreuersicht aus, übergriffig dagegen den erhobenen Zeigefinger ("so etwas tut man nicht").


    Wenn mental or emotional prying das Kriterium für "intrusive" ist, dann entspricht das dem "aufdringlich".

    #11Author Cazmeron (1242400) 26 Mar 26, 03:10
    Comment

    Mein Satz war ein Angebot für eine Umschreibung.


    Das war mit


    "Übersetzen könnte man: Das Kind zeigt übersexualisiertes Verhalten."


    dann nicht ideal ausgedrückt. Ich stimme auch der Umschreibung inhaltlich eher nicht zu, aber dass das keine Übersetzung ist, sind wir uns vermutlich einig. Statt seufzen vielleicht einfach schreiben, dass man das falsche Wort erwischt hat - es kommt ja so selten nicht vor, dass jemand versehentlich in der falschen Sprache unterwegs ist.

    #12Author Gibson (418762) 26 Mar 26, 03:12
    Comment
    Die Bandbreite des Autismusspektrums ist riesig, s. auch:

    https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz...

    "Autismus-Spektrum-Störungen sind tiefgreifende Entwicklungsstörungen, die u.a. durch ein reduziertes Interesse an sozialen Kontakten sowie einem reduzierten Verständnis sozialer Situationen gekennzeichnet sind. Zudem liegen auch sprachliche Besonderheiten und Einschränkungen, vor allen der Sprachentwicklung, aber auch der pragmatischen Anwendung von Sprache vor. Innerhalb der Autismus-Spektrum-Störungen gibt es unterschiedliche Symptome, Ausprägungen und Schweregrade. Zwar sind diese Erkrankungen bis heute nicht ursächlich behandelbar, es können jedoch durch gezielte Therapie die Beeinträchtigungen in der sozialen Interaktion reduziert werden..."

    Gerade stelle ich mir MarBert mit einer Tüte Popcorn in der Hand vor, was die Diskussion betrifft. Mehr Kontext und mehr Informationen zum konkreten Fall wären wirklich hilfreich. Solange wir nichts über Ausprägung und Schweregrad wissen, rate ich zu einer neutralen Formulierung mit ' verb + physical space'.
    #13Author Ludwisch Wittjenstein (3139602)  26 Mar 26, 08:36
    Comment

    Hmmm ... ist das nicht auch eine Frage der Perspektive ? Für die betroffene Person oder auch für Außenstehende mag so ein Verhalten "(über-)sexualisiert" wirken, für das Kind ist das möglicherweise nur der Ausdruck eines - für es - normalen Verhaltens seiner Entwicklungsstufe ... nicht notwendigerweise bewusstes Vorgehen, ähnlich wie bei einem nur wenige Wochen oder Monate alten Säugling ...

    ... eine Wortwahl wie "aufdringlich" (re OP) halte ich da für eher angemessen ...



    Eine Wortmeldung des OP halte ich auch unbedingt für nötig ...

    #14Author no me bré (700807) 26 Mar 26, 08:46
    Comment
    Zu #13

    1. "Entwicklungsstörungen" (s. Zitat) würde ich das nicht nennen, eher Besonderheiten in der Entwicklung.

    2. Z.B. transgress/ break physical boundaries enthält m.E. wenig Moralin, da es den Vorgang in den Fokus rückt. Was im Kind vorgehen könnte und in welchem Bereich des Spektrums es sich befindet (s. #13), wissen wir bis jetzt nicht.
    #15Author Ludwisch Wittjenstein (3139602)  26 Mar 26, 09:06
    Comment

    Zu #13

    1. "Entwicklungsstörungen" (s. Zitat) würde ich das nicht nennen, eher Besonderheiten in der Entwicklung.


    I would also not speak of Erkrankungen (in the same quotation).

    #16AuthorHecuba - UK (250280) 26 Mar 26, 10:22
    Comment

    MarBert?




    #17Author hm -- us (236141) 26 Mar 26, 10:24
    Comment
    #16
    +1

    #17
    +1
    #18Author Ludwisch Wittjenstein (3139602) 26 Mar 26, 10:27
    Comment

    These aren't so much translations as descriptions of the behaviour


    • inappropriately/excessively clingy
    • inappropriately/excessively physical
    • inappropriately/excessively touchy-feely
    • Inappropriately/excessively demonstrative


    ...where 'inappropriately' obviously describes the speaker's moral judgement on the nature of the touching, and 'excessively' just describes the quantity of it.


    Like hm--us in #7 I don't like 'invasive' on its own here; 'invasive' sounds too medical or scientific for me. I associate it with 'invasive species', 'invasive treament', 'invasive procedure'. I wouldn't use it of behaviour, and especially not of a child.


    I don't like 'intrusive' either, for the same reasons hm--us gives in 10. My first association with the word 'intrusive' is 'intrusive thoughts' (as in OCD).

    #19Author papousek (343122) 27 Mar 26, 12:14
    Comment

    #19 +1


    Diese Vorschläge passen zu dem, was ich unter normverletzend verstehe (s. #6). Sogenannte "neurotypische" Kinder entwickeln in der Regel schneller ein Verständnis sozialer Situationen und Normen (s. #13). Fehlt ein solches Verständnis, was bei Neurodiversen der Fall sein kann, kann dies als aufdringlich empfunden werden. Je nach Wertung also als inappropriately/excessively + adj.

    #20Author Ludwisch Wittjenstein (3139602)  27 Mar 26, 13:14
    Comment

    #13, Wittgenstein: Die Bandbreite des Autismusspektrums ist riesig


    Ein beliebter Spruch eines mit mir befreundeten Psychologen ist: "Kennste einen Autisten, kennste einen Autisten."

    #21Author Jesse_Pinkman (991550) 28 Mar 26, 11:47
    Comment
    Kennste einen Neurotypischen, kennste einen Neurotypischen. ;-)
    #22Author Ludwisch Wittjenstein (3139602) 28 Mar 26, 15:18
    Suggestioninsistent or demanding
    Comment

    #19 As you say, your suggestions aren't so much translations as descriptions of the behaviour. And they're therefore somewhat unnecessary because the source text goes on to describe this behaviour in detail.


    It seems to me as if this translation problem has several parts:


    1. Does the source text use aufdringlich appropriately in the context of an autistic child's behaviour? If not, should the translation maintain this usage?


    2. We first need a translation of aufdringlich. This doesn't. of itself, mean clingy, physical, touchy-feely, demonstrative, tactile or similar. If the writer wanted to convey any of these impressions they should have chosen a different word. It's meant to convey an impression of someone pushing themself onto someone else in an annoying, irritating or inappropriate way and often has a sexual connotation. Although the translations in Leo are not incorrect in particular contexts, none of them appears appropriate in that of a child's behaviour.


    The first thing that came to my mind was demanding; the first entry in my Collins D-E dictionary in respect to people is insistent. I suggest that insistent is probably the usual translation of aufdringlich in the context of interpersonal relationships but I wonder whether its sexual connotation is misplaced in the context of an autistic child's behaviour, hence also my concern about the appropriateness of aufdringlich.


    I think someone writing in idiomatic English about the child's behaviour would have chosen words that lacked this sexual connotation, words like physical, tactile or clingy, perhaps modifying them with excessively or inappropriately. But that's not what the German wrote!


    3. Personally, I'd go with demanding or insistent, with, despite my reservations, a slight preference for insistent because it sets up the following sentence. The translation of the following sentence makes it clear what the behaviour actually is.

    #23Author FernSchreiber (1341928)  30 Mar 26, 10:09
    Comment

    because the source text goes on to describe this behaviour in detail.

    Es liegt noch immer keine Quelle vor.

    MarBert?


    Frage Nr. 1 habe ich mir auch gestellt, deshalb hätte ich gerne mehr von MarBert erfahren.

    MarBert?


    Zu Nr. 2

    https://www.dwds.de/wb/aufdringlich

    aufdringlich

    Bedeutung


    zudringlich, lästig


    Bedeutungsverwandte Ausdrücke

    aufdringlich · belästigend · distanzlos · normverletzend · tabubrechend · zudringlich · übergriffig ● grenzverletzend fachspr. · grenzüberschreitend fachspr.

    aufdringlich · dramatisierend · dramatisiert · marktschreierisch · plakativ · reißerisch

    aufdringlich (Geruch, Duft) · dominant · durchdringend · in die Nase stechen(d) · intensiv · penetrant · sich vordrängen(d) · stark ● alles andere überdecken(d) variabel · wie ein siebenstöckiges Freudenhaus ugs., scherzhaft

    auffällig · grell · ins Auge fallend · ins Auge stechend · knallig · plakativ ● frech (Farbe, Design) fig. · in die Augen springen(d) fig. · schreiend fig. · aufdringlich geh., fig.



    Aufdringlich kann sich auf die physische Ebene beziehen, muss es aber nicht.

    If the writer wanted to convey any of these impressions they should have chosen a different word. Nicht zwangsläufig.


    MarBert?



    Solange MarBert nicht antwortet:

    #23, Nr. 3

    +1


    #24Author Ludwisch Wittjenstein (3139602)  30 Mar 26, 11:46
    Comment

    #24 because the source text goes on to describe this behaviour in detail.


    By which I meant: Dieses autistische Kind will immer ihre Brüste anfassen, ihr Gesicht ablecken, oder steckt seine Hände unter ihren Pullover und will ihren Bauch streicheln.


    

    #25Author FernSchreiber (1341928) 30 Mar 26, 11:53
    Comment

    Schon klar, dass du diese Zusatzinformation meinst, aber was eben fehlt ist:

    • Quelle
    • Zitat
    • Hintergrundinformationen zum Kind, um einordnen zu können, was genau mit aufdringlich gemeint ist, s. auch Bedeutung und bedeutungsverwandte Ausdrücke in #24.

    MaaaaaaaaarBert!


    Insistent oder demanding find ich klasse, weil es wie aufdringlich mehrere Deutungen zulässt.

    #26Author Ludwisch Wittjenstein (3139602)  30 Mar 26, 12:01
    Comment

    Ich habe kein Problem mit "aufdringlich" im OP.

    #27Author Gibson (418762) 30 Mar 26, 15:12
    Comment

    Hat niemand. Wir suchen halt nur nach einer angemessenen Übersetzung für MaaaaaarBert!

    Wie würdest du es ohne weitere Infos von MaaaaaarBert übersetzen?

    #28Author Ludwisch Wittjenstein (3139602)  30 Mar 26, 15:36
    Comment

    'Übergriffig' finde ich durchaus passend, wenn die persönliche Grenze überschritten wird bzw. jemandem etwas zu weit geht. Es ist die Perspektive der Betreuerin, um die es in diesem Fall geht.

    #29Author corbie (745439) 30 Mar 26, 16:47
    Comment

    #29 'Übergriffig' finde ich durchaus passend


    It's a nice German word but we're looking for an English one that means the same as aufdringlich.

    #30Author FernSchreiber (1341928) 30 Mar 26, 17:18
    Comment

    Dies würde bedeuten, dass die Betreuerin bei einem autistischen Kind, dessen Alter wir nicht kennen, von intendiertem Verhalten ausgeht.

    #30 war eben noch nicht da.

    #31Author Ludwisch Wittjenstein (3139602)  30 Mar 26, 17:19
    Comment

    #30: Mir ging es um die Bedeutungsnuance des Aufdringlichen.

    #32Author corbie (745439) 30 Mar 26, 19:38
    Sources

    https://www.collinsdictionary.com/dictionary/...

    overfamiliar in British English

    adjective

    1. 

    excessively friendly, informal, or intimate

    2. 

    too well-known or easily recognized


    Comment

    Vielleicht passt ja overfamiliar, von der Beschreibung her würde ich es nicht ausschließen wollen.

    #33Author buttermaker (826321) 31 Mar 26, 02:59
    Comment

    Vorschlag #33 klingt für meine Ohren nach Euphemismus.


    Zitat OP

    (Teil 1) Die Betreuerin hat kein Problem damit, dass ein autistisches Kind körperliche Nähe sucht, aber es geht ihr zu weit. Das Kind ist zu aufdringlich. Dieses autistische (Teil 2) Kind will immer ihre Brüste anfassen, ihr Gesicht ablecken, oder steckt seine Hände unter ihren Pullover und will ihren Bauch streicheln.


    Isoliert betrachtet lassen die Informationen in Teil 2 eine Deutung von aufdringlich im Sinne von zudringlich (vgl. DWDS #24) oder übergriffig zu. Teil 1 ist dagegen lückenhaft. Über das Alter und den Entwicklungsstand des Kindes wissen wir nichts. Ist das Kind altersmäßig in der frühen, der mittleren oder der späten Kindheit? Auch über Art und Ausprägung der Autismus-Spektrum-Störung wissen wir nichts. Manche Menschen mit einer ASS haben in bestimmten Bereichen kognitive Beeinträchtigungen. Wie stark ist das Kind im Bereich soziale Kompetenzen beeinträchtigt? Ist es möglicherweise intelligenzgemindert? Es hängt also vom Entwicklungsstand des Kindes und von der Art und Ausprägung der ASS ab, ob sich die Handlungen des Kindes als intendiert einordnen lassen. Eine spezifisch geschulte Betreuungsperson dürfte einschätzen können, ob intendiertes Verhalten vorliegt oder nicht. Falls nicht, würde die Betreuungsperson das Verhalten des Kindes als unangenehm herausfordernd betrachten, s. auch lästig (DWDS #24) bzw. demanding, s. #23 Nr. 3.


    Unsere Bitten, die Lücken in Teil 1 zu schließen, erreichen MarBert nicht. Solange sie nicht geschlossen werden, lasse ich diesen Faden ruhen.




    #34Author Ludwisch Wittjenstein (3139602)  31 Mar 26, 11:21
    Comment

    Not to be difficult, but who knows — maybe MarBert is taking care of an autistic person?


    In the meantime, I wonder if anyone else would be interested in reading this story about a young California man who is autistic and nonverbal, but apparently a college graduate and an author.


    https://www.theguardian.com/books/2026/mar/28...


    #35Author hm -- us (236141) 31 Mar 26, 11:32
    Comment

    #33, #34 I think overfamiliar is very possibly something a BE person might say or write in this context but I also agree with Ludo that it's rather euphemistic. But, for all I know, aufdringlich might come across like that, too.


    I also think that it's just as likely to be understood in a social way as in a sexual one. I just happened to come across this use of it in today's Guardian:


    Oppong also suggested, the tribunal heard, that an older colleague would be a “good match” for Esteves: this was clearly a case of inappropriate over-familiarity.

    #36Author FernSchreiber (1341928) 31 Mar 26, 17:00
    Comment

    #33: Ich kenne mich nicht so gut aus, aber da/wenn das Kind nichts oder nicht viel dafür kann, erscheint mir ein overfamiliar nicht unbedingt als euphemistisch.

    #37Author BenatarsComrade (1182552) 31 Mar 26, 19:55
    Comment

    inappropriately physical

    physical in an inappropriate manner

    physical contact transgressing boundaries of accepted behaviour, even for a child

    #38Author Dues (1434129) 10 May 26, 21:03
     
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