"missing the forest through the trees" ist das exakte Gegenstück zum deutschen
"Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht";
und das angeführte Beispiel passt auch haargenau. Hier geht es um einen, der sehr wohl alle Informationen aufnimmt, aber sich zu sehr in Details verzettelt und das große Ganze (meist das Einfachere) aus dem Blick verliert. Dieser Kommentar fällt ab und an auch in einem Atemzug mit "Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht".
Auf der Leitung stehen" ist bildhaft zu sehen: hier kommt die Information gar nicht erst ans Ziel durch, weil an einer Stelle des Weges ein Engpaß die Weiterleitung blockiert (kann man sich sowohl neurologisch vorstellen "auf dem Axon stehen - Reizweiterleitung zur Synapse unterbrochen" oder mithilfe der Arteriosklerose, anhand des Kapillarsystems, beim Löschversuch eines Brandherdes, als kein Wasser mehr kommt u.v.m.) Es heißt also wörtlich: etwas nicht verstehen.
Nahezu immer ist dieser unangenehmen Situation eigen, dass der Erklärende bereits mehrere verschiedene Versionen von Erklärungen geliefert hat, deren Abstufungen sich durch immer stärkere Simplifizierung auszeichnen, und doch -
es "funkt" nicht! Die Steigerungsform hiernach also: etwas IMMER NOCH NICHT verstehen. Folglich kommt es gar nicht erst zum verbalen Ausdruck irgendeiner - ggf. fälschlichen oder zu kurzsichtigen - Hypothese, die das große Ganze übergeht, sondern lediglich zu einer offenen 'Klappe', die in weichen Wellen hin- und herschwappt synchron zum Kopfschütteln. "Ich komm' einfach nicht drauf" - "Ich versteh's immer noch nicht" - "Bei mir ist Funkstille" - "Es klingelt immer noch nicht" - "Ich kapier' überhaupt nix!" - "Ich hab irgendwie ein Brett vor'm Kopf!"
Manchen hier im Forum geht's so, nachdem sie die gewünschte Übersetzung bekommen haben, ein Beispiel für ein fassungsloses Eingeständnis siehe unter
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