Fugit, kann ich dir weiterhelfen, indem ich dich auf die fünf anderen LEO-Diskussionen zum „Trittbrettfahrer“ verweise, die du im Frz.-Dico nach Eingabe dieses Stichworts vorfindest?
Mein persönliches Resümee zur Übersetzung des Ausdrucks sieht bisher so aus:
[fig., péj.] la personne qui prend le train en marche (so bei Langenscheidt), le profiteur, l’imitateur, le resquilleur, le fraudeur.
Diese Zusammenstellung reicht m. E. aber nicht aus, die frz. Entsprechungen passen nicht spezifisch auf Nachahmungstäter bei Amokläufe bezogen (oben in #49 sehr gut umschrieben), sondern überwiegend im Zusammenhang mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Sinne des folgenden Wiki-Artikels:
„Das Trittbrettfahrerproblem (auch free rider problem) bezeichnet ein Problem kollektiven Handelns, das bei der Nutzung von Gemeingütern auftreten kann, wenn Wirtschaftssubjekte den Nutzen eines Gutes ohne Gegenleistung erlangen. Der Name leitet sich von einer Form des Schwarzfahrens bei Straßenbahnen ab, welche vorkam, als diese noch Trittbretter hatten.
Bei rein öffentlichen Gütern wie z. B. bei Straßenbeleuchtungen oder Deichen kann das Trittbrettfahrerproblem auftreten, wenn ein Ausschluss von der Nutzung solcher Güter nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich ist. Hierbei wäre zu erwarten, dass nicht alle Nutzer dieser Güter bereit wären, für deren Entstehungs- und Unterhaltskosten aufzukommen. Dies würde dazu führen, dass solche Güter nicht oder nicht in ausreichendem Maße von privaten Anbietern angeboten würden. Man spricht hier auch von einem Bereitstellungsproblem. Deshalb werden öffentliche Güter meistens vom Staat bereitgestellt und über Abgaben finanziert.“ (
http://de.wikipedia.org/wiki/Free-Rider-Problem )
Vielleicht kommt jetzt die Diskussion wieder in Gang und ein brauchbares Ergebnis auch für das LEO-Dico dabei heraus?