| Comment | Natürlich findet man diese Google-Treffer, weil Google eine Wortindexsuchmaschine ist und keine semantische Suchmaschine. Natürlich kommt "to whom it concerns" irgendwo in irgendeinem Zusammenhang vor, aber vermutlich in Fließtext und jedenfalls ist der Zusammenhang ein anderer, alles andere sind Fehler. 35.000 Treffer in Google sind nicht gerade viel (das 1000fache wäre viel). Vielleicht hilft es, die Trefferanzahl mit der von "to whom it may concern" zu vergleichen. Daß das "nur" 1.280.000 sind, dürfte den recht offensichtlichen Grund haben, daß nicht jeder sein Zeugnis ins Web stellt und das auch noch von Google gefunden und indiziert wird. Die 35.000 Treffer haben also rein gar nichts mit dem Schverhalt zu tun, um den es hier geht. Der (geringe) mutmaßliche Rest, den es immer gibt, sind offensichtliche Fehler.
Als ich das erste Mal ein Schriftstück erhielt (war ein nordamerikanisches Schulzeugnis und zwar kein schlechtes, also keinesfalls seltsam), das mit "TO WHOM IT MAY CONCERN" überschrieben war, erschien mir das auch irgendwie seltsam und unwahrscheinlich, weil auf mich unpersönlich und abweisend wirkend. Aber das ist eben die unterschiedliche Kultur mit ihren anderen eingespielten Floskeln (es gibt bestimmt deutsche Floskeln, die genauso üblich sind, aber den Muttersprachlern anderer Länder unwahrscheinlich vorkommen).
Die Formulierung ist ein Standard und um von ihm abzuweichen, muß man schon wissen, welchen Grund man dafür hat und daß man damit etwas Angemessenes tut. Über ein deutsches Praktikums- oder Arbeitszeugnis würde man schließlich auch nicht eine andere Überschrift schreiben als die, die üblicherweise und bekanntermaßen da hingehört. Alles andere wäre schlicht seltsam und würde gewöhnlicherweise auch so ankommen. |
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