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    *cabas Barbès n.m. - die Polentasche, der Türkenkoffer

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    *cabas Barbès n.m. - die Polentasche, der Türkenkoffer fam.

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    le cabas Barbès

    -

    die Prekariatstasche

    hum.
    Examples/ definitions with source references
    Eben bei Karambolage (war wohl eine Wiederholung aus dem Jahr 2010) ging es um „le cabas Barbes“ - die Barbès-Einkaufstasche:

    „der Gegenstand: die Barbès-Einkaufstasche
    http://www.arte.tv/de/3108344,CmC=3108350.html

    „l'objet : le cabas Barbès
    Au milieu de l’éclatante vitrine du magasin Vuitton, il était là, prenant la pose comme le plus chic de tous les sacs créés par la maison : mon cabas Barbès, le fameux sac en plastique tissé que nous traînions négligemment de Barbès à Aulnay, de la France au Sénégal ! Je crois que j’ai bien failli m’évanouir quand j’ai découvert son prix : 1200 euros ! Vite, je suis allée faire un tour dans le quartier Barbès, au cœur du 18ème arrondissement de Paris pour m’assurer que mon "monde" était toujours en place. Fort heureusement, du magasin Tati à toutes les petites boutiques pas chères du boulevard Rochechouart, le cabas en plastique, mon cabas Barbès dit aussi "le sac Vuitton des immigrés" était toujours bien en place, vendu de 50 centimes à deux euros, en trois coloris et trois formats.
    Ce cabas Barbès serait un dérivé du fameux sac vichy rose et blanc créé dans les années 50 par les magasins Tati, les Galeries Lafayette des immigrés. Il se répand comme une traînée de poudre et immédiatement, il est contrefait avec un graphisme quasiment identique et vendu partout dans le quartier Barbès, d’où son nom. Vous ne pouvez pas imaginer combien adolescente j’avais honte de ce sac. Pour moi, c’était le cabas du pauvre, celui de l’immigré, un sac qui me renvoyait constamment à mon origine sociale. Il faut dire que c’est un sac de voyage extrêmement pratique : quasiment inusable, très solide, lavable en un coup d’éponge et surtout extrêmement léger ! … N’avez-vous jamais assisté à l’enregistrement d’un vol en partance pour un pays africain ? Le sac Barbès y règne en maître absolu. Il faut dire qu’il permet de gagner au moins cinq kilos sur une valise ordinaire, une aubaine pour détourner la limite drastique des 30 kilos autorisés. Couvertures chaudes, boîtes de Nescafé, sucre en morceaux, camembert Président, baskets Nike, c’est bien simple, vu de l’Afrique, le cabas Barbès est une sorte de papier-cadeau, une boîte magique apportant chaque année tous les trésors inaccessibles du monde occidental.“

    http://www.arte.tv/fr/3108344,CmC=3108350.html

    Ein sehr schöner und witziger Beitrag. Hier kann man den Film sehen:
    http://www.elsaperry.com/

    Hier gibt es Bilder:

    http://www.google.de/search?q=cabas+barbes&hl...
     
    Und hier gibt es noch mehr Französisches zum Thema:

    „Le cabas Barbès
    Barbès est l’un des quartiers les plus populaires de la capitale et où il n’est pas rare de trouver des contrefaçons de grandes marques. Monogrammes exclusifs « made in China », en banane ou en casquette, les marques de luxe sont contrefaites et des imitations plus ou moins grossières et bien souvent grotesques sont vendues à la sauvette. Marc Jacobs a-t-il voulu réagir, non sans humour, à ce phénomène ? Voici l’une de ses dernères créations pour Louis Vuitton: le cabas en toile Barbès, collection printemps/été 2007. Son prix ? 1 200€ et aucun doute sur ce sac, il est bien authentique, encore que sa toile s’inspire très (trop ?) largement des sacs des quartiers populaires… Et maintenant, qui imite qui ?!“
    http://www.madmoizelle.com/le-cabas-barbes_20...

    Comment
    Nun sieht man auch in Berlin diese Taschen überall da, wo Leute mit (sagen wir: nicht-rheinischem) Migrationshintergrund wohnen. Die Taschen werden natürlich nicht in Paris gekauft – weder bei Louis Vuitton noch bei Tati –, sondern „beim Polen“ oder „beim Türken“ um die Ecke und heißen folgerichtig „Polentasche“ oder „Türkenkoffer“:

    "wo kann ich einen 'Türkenkoffer' kaufen
    Von: b r ο t h е r - t , Frage gestellt am Di, 8. Jul 2008
    Hallo,
    ich suche eine Möglichkeit einen "Türkenkoffer" zu kaufen.
    Ich meine das nicht abwertend, leider kenne ich nicht die korrekte Bezeichnung.
    Was ich suche sind dies Art von Plastiktaschen mit Reissverschluss, die manche Leute auf dem Flughafen bei sich haben. Meist sind sie karriert.
    Ich wohne im Raum Wiesbaden. Wenn also jemand weiss
    1) wo man soetwas kaufen kann
    oder
    2) wie die richtige Bezeichnung ist
    Danke ich schonmal im voraus.
    Gruß
    brother-t
    PS: ich finde die Taschen ideal zum verreisen, wenn die Frau dabei ist. Man(n) kann sie leer mitnehmen, die Frau kauft im Urlaubsland ein, dann hat der Mann eine Chance die Einkäufe zu verpacken ....

    (Antwort:)
    Sach- und Problemlage erkannt.
    Du bekommst diese grossen Taschen (sie sind aus beschichtetem Gewebe und nicht aus Plastik - dieses würde reissen) mit Reissverschluss beim Türken, soll heissen bei diesen türkischen Gemischtwarenhändlern (Geschäfte). Das ist kein Witz.

    (noch eine Antwort:)
    es gibt doch meistens in Bahnhofsnähe so Mischmasch-Läden wo man Handy-Oberschalen, Billigporzellan, Batterien, Billig-Elektrogeräte und sowas kaufen kann. Das nennt sich manchmal "Import-Export"-Geschäft. Da würde ich suchen.
    Ich habe hier so eine Tasche in einem afrikanischen Laden gefunden. Sind wirklich praktisch, die Dinger. Und billig."

    http://www.wer-weiss-was.de/theme101/article4...

    http://www.patin-a.de/shop/USER_ARTIKEL_HANDL...

    Hier ein paar Bilder für Polentaschen:
    http://www.google.de/search?q=polentaschen&hl...

    „Die Polentasche
    Diese Tasche ist überall. Aus unkaputtbarem Plastik gefertigt und mit signifikantem Karo-Muster bedruckt, findet sich die ”Polentasche“, wie sie in Deutschland gerne politisch leicht unkorrekt genannt wird, als tragbarer Wäschekorb in der Studenten-WG, als Logistik-Device halblegaler Kleinstökonomien auf den Floh- und Schwarzmärkten dieser Welt und als Billigkoffer der Migration an den Grenzübergängen zwischen der ersten Welt und dem Rest.
    Im Frühjahr 2007 hat Marc Jacobs, Chefdesigner beim Taschen-Primus Louis Vuitton, eine Deluxe-Variante der globalen Prekariatstasche herausgebracht – im Kofferformat, mit stilechtem Karo, aus feinstem Leder und mit aufgedrucktem LV-Logo in Passstempel-Manier. Das macht Sinn, denn auf Vuitton-Taschen kann man sich überall einigen. Auf der Upper East Side genauso wie auf dem Pekinger Vorstadt-Flohmarkt."
    http://de-bug.de/mode/archives/1330.html

    Selbstverständlich gibt es auch in Deutschland ein paar Kreative, die aus dieser Tasche Mode machen:
     
    „Mode für GrenzgängerInnen orientiert sich einerseits konkret am Thema'Reisende/Flüchtende' und verarbeitet deren klischeehaft typischen Muster und Materialien, wie zb die der karierten 'POLENTASCHEN'.
    Andererseits spielt Mode für GrenzgangerInnen mit der geschmacklich begrenzten Vorstellung von Anziehbaren. So bedruckt Goodluck-Drucklook Stoffe und Kleider mit 'Polentaschenkaro' und imitiert es, spielt damit, und so entstehen zb. Herrenrippstrickunterhosen mit Badeoberteilen zu absurden Strandanzügen, oder schneidert aus den Stoffen Kleider, die die Grenze des Tragbaren austesten.
    MILCH vervielfältigt die bereits allgegenwärtigen Polentaschen ins fast unerträglich grenzenlose und produziert daraus Hüte, Rucksäcke, Gürteln und sonstige Mode. Derart gekleidete Reisende können so inmitten ihrer Taschen tadellos getarnt jede grenze "uberschreiten. Das Thema der Tarnung setzt MILCH dann auch in besprayten Gras-Kleidern fort."
    http://gegenalltag.at/2_3_archiv.html

    Vom "Türkenkoffer" zur Tüte de luxe
    Wenn sich Berliner Schneiderinnen, Designerinnen und Modemacherinnen zusammensetzen, die in den verschiedensten Ländern groß geworden sind, dann darf man modische Vielfalt erwarten. …
    Ein Produkt in verschiedenen Formen und Farben hat bereits viele Abnehmer gefunden: die Tüte de luxe. Sie ist aus dem Material der Taschen gefertigt, die im Volksmund als Türkenkoffer oder auch als Polentasche bekannt sind. Das Material, die Geschichte der Tasche und das innovative Design sollen eine neue Identität schaffen. Im Saalbau Neukölln ist die "Tüte de luxe" in den Ausführungen "Belgrad", "Paris", "Caracas", "Istanbul" und "Berlin" zu haben, etliche Exemplare sind bereits verkauft worden. Die Preise liegen zwischen 20 und 35 Euro.

    http://www.morgenpost.de/printarchiv/bezirke/...

    Hier heißen sie umgekehrt "Türkentaschen" und "Polenkoffer":

    "Man nennt sie „Türkentaschen“ oder „Polenkoffer“, es gibt sie verschiedenfarbig, kariert und in unterschiedlichen Größen für Umzug, Einkauf oder andere logistische Zwecke. Sie sind reißfest, winddicht, wasserabweisend und für ein, zwei Euro fast überall zu kriegen. Jeder kennt die praktischen, namenlosen Plastiktaschen, die trotz all ihrer positiven Eigenschaften mit einem rassistischen Stigma behaftet sind. Dem Berliner Künstler Manfred Kirschner ist das besonders im emigrantenreichen Kreuzberg aufgefallen. „Türkentasche“ oder „Polenkoffer“ – der Name ist eng mit seinen hauptsächlichen Benutzern verbunden. Also haben Manfred Kirschner und Jens Engel die negativ besetzten Beutel aus ihrem Zusammenhang gelöst, zwei Maßanzüge aus dem Material geschneidert und in die Welt der Couture überführt. Das Modevideo mit dem Titel „Integration#1“ wird bei „folk-artNOW!“ gezeigt.

    http://www.folk-artnow.de/folkartnow_1/manfre...

    Ganz interessant auch dieses Projekt (auch wenn "sac maghrébien" in jeder Hinsicht schlecht recherchiert ist):

    „Das Stück „The Fiddler on the Roof“ wurde unter Einbeziehung der persönlichen Migrationsgeschichten der beteiligten Schauspieler neu inszeniert. Dafür entwickelte raumtaktik ein flexibles, mobiles Bühnenbild mit einer Stadt aus „Häusern“, die aus den bekannten chinesischen Plastiktragetaschen entwickelt wurden. Diese Taschen sind weltweit verbreitet und in den meisten Ländern mit den jeweils ärmsten Einwanderern assoziiert: in Deutschland werden sie „Polentasche“ genannt, in Polen den Ukrainern zugeordnet. In Frankreich heißen sie „sac maghrebian“, in Hongkong „Philippino-Bags“. Als Häuser einer imaginären Einwanderungsstadt stehen sie bei matchmaker matchmaker für Identität, Zuhause, Mobilität, Migration und Armut gleichermaßen.“
    http://www.raumtaktik.de/projekte/matchmakerm...

    http://www.google.de/search?hl=de&sugexp=frgb...



    In Fernost sind diese Taschen übrigens nicht kariert, sondern blau-weiß-rot gestreift:

    http://www.julianeheise.de/docs/stripes.html

    Author idaia (592475) 15 Apr 12, 22:58
    Comment
    Sans "Karambolage", je n'aurais jamais connu ce terme-que j'avais d'ailleurs oublié depuis-
    #1Authorpatapon (677402) 16 Apr 12, 09:38
    Context/ examples
    Comment
    Mir war der Bergriff "Türkenkoffer" bislang wie oben beschrieben geläufig, als eine simple Plastiktüte aus dem Supermarkt oder einem Warenhaus, die nichts oder allenfalls ein paar Cent kostet. Offenbar hat sich da vieles getan. Die karierten Dinger aus Plastik habe ich bisher noch auf keinem Bahnhof oder Flughafen bewusst wahrgenommen.
    #2AuthorCeesem (719060) 16 Apr 12, 13:07
    Comment
    Wahrgenommen hatte ich das alles wohl schon einmal.
    Aber wie Ceesem kannte ich bisher den Türkenkoffer auch nur als simple Plastiktüte. Und der cabas Barbès war mir gänzlich unbekannt.
    #3AuthorYps (236505) 16 Apr 12, 14:40
    Comment
    Ich kenne die abfällige Bezeichnung "Türkenkoffer" nur für große Pappschachteln, was m.E. damit zusammenhängt, dass die armen Anatolier, die zum Arbeiten nach Deutschland kamen, ihre Habe nicht in Koffern, sondern in Pappschachteln verstauten, die mit Bindfäden verschnürt waren.
    #4Authormontefiasco (374669) 16 Apr 12, 18:41
     
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