Advertising - LEO without ads? LEO Pur
LEO

It looks like you’re using an ad blocker.

Would you like to support LEO?

Disable your ad blocker for LEO or make a donation.

 
  •  
  • Forum home

    New entry for LEO

    whistleblower - jmd. der falsche Machenschaften nach aussen bringt

    New entry

    whistleblower - jmd. der falsche Machenschaften nach aussen bringt

    Sources
    Examples/ definitions with source references
    “The Pentagon's most famous whistleblower is . . . hoping to get another chance to search for government waste”
    Comment
    One who reveals wrongdoing within an organization to the public or to those in positions of authority
    AuthorMarco Haas03 Mar 04, 13:50
    Comment
    @Marcö: LEO ist kein Lexikon, sondern ein Wörterbuch.
    Was wäre das deutsche Wort dafür (also keine reine Definition, wie du sie angeboten hast)? Erst dann gibt es einen "neuen Eintrag".
    #1AuthorGhol ‹GB›03 Mar 04, 13:59
    Comment
    Mal abgesehen davon, daß 'Machenschaften' alleine schon reichen, allenfalls werden sie durch 'übel' oder 'finster' näher bestimmt ...
    #2AuthorPeter <de>03 Mar 04, 18:27
    Suggestions

    whistle-blower

    -

    Whistleblower



    Sources
    Context/ examples
    "Der Whistleblower-Preis wird heute zum dritten Mal verliehen."

    "... Nachdenken über rechtliche Regelungen und institutionelle Vorkehrungen zum Schutz von Whistleblowern ..."

    "... Schaffung einer politischen Kultur des whistleblowing in Deutschland ..."
    Comment
    Angesichts der vielschichtigen Bedeutung dieses sehr bildlichen Ausdrucks ist ein deutsches Äquivalent offenbar nicht zur Hand, oder?
    #3AuthorPeter <de>03 Mar 04, 18:58
    Comment
    Ich meine mich daran erinnern zu koennen, dass Leute, die eben "whistleblowers" sind, umgangssprachlich "Radfahrer" genannt worden sind. Oder liege ich damit voellig daneben? Vielleicht ist das ja nur ein lokaler Begriff. Ob das so eingetragen werden sollte, weiss ich jetzt auch nicht. Oder ginge so was wie "Verpfeifer"?
    #4AuthorOliver <de/us>03 Mar 04, 18:58
    Comment
    Von den Verantwortlichen solch übler Machenschaften werden diese Whistleblower wohl als Nestbeschmutzer bezeichnet ......
    #5AuthorPfeifenbläser03 Mar 04, 19:03
    Comment
    Hi Oliver!
    Leider empfinde ich beide Vorschläge als falsch bzw. schief: Ein 'Radfahrer' buckelt nach oben, während er nach unten strampelt, ist also eine Mischung aus Arschkriecher und Despot, wohingegen beim 'Verpfeifer' (das Substantiv zu 'verpfeifen' begegnet mir allerdings hier zum ersten Mal) nur das Negative seiner Handlung gesehen wird, mit der er sich möglicherweise sogar Vorteile zu verschaffen sucht.
    Gerade das scheint mir das wesentliche Merkmal des Whistleblowers zu sein, daß er auf geheimgehaltene Mißstände, Lügen, Intrigen etc. aufmerksam machen will, um auf die damit verbundenen Gefahren für Mensch, Gesellschaft und Umwelt aufmerksam zu machen, einen Warnruf auszusenden (=to blow the whistle), dabei jedoch nicht scheut, die z.T. gravierenden persönlichen Konsequenzen auf sich zu nehmen.
    #6AuthorPeter <de>03 Mar 04, 19:13
    Comment
    @ Peter: Ja, wohl wahr. Jetzt frage ich mich natuerlich, ob man von der Tatsache, dass das Deutsche kein Wort fuer "Whistleblower" hat, irgendwelche gemeinen Rueckschluesse auf Deutsche ziehen kann. ;-)

    Nestbeschmutzer klingt ganz gut, aber, wie Pfeifenblaeser ja anmerkt, nur von einer ganz bestimmten Blickrichtung.

    Vielleicht wird Whistleblower ja irgendwann mal eingedeutscht. Pfeifenblaeser? Just kidding.
    #7AuthorOliver <de/us>03 Mar 04, 19:31
    Sources
    Context/ examples
    Idioms:
    blow the whistle Slang
    To expose a wrongdoing in the hope of bringing it to a halt: an attorney who blew the whistle on governmental corruption.

    The American Heritage® Dictionary of the English Language, Fourth Edition
    Copyright © 2000 by Houghton Mifflin Company
    Comment
    Interessanterweise charakterisiert das American Heritage Dict. das Verb als Slang.

    Ich denke, der Ausdruck kommt aus dem Bereich der Eisenbahner oder der Schiffahrt. Bei letzterer kenne ich zwar das Nebelhorn als Warnsignal, aber leider fällt mir dazu keine passende Redewendung ein.

    @Oliver: Sooo maliziös wollen wir doch jetzt nicht werden ?! <BG> Die Spiegelaffäre ('Bedingt abwehrbereit') liegt zwar schon eine kleine <hmmmm, hmmmm> Weile zurück, aber es hat sie immerhin gegeben (und FJS mußte gehen!). Wobei man natürlich streiten könnte, ob es nicht sozusagen berufliche Pflicht eines Nachrichtenmagazins ist, so etwas zu publizieren.
    #8AuthorPeter &lt;de&gt;03 Mar 04, 19:50
    Suggestions

    whistleblower

    -

    Aufdecker



    Comment
    Wenn man eine positive Konnotation haben will. Jemand, der einen Skandal, einen Übelstand aufdeckt.
    #9Authorminjong03 Mar 04, 22:30
    Comment
    @minjong: Ja, da muß eine gehörige Portion positiver Bewertung hinein (IMHO) und der Anfang ist gemacht!

    In 'Aufdecker' vermisse ich jedoch ein bißchen das Aufrüttelnde, die Warnung vor dem Treibenlassen, die im englischen Terminus eben so plastisch hervortreten. Außerdem gehört der whistleblower, so habe ich es bisher aus den Texten herausgelesen, offenbar immer dem 'Verein' an, den er mit seinen Enthüllungen bloßstellt.
    #10AuthorPeter &lt;de&gt;03 Mar 04, 22:47
    Comment
    my private brainstorming:
    Informant, Skandalenthüller, Rauchmelder

    Für das Verb "whistle-blowing" fällt mir "Alarm schlagen" ein, dazu fehlt aber leider das passende Substantiv - "Alarmschläger" klingt mir allzu gekünstelt.
    #11Authorjannek04 Mar 04, 00:21
    Suggestions

    whistleblower

    -

    Petzer


    Examples/ definitions with source references
    Am. Umgangssprache

    Comment
    whistleblowing = petzen
    #12Authorlubwich24 Oct 06, 07:27
    Suggestions



    Comment
    "petzen" ist aber auch sehr abwertend!
    #13Authord424 Oct 06, 11:12
    Suggestions

    whistleblower

    -

    Petzer


    Examples/ definitions with source references
    Comment
    siehe: whistleblower protection act

    Comment
    whistleblower ist in der Europäischen Auffassung negativ, keine Tugend. Whistleblower werden in den USA per Gesetz geschützt -> Whistleblower Protection Act, z.B. http://www.bsa.ca.gov/hotline/
    #14Authorlubwich24 Oct 06, 11:52
    Suggestions



    Comment
    re #13: Eben, und genau deswegen ist Petzer kein glücklicher Vorschlag - wie im übrigen durch die Beiträge bis #11 IMHO ausreichend belegt.
    #15AuthorPeter <de>, nicht eingeloggt24 Oct 06, 12:20
    Suggestions



    Comment
    Aufdecker (aus den eigenen Reihen)

    ist das Beste was mir bisher eingefallen ist, der Zusatz in der Klammer gehört aber auf jeden Fall dazu.
    #16Authord424 Oct 06, 18:08
    Suggestions



    Comment
    bitte #16 so lesen: die beste deutsche Entsprechung, die mir bisher eingefallen ist, ist...

    Ich bin durchaus auch wie Peter (#3) der Meinung, dass sich das Wort "Whistleblower" mittlerweile auch im Deutschen gut etabliert hat - eben weil es keine gute deutsche Entsprechung gibt, nehme ich an.
    #17Authord424 Oct 06, 18:38
    Suggestions



    Comment
    'Aufdecker' isn't bad, and jannek's suggestions might be worth another look (after a couple of years). As usual when there's no ideal solution, the best thing may be just to give more than one choice.

    Interesting that the German speakers all seem to associate whistleblowing with sounding an alarm. Maybe that's true, but I don't know any alarm that actually involves a whistle.

    I haven't yet found any evidence for this, but I always just assumed the word came from acting like a referee at a basketball or (American) football game, who blows the whistle to stop play when there's a foul. So a whistleblower in the figurative sense is someone who calls everyone's attention to a (possibly dangerous) violation of the rules, who makes it impossible to continue with business as usual until a penalty has been paid.
    #18Authorhm -- us (236141) 24 Oct 06, 22:38
    Suggestions



    Comment
    @hm: An der Vorstellung eines Schiedsrichters stört mich ein wenig, dass er explizit die Aufgabe hat, Verstöße zu entdecken und darüber hinaus sogar zu ahnden - er hat also so etwas wie eine Polizistenrolle. Der Whistleblower dagegen ist doch eher jemand aus den eigenen Reihen - quasi ein Spieler, der dem Schiedsrichter mitteilt, dass sich ein Mitspieler der eigenen Mannschaft grob regelwidrig verhält (und damit möglicherweise andere gefährdet).

    Aber eine schöne deutsches Entsprechung fällt mir leider auch nicht ein.
    #19Authorheinz25 Oct 06, 10:19
    Suggestions



    Comment
    ...und eine schöne deutsches Grammatik beherrsche ich offenbar auch nicht ;-)
    #20Authorheinz25 Oct 06, 10:20
    Suggestions

    ans (Tages-)Licht bringen


    Comment
    Dazu fällt mir aber leider kein noun ein

    Comment
    Dazu fällt mir aber leider kein noun ein
    #21Authorhilmi26 Oct 06, 10:44
    Suggestions

    W.

    -

    Meldestelle


    Examples/ definitions with source references
    -

    Comment
    Ich glaube auch, man kann's nicht übersetzen.
    Vielleicht:

    Meldestelle (für dolose Handlungen im Unternehmen)
    #22AuthorJockel31 Oct 06, 13:50
    Suggestions

    x

    -

    x


    Examples/ definitions with source references
    x

    Comment
    x
    #23Authorx31 Oct 06, 15:28
    Suggestions

    whistleblower

    -

    Missstandaufdecker


    Examples/ definitions with source references
    Mein Hirn
    Comment
    Ein echter whistleblower ist kein Petzer oder Nestbeschmutzer, sondern eine Person (es kann sich ja auch um eine couragierte Frau handeln) die einen Missstand aufdeckt. Misstandaufdecker entspricht meines Erachtens der Bedeutung eines "whistleblower".

    #24AuthorGiorgioS (243699) 07 Nov 06, 10:24
    Suggestions

    whistleblower

    -

    Missstandaufdecker / Missstandaufdeckerin



    Comment
    Da es ja nicht nur mutige Männer sondern auch Frauen gibt, müsste man auch die weibliche Form "Misstandaufdeckerin" ins Wörterverzeichnis aufnehmen.
    #25AuthorGiorgioS (243699) 07 Nov 06, 10:33
    Suggestions



    Comment
    GiorgioS,

    stimme Dir (weitgehend) zu. "Nestbeschmutzer" klingt ja auch eher informell. Bei einem Wistleblower handelt es sich hingegen (insbesondere bei amerikanischen Konzernen) um einen in der Regel offiziellen Stelleninhaber, der/die seitens der Geschäftsleitung eingesetzt wurde. An den Wistleblower können Misstände gemeldet werden daher auch mein Übersetzungsvorschlag "Meldestelle" oder "Meldestelle für Misstände".

    Unter einem "Missstandaufdecker" hingegen würde ich verstehen, dass dieser von selbst aktiv wird und nicht auf Meldungen seitens der Belegschaft wartet. Diese Aufgabe jedoch verfolgt eher die Interne Revision (Internal Audit), nicht jedoch der Whistleblower.

    #26AuthorJockel 07 Nov 06, 14:34
    Suggestions



    Comment
    GiorgioS
    Das Wort Missstandaufdecker existiert aber in dieser Form nicht als Hauptwort. Also kann es nur bei Lösungen wie "Aufdecker oder Anprangerer von Missständen im Pentagon" übersetzungstechnisch bleiben, so wie oben vorgeschlagen. Ansonsten bleibt nur noch, den Satz mit dem Namen zu erweitern: YC, der berühmteste/prominenteste Anprangerer von Missständen..... oder andere Lösungen ähnlich dieser Form.
    #27AuthorH.B.07 Nov 06, 14:40
    Suggestions



    Comment
    Soweit ich weiss ist ein whistleblower keine "Ombudsperson". Sinst wäre in den USA der "whistleblower act" nicht notwendig geworden, der die whistleblowers schützt.
    Siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Whistleblower:
    "A whistleblower is an employee, former employee, or member of an organization who reports misconduct to people or entities that have the power to take corrective action."

    An Jockel: Ein whistleblower ist eben gerade einer, der selber aktiv wird und einen Missstand anprangert. Deine Definition eines whistleblowers (als quasi offizielle Stell in einer Organisation) sehe ich zum ersten Mal und sie ist meines Erachtens falsch.

    An H.B. : Wenn es ein deutsches Hauptwort für "whistleblower" schon gäbe, wäre dieser Faden völlig überflüssig. Wenn jemand ein besseres und treffenderes Wort als "Misstandaufdecker" findet, springe ich nicht aus Enttäuschung aus dem Fenster. Aber ich habe noch kein treffenderes gesehen. Es braucht ja eben eine neue deutsche Wortschöpfung. Minjong hat mir da einen guten Steilpass gespielt. Ich finde dass ich das Tor nicht schlecht getroffen habe.


    A whistleblower is an employee, former employee, or member of an organization who reports misconduct to people or entities that have the power to take corrective action.
    #28AuthorGiorgioS (243699) 07 Nov 06, 15:47
    Suggestions



    Comment
    Hallo GiorgioS
    No offence meant. Ich akzeptiere die Definiton ja auch voll und ganz. Dennoch, obwohl es den Sinn trifft, ist Missstandsaufdecker als Übersetzungsvorschlag einfach nicht zu akzeptieren. Es geht ja nicht darum, ein Wort neu zu erfinden und zu bauen, sondern einen Begriff zu finden, der bereits im Sprachgebrauch verwendet wird.
    #29AuthorH.B.07 Nov 06, 16:22
    Suggestions



    Comment
    GiorgioS is right, a whistleblower is nothing to do with an ombudsman, which is apparently the person Jockel was thinking of.
    #30Authorhm -- us (236141) 07 Nov 06, 21:32
    Suggestions



    Comment
    Hallo H.B.:
    Sprache ist eine dynamische Angelegenheit. Es werden täglich neue Worte kreiert. Bisher habe ich noch keinen besseren und vorallem treffenderen Ausdruck für "whistleblower" gesehen. Wenn sich kein besserer Ausdruck findet, halte ich "Missstandaufdecker" für durchaus LEO-würdig. Der Begriff ist eine gute deutsche Entsprechung. Sollte sich ein besserer deutscher Ausdruck finden, werde ich deshalb auch nicht zum Alkoholiker.
    #31AuthorGiorgioS (243699) 08 Nov 06, 15:10
    Suggestions

    Entlarver


    Examples/ definitions with source references
    Habe nach dem "Misstandsaufdecker mal probeweise gegoogelt. Ergebnis: Null. Für den "Entlarver" dagegen gab es 11300 Suchergebnisse!


    Comment
    Aber nicht aus dem Fenster springen, GiorgioS! ;-))
    #32AuthorGoldmarie (243203) 08 Nov 06, 16:06
    Suggestions

    Entlarverin



    Comment
    Nachtrag: Die Entlarverin gab's nur 30-mal bei Google. Aber immerhin...
    #33AuthorGoldmarie (243203) 08 Nov 06, 16:10
    Suggestions



    Comment
    GiorgioS,

    Du hast recht! Ich habe mich in #26 vertan und habe da was total durcheinander gehauen. Der Whistleblower ist selbstverständlich nicht der Ombudsmann, sondern derjenige, dem die Misstände auffallen und der sich dann an einen Ombudsmann bzw. eine Vertrauensperson wendet (wenn vorhanden).

    Hier übrigens, was Wikipedia dazu sagt:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower

    Den dort verwendeten Begriff „Skandalaufdecker“ finde ich jedoch etwas überspitzt, nicht jeder Missstand ist gleich ein Skandal.

    Neben dem nach wie vor favorisierten Begriff "Missstandsaufdecker" möchte ich noch
    Informant und Hinweisgeber (für Misstände und Korruptionsfälle) anfügen.

    #34AuthorJockel08 Nov 06, 17:08
    Suggestions



    Comment
    Manche Begriffe lassen sich nun mal nicht mit einem Wort übersetzen.
    #35AuthorH.B.09 Nov 06, 10:59
    Suggestions



    Comment
    Liebe Goldmarie,
    "Entlarverin" ist auch nicht schlecht, ist aber meines Erachtens wie "Aufdecker" eine Spur zu wenig treffgenau. Man kann übrigens etwas entlarven oder aufdecken, das nicht negativ ist, z. B. eine Liebschaft (hoffentlich nicht eine von mir.

    Lieber H.B.,
    "Missstandaufdecker" oder "Missstandsaufdecker" zeigt doch das Gegenteil von dem was Du schreibst. Der Begriff sagt sher treffsicher, dass einer einen Missstand aufdeckt, was eben dem "Whistleblower" entspricht. Beim Whistleblower sagt ja auch niemand, dass er das wahrscheinlich in einer staatlichen Organisation und unter grösster Gefahr gefeuert zu werden und mit viel Zivilcourage tut. Gib Dir doch einen Stoss und stimme zu, dann haben wir was zu feiern, zusammen mit Goldmarie und Jockel und minjong, der mir mit seinem Vorschlag die zündende Idee geliefert hat.
    #36AuthorGiorgioS (243699) 09 Nov 06, 16:18
    Suggestions



    Comment
    Lieber GiorgioS, ich würde ja nur allzugerne zustimmen, kann aber nicht. Weil, es gibt das Wort Missstandsaufdecker in der deutschen Sprache so nicht. Hast du dieses Wort in irgend einer Zeitung oder einem Buch schon mal so gelesen? Sicherlich nicht. Und wie hört sich das an: X wurde als der größte Missstandsaufdecker seiner Zeit gepriesen... Das klingst einfach unmöglich. Ergo: man muß es anders in einen Satz packen. Und der darf dann auch gerne etwas länger sein. Ich möchte dir ja zustimmen, geht aber nicht. Aber ich möchte ja....
    #37AuthorH.B.09 Nov 06, 17:28
    Suggestions

    whistleblower

    -

    der Whistleblower (Informant)


    Examples/ definitions with source references
    Presseportal.ch: Der Whistleblower Paul van Buitenen ist Gewinner ...
    Der Whistleblower Paul van Buitenen ist Gewinner bei der Europa-Wahl - In drei Wochen erscheint sein Buch! Bild vergrößern. 11.06.2004 - 16:25 Uhr, ...
    http://www.presseportal.ch/de/story.htx?nr=10...

    BerliNews: Forscher mit Zivilcourage
    Der Whistleblower-Preis wurde von der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler ... Der Whistleblower-Preis wird seit 1999 alle zwei Jahre von der Vereinigung ...
    http://www.berlinews.de/archiv-2004/3768.shtml

    Weblication® CMS - Content Management, eGovernment by Scholl ...
    Ausländische Whistlebower-Gesetzgebungen sehen interne Meldeverfahren vor, bevor der Whistleblower an die Öffentlichkeit gehen darf. ...
    http://www.transparency.ch/wDeutsch/aktuelles...


    Comment
    Ich schließe mich Peter an.

    Ich möchte bezweifeln, dass das LEO-Team eine Wortneuschöpfung akzeptieren wird, zumal "der Whistleblower" seinen Weg ins Deutsche, zumal in der Wissenschaft, offenbar schon gefunden hat.
    #38AuthorDarwin (238614) 09 Nov 06, 17:35
    Suggestions



    Comment
    Wie wär es denn in die Richtung von
    Der bekannteste Aufdecker/Anprangerer von Missständen des Pentagons.....
    #39AuthorH.B.09 Nov 06, 17:36
    Suggestions



    Comment
    Lieber GiorgioS,

    ich bin mir ja nicht so ganz sicher, ob Du das, was Du schreibst, tatsächlich ernst meinst - aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus:

    Kein Wörterbuch - auch nicht LEO - kann einfach neue Wörter kreieren. Ein Wörterbuch ist ein Spiegel der Sprachpraxis - gegebenenfalls auch der Vergangenheit derselben - aber kein Werkzeug, neue Wörter zu erfinden oder einzuführen.
    Neue Wörter einer Sprache können sich nur aus dem tatsächlichen Gebrauch ergeben.

    Ende der 90er Jahre hatte übrigens die Firma Lipton in Kooperation mit dem Duden-Verlag ein Preisausschreiben veranstaltet. Die Aufgabe war, ein Wort für das Gegenteil von "durstig" zu erfinden (ähnlich dem Wortpaar "hungrig - satt").
    Sieger war ein 17-jähriger Krankenpfleger aus Hannover mit der Einsendung "sitt".

    Trotzdem hat sich nicht mal dieses neue Wort in der deutschen Sprache durchgesetzt.

    Ich habe das Wort "Missstandaufdecker" oder "Missstandsaufdecker" (bevor ich es in Deinem Beitrag gelesen habe) noch nie gehört oder gelesen. Nach meinem Verständnis geht es allen übrigen, die sich zu Wort gemeldet haben, genauso. Was Du möchtest, wäre also, das Wort künstlich zu "erschaffen". Das ist jedoch nicht möglich.
    #40AuthorUlrich05 (236177) 10 Nov 06, 01:08
    Suggestions

    Missstandsaufdecker(in)


    Examples/ definitions with source references
    Ulrich05 an GiorgioS:
    Was Du möchtest, wäre also, das Wort künstlich zu "erschaffen". Das ist jedoch nicht möglich.

    Comment
    Ich schlage mich jetzt auf die Seite von GiorgioS, da mein Vorschlag "Entlarver(in)" tatsächlich den Sachverhalt nicht genau trifft.

    Der Einwand von Ulrich05 et al. ist falsch: Neue Wörter dürfen erfunden werden, sind in der Vergangenheit auch zuhauf erfunden worden. Wie sonst sollte sich eine Sprache weiterentwickeln? Jedes neue Wort ist irgendwann einmal "zum ersten Mal" benutzt worden.
    #41AuthorGoldmarie (243203) 10 Nov 06, 09:53
    Suggestions



    Comment
    Lieber Ulrich05:
    Ich habe in meiner langen Zeit als Autor und Übersetzer von technischen Manuals für komplexe Anlagen und Geräte etliche Wörter kreiert, die vorher nicht existierten. Wenn in der Technik etwas erfunden wird, muss dafür in jeder Sprache zuerst ein Begriff gefunden werden. Als das Rad erfunden wurde, musste z. B. auch der Begriff "fahren" kreiert werden. Sonst müsste man das heute noch mit "rollend fortbewegen" umschreiben. Aber halt: Auch der Begriff "Rollen" war einmal neu.
    Wenn in einer anderen Sprache ein neuer Begriff auftaucht, ist es normal, dass man ein deutsches Wort dafür sucht. Goldmarie (ich liebe sie dafür)sieht das offenbar wie ich und wie viele andere. Wenn niemand ein neues Wort kreiert, bleibt entwickelt sich die Sprache nicht. Ich bin zwar kein Sprachpuritaner (mein Gott, gibt es dieses Wort schon?), aber ich finde dass wir schon genug Anglizismen (auch so ein neumodischer Begriff)in der deutschen Sprache benützen, die locker durch einen treffenden deutschen Ausdruck ersetzt werden könnten. Whistleblower mag vielen ein Begriff sein, von dem sie wissen, was er bedeutet. Aber ich wette, dass bedeutend mehr Leute deutscher Sprache nicht die geringste Ahnung haben, was Whistleblower bedeutet. Unter "Misstandaufdecker(in)" oder "Missstandsaufdecker(in)" kann sich jeder, welcher der deutschen Sprache mächtig ist, etwas vorstellen.
    Wenn dieser Begriff noch in keinem Buch aufgetaucht ist, dann nur deshalb, weil sich offenbar kein Autor die Mühe gemacht hat Whistleblower zu übersetzen, weil der Begriff angeblich nicht übersetzbar ist, was ich aber meines Erachtens widerlegt habe. Bei einem breitangelegten Sprachverständnis-Test, der nicht nur die geistige Elite umfassen dürfte, würde ich darauf tippen, dass keine 10% der Bevölkerung den Begriff Whistleblower richtig interpretiern könnten. "Misstandaufdecker(in)" hingegen ist klar verständlich. Ich bin der Meinung, dass man gerade in LEO neue Wörter die Sinn machen aufnehmen sollte. In der Kommunikation ist das Wichtigste, dass man vom Sinn her richtig verstanden wird, wenn man etwas sagt. Wird Whistleblower in deutschen Landen immer richtig verstanden?????? NEIN!!!. Kann man "Missstandaufdecker(in)" verstehen? JA!!!
    Ob man dan Missstandaufdecker oder Missstandsaufdecker schreibt, darüber können sich dann die Sprachgelehrten (die man bezüglich der neuen deutschen Rechtschreibung manchmal auch als Sprachgeleerte bezeichnen könnte)streiten. Ich würde der ersten Form den Vorzug geben. Sie hat einen Buchstaben weniger, was die Effizienz beim Schreiben erhöht.
    #42AuthorGiorgioS (243699) 10 Nov 06, 11:47
    Suggestions



    Comment
    Danke für die Blumen, GeorgioS, und:
    Gut gebrüllt, Löwe!
    #43AuthorGoldmarie (243203) 10 Nov 06, 12:57
    Suggestions



    Comment
    Ich denke, hier kommen doch gewisse kulturelle Unterschiede zum Tragen. Im Deutschen ist das "Whistleblowen" doch eher negativ besetzt. Daher gibts auch eine Menge negative Bezeichnungen, z.B. Petzer, Denunziant etc.
    Im Amerikanischen scheint das nicht so zu sein. Mir ist erst kürzlich in USA ein Schild an einer Raststätte aufgefallen, das Autofahrer dazu aufforderte, betrunkene Fahrer der Polizei zu melden, die Telefonnummer war auch gleich mit angegeben.
    #44Authorhanswurst13 Nov 06, 16:43
    Suggestions



    Comment
    Der Begriff "Whistleblower" ist nur dann negativ besetzt, wenn er falsch interpretiert wird. Schon deshalb wäre mein Vorschlag "Missstandaufdecker" in LEO wichtig und richtig. Ein Missstandaufdecker kann schwerlich negativ gesehen werden. Wenn er nämlich nicht einen Missstand aufdeckt, sondern dumm hinten herum schwatzt, dann ist er ein Petzer, Anschwärzer, Mobber usw.. Gegen jemanden, der einen echten Missstand aufdeckt kann doch niemand ernsthaft etwas Negatives sagen. Es sei denn, er will denn Missstand unter dem Deckel halten.
    #45AuthorGiorgioS (243699) 13 Nov 06, 18:31
    Suggestions



    Comment
    GiorgioS, Giorgio, wie lange willst du dieses Spiel noch so betreiben. Ich habe nachgeschaut, du bist aber immer noch nicht mit dem Neuwort Missstandsaufdecker in das Duden-Repertoire aufgenommen worden. Also, gib endlich nach, gestehen den Fehler ein, und wir alle werden dich danach in Ruhe lassen. Das ist doch ein Angebot, oder??
    #46AuthorH.B. (213580) 13 Nov 06, 19:15
    Suggestions



    Comment
    Was ist eigentlich aus dem Begriff Singvogel geworden? In den Sidney Sheldon Romanen und auch bei Simmel ein gern verwendeter Begriff...
    #47AuthorSeute Deern14 Nov 06, 10:50
    Suggestions



    Comment
    H.B.: Einen guten Vorschlag zu machen ist nie ein Fehler. Diesen als Fehler zu qualifizieren schon eher, besonders wenn man keinen besseren Vorschlag bringt. Der Duden ist übrigens kein sprachlicher Vorreiter, sondern bildet die Sprachentwicklung ab. Ich halte nach wie vor an meinem Vorschlag fest. Für "Spielchen" ist das LEO-Forum nicht der richtige Ort und auch die Zeit wäre mir dafür zu schade. Da die Duden-Redaktion meinen Vorschlag noch nicht kennt, kann mein Vorschlag auch noch nicht in den Duden aufgenommen worden sein.
    Bis ein neues Wort in den Duden aufgenommen wird, brauchen wir es vielleicht ohnehin nicht mehr.
    Ich würde vorschlagen, dass Du, wenn Du keinen konstruktiven Beitrag leisten kannst, Deine Kommentare einfach unterlässt.
    #48AuthorGiorgioS (243699) 14 Nov 06, 11:10
    Suggestions



    Comment
    Ich finde das dem Begriff "Missstandsaufdecker" jegliche sprachliche Eleganz fehlt. Er ist holprig und unbeweglich. Schon allein deshalb kann ich mir noch vorstellen, dass er den Weg in den allgemeinen Sprachgebrauch findet.
    #49AuthorDon14 Nov 06, 12:07
    Suggestions



    Comment
    GiorgioS
    Es sind weitaus bessere Vorschläge gemacht worden. Nur hast du es noch nicht zur Kenntnis genommen. Also, bitte, erspare uns nun diesen Faden und weitere Wortschöpfungen. Die bringen nichts.
    #50AuthorH.B.14 Nov 06, 12:13
    Suggestions



    Comment
    Don:
    Geht es um die Eleganz, oder um das Verstehen? Tatsache ist nach wie vor dass Whistleblower von sehr vielen Leuten nicht verstanden und falsch interpretiert wird.
    #51AuthorGiorgioS (243699) 14 Nov 06, 14:46
    Suggestions



    Comment
    Lieber GiorgioS:

    Ich kann und will Deiner ausführlichen Tirade durchaus nicht in allen Punkten widersprechen. :-)

    (Soll heißen: ich finde, dass Du in einigen Punkten durchaus recht hast)

    Fakt bleibt dennoch:

    Leo ist ein Wörterbuch und als solches ein Spiegel des bestehenden Wortschatzes der (jeweiligen) Sprache.

    Deine Wortschöpfung "Missstandsaufdecker" oder "Missstandaufdecker" ist nach Stand der Diskussion kein im deutschen Sprachschatz existierendes Wort (auch ich habe es hier zum ersten Mal gelesen).

    Nach meinem Verständnis ist es von den Betreibern von LEO nicht vorgesehen, das LEO-Wörterbuch dazu zu benutzen, neue, bisher nicht existierende Wörter einzuführen oder deren Einführung zu unterstützen.

    Solltest Du diese meine Interpretation anzweifeln, so wende Dich bitte mit einer entsprechenden Frage im Forum "Betrifft LEO" an das LEO-Team mit der Bitte um eine klärende Antwort.

    Bevor Du diesen Schritt tust, halte ich jede weitere Diskussion Deines Vorschlages für Zeitverschwendung.
    #52AuthorUlrich05 (236177) 14 Nov 06, 19:32
    Suggestions



    Comment
    @Goldmarie:

    Wo liest Du aus meinen Zeilen heraus, ich sei der Meinung, neue Wörter dürften nicht "erfunden" werden?

    Ich habe lediglich festgestellt, dass es nicht Aufgabe eines Wörterbuchs sein kann, neue Wörter zu kreieren oder "einzuführen". Ein Wörterbuch ist ein Spiegel der bereits bestehenden Sprachpraxis. Diese wiederum mag durchaus "kreierte" Wörter enthalten.

    Aber - bei allem Respekt: um in ein Wörterbuch aufgenommen zu werden, reicht es keinesfalls aus, einen Vorschlag zu machen, den ein (äußerst begrenzter) Zirkel von Menschen als "passend" oder "schön" empfindet (was im übrigen im vorliegenden Fall zweifellos noch nicht mal einhellig der Fall ist).

    Wenn ein Vorschlag gut ist und das Wort benötigt wird, wird sich der Vorschlag im Sprachgebrauch durchsetzen (und sei es nur in der Fachliteratur).

    Solange aber die einzige "Quelle", d.h. der einzige Nachweis des Gebrauchs, in einer Diskussion des Wortes in einem Forum besteht, ist eine Aufnahme in ein Wörterbuch nicht vertretbar.
    #53AuthorUlrich05 (236177) 14 Nov 06, 19:45
    Suggestions



    Comment
    @Goldmarie:

    ich habe eben erst entdeckt, dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe, indem ich schrieb: "Was Du möchtest, wäre also, das Wort künstlich zu "erschaffen". Das ist jedoch nicht möglich."

    Selbstverständlich steht es jedermann jederzeit frei, neue Wörter zu erfinden. Ob diese Wörter sich jedoch dann auch durchsetzen und Bestandteil des Sprachgebrauchs werden (und damit dann eine Aufnahme in die verschiedenen Wörterbücher rechtfertigen), ist eine völlig andere Frage und in der Regel durchaus zweifelhaft.

    #54AuthorUlrich05 (236177) 14 Nov 06, 20:00
    Suggestions

    whistleblower

    -

    Whistleblower - Skandalaufdecker/Hinweisgeber in einer Organisation der Repressalien befürchten muss


    Examples/ definitions with source references
    Wir haben gerade ein Whistleblower-Netzwerk gegründet und uns für den englischen Begriff entschieden weil die deutschen Worte "Hinweisgeber" und "Skandalaufdecker" nicht wirklich passen. Typisch für Whistleblower ist eben auch das eingegliedert sein in eine Organisation/Betrieb/Verwaltung und die zumeist folgende Repressalie. Beides wird von den genannten deutschen Begriffen nicht umfasst. Ausserdem ist für uns der bestehende Whistleblowerschutz in den USA etwas was wir auch für Deutschland fordern und der Begriff ist somit auch Leitgedanke den wir nutzen wollen. Im den Niederlanden heißt der Whistleblower übrigens Glockenläuter.

    #55Authorwhistler15 Nov 06, 11:45
    Suggestions



    Comment
    @whistler:
    Whistleblower ist ein typisches Schlagwort, das weder in der englischen noch in der deutschen Sprache selbsterklärend ist. Alles für das es steht, muss man kennen, um zu wissen was es bedeutet. Ohne die Kenntnis dieser Hintergründe besteht für einen Nicht-Insider keine Chance den Sinn des Wortes zu begreifen. Wer den Begriff nicht kennt, kommt sicher auch nicht darauf, dass es sich um ein Mitglied der Organisation handelt, bei welcher der "Whistleblower" durch das "whistleblowing" einen Missstand aufdeckt.
    Das gilt auch für alle deutschen Vorschläge, ob Missstandaufdecker, Skandalaufdecker usw.. Aber "Missstandaufdecker" ist ein selbsterklärender Begriff. Skandalaufdecker geht mir etwas zu weit, weil ein Whistleblower in der Regel nicht den öffentlichen Skandal sucht, sondern ide Korrektheit im Handeln der betreffenden Organisation sicherstellen will.
    Ich bin mir von der Technik her gewöhnt Bedienungsanleitungen für komplexe Anlagen zu scheiben, für Servicetechniker und Benutzer. Ich bin es gewöhnt so zu schreiben, dass das Geschriebene auch für einfache Leute irrtumsfrei verständlich ist. Whistleblower ist nicht für jedermann verständlich. Das Ihr den Begriff für eine Organisation verwendet, begreife ich, da er in der Politik einigermassen bekannt ist. Dabei bin ich immer noch überzeugt, dass selbst viele deutschsprachige Politiker den Begriff nicht genau erklären können, wenn sie sich in der Materie nicht auskennen.
    Ob LEO eine Plattform ist um neue deutsche Wörter zu lancieren? Ich meine ja, nicht in erster Linie, aber wenn es der Sache, d.h. dem Sprachverständnis dient.
    #56AuthorGiorgioS (243699) 15 Nov 06, 13:19
    Suggestions



    Comment
    Warum antwortet ihr auf Giorgios Mist noch.
    #57AuthorZenturio15 Nov 06, 15:52
    Suggestions



    Comment
    Da schaut man nach einiger Zeit wieder mal beim LEO-Forum rein und bekommt sofort ein Paradebeispiel für den "netten" Umgangston, der sich seit einiger Zeit hier eingeschlichen hat - echt ätzend!!!
    Giorgio ist höflich und macht sich die Mühe, seinen Vorschlag argumentatorisch sehr gut zu belegen - 'jmd. der einen Missstand aufdeckt' ist von allen Vorschlägen derjenige, der dem englischen Ausdruck am ehesten gerecht wird - aber manche, inzwischen zu viele, Leute wollen einfach nur stänkern... egal, ob sie Marianne, Zenturio, H.B. oder sonstwie heissen.
    #58AuthorBubi18 Nov 06, 11:53
    Suggestions



    Comment
    oder Bubi.
    Bevor Du soetwas schreibst, denke einmal nach, Begründungen sind ja nun wer weiß wie viele gegeben worden. Wir habe ja verstanden, was GiorgioS sagen wollte, nur, so kann man das nicht schreiben.
    #59AuthorH.B.18 Nov 06, 12:50
    Suggestions



    Comment
    Hallo Bubi:
    Danke für den Support. Leider greift die Schnoddrigkeit auch im LEO um sich. In der Anomymität des Internets lässt der Anstand immer mehr zu wünschen übrig. Ich nahm bisher immer an, dass sich im LEO Forum vorwiegend gebildete Leute mit einem Minimum an Umgangsformen tummeln. Auf den grossen Teil der Forumsteilnehmer trifft das sicher immer noch zu. Auf den Rest könnten wir in diesem Forum gut verzichten. Besser als schnöden ist bessere Vorschläge machen.

    Hallo H.B.:
    Dass man "Missstandaufdecker" so nicht so schreiben kann, ist eine rein subjektive Beurteilung von Dir und somit absolut nicht in Stein gemeisselt. Andere sehen das anders. Es geht mir übrigens zuletzt darum meinen Begriff im LEO verewigt zu sehen. Es geht mir einfach darum eine verständliche und treffende Übersetzung für "Whistleblower" zu finden. Für bessere Vorschläge bin ich jederzeit zu begeistern.
    #60AuthorGiorgioS (243699) 21 Nov 06, 15:12
    Suggestions



    Comment
    Versuchen wir es mal so: Auch das Wort "Missstandsaufdecker" ist keinesfalls selbsterklärend. Man kann darunter z.B. einen investigativen Reporter verstehen.

    Der Whistleblower wird sich in Deutschland mehr oder weniger gut und schnell durchsetzen wie jedes neuartige Fremdwort auch. Grundsätzlich ist gegen einen deutschen Begriff nichts zu sagen.
    Die Gefahr besteht jedoch, dass ein neuer deutscher Begriff über den Ursprungsbegriff erklärt wird, nach dem Motto "was ist ein Misstandsaufdecker?" - "Ein Whistleblower." - "Ach so."
    In dem Moment ist der deutsche Begriff tot.
    #61AuthorTTMM (236247) 21 Nov 06, 16:02
    Suggestions



    Comment
    GiorgioS
    Welchen Sinn sollte es machen, eines Wortes wegen Streit mit anderen Forumsteilnehmern suchen zu wollen. Es macht keinen Sinn, und darum würde den auch nicht suchen wollen. Ich möchte mich auch einer sprachlichen Neu- und Weiterentwicklung nicht in den Weg stellen. Warum sollte ich? Vielleicht wird sich dieses Wort mit der Zeit so wie von Dir vorgeschlagen im Sprachgebrauch durchsetzen, vielleicht aber auch nicht. Ein Blick ins Internet beweist, daß der Begriff Missstandsaufdecker als Hauptwort keine Treffer erzielt, weil, er ist so im Sprachgebrauch nicht üblich. Wenn Du folgenden Satzteil ? .....die zu einem so sinnlosen Mord beitragen, sondern auch über seine Aufgabe als Vermittler von Informationen und Aufdecker von Missständen" mit der Variante ...."die zu einem so sinnlosen Mord beitragen, sondern auch über seine Aufgabe als Vermittler von Informationen und Missstandsaufdecker" vergleichst, dann klingt die erste Variante eindeutig gefälliger. Und da sich auf diesem Forum nicht nur deutsche Nativespeaker tummeln, haben andere und ich darauf aufmerksam machen wollen, daß das Wort Missstandsaufdecker so als Hauptwort in der gehobenen Sprache bis jetzt keine Verwendung findet.
    Aber, Sprache verändert sich. Und über Geschmack lässt sich streiten. Vielleicht wirst Du recht behalten. Und ich könnte damit leben. Also, ich wollte Dir nicht mit meinem Beitrag an die Karre p....
    #62AuthorH.B.21 Nov 06, 17:01
    Suggestions



    Comment
    @TTMM:
    Da kaum mehr als 5% der deutschsprachigen Bevölkerung den Begriff "whistleblower" kennen, kann man ihn beinahe als englischen Fachbegriff bezeichnen. Bei Fachbegriffen kann es vorkommen, dass sich in eingeweihten Kreisen der englische Begriff rasch durchsetzt. Bezüglich der breiten Bevölkerung habe ich jedoch diesbezüglich grosse Bedenken.
    "Missstandaufdecker" ist trotz allem weitgehend selbsterklärend. Ich könnte mir genau so wie es in den USA den "Whistleblower act" gibt ein "Missstandaufdecker-Gesetz" vorstellen. Würde man diesen Begriff missverstehen? Er wäre meines Erachtens sehr viel mehr selbsterklärend als es ursprünglich "whistleblower" war.
    Bei einem investigativen Reporter kann man den Begriff selbstverständlich auch anwenden, doch spricht man da häufig eben bewusst vom "investigativen Reporter", einem Begriff, den wir bekanntlich der Watergate-Affäre verdanken. Dieser Begriff umschreibt die Arbeitsweise des Reporters und nicht was er damit erreicht.
    #63AuthorGiorgioS (243699) 21 Nov 06, 17:22
    Context/ examples
    Comment
    whistler und andere: Zur Information.

    Quelle: http://centerforinvestigativereporting.org/

    About CIR

    The Center for Investigative Reporting is a nonprofit organization that reveals injustice and strengthens democracy through the tools of journalism. Investigative reporting -- requiring long lead times and significant investment of resources -- is in short supply. Under increasing pressure to deliver higher profits for publicly traded media companies, editors and producers cut back on time and people first. The predictable outcome: a shortage of original, in-depth and risk-taking reporting, and a citizenry deprived of the information required to maintain a vibrant democracy.

    CIR is part of the solution, injecting tough but fair investigative reporting into the news media by: investing in promising stories at their earliest stages to give them a chance in the news marketplace, producing major multimedia investigative projects, and promoting investigations to maximize their impact. The work is led by a small West Coast staff and powered by a nationwide team of independent reporters and producers.
    #64AuthorNick Nack (141965) 06 Mar 08, 13:30
    Context/ examples
    Comment
    Example of a whistleblower.

    This link is cited at: http://www.salon.com/news/feature/2007/11/01/...
    #65AuthorNick Nack (141965) 06 Mar 08, 14:47
    Context/ examples
    LEO:
    whistle-blower --- der Whistleblower

    Kontext:
    Google:
    230 for "ein Whistleblower"
    287 for "der Whistleblower"

    Mehr Schutz, mehr Aufklärung - Whistleblower und ihr Umfeld
    www.transparency.de/fileadmin/pdfs/Vortrag_JK03Rohde-Liebenau.pdf

    Ein Whistleblower hat faktisch stets auch die Möglichkeit sich direkt an die ... Der Grundsatz muss dabei lauten, dass ein Whistleblower, der sich an die ...
    ec.europa.eu/employment_social/labour_law/answers/documents/5_25_de.pdf
    Comment
    Damit sollte sich dieser Faden doch wohl erledigt haben.
    #66AuthorMausling (384473) 06 Mar 08, 17:32
    Suggestions

    whistleblower

    -

    Entlarver



    Context/ examples
    http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/doku...
    Der Entlarver beim Entlarver: Georg Stefan Troller, TV-Seelenforscher und auf melancholische Tiefgründelei spezialisiert, besucht den amerikanischen Rauschebart James Randi, der sich auf die Decouvrierung von Wunderheilern verlegt hat. Kein Wunder: Randi ist gelernter Illusionskünstler.

    Comment
    Trifft nicht ganz zu, aber wenn man das Wort "Whistleblower" partout nicht gebrauchen will, könnte es ja noch gehen...
    #67AuthorRaCH09 Jun 08, 09:30
    Context/ examples
    http://www.bartleby.com/61/39/W0123900.html
    One who reveals wrongdoing within an organization to the public or to those in positions of authority: “The Pentagon's most famous whistleblower is . . . hoping to get another chance to search for government waste” (Washington Post).

    siehe auch Wikipedia in #28

    http://dictionary.cambridge.org/define.asp?ke...
    whistle-blower
    a person who tells someone in authority about something illegal that is happening, especially in a government department or a company


    whis⋅tle-blow⋅er
       /ˈʰwɪsəlˌbloʊər, ˈwɪs-/ Show Spelled Pronunciation [hwis-uhl-bloh-er, wis-] Show IPA Pronunciation
    –noun
    a person who informs on another or makes public disclosure of corruption or wrongdoing.
    Also, whistle blower.


    http://dictionary.reference.com/search?q=whis...
    whis·tle·blow·er or whis·tle-blow·er or whistle blower (hwĭs'əl-blō'ər, wĭs'-) Pronunciation Key
    n. One who reveals wrongdoing within an organization to the public or to those in positions of authority: "The Pentagon's most famous whistleblower is . . . hoping to get another chance to search for government waste" (Washington Post).
    whis'tle-blow'ing n.
    The American Heritage® Dictionary of the English Language, Fourth Edition
    Copyright © 2006 by Houghton Mifflin Company.
    Published by Houghton Mifflin Company. All rights reserved.
    Cite This Source
    whistleblower

    noun
    an informant who exposes wrongdoing within an organization in the hope of stopping it; "the law gives little protection to whistleblowers who feel the public has a right to know what is going on"; "the whistleblower was fired for exposing the conditions in mental hospitals" [syn: whistle blower]

    WordNet® 3.0, © 2006 by Princeton University.
    Cite This Source

    Main Entry: whis·tle·blow·er
    Pronunciation: 'hwi-s&l-"blO-&r
    Function: noun
    : an employee who brings wrongdoing by an employer or other employees to the attention of a government or law enforcement agency and who is commonly vested by statute with rights and remedies for retaliation —compare QUI TAM ACTION —whis·tle·blow·ing /-i[ng]/ noun

    Merriam-Webster's Dictionary of Law, © 1996 Merriam-Webster, Inc.
    Cite This Source
    Comment
    Es trifft nicht nur "nicht ganz zu", es trifft ueberhaupt nicht zu. Der Entlarver im Beispiel in #67 kann nicht mit "whistle-blower" uebersetzt werden.
    #68AuthorMausling (384473) 02 Dec 08, 00:27
    Comment
    Ach, jetzt bin ich auf einen alten Faden reingefallen. Entschuldigt bitte die Exhumierung. :(
    #69AuthorMausling (384473) 02 Dec 08, 01:36
    Comment
    Also ich find es peinlich, dass jetzt Whistleblower als offizielle deutsche Übersetzung in LEO steht.

    Hab die ganze Diskussion oben gelesen und obwohl mir Giogios Vorschlag (Missstandsaufdecker) auch nicht zusagt, kann ich seiner Argumentation folgen. Wenn ich z.B. meinem Vater von Whistleblowern erzähle, bekomme ich 100%ig nur einen blanken Blick zurück.

    Mir ist vollkommen klar, dass sich eine Sprache weiter entwickeln muss, dass für neue Erfindungen oder Konzepte neue Begriffe gebraucht werden, siehe #42. Mir würde nie einfallen, z.B. "Software" zu kritisieren.

    Aber das Konzept des "Whistleblower" kann doch nicht neu sein? Man hat doch sicher auch in D schon vor 100, 50 oder 10 Jahren Missstände in den eigenen Reihen aufgedeckt! Die Leute haben sich doch damals auch ohne "Whistleblower" verständlich ausdrücken können, oder? Warum muss man jetzt plötzlich einen englischen Begriff dafür importieren?

    "Missstandsaufdecker" wird sich kaum durchsetzen, auch wenn es den Sinn recht treffend beschreibt. Wie andere schon bemerkt haben, klingt es einfach zu unbeholfen. Aber muß man denn unbedingt EIN Wort finden? Da sind wir wieder bei der Frage, wie die Leute das früher ausgedrückt haben. Höchstwahrscheinlich mit mehr als einem Wort.

    Ganz oben (#1) steht die Kritik LEO sei kein Lexikon, sondern ein Wörterbuch. Wenn es aber nunmal kein genau passendes deutsches Wort gibt? Da ist doch bei vielen Ausdrücken im übertragenem Sinn so. Wollen wir jedesmal einfach das Fremdwort 1:1 übernehmen? LEO hat auch ein Chinesisches Wörterbuch und im Chinesischen gibt es jede Menge Ausdrücke, die im Deutschen einen ganzen Absatz bräuchten, um den vollen Sinn zu erfassen. Wenn ich das übersetzen möchte, was mach ich da? Den Deutschen Chinesisch beibringen?? Wäre es wirklich so schlimm, auch Whistleblower mit einer kurzen Wortgruppe zu übersetzen?

    Ich hab das sinngemäß gerade jemandem für "förderpolitisch" erklärt:
    related discussion: förderpolitisch

    Um nochmal auf meinen Vater zurückzukommen, der gerade Englisch lernt und tatsächlich öfters LEO benutzt. Wenn er jetzt Whistleblower nachschlägt, und als "Übersetzung" Whistleblower zurückbekommt, ist ihm absolut nicht geholfen. Ich plädiere dafür, dass man den Begriff kurz umschreibt, "Aufdecker von Missständen in den eigenen Reihen" oder sowas. Dass man diese Wortgruppe im Einzelfall auch nicht 1:1 als "Übersetzung" anwendet, dürfte jedem klar sein. Aber zumindest weiss dann jeder, was gemeint ist.
    #70AuthorSvenster (527237) 04 Dec 08, 04:28
    Suggestions

    Whistleblower

    pol. noun Amer. -

    Denunziant

    noun

    Context/ examples
    Comment
    Ich weiß, es ist ein alter Thread, aber durch Edward Snowden doch gerade wieder relevant.

    Wieso übersetzen wir "Whistleblower" nicht mit "Denunziant"? Siehe Beispiel: Jmd. der etwas aufdeckt, verrät, meldet, preisgibt.

    Scheint mir von allen Vorschlägen noch am nahesten dran zu sein - dass mag aber auch daran liegen das es mir gerade eingefallen ist.
    #71AuthorZeis (937211) 23 Jun 13, 12:41
    Comment
    Zeis, in der amerikanischen Presse wird Snowden, je nach Anschauung, "Whistleblower" oder "Leaker" genannt. Für AP z.B. ist ein Whistleblower jemand der juristisch nachweisbare Verstöße der Regierung veröffentlicht hat. Als Leaker wird jemand bezeichtnet, der glaubt, dass die Regierung unrecht gehandelt hat, der Beweis der Illegalität des Handelns jedoch noch aussteht. Wir haben für die Unterscheidung der beiden Begriffe keine adäquate Übersetzung. Hat die Regierung nachweislich illegal gehandelt, fände ich den Begriff "Denunziant" zu negativ besetzt. Manchmal ist es besser Begriffe in ihrer Originalsprache zu lassen, statt krampfhaft nach einer Übersetzung zu suchen. Es gibt zum Thema Whistleblower viele threads, dieser hier

    related discussion: whistleblower - jmd. der falsche Machenschaft...

    ist der aktuellste und behandelt auch den Snowden-Fall.

    #72Authorcassandra (430809) 23 Jun 13, 12:53
    Comment
    @ 71 Wieso übersetzen wir "Whistleblower" nicht mit "Denunziant"?

    Weil "Denunziant" im Deutschen mittlerweile eine ausschließlich negative Konnotation hat. Auf dem Weg durch die letzten 80 Jahre hat das Wort seine Unschuld verloren, die es möglicherweise einmal hatte.

    DWDS
    denunzieren Vb. ‘aus niedrigen Beweggründen anzeigen, verraten’,

    Duden
    Denunziant, der
    Gebrauch: abwertend

    wissen.de
    Denunziant Zuträger, Zwischenträger, Verräter, Verleumder; ugs.: Petzer, Judas

    #73Authormanni3 (305129) 24 Jun 13, 16:53
    Comment
    #73: Wieso "mittlerweile" eine negative Konnotation? Das heißt es doch schon seit Jahrhunderten.

    Abgesehen davon ist Denunziantentum primär auf Zielpersonen gerichtet, während whistleblowers in erster Linie über Zustände informieren.

    #74AuthorM-A-Z (306843) 24 Jun 13, 17:29
    Comment
    Pfeifer (DWDS): Pejorativer Sinn wird erst im 19. Jh. vorherrschend.
    #75Authormanni3 (305129) 24 Jun 13, 17:35
    Suggestions

    Hinweisgeber



    Context/ examples
    Comment
    Die SPD hat auch einen Gestzentwurf formuliert: Hinweisgeberschutzgesetz
    (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/085/17...)

    Informant ist eigentlich falsch, da dieser nicht zwingend Missstände aufdeckt, sondern Informationen gegen Vergünstigungen "tauscht".
    #76Authortom310 (792638) 25 Jun 13, 00:36
    Comment
    Around nine! years ago someone suggested "Rauchmelder" which this non-native thinks is quite nice :-)

    Governments and authorities may see it differently, but "whistleblower" has positive associations, so "Informant", "Denunziant" etc. don't fit IMO.
    #77Authormikefm (760309) 25 Jun 13, 13:26
    Comment
    Den Rauchmelder finde ich auch sehr schön! Er hat das bildliche Flair, das dt.-bürokratischen Entsprechungen (Hinweisgeber et al.) fehlt und im Gegensatz zu Denunziant (et al.) die richtige Konnotation. Nur schade, dass (noch) niemand etwas damit anfangen kann.
    #78AuthorBambam (48248) 25 Jun 13, 13:38
    Context/ examples
    Informant ist eigentlich falsch, da dieser nicht zwingend Missstände aufdeckt,
    Comment
    Eine solche Logik erschließt sich mir nicht. Wenn ein Informant nicht zwingend, aber auch Missstände aufdeckt, passt der Begriff zu "whistleblower" und ist nicht falsch. Dass "Informant" darüber hinaus ein weitergehendes Anwendungsgebiet hat, hat er mit vielen anderen Termini gemeinsam. Er hat auch keinen negativen Beigeschmack.
    #79AuthorM-A-Z (306843) 25 Jun 13, 14:56
    Comment
    Wie wäre es mit einem Signalisierer? Oder Abpfeifer (in der alten Diskussion oben wies jemand auf die Assoziation zum Schiedsrichter hin)?
    #80Authorcorbie (745439) 25 Jun 13, 15:43
    Comment
    Vorhin im Fernsehen gehört: Geheimdienst-Enthüller.

    Skandal-Enthüller (#11) würde mir allerdings besser gefallen.
    #81AuthorMiMo (236780) 25 Jun 13, 18:20
    Comment
    Signalisierer und Abpfeifer habe ich noch nie gehört, und finde die Begriffe als Wortbildungen eher unidiomatisch und erzwungen.

    Informant passt für mich auch nicht, weil ein solcher (meinem vorwiegenden Verständnis nach üblicherweise) die Information im Auftrag von jemandem beschafft, ohne damit notwendigerweise an die Öffentlichkeit zu gehen.

    Ein whistleblower (so wie er in deutschen Texten verwendet wird) scheint eher jemanden zu bezeichnen, der sich aus eigenem Antrieb (Idealismus, Wichtigtuerei, wie auch immer) an eine möglichst große Öffentlichkeit wendet.


    Ein Denunziant passt m.E. insofern nicht, als dass der (meinem Sprachgefühl nach) vor allem Informationen an die Obrigkeit gibt..
    #82AuthorYora Unfug (694297) 25 Jun 13, 18:22
    Context/ examples
    Comment
    In der österreichischen Presse ist "Aufdecker" gebräuchlich. Finde ich gut.
    #83Authorarcus (267523) 25 Jun 13, 18:47
    Suggestions

    whistleblower

    -

    whistleblower



    Comment
    Da "Missstandsaufdecker" sehr holprig-hölzern wirkt und zudem auch nicht deutlich macht, dass es sich um einen "Aufdecker" aus "den eigenen Reihen" handelt: Es gibt ja bereits den Ausdruck "Nestbeschmutzer", der allgemein bekannt, allerdings negativ besetzt ist. Ein Whistleblower will ja "im eigenen Stall" uneigennützig und zu aller Wohl aufräumen. Wie wäre es zum Beispiel mit "Nestpfleger"? :) Das steht zwar noch in keinem Wörterbuch, aber was nicht ist, könnte ja noch werden :;
    #84AuthorKartöffelchen_ (938694) 30 Jun 13, 15:51
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
 
 
 ­ automatisch zu ­ ­ umgewandelt